[Sammelthread] Der Gehalts- und Arbeitsplatzthread

Für jemanden der nie in der Situation war, ist es schwer, sich das vorzustellen. Wie kam die Person in die Situation, wieso kommt er da nicht wieder raus, etc. Mir ist klar, vor allem je älter die Person ist, dass nicht alle die Qualifikationen sammeln konnten, sich zumindest für eine 0815-Stelle empfehlen zu können, oder eben auch Erfahrungen oder sonst was.

Trotzdem gibt es natürlich H4-Empfänger, auch junge, die sich schon damit abgefunden haben und die sich einfach zu schade sind, für etwas mehr Lebensstandard 40 oder mehr Stunden die Woche arbeiten zu gehen.

Ich habe im Grunde keine Ahnung, glaube aber zumindest, dass jeder Mensch Arbeit finden kann, wenn er nicht gerade gesundheitlich eingeschränkt oder völlig Abschluss-los ist. Das Problem vermute ich in der Langzeitarbeitslosigkeit. Ich möchte ehrlich gesagt auch niemanden einstellen, der eine Lücke von 2 oder mehr Jahren im Lebenslauf hat.

Und was heißt schon Neid, ich bin nicht neidisch auf beschäftigungslose Menschen die am Existenzminimum leben. Ich bin dafür, die abzustrafen, die arbeiten könnten, wenn sie denn nur wollten.

edit:

Ich bin auch der Meinung, dass jeder irgendwo selbst verantwortlich für sich ist. Warum hat jemand keinen Schulabschluss, keine abgeschlossene Lehre? Was hat man in der Zeit stattdessen gemacht? Wieso lässt jemand überhaupt eine so große Lücke im Lebenslauf entstehen? Ich gehe schon nach einer Woche Urlaub kaputt, weil ich zu viel Tatendrang habe. Die meisten können sich entscheiden, die aller wenigsten sind wirklich machtlos in ihrer Situation.
 
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Ich bin so sehr für das bedingungslose Grundeinkommen, damit dieser Neid auf Sozialleistungsempfänger aufhört. Dir passt dein Job nicht? Dann kündige und geh aufs Amt wenns dir damit besser geht.

Grundeinkommen ist nicht finanzierbar. Vor allem nicht bei der Zuwanderung aus 'wirtschaftlichen Gründen' die man damit anstößt.
Da kann man besser die MwSt senken. Da hat jeder was davon, und wer mehr Geld hat gibt eh mehr aus. Bei den aktuellen Zinsen kann man die Kohle am besten eh in materielle Dinge umsetzen.

Wenn man nur keine lust auf den Job hat muss man sich halt am Riemen reißen.
Wenn der Job wirklich zur Belastung wird (Mobbing etc) dann kann man in Absprache mit dem Amt sogar selbst kündigen und trotzdem alg1 beziehen.
 
Ich bin auch der Meinung, dass jeder irgendwo selbst verantwortlich für sich ist. Warum hat jemand keinen Schulabschluss, keine abgeschlossene Lehre? Was hat man in der Zeit stattdessen gemacht? Wieso lässt jemand überhaupt eine so große Lücke im Lebenslauf entstehen? Ich gehe schon nach einer Woche Urlaub kaputt, weil ich zu viel Tatendrang habe. Die meisten können sich entscheiden, die aller wenigsten sind wirklich machtlos in ihrer Situation.

Ich glaube das können wir, die in einem normalen Umfeld (Mittelschicht und "UpperClass") aufgewachsen sind, nicht so wirklich nachvollziehen.
Ich glaube, wenn die Kindheit schlecht genug läuft und man in gewissen Bezirken aufwächst, hat man größtenteils eben keine oder deutlich schlechtere Chancen auf eine ordentliche Schulbildung und einen guten Job, einfach weil es die äußeren Umstände wie Familie, Freunde etc. einem nicht leicht machen.
 
Ich denke schon das ein Grundeinkommen finanzierbar ist. Deutschland ist wirtschaftlich sehr stark und hätte keinerlei Probleme sowas zu stemmen. Man sieht schon alleine am Prinzip der EU, wie Veruntreuung von Steuergeldern gehandhabt wird. Wenn wir andere Umstände hätten, so stünde hierzulande sehr viel Geld zur Verfügung als onehin schon. Sogar in der aktuellen Situation, werden zig Milliarden einfach woanders hingepumpt um marode oder insolvente Staaten aufrechtzuerhalten NUR damit sie in der EU bleiben und man diese Länder im wahrsten Sinne des Wortes aufkaufen kann oder die Banken retten. Von solchen Geldern hätten wir hier Luxusgehälter und ein Grundeinkommen. Nicht umsonst sagt man das die EU eine Geldumverteilungsmaschinerie ist denn zurückblickend, macht sie genau das. Mittlerweile bin ich da angekommen, dass für mich kein Unterschied zwischen Demokratie, Kapitalismus, Sozialismus, Kommunismus herrscht. Das ist alles ein und derselbe Schuh, nur sehen die äußerlich anders aus.

Bezüglich Neid und Missgunst, kann ich das bestätigen weil wir Konkurrenzdenken und besser zu sein als der andere, schon in der Schule lernen. Da ist nichts mit Gemeinschaftsdenken oder Teamarbeit auch wenn das hier und da so rüberkommen sollte. Selbst diejenigen die gut sind, werden daran gehindert weil das Wissen dem Faktor Zeit unterworfen wird (Prüfungen und sehr knappes Zeitlimit). Das hierbei andere, die genau so vieles oder alles wissen würden auf der Strecke bleiben, zeigt mal wieder wie toll das Schulsystem ist. Hier wird mit Leben und der Zukunft von Jugendlichen gespielt. Das zeigt sich unter anderem dann im späteren Leben. Wird sind innerlich zerfressen und neidisch wenn jemand sich besser kleidet, ein dickeres Auto fährt, eine bessere Position hat etc. Und der größte Witz überhaupt ist, dass ausgerechnet Firmen dann exakt Punkte wie Teamarbeit Selbstständigkeit, Motivation als gegenteilige Dinge voraussetzen und gerne hätten. Bemerkens wieviele unter Realitätsverlust leiden.

Sobald man die Haustür verlässt lauter Schauspieler und Menschen mit hinterhältiger Denkweise wo einige extrem egoistisch sind und nur auf Ihren Vorteil bedacht. Wer soll da bitte motiviert sein, Teamarbeit wollen oder vernünftig arbeiten können ohne das jemand anderes wieder was ausheckt. Aber bitte nicht nur auf Deutschland beziehen, ist in vielen anderen Ländern genauso wenn auch bei einigen nicht soviel oder bei anderen vielleicht sogar mehr. Bezüglich Diplomen, Abschlüßen und Zertifikaten ist das genauso ein Unfug. Die Mehrheit der verdeckten Stellen wird unter der Hand, persönlich durch jemand der jemanden kennt oder intern vergeben. Erst wenn ALLE Versuche gescheitert sind, landet sowas bei der Arbeitsagentur oder irgendwo im Internet / Zeitung. Wäre für mich schon ein Hinweis das was mit der Firma nicht stimmt. Und bei der Auswahl (sprich alles außer bewerben) entscheidet das persönlich und wie man so drauf ist. Ob und was man kann interessiert bei so einer Einstellung niemanden weil man alles erlernen kann was bezogen auf die Stelle und diese Tätigkeit wichtig ist. Hauptsache man ist persönlich korrekt und weil es über Bekanntschaft lief, ist sozusagen eine Art Vertrauen da. Ich kenne selbst so Fälle und durch Vorträge wie das in Wirklichkeit aussieht. Man sieht doch schon das da was nicht stimmt das sich unzählige Menschen irgendwo bewerben und was dabei rauskommt, wie mit sowas umgegangen wird. Ungeöffnete fortgeschmissene Bewerbungen, über bescheurte Tests oder Vorstellungsgespräche die zahlenmäßig soviel sind, das die Firma selbst kaum noch Lust hat oder sich einen Spaß erlaubt mit einigen Bewerbern erlaubt. Das alles um den Besten der Besten zu bekommen (was für eine Ironie) also ob hier ein König gekrönt wird. Leute das ist einfach nur ein Job unter Millionen und nur ein Minimum der ganzen Stellen die verfügbar sind. Kein Wunder das es hier so einen Überschuß an Bewerbern gibt.

Ich bin dafür das in diesem Land flächendeckend eine Erziehungsmaßnahme zur Bekämpfung irrealer Lebensweisen und Vorstellungen sowie humanistisches zwischenmenschliches Umgehen eingeführt wird. Ich denke dann wären wir viel weiter als uns Sorgen darüber zu machen welchen Abschluß man braucht, was man studieren soll und wieviele Diplome man haben soll das man in einer Bewerbung erwähnen kann. Mit sowas wird man kein anständiger Mensch der mit gesundem Meschenverstand handelt und lebt, man wird eher ein Roboter der sich durch Verkauf seines Mensch seins genau in dem Loch landet was die Politik und Wirtschaft kreiert.
 
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Ganz ehrlich: Allein durch den massenhaften Wegfall von Arbeitsplätzen in den nächsten 15-30 Jahren durch Umrüstung auf Robotic, selbstfahrende Autos etc sowie die hohe Altersarmut die zig Millionen Bürger unseres Landes betreffen wird, kommt man an einem gut ausgearbeiteten "bedingungslosem Grundeinkommen" gar nicht mehr vorbei. Vollkommen egal wie heute jemand darüber denken mag.
Es ist also keine Frage OB man es einführen sollte sondern nur WANN und WIE im Detail.
 
Der entscheidende Punkt ist: die Wirtschaft ist stark - nicht der Staat.
Wie willst du die dazu bewegen, mehr Geld an den Staat zu zahlen das dann als Grundeinkommen umverteilt wird? Das kommt für die aufs gleiche raus, als wenn sie dann Jobs anbieten und dafür entlohnen. Beim Grundeinkommen ist die Arbeitsleistung ja trotzdem irgendwo vorhanden, wird dann ggf nur nicht abgerufen.
Die EU tut ihr übriges. Da kommt dann schnell das Veto, um Ungleichgewichte zu vermeiden.

Bedingungslos wird trotzdem nicht gehen. Du hast eine enorme Teil-Zuwanderung, alleine jetzt schon, die nur durch die Sozialsysteme motiviert ist. Bedingungslos hieße, dass jeder Anspruch hätte.
 
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@ Hardwarekäufer:
Siehst du, genau das ist ja der Punkt: Die Wirtschaft bleibt auch weiterhin stark (nur arbeiten dann eben Maschinen/Roboter statt Menschen), es kommt davon nur ohne Eingreifen des Staates bzw. der jeweiligen Staaten nichts mehr beim Bürger an. Und dem kann man nur durch dieses kontrovers diskutierte Grundeinkommen beikommen. Es ist ja nicht weniger Geld im großen Geldkreislauf vorhanden, es wird nur anders verteilt. Aktuell ist es ja ohnehin extremst (!) ungleich verteilt.
Wenn du dann auch noch den Wegfall von allen Sozialleistungen abziehst die aktuell vorhanden sind und gezahlt werden (Sozialhilfen, Arbeitslosengelder, Zuschüsse etc) sowie die riesigen Einsparungen durch die Schliessungen der jeweiligen Ämter und Behörden kann man sich schon ein grobes Bild davon machen wie es ohne große Probleme möglich ist ein solches Grundeinkommen zu finanzieren.
Möglich ist es also auf jeden Fall. Man muss es halt nur sauber und fair ausarbeiten. Noch ist es zwar eine Art Tabu das so zu sagen, aber in unserer modernen Zeit sollte niemand mehr miese Ausbeuterjobs annehmen müssen um einigermaßen über die Runden zu kommen. Da muss sich das gesamte Denken noch ändern und weiterentwickeln, zumal viele Wirtschaftsbosse und vor allem Lobbyisten das aufs Schärfste dementieren werden.
 
Der entscheidende Punkt ist: die Wirtschaft ist stark - nicht der Staat.
Wie willst du die dazu bewegen, mehr Geld an den Staat zu zahlen das dann als Grundeinkommen umverteilt wird? Das kommt für die aufs gleiche raus, als wenn sie dann Jobs anbieten und dafür entlohnen. Beim Grundeinkommen ist die Arbeitsleistung ja trotzdem irgendwo vorhanden, wird dann ggf nur nicht abgerufen.
Die EU tut ihr übriges. Da kommt dann schnell das Veto, um Ungleichgewichte zu vermeiden.

Bedingungslos wird trotzdem nicht gehen. Du hast eine enorme Teil-Zuwanderung, alleine jetzt schon, die nur durch die Sozialsysteme motiviert ist. Bedingungslos hieße, dass jeder Anspruch hätte.
Das Geld ist da, es ist nur schlecht verteilt. Dem reichsten 1% in Deutschland gehören 33% des Geldes, den reichsten 10% gehören ingesammt 66% des Geldes in Deutschland, beide Werte ohne Immobilien. Da müsste man mal ansetzen. Warum soll ein Mensch mehr als paar Millionen Einkommen haben bzw besitzen, warum? Ab einer gewissen Größenordnung ist das einfach nur krank. Wieso verdient ein Zetsche 8 Millionen pro Jahr, und im nächsten 8,8? Weil alles teurer wird oder was? Ich bin ja echt kein Linker, aber irgendwo muss es Grenzen geben. So viele Leute haben garnichts und ein einzelner hat genug für Tausende Menschen, das kann nicht richtig sein. Kapitalismus ist einfach scheiße. :fresse:
 
@cryptic

Die Frage ist dann aber, wo das Geld im Kreislauf vorhanden ist. Trotzdem sitzt das Geld dann immernoch bei den Unternehmen. An den Staat kommt es über ESt, und wenn Bürger ihr Gehalt ausgeben.
Dazu musst du dann die Krankenversorgung komplett staatlich finanzieren.

Die Unternehmen werden es freiwillig nicht hergeben. Und wenn du sie versuchst zu zwingen kommst du in die Planwirtschaft.
Dass das nicht funktioniert hat man an der DDR wunderbar gesehen.

Kapitalismus ist einfach scheiße. :fresse:
Und du meinst Kommunismus sei besser? :fresse:
 
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@cryptic

Die Frage ist dann aber, wo das Geld im Kreislauf vorhanden ist. Trotzdem sitzt das Geld dann immernoch bei den Unternehmen. An den Staat kommt es über ESt, und wenn Bürger ihr Gehalt ausgeben.
Dazu musst du dann die Krankenversorgung komplett staatlich finanzieren.

Die Unternehmen werden es freiwillig nicht hergeben. Und wenn du sie versuchst zu zwingen kommst du in die Planwirtschaft.
Dass das nicht funktioniert hat man an der DDR wunderbar gesehen.


Und du meinst Kommunismus sei besser? :fresse:
Nein, natürlich nicht. Die Herausforderung ist doch, einen bisher ungeahnten Mittelweg zu finden...
 
Mittelweg haben wir. Jeder arbeitet für sein Geld, und bei zu geringem Gehalt stockt der Staat auf.

Erfordert aber grundsätzlich die Bereitschaft zu Arbeiten. Jobs gibt es genug.

Man könnte Mindestgehälter einführen und die Aufstockung ggf ausbauen, so dass ein deutlicher Anreiz besteht zu arbeiten statt dem Staat auf der Tasche zu liegen.
 
Mittelweg haben wir. Jeder arbeitet für sein Geld, und bei zu geringem Gehalt stockt der Staat auf.

Erfordert aber grundsätzlich die Bereitschaft zu Arbeiten. Jobs gibt es genug.

Man könnte Mindestgehälter einführen und die Aufstockung ggf ausbauen, so dass ein deutlicher Anreiz besteht zu arbeiten statt dem Staat auf der Tasche zu liegen.
Ja, aber manche arbeiten sich den Buckel rund und würden in 1000 Jahren nicht das ersparen können, was andere in einem Jahr ansparen können. Und die arbeiten nicht mehr, eher weniger. Nur weil sie mehr Verantwortung haben, sollen die das Tausendfache verdienen? Die kriegen doch noch eine genauso hohe Abfindung, wenn sie ihrer Verantwortung mal nicht gerecht geworden sind.
 
Wäre ja ein einfaches, wenn die gesamte Geschäftsleitung (Geschäftsführer, Personalleiter, Etc) sagen wir maximal soviel zusammen beziehen darf wie der geringst Beschäftigte Mitarbeiter (zb dann 450€ minijob) * Anzahl der Sozialversicherungspflichtig Beschäftigten Mitarbeiter (zb 800).

Wären im Beispiel 360.000 Euro.
Durch drei oder vier Personen ergibt das ein abnehmbares Gehalt. Müsste man natürlich gucken wie das skaliert zu kleinen und sehr großen Unternehmen

Steigern können die das, indem sie ihre Mitarbeiter von unten her besser bezahlen und mehr Sozialversicherungspflichtige beschäftigen.
 
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Mittelweg haben wir. Jeder arbeitet für sein Geld, und bei zu geringem Gehalt stockt der Staat auf. Dann zahlt einfach keine Firma mehr ein Gehalt und jeder wird aufgestockt?:hmm: man sieht doch wohin das aufstocken führt, ehrliche Firmen sind gegenüber den unehrlichen im Nachteil, weil diese Sittenwidrige Löhne zahlen

Erfordert aber grundsätzlich die Bereitschaft zu Arbeiten. Jobs gibt es genug. Nein es gibt bei weitem nicht genug Jobs, die meisten Stellenanzeigen von Zeitarbeitsfirmen und Konzernen sind einfach nur um einen Marktüberblick zu bekommen und existieren nicht, viele sind auch einfach mehrfach gelistet oder schon lange weg

Man könnte Mindestgehälter einführen und die Aufstockung ggf ausbauen, so dass ein deutlicher Anreiz besteht zu arbeiten statt dem Staat auf der Tasche zu liegen.ein Mindestgehalt, so etwas wie ein Mindestlohn?

Ganz ehrlich wie lange bist du schon im Arbeitsleben unterwegs und warst du jemals Arbeitslos? Deutlicher Anreiz zu arbeiten? Als wenn jeder Arbeitslose keine Lust auf arbeiten hat. Lass es von 100 maximal 5 sein und die fütter ich sehr gerne mit durch, ist mir tausend mal lieber als Großkonzerne Steuerschlupflöcher zu gewähren oder reiche vor dem Finanzamt zu schützen weil sie nicht kontrolliert werden wie es beim normalen Bürger der Fall ist.
 
Ehemaliger Student der kürzlich angefangen hat, wenn ich mich recht erinnere. Größe Töne schwingen kann er...
 
Ich hatte bisher mehrere Jobs und alle davon waren Minimum 1800€ brutto /monat. Von Hilfsarbeiter bis Produktion war alles dabei. Nur weil ich auch studiert habt, heißt das nicht, dass ich nicht vorher mit Berufsausbildung und verschiedenen beruflichen Stationen keine Erfahrungen gesammelt hätte.

Die meisten davon habe ich einfach nur auf Nachfrage erfahren ohne dass sie ausgeschrieben waren.

Ich habe nie behauptet, dass überall (!) genügend Jobs für alle da sind. Ich sehe es ja im Ruhrgebiet selbst. Da gibt es halt mehr Menschen als Jobs. In anderen Regionen ist es anders verteilt..
 
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Ich hatte bisher mehrere Jobs und alle davon waren Minimum 1800€ brutto /monat. Von Hilfsarbeiter bis Produktion war alles dabei. Nur weil ich auch studiert habt, heißt das nicht, dass ich nicht vorher mit Berufsausbildung und verschiedenen beruflichen Stationen keine Erfahrungen gesammelt hätte.

Die meisten davon habe ich einfach nur auf Nachfrage erfahren ohne dass sie ausgeschrieben waren.

Ich habe nie behauptet, dass überall (!) genügend Jobs für alle da sind. Ich sehe es ja im Ruhrgebiet selbst. Da gibt es halt mehr Menschen als Jobs. In anderen Regionen ist es anders verteilt..

Laut offiziellen Stellen gibt es einen Fachkräftemangel, in Wirklichkeit ist das absolut nicht der Fall. Egal in welcher Region von Deutschland man lebt. Es fehlt meist nur an billigen Arbeitskräften, denn eigentlich müsste das Gehaltsangebot ja steigen wenn ein Mangel vorherrscht, weil um die besten Gekämpft werden muss. Ist aber leider nicht der Fall.
 
Es gibt doch genug Beispiele, wo Menschen, wenn sie arbeiten gehen, im Monat 20 Euro mehr verdienen oder gar weniger bekommen. Da ist kein Anreiz für die Arbeit vorhanden.
 
Ich sage ja gar nicht, dass es keine Millionäre geben darf. Aber wenn ich lese, dass 1% in Deutschland 33% des Barvermögens besitzen... Bei 80 Millionen Menschen und den angeblich 5000 Milliarden Euro Barvermögen sind 800.000 Menschen, die etwas mehr als 2 Millionen Euro besitzen. Soviel kann der Großteil der arbeitenden Bevölkerung im ganzen Leben nicht erarbeiten, nicht mal wenn er eisern spart. Das kann einfach nicht sein...
 
Willkommen im Kapitalismus. Der hat Deutschland aber in 70 Jahren dahin gebracht wo es jetzt ist.
Klar ist das System für einige ungerecht, aber es gibt zwischen den ganz Reichen und den ganz Armen halt eine riesige Mittelschicht der es gut geht.
Und in einer Demokratie gilt im Zweifel das, was die Mehrheit verlangt.
 
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Es gibt doch genug Beispiele, wo Menschen, wenn sie arbeiten gehen, im Monat 20 Euro mehr verdienen oder gar weniger bekommen. Da ist kein Anreiz für die Arbeit vorhanden.
Ich finde, dann sollten diese Menschen gezwungen werden - das ist für mich keine Frage der Abwägung, ob sich etwas lohnt, sondern der Moral, gefälligst zu arbeiten anstatt rumzusitzen und nichts zu tun. Und überhaupt, wieso müssen Arbeitslose keine gemeinnützige Arbeit verrichten? Wenigstens 10 bis 20 Stunden die Woche, der Gesellschaft etwas zurückgeben für das, was sie von der Gesellschaft an Arbeitslosengeld/H4 erhalten.

Mir ist klar, dass die nicht den ganzen Tag chillen. Aber die schreiben auch nicht 10-20 Stunden die Woche Bewerbungen, kann mir keiner erzählen. Vielleicht ergeben sich so auch neue Möglichkeiten, man kann sich für Tätigkeit X empfehlen, etc.

Wäre ich arbeitslos, würde ich mir eine Beschäftigung suchen, und sei es alle Gärten der Nachbarschaft auf Vordermann zu bringen. Ich halte es keine 2 Wochen ohne Beschäftigung aus, deshalb nehme ich nie länger Urlaub - nur, wenn es wirklich weg geht. Diese Menschen müssen in den Arsch getreten und beschäftigt werden.

Vielleicht sehe ich das aber auch einfach mit falschen Augen, ich war nie arbeitslos, keiner meiner Familie oder Freunde...
 
Redest du von Arbeitslosen oder H4-Beziehern?
 
Willkommen im Kapitalismus. Der hat Deutschland aber in 70 Jahren dahin gebracht wo es jetzt ist.
Klar ist das System für einige ungerecht, aber es gibt zwischen den ganz Reichen und den ganz Armen halt eine riesige Mittelschicht der es gut geht.
Und in einer Demokratie gilt im Zweifel das, was die Mehrheit verlangt.
Naja, Demokratie. Ich wette mit dir, dass wenn eine AfD 40% bekommt und die vier anderen (FDP mal außen vor) jeweils 15, würden diese vier eher eine gemeinsame Regierung bilden, als dass nur einer mit der AfD koaliert. Das ist dann Demokratie. Du verstehst sicher, was ich meine. Tausch von mir auch auch die AfD mit der Linke. Das passt sogar besser. Die Linke ist die einzige Partei, die dieses kapitalistische System ernsthaft in Frage stellt. Die anderen machen doch alle Politik für die Reichen.

Übrigens: Ich höre mich sehr links an, ja, habe zuletzt aber sogar AfD gewählt. Protest hin oder her. ;)
 
War mir klar, dass der Einwand kommt. Aber die Mehrheit hat in den letzten 70 Jahren nun mal SPD, CDU und FDP gewählt. Egal wie da nun am Ende wer mit wem regiert hat, das Volk hat gewählt. Wenn es einer Zahl X möglich ist eine Koalition zu bilden ist das die Mehrheit der Bevölkerung. Punkt.

Ich glaube kaum, dass eine Linke, eine AFD oder eine andere der radikal denkenden Parteien uns dahin gebracht hätte wo wir heute stehen. Du stellst das system infrage, dass dir überhaupt den Luxus ermöglicht, dir über sowas Gedanken machen zu können.
 
Redest du von Arbeitslosen oder H4-Beziehern?
Keine Ahnung, müsste man festlegen. Ich bin einfach grundsätzlich dagegen, dass jemand, der Geld vom Staat - also vom Volk - erhält, zuhause rumsitzt und zu viel Leerlauf hat. Wie gesagt, niemand schreibt mehr als 2-3 Stunden am Tag Bewerbungen, wenn überhaupt. Dann soll er sich 4-6 Stunden für eine sinnvolle Arbeit hinstellen, von der alle was haben. Ob das Reinigung, Bauarbeiten, Instandsetzung, Betreuung, einfache Verwaltungstätigkeiten oder sonst was sind - da kann man ja entsprechend der Fertigkeiten und Kenntnisse einteilen. Der Arbeitgeber müsste natürlich der Bund, das Land, die Kommune oder sonst was sein. Unternehmen würden das ganz schnell missbrauchen, keine Frage. Wie auch immer, du verstehst auf jeden Fall meine Intention, oder?

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War mir klar, dass der Einwand kommt. Aber die Mehrheit hat in den letzten 70 Jahren nun mal SPD, CDU und FDP gewählt. Egal wie da nun am Ende wer mit wem regiert hat, das Volk hat gewählt. Wenn es einer Zahl X möglich ist eine Koalition zu bilden ist das die Mehrheit der Bevölkerung. Punkt.

Ich glaube kaum, dass eine Linke, eine AFD oder eine andere der radikal denkenden Parteien uns dahin gebracht hätte wo wir heute stehen. Du stellst das system infrage, dass dir überhaupt den Luxus ermöglicht, dir über sowas Gedanken machen zu können.
Es kommt nicht darauf an, wo wir herkommen, sondern darauf, wo wir hingehen wollen. Die Vergangenheit ebnet nicht den Weg den wir beschreiten müssen.

Und ja, dann ist eine parlamentarische Demokratie einfach Käse.
 
Naja.Teilweise kann ich die Hartzer ja verstehen. Sich für 100 oder 150€ mehr im Monat Ausbeuten lassen.
Ja und teilweise ist es Ausbeuten was man in manchen Branchen verdient.
 
Naja.Teilweise kann ich die Hartzer ja verstehen. Sich für 100 oder 150€ mehr im Monat Ausbeuten lassen.
Ja und teilweise ist es Ausbeuten was man in manchen Branchen verdient.
Natürlich ist es nachvollziehbar, für 1000 Euro nicht 40 Stunden arbeiten zu wollen, wenn ich 750 Euro für 0 Stunden bekomme. Aber mit Logik hat das nichts zu tun. Mit Logik haben auch die Managergehälter nichts zu tun.

Es muss einfach gearbeitet werden, sobald das Einkommen damit den H4-Satz or whatever ge-break-even-pointet hat. :fresse:

Man darf doch nicht auf Kosten des Staats - des Volkes - leben, wenn man das gleiche oder mehr Geld auch mit ehrlicher Arbeit bekommt. Punkt aus Ende, egal wie unlogisch das ist.

Vielleicht ist das auch eine Frage der Moral oder Erziehung. Vielleicht würde ich meine Meinung auch ändern, wenn ich betroffen wäre. Aber gutes Beispiel: In meinem Team wurde ich zu einem Zeitpunkt eingestellt, als es frische neue Gehaltsbänder gab. Deshalb verdiene ich 20% weniger als alle anderen um mich rum, die die selbe Tätigkeit verrichten. Was glaubt ihr, wer hier am meisten arbeitet und macht? Wer die meisten Vorgänge wegknallt, die Prozesse optimiert und immer Vollgas gibt, egal was kommt? Das ist meiner Meinung nach einfach eine Einstellungssache.
 
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