[Sammelthread] Der Gehalts- und Arbeitsplatzthread

Wenn du noch von DE redest: das ist völlig egal, ob du 14x3000€ oder 12x3500€ bekommst. Am Ende des Jahres kommt die große Abrechnung und das Jahresbrutto wird rangezogen.

Ja, ist mir im Grunde klar ^^ - nur wenn man jetzt stumpf so nen Brutto-Netto Rechner zu rate zieht und in Deutschland, sowie Österreich die gleiche Summe eingibt, wird das wohl anders gerechnet. In Österreich werden 13. und 14. Gehalt explizit mit aufgeführt und die Abgaben sind dort anscheinend geringer. Monatlich sind das Netto in meinem Fall 200 € weniger als in Deutschland, aber 3k mehr aufs Jahr gesehen. Also nur rein von diesen Rechnern her.


Also ohne deinen Studienhintergrund zu kennen ist es generell erstmal schwer zu sagen was für Regionen du anpeilen solltest. 26k bzw 30k inkl. 13./14. sind aber auf jeden Fall sehr mau. Zu diesen Mindestlohnangaben kann ein Österreicher aber sicher genauere Angaben machen.

Generell zu Bewerbung in AT aus meiner aber recht geringen Erfahrung.
Ich hatte selber ein Bewerbungsgespräch für eine Stelle im Großraum Wien gehabt und bin ungefähr mit meinen deutschen Erwartungen ran gegangen aber über die 14 Gehälter gerechnet plus einen Aufschlag für Wiener Verhältnisse. Vom Gehalt her lag ich da recht gut in dem Bereich was man auf der Stelle dort auch real verdient hätte. Allerdings lag dort der angegebene Lohn nach Kollektivvertrag auch wesentlich höher und ich hatte eine nahezu vergleichbare Stelle (inkl. genaues Gehalt) als Referenzwert.

Jop, dieser niedrige Wert ist auch das, was mich irritiert. Ist ne Stelle im Ingenieursbereich. Btw. vielen Dank für eine deine Erfahrung, dass hilft schonmal ein bisschen, dass alles einzuschätzen :)
 
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Also ich komme ja aus Österreich un arbeite auch hier.

Brutto-Netto-Rechner

Bei uns kommt ja jetzt auch eine "Steuerreform" bei dem Rechner kannst du schön eingeben was du haben willst.
Was meiner Meinung auch eine Rolle fürs Gehalt spielt ist der Standort. in Wien zb wirst glaub für den gleichen Job nicht so viel bekommen wie zb in Vorarlberg, weil hier halt die Lebenhaltungskosten höher sind als in Wien zb.
Hängt aber auch ganz vom verhandeln ab.

Sonst halt mal suchen. Die meisten Firmen sind ja bei einem Kollektivvertrag angeschlossen, und da sind fixe Monatslöhne vorgesehen für Einsteiger usw. dann kannst das schon mal als Anhalt nehmen.

Bei Fragen sonst melden.
 
Für 13/14. Gehalt zahlst du weniger Sozialversicherung oder Lohnsteuer weiß nicht mehr genau, aber wenn du in die Richtung mal suchst dann kommst du der Differenz auf den grund
 
Danke für eure Hilfe :)

Denke ich werde dann in die Richtung gehen, dass es Netto ungefähr aufs Gleiche rauskommt. Vll mach ich mich auch zu viele Gedanken und es erübrigt sich eh :)
 
Es kommt aber drauf an wo du Steuer zahlst.
Ich habe 3 Jahre in Österreich gearbeitet, die ersten drei Monate in Deutschland steuern bezahlt und gemerkt das ich über kurz oder lang verhungern werde.
Das brutto ist einfach zu niedrig für Deutschland.
Hab dann in Österreich meine Steuer bezahlt und hatte dann mehr als in Deutschland.
 
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Gibts hier eigentlich auch sogenannte Aussteiger, die sich outen würden?
Also Menschen, die einen (aus Sicht der meißten Leute) lukrativen Job freiwillig hingeschmissen haben, um sich selbst zu verwirklichen oder einem Burn-Out zu entgehen?
Wenn nicht, vielleicht mache ich den Anfang hier
 
Deine Geschichte würde mich auf jeden Fall interessieren. Ich hatte noch keinen lukrativen Job den ich freiwillig hinschmeißen hätte können :d
 
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Kein Problem, die Stelle übernehme ich.
 
OT: Vor einiger Zeit wurde hier mal von irgendwem eine Online-Banking Software empfohlen. Ich hab jetzt auch Online-Banking und würde mir gerne sowas zulegen. Weiß wer, wovon ich rede...? :d
 
Ja kenne die Software aber nicht ^^ google doch mal da findest sicher die passende. Ich mach alles per Handy app.

Gesendet von meinem GT-I9505 mit der Hardwareluxx App
 
OT: Vor einiger Zeit wurde hier mal von irgendwem eine Online-Banking Software empfohlen. Ich hab jetzt auch Online-Banking und würde mir gerne sowas zulegen. Weiß wer, wovon ich rede...? :d

Vielleicht solltest du dich eher erkundigen in welchem Thread du was postest ^^ das ist hier aber mal sowas von OOT

@Dracolein
Prophylaktisch aus Angst vor Burn-Out auszusteigen?
 
Nunja, es ist etwas schwierig die Situation zu erklären ohne sämtliche Details zu nennen, was ich aus diversen Gründen nicht möchte. Sowohl Firmeninterne als auch meine persönliche Vergangenheit gehören hier nicht so hin, wenn ihr versteht...

Um es dennoch zu versuchen:
Ich bin seit Jahren GF in einem kl. mittelst. Betrieb. Ein sog. "fremder" GF ohne Firmenanteile. Ich erledige das laufende Geschäft für den Inhaber. Selbiger trifft die strategischen Entscheidungen trotz seines Alters und seiner Erkrankung noch immer selbst (im Klartext: er kann nicht loslassen und in seinen Ruhestand gehen).
Persönlich habe ich aus meiner Vergangenheit Erfahrung gesammelt, wie man gesundheitliche Veränderungen frühzeitig erkennt und sich verhalten sollte, um nicht ernsthaft z.B. in einem Burn-Out zu enden. Ich kann das bei mir und auch bei anderen Menschen sehr gut einschätzen mit dem aktuellen Unterschied, dass ich dies bei mir seit kurzem bewusst beobachte.
Nun gestaltet sich die berufliche Situation so, dass kürzlich Entscheidungen getroffen wurden, die nicht im Sinne des Unternehmens sind. Ich muss jedoch in meiner Funktion damit klarkommen und zukünftige Konsequenzen mitverantworten. Auf die getroffenen Entscheidungen habe ich keinen Einfluss (vergebl. versucht, genauso wie externe Berater, Vertrauenspersonen etc. pp).
Die Kombination aus meiner pers. Erfahrung von früher, der absoluten Fehlhaltung meines Chefs (dem Inhaber) und der aktuell gemachten Unternehmensausrichtung in Richtung Abgrund / Wand hat mich zu dem Entschluss kommen lassen, dass ich diesen Job hinwerfen MUSS.
Entweder ich riskiere im worst case juristische Probleme durch meine Funktion oder mein Privatleben und Familie wird noch mehr belastet als ohnehin schon. Ich bin nicht der Typ, der seinen Kopf nach Feierabend ausschalten kann. Probleme die mich beschäftigen,nehme ich dort hin (leider) mit.

Vermutlich werde ich problemlos einen passablen Ersatzjob finden, jedoch zweifle ich derzeit grundsätzlich am Sinn dessen.

Dieser Gedanke ist schwierig zu erklären und ich glaube Menschen, die weniger emotional ticken und noch nie in ähnl. Positionen waren, werden es nicht nachvollziehen können. Man sitzt regelmäßig in Meetings, kommt sich unheimlich wichtig vor, es werden Summen für Reisen, Wein und Steaks rausgehauen, aber letztlich dreht sich alles nur um das Geld und den eigenen Vorteil. Menschlichkeit ist Fehl am Platze. Ja, ich habe das auch ganz gut drauf, aber ich habs so satt!
Der Unternehmensgewinn stimmt und trotzdem muss rationalisiert werden, um nochmal 0,0001% mehr Gewinn zu schäffeln.

Die meißten Leute streben nach einer solchen Position und sehnen sich nach viel Geld. Aber letztlich steigt nur das materielle Drumherum im Leben, weiter nichts. Vielleicht liegts auch dran, dass ich mittlerweile Familie habe sich mein moralischer Kompass gedreht hat, weil ich so denke. Die Mehrheit meiner "Gegenüber" macht den Job nur um den erreichten privaten Standard zu halten.

Nun überlege ich was mir an Alternativen zur Verfügung stehen. Überspitzt (!!!) formuliert der Klassiker, ein Bauernhof im Ausland als Selbstversorger ohne den täglichen Stress der beruflichen Tretmühle. Sowas halt irgendwie, keine Ahnung. Sowas in der Art machen die sogenannten "Aussteiger". Einige Stories findet man via Google. Natürlich ist vieles Glück oder auch unrealistisch. Aber der reine Gedanke dahin reizt mich momentan.

So, hoffe meine Grundgedanken werden etwas deutlicher. :-)
 
Aus Erfahrung innerhalb der Familie:

Du klingst nach jemand der die Reserven hat, 1 Jahr ohne Arbeit zu überstehen. Nutz sie.
Such dir was und mach das, ein halbes Jahr lang.

In meinem Umfeld wars der Onkel, der für 6 Monate nach Costa Rica gegangen ist und in einer deutschen Pension mitten im Nichts den Koch gemacht hat. Hat danach schnell wieder was hier gefunden, mit weniger Geld, aber alle 6 Monate 3 Wochen Costa Rica. Seit dem is bei ihm wieder gut.
 
Schön, dass es tatsächlich Leute gibt, die meine Gedanken verstehen können. In meinem direkten Umfeld habe ich in dieser Hinsicht niemanden zum Austausch (son Thema gehört auch nicht unbedingt an den Geburtstagstisch o.ä.)

Ob es den finanziellen Ruin bedeutet: hängt davon ab, ob ich einen Nachfolgejob finde. Objektiv bewertet dürfte das überhaupt kein Problem sein. Subjektiv bin ich der Typ, der sich immer gern 3x absichert - das geht hier aufgrund der Kündigungszeit leider nicht, ergo: Risiko ist defakto halt vorhanden...

1 Jahr ohne Arbeit wäre nicht drin. Zuviele Verpflichtungen (2 Kids, Hausraten, Alleinverdiener...) und der aktuelle Job hat auch nicht SO viel abgeworfen wie mancher glauben mag. Martin Winterkorn bin ich nicht ^^

Vermutlich wird es meinem Kopf schlagartig besser gehen, wenn die Entscheidung verkündet wurde. Denn dann ändert sich (hoffentlich) meine moralische Pflichteinstellung ggü. dem Unternehmen gewaltig.
 
Naja, Häuser kann man verkaufen, Kinder können auch Klamotten von C&A tragen... das weisst du aber selber. Es wird immer einen guten Grund geben den Schritt nicht zu wagen. Weisst du aber auch selber.
Am Ende musst du die Entscheidung für dich treffen, ob es das wert ist zu "ertragen" oder nicht. Arbeitsbiene mit 9to5 Job sein ist ja auch nicht jedermanns Sache.
 
Ich finde es muss nicht immer so extrem sein, ich würd mir auf jeden Fall mal 2-3 Monate Auszeit nehmen um das Leben etwas zu überdenken, aber auf lange Sicht einfach die Stunden runterbekommen auf 20-25h/Woche. Muss sagen das fände ich sehr angenehm und je nach Position/Ausbildung sollte da genug übrigbleiben, auch als Alleinverdiener. Mehr Freizeit spart auch Geld...
Also wenn dich nur der Job ankotzt. Wenn du dem System nicht länger hinterherlaufen willst muss es natürlich drastischer sein.
 
20-25h/Woche. Muss sagen das fände ich sehr angenehm und je nach Position/Ausbildung sollte da genug übrigbleiben, auch als Alleinverdiener.

ich weiß ja nicht was du für vorstellungen hast, aber den familienvater mit 2 kindern und haus zeigst du mir mal, der mit lächerlichen 20 stunden in der woche noch soviel verdient, daß es für eine 4 köpfige familie und allem was dazugehört locker reicht.
 
Naja muss man halt "alles was dazugehört" definieren. Gibt sicherlich genug Familien die mit der Hälfte von dem was er verdient (und auch wenn ich seinen Verdienst nicht kenne traue ich mir das zu sagen) zu 4. mehr oder weniger leicht und durchkommen, zumindest wenn das Haus mal abbezahlt ist (das hab ich zugegebenermaßen in meinem Post nicht berücksichtigt ;) ).

Man könnte sich ja auch mit der Frau absprechen, so dass beide jeweils 20h arbeiten, aber kA ob es überhaupt das ist was Dracolein will, weniger zu arbeiten. Vielleicht stresst dich auch einfach diese Verpflichtung pro Monat Betrag x heranzuschaffen ansonsten fehlts an was. Dann muss man halt an dem Betrag arbeiten, Auto verkaufen, Betriebskosten senken, usw.
 
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Politiker oder Firmenvorstand bei VW & Co. :fresse:

blos wird es da mit 20 stunden schwierig

sicher gibt es jobs, wo man mit 20 stunden auch genug hätte, nur sind die für 20 stunden nicht machbar. da ist man dann halt locker das 3 fache am malochen.
 
Ja das müsste man natürlich in Erfahrung bringen ob man den Job dann mit 20h auch machen kann, was wohl eher schwierig wird.
 
Wie gesagt, das sind lediglich Gedanken die nicht zu ende gesponnen sind. Die meißten Szenarien sind unrealistisch.
Wenn es bei 40 Stunden wöchentlich bleibt, hätte ich grundsätzlich kein Problem damit. Wichtig ist, dass ich nach Feierabend abschalten kann und auch darf (!). Das ist im Moment nicht der Fall und das macht es so unerträglich. Ich muss mich teils für 3 Tage Urlaub rechtfertigen und werde trotzdem noch im Urlaub dauernd angerufen weil irgendwas nicht läuft.

Parallel arbeite ich an mir um irgendwie zu lernen, wie man (zukünftig) nach Feierabend im Kopf einen Schalter rumdreht. Das ist echt schwer zu lernen.
Derzeit geht fast meine ganze Energie für den Job drauf. Ich war schon mit Fieber und Grippe tagelang auf der Arbeit, damit die Produktion nicht zum stillstand kommt. Das will ich mir nicht länger als nötig antun.
 
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Ich würde er sagen, man lernt oder gewöhnt sich dran, nach der Arbeit nicht abzuschalten. Da muss man höllisch aufpassen.
Meine Freundin ist jetzt als Studentin zuständig für das recruiting in einem Unternehmensstandort. Sie fragte gestern in ich hier exchange, one Note usw auch aufs Hand machen kann damit sie immer sieht wenn eine email da ist.
Mit sowas fängt das an.. Dann kriegt man die geschäftlichen Mails immer, auch am we oder abends.

Man muss von Beginn an klar machen, dass man Zuhause nicht erreichbar ist. Kollegen sind wir kleine Hunde : einmal Erziehung versaut, kriegst das nur schwer wieder raus.
 
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