[Sammelthread] Der Gehalts- und Arbeitsplatzthread

Hast du den irgendwelche Hobbys?
Ja schon. Ich laufe wie ein Verrückter, je mehr Stress desto mehr bin ich am joggen / laufen.

Ich würde er sagen, man lernt oder gewöhnt sich dran, nach der Arbeit nicht abzuschalten. Da muss man höllisch aufpassen.
Meine Freundin ist jetzt als Studentin zuständig für das recruiting in einem Unternehmensstandort. Sie fragte gestern in ich hier exchange, one Note usw auch aufs Hand machen kann damit sie immer sieht wenn eine email da ist.
Mit sowas fängt das an.. Dann kriegt man die geschäftlichen Mails immer, auch am we oder abends.
Das habe ich von Beginn an abgelehnt. Ich kann das im Notfall zwar aktivieren, z.B. wenn ich im Auto sitze zum Kunden o.ä., aber im Normalfall sehe ich keine berufl. eMails. Dass die Nachtschicht mich aus dem Bett wirft, habe ich vor 2 Jahren auch geändert. Mein iphone schaltet sich ab 20 Uhr für Telefonanrufe "offline" sozusagen. Früher haben die Herrschaften teils nachts um 23h noch angerufen...

Man muss von Beginn an klar machen, dass man Zuhause nicht erreichbar ist.
Ist halt schwierig wenn da gewisse Verantwortung mit drangeknüpft ist.

Mein Abschalt-Problem beschränkt sich auf meinen Kopf. Unerledigte Aufgaben schwirren dann weiter drin rum und lassen mich manchmal nicht in Ruhe.

Auf jeden Fall habe ich Freitag einen Anwaltstermin, der mir eine Kündigung verfassen wird. Meine Entscheidung steht und daran ändere ich nichts mehr. In wie weit mir mein Chef das Leben zur Hölle machen wird, nachdem ich ihm meine Pläne offenbart habe, wird sich zeigen. Notfalls wird sich meine Kranktagestatistik drastisch erhöhen in den nächsten Monaten...
 
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Also ich hoffe ja mal er hat genug Grips um einem leitenden Angestellten nicht die Kündigungsfrist zur Hölle zu machen...

So wie ich deinen Job sehe kann man da nach der Arbeit nicht wirklich abschalten, ich würd einfach mal einen anderen Job versuchen, mit weniger Verantwortung, weniger Geld und mehr Leben. Dann brauchst du garkeine drastischen Schritte unternehen.
 
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Also ich hoffe ja mal er hat genug Grips um einem leitenden Angestellten nicht die Kündigungsfrist zur Hölle zu machen...
Wird sich zeigen. Theoretisch muss ich 12 Monate nach Abgabe noch "ableisten", aber erfahrungsgemäß möchte er Leute, die er nicht (mehr) mag, schnellstmöglich loswerden. Da bietet sich dann die Chance eines Aufhebungsvertrags an...
ich würd einfach mal einen anderen Job versuchen, mit weniger Verantwortung, weniger Geld und mehr Leben. Dann brauchst du garkeine drastischen Schritte unternehen.
So ist der Plan. Ich werde definitiv keinen Job mehr annehmen, an dem ich im Urlaub erreichbar sein muss und bei dem ich wegen allem Möglichen Krams in der Haftung / Verantwortung stehe.
 
Wird sich zeigen. Theoretisch muss ich 12 Monate nach Abgabe noch "ableisten", aber erfahrungsgemäß möchte er Leute, die er nicht (mehr) mag, schnellstmöglich loswerden. Da bietet sich dann die Chance eines Aufhebungsvertrags an...

So ist der Plan. Ich werde definitiv keinen Job mehr annehmen, an dem ich im Urlaub erreichbar sein muss und bei dem ich wegen allem Möglichen Krams in der Haftung / Verantwortung stehe.

Finde ich echt mutig, dass du diesen gesamten Schritt durchziehst, aber du scheinst es dir ja auch sehr gut überlegt zu haben. Aus meiner eigenen Erfahrung kann ich sagen, dass es die pure Erleichterung ist, wenn man alle Karten auf den Tisch legt. Habe mich auch ständig selbst gestresst, bis zu dem Tag, als ich meinen Arbeitgeber davon informiert habe, dass ich aufhöre und studieren gehe. Vorher macht man sich halt immer nen Kopf und weiß nicht, wie alles abläuft, malt sich alles vll auch schlimmer aus, als es ist. 12 Monate sind natürlich nicht ohne, aber hey, dass wirst du auch schaffen ;)
Ansonsten zum abschalten nach der Arbeit: läufst du denn alleine oder in einer Gruppe? Für mich wäre z.B. joggen zum abschalten nicht das Richtige, wenn ich das alleine durchziehen müsste, da ich nicht wirklich dabei abschalten kann. Würde da immer etwas kommunikativeres Wählen. Oder vll sogar etwas "entspannendes", wie Yoga. Oder mach etwas mit deiner Familie, bzw. deinen Kindern, wie klettern, gemeinsam kochen oder so.. vll mal was ganz anderes. Aber generell würde ich sagen, dass du gerade dabei bist, den wichtigsten Schritt zu machen, von daher: viel Erfolg dabei :)
 
Ansonsten zum abschalten nach der Arbeit: läufst du denn alleine oder in einer Gruppe? Für mich wäre z.B. joggen zum abschalten nicht das Richtige, wenn ich das alleine durchziehen müsste, da ich nicht wirklich dabei abschalten kann. Würde da immer etwas kommunikativeres Wählen. Oder vll sogar etwas "entspannendes", wie Yoga. Oder mach etwas mit deiner Familie, bzw. deinen Kindern, wie klettern, gemeinsam kochen oder so.. vll mal was ganz anderes. )
Laufen / Joggen: teils allein, teils gemeinsam. Ich brauche für mich in erster Linie die körperliche Betätigung. Manchmal kann ich mich erst nach dem Laufen und der Dusche wieder richtig entspannen und die Anspannung fällt ab.
Ansonsten sind die freien Tage und Wochenenden meist mit der Familie verplant. Ablenkung hilft generell gut, aber manchmal ists schwieriger (so wie derzeit).
 
Theoretisch muss ich 12 Monate nach Abgabe noch "ableisten", aber erfahrungsgemäß möchte er Leute, die er nicht (mehr) mag, schnellstmöglich loswerden. Da bietet sich dann die Chance eines Aufhebungsvertrags an...

Wie kommst du auf 12 Monate?

Fremdgeschäftsführer – Kündigungsfristen

Für den Fremdgeschäftsführer -also den Geschäftsführer der Gesellschaft mit beschränkter Haftung – der keine Anteile an der GmbH hat oder nur sehr geringe Anteile hat und nichts Abweichendes im Anstellungsvertrag vereinbart ist – gelten die gleichen Kündigungsfristen für Arbeitnehmer. Der Geschäftsführer wird hier also ähnlich, wie ein Arbeitnehmer (ist dies aber in der Regel nicht) behandelt. Von daher gilt hier die Vorschrift des § 622 II BGB analog mit den entsprechenden Fristen.

§ 622 Kündigungsfristen bei Arbeitsverhältnissen

(1) Das Arbeitsverhältnis eines Arbeiters oder eines Angestellten (Arbeitnehmers) kann mit einer Frist von vier Wochen zum Fünfzehnten oder zum Ende eines Kalendermonats gekündigt werden.


Quelle: https://rechtsanwaltarbeitsrechtberlin.wordpress.com/2011/02/05/geschaeftsfuehrer-kuendigung-gmb/
 
Mit der entsprechenden Anzahl an Jahren, die man in der Firma gearbeitet hat, erhöht sich aber meines Wissens nach die Frist.
 
Wie kommst du auf 12 Monate?

Fremdgeschäftsführer – Kündigungsfristen

Für den Fremdgeschäftsführer -also den Geschäftsführer der Gesellschaft mit beschränkter Haftung – der keine Anteile an der GmbH hat oder nur sehr geringe Anteile hat und nichts Abweichendes im Anstellungsvertrag vereinbart ist – gelten die gleichen Kündigungsfristen für Arbeitnehmer. Der Geschäftsführer wird hier also ähnlich, wie ein Arbeitnehmer (ist dies aber in der Regel nicht) behandelt. Von daher gilt hier die Vorschrift des § 622 II BGB analog mit den entsprechenden Fristen.

§ 622 Kündigungsfristen bei Arbeitsverhältnissen

(1) Das Arbeitsverhältnis eines Arbeiters oder eines Angestellten (Arbeitnehmers) kann mit einer Frist von vier Wochen zum Fünfzehnten oder zum Ende eines Kalendermonats gekündigt werden.


Quelle: https://rechtsanwaltarbeitsrechtberlin.wordpress.com/2011/02/05/geschaeftsfuehrer-kuendigung-gmb/

Das fett markierte ist der Knackpunkt. Im AV sind 12 Monate vereinbart. Einmal damit das Unternehmen Zeit hat einen Nachfolger zu finden, zweitens damit man mich nicht von jetzt auf gleich rauswerfen kann. Ich habs damals akzeptiert, da klang es sinnig.
 
Ah ok. 12 Monate sind wirklich viel... das kann man eben mal nicht so mit Resturlaub/Überstunden und Krankheit absitzen.
 
Ich sag aber mal dem Vorgesetzten wird viel dran liegen eine unmotivierte (nicht das du das absichtlich raushängen lässt, aber unterbewusst bist du halt schon in einem anderen Leben) Führungsperson eher früh als spät zu ersetzen. Zumindest hoffe ich das^^
 
Meine Meinung (Disclaimer: Keine Rechtsberatung): Ein Aufhebungsvertrag ist so ziemlich das dümmste, was man in dieser (überaus komfortablen!) Position machen kann... nach Deiner fristgerechten Kündigung wird er sich überlegen, was zu tun ist - und auch du hast mehrere Möglichkeiten. Dass er dich - jetzt offiziell "unmotiviert" und potentiell geschäftsschädigend "einfach so" zwölf Monate weiter arbeiten lässt, halte ich für unwahrscheinlich... eher wird er dich, nachdem du Überstunden und Resturlaub genommen hast frei stellen und/oder dir eine Abfindung zahlen. Sollte das nicht der Fall sein, kannst du immernoch deine Stunden abfeiern, Urlaub nehmen und dann spontan krank werden. Heutzutage ist das kein Problem mehr, solange du deinem Arzt glaubhaft machen kannst, dass dich der Job gesundheitlich fertig macht - Schlafstörungen, Unruhezustände, kann nicht abschalten, wirst außerhalb der Arbeitszeit behelligt etc.
Mit einem Aufhebungsvertrag vergibst du alle diese Chancen; vor allem die lange Kündigungsfrist ist doch ein Trumpf auf deiner Seite (s.o.)
 
Entschuldige, das was du schreibst ist so nicht richtig. Ein GF ist kein Angestellter, und so keine gesonderte Regelung im Vertrag getroffen ist, kann der Gesellschafter ihn morgen abberufen. Dann kann er 12 Monate den Hof fegen.
Sich im guten zu trennen, oder zumindest zu trennen zu versuchen, ist auch in beider Interesse. Man glaubt gar nicht wie klein manche Branchen sind und wenn der GF sich wie das letzte A*Loch verhält, nur auf seine Rechte pocht und dem Gesellschafter maximalen Schaden verursacht, dann wird sich das herumsprechen und die ein odere andere Chance auf den nächsten Job sich im Nichts auflösen. Mal von der juristischen Seite völlig abgesehen.
 
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Natürlich ist eine gütliche Einigung anzustreben, das hätte ich vielleicht vorneweg schreiben sollen. Und trotzdem wäre meine erste Idee in dieser Situation nicht, einen Aufhebungsvertrag vorzuschlagen.
 
Ich finds ja interessant.... Quasi die Beschreibung der Schwierigkeit einer leitenden stelle.

Ich für meinen teil, würde mir mal vor Augen führen wieviele Millionen Leute es gibt, denen es noch viel beschissener geht für einiges an weniger kneten. Und dafür muss man nicht mal unbedingt nach Afrika oder sonst wohin gucken.


Ich bin zB in der Instandhaltung eines Mittelstands Unternehmen tätig. Laut Vertrag 35h. Oft 60+...wochenend Arbeit, schichten, Überstunden, Bereitschaftsdienst am Wochenende und an Feiertagen..... Bei denen man nicht um 23 Uhr sondern auch mal um 3 rausgegklingelt wird.

Mehr als 2 Wochen Sommerurlaub sind nicht drin, der Rest ist noch mehr zerstückelt.

Wenns hier richtig brummt, machste 6 Tage früh von 6 bis halb 5, Samstag bis Sonntag Bereitschaft, Sonntag Nacht bis Samstag morgen Nachtschicht....und die Woche drauf dann Mittagschicht. Also quasi 88h 'Wochenende' in 3 Wochen. In den Stunden ist 5mal schlafen inklusive.

Klar kann man jetzt natürlich sagen: jop, aber ich hab mehr Verantwortung als n bimbo instandhalter, aber du wirst dafür auch vernünftig entlohnt. Wenn net dann hast was falsch gemacht.

Btw: wenn ich meinen job nicht richtig mache ist auch schon mal ne Million futsch.


In diesem Sinne: Handy aus, hobby suchen, Ruhe bewahren. Oder halt wirklich mal als teilzeit Verkäufer in nen Discounter stellen und nach einer Woche wieder da bewerben, wo man aufgehört hat.
 
Willst du jetzt n Keks?
Nur weil es dir "noch beschissener" geht heisst das wir dürfen uns nicht mehr unterhalten?

Such dir halt nen anderen Job wenn es dir so dreckig geht.
 
Verstehe auch nicht so ganz, was du mit deiner Ausführung aussagen willst.
Mein Job ist scheiße, also warum soll es den Anderen besser gehen?

BTT: Was bleibt denn bei dem Job von deinem Gehalt über? Wenn das nicht 4-stellig mit nicht gerade einer 1 oder 2 an erster Stelle ist frag ich mich warum man sich sowas antut :-/
 
Willst du jetzt n Keks?
Nur weil es dir "noch beschissener" geht heisst das wir dürfen uns nicht mehr unterhalten?

Such dir halt nen anderen Job wenn es dir so dreckig geht.

Heisst ja nicht das ich den job nicht gerne mache. Ich finde dass grad nur mekkern auf hohem Niveau.

Wenn ich schon lese 'über meinen Kopf hin weg werden Sachen beschlossen, die ich dann zu verantworten habe'. Was ist das denn für n Blödsinn.

Entweder man macht sein Kreuzchen und ist 'haftbar' oder jemand anders setzt seins und im falle des Falles möchte ich dann gerne wissen, wer einem da wie ans bein Pissen will.

Unterhalten kann man sich sicherlich, aber es klingt halt einfach nach 'mein reifen ist platt, ich fahr nie wieder Fahrrad' an.

@t: 'schlechter Monat 2' 'guter Monat kurz vor 3'. In Steuerklasse 1 freut sich halt die Ritterburg.
 
Zunächst einmal müssen wir beide ja nicht einer Meinung sein, sprich dein Getipptes habe ich zur Kenntnis genommen; möchte mich dennoch dazu äussern:

Bzgl. deines Jobs ist es Dir imho freigestellt dies zu tun mit allem was dazu gehört. Für mich wäre das definitiv nichts, aber - du schreibst ja Steuerklasse 1 - wir haben völlig andere Rahmenbedingungen (Stichwort Familie). Du brauchst deine Sichtweise jetzt nicht zu ändern, aber tust dies (vielleicht) in der Zukunft. Es gibt genügend Menschen, die meinen Job gerne übernehmen möchten mit allen Dingen, die dazu gehören. Bittesehr. Ich habe lediglich für MICH (!) entschieden, dass es nicht me

Btw: wenn ich meinen job nicht richtig mache ist auch schon mal ne Million futsch.
Wenn ich meinen Job nicht richtig mache, sind auch nen paar Millionen "futsch", aber dann haben 50 Menschen auch keinen Job mehr. Das ist der kleine Unterschied. Und wenn du das auf moralischer Ebene verstanden hast, weißt du wieviel Druck das Wort "Verantwortung" bedeuten kann.

Ich finde dass grad nur mekkern auf hohem Niveau.

Wenn ich schon lese 'über meinen Kopf hin weg werden Sachen beschlossen, die ich dann zu verantworten habe'. Was ist das denn für n Blödsinn.

Entweder man macht sein Kreuzchen und ist 'haftbar' oder jemand anders setzt seins und im falle des Falles möchte ich dann gerne wissen, wer einem da wie ans bein Pissen will.
Das hast du schlicht falsch verstanden und / oder keine Ahnung von Gesellschaftsrecht (haben die wenigsten, wär also kein Problem wenns so wär...) Mit "Blödsinn" hat das wenig zu tun. Ich behaupte das passende Wort ist auch hier "Verantwortung". Du kannst dies in keinster Weise mit einem Arbeitgeber - Arbeitnehmer-Verhältnis vergleichen (wo du Recht hättest).
 
Er heult ja nicht rum und möchte seine Situation verbessern, find da nichts verwerfliches dran.
Wenn dir dein Job gefällt und du gern 80h+ in der Arbeit malochst und glücklich bist gehts dir besser als ihm.

Und meckern auf hohem Niveau, also bitte... Wenn nicht im Forumdeluxx, wo dann?^^
 
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88h in der Woche? Geht's noch? Schon mal was vom Arbeitszeitgesetz gehört? :stupid:

Oder gehörst du zu einer der Kleingruppen die davon ausgenommen sind? Instandhaltung Mittelstand klingt nicht wirklich danach.

Arbeitszeit im Sinne dieses Gesetzes ist die Zeit vom Beginn bis zum Ende der Arbeit ohne die Ruhepausen. Im Einzelfall sind vertragliche Änderungen möglich. Nach der Grundregelung in § 3 ArbZG darf die werktägliche Arbeitszeit der Arbeitnehmer acht Stunden nicht überschreiten. Sie kann auf bis zu zehn Stunden nur verlängert werden, wenn innerhalb von sechs Kalendermonaten oder innerhalb von 24 Wochen im Durchschnitt acht Stunden werktäglich nicht überschritten werden. Für Nachtarbeitnehmer muss der Ausgleich auf durchschnittlich acht Stunden gem. § 6 Abs. 1 Satz 1 ArbzG innerhalb eines Monats hergestellt werden.

Wenn Rohstoffe oder Lebensmittel zu verderben oder Arbeitsergebnisse zu misslingen drohen oder in Forschung und Lehre, bei unaufschiebbaren Vor- und Abschlussarbeiten sowie bei unaufschiebbaren Arbeiten zur Behandlung, Pflege und Betreuung von Personen oder zur Behandlung und Pflege von Tieren an einzelnen Tagen, kann von den obigen Regelungen Abstand genommen werden. Es gilt dann, dass die wöchentliche Arbeitszeit von 48 Stunden im Durchschnitt von sechs Kalendermonaten oder 24 Wochen nicht überschritten werden darf. (§ 14 ArbZG)

Wissen das überhaupt deine Vorgesetzten, dass du so am Rackern bist? Die machen sich strafbar wenn die dir das durchgehen lassen. Und wenn die dich wissentlich so schuften lassen, würd ich mir mal ernsthaft Gedanken drüber machen, was genau das jetzt eigentlich über das Unternehmen aussagt... gibt da einiges:

- Sie sind zu geizig genügend Leute einzustellen
- Sie haben keine Ahnung von ihren Rechten und Pflichten (Ohoh...)
- Sie haben Ahnung von ihren Rechten und Pflichten und haben lediglich entschieden, dass sie ihnen egal sind (Noch mehr ohoh...)

Ich würd da die Fliege machen, aber sowas von. Wofür soll ich mir 88h den Arsch aufreißen? Was hab ich dann noch vom Leben? Nichts. Da könnt noch so viel Geld rausspringen, das wär's mir nicht wert. Okay, es sei denn, ich krieg ne Million pro Monat. Dann würd ich aber nach drei Monaten wieder kündigen. :d

In meiner neuen Firma wurden wir mehrmals von verschiedenen Stellen (Geschäftsführer, Personalabteilung, Kollegen) quasi angefleht auf keinen Fall mehr als 10h pro Tag zu arbeiten. Und ebenfalls auf die 11h Pause zwischen den Arbeitstagen zu achten. Mit Begründung, dass dem Geschäftsführer die Gewerbeaufsicht auf's Dach steigt sobald die sowas spitz kriegen.
 
Mir ist mal als Werkstudent passiert, dass ich bei Siemens knapp über 10h hatte. Da bekam dann mein Abteilungsleiter 2 schöne emails, eine vom Betriebsrat, eine vom Vorstand. Inhalt ca "kriegen sie ihre Leute in den Griff!"...
 
Ja, da wird genau drauf geachtet wenn die Firma seriös ist. Seit Mindestlohneinführung müssen bei uns auch alle Hiwis (wohl vom Land / Bund aus) minutengenau dokumentieren, wie lang wir da sind, da man sonst schnell unterm Mindestlohn landet mit ein paar Stunden zu viel.
 
@clancy: schöner Gesetzes Text :)

Aber ich sag mal so: wo kein Kläger, da kein Richter. 'Spitz bekommt' da keiner was, bzw juckt es keinen solange nix passiert.

11h Regelung ist auch so ne Sache. Bei kurzfristigen Schicht wechseln wird meistens drauf geachtet, bei Bereitschaft Einsätzen scheint es irgendwie ne Lücke zu geben. Zumindest darf man ganz normal um 6 antanzen, wenn man um 3 da war ;)
 
Aber ich sag mal so: wo kein Kläger, da kein Richter. 'Spitz bekommt' da keiner was, bzw juckt es keinen solange nix passiert.

Du bist der Kläger! Ich würd das nicht mit mir machen lassen. Wenn du dich aus irgendwelchen Gründen auch immer gerne ausnutzen lässt, na ja, dein Bier. Du kriegst doch deine Überstunden hoffentlich noch bezahlt...?

Und Autokiller hat's ja schön formuliert. "Da wird genau drauf geachtet wenn die Firma seriös ist" - wo genau arbeitest du, damit ich mich von denen fernhalten kann...? :d

Dein AG verstößt gegen geltendes Recht und du bist auch noch so doof und hilfst ihm fröhlich dabei, zu deinem Schaden. Da kann man einfach nur noch den Kopf schütteln. Hier geht's um keine Bagatalle wie falsch parken oder zu schnell fahren. Da das ja offensichtlich gängige Praxis in deinem Schuppen ist, ist das keine Ordnungswidrigkeit mehr sondern eine Straftat.
 
Ja aber hinterher ist er einfach kaputt und hat nix mehr davon! Ich habe auch im Ausland bei Montage 65h Woche auf der Baustelle in 6 Tagen, das geht! Aber nicht auf Dauer!
 
Wie immer gleich alle von Ausnutzen etc. reden, er meinte doch das sein Job ihm spaß macht.

Er hat einen Vertrag und da stehen vmtl. 40h drin. Wenn er jetzt die doppelte Zeit arbeitet wie drin steht, inwiefern lässt er sich dann nicht ausnutzen?
 
Wenns vpower Spaß macht ist das sein Bier, aber auf der Grundlage eines teilweise illegalen Beschäftiungsverhältnisses dann auf dicke Hose zu machen und anderen sagen sie sollen sich nicht so anstellen geht dann halt auch nicht.

Find ja die Vorgesetzten auch witzig, die Strafzahlungen in dem Bereich sind nicht ohne.
 
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