[Sammelthread] Der Gehalts- und Arbeitsplatzthread

Ohne Maschine keine Produktion :giggle:

Exarbeitgeber:
2 Menschen wurden gekündigt (ua ich) 2 Menschen noch für die Maschine , 1 Krankenstand aber die Maschine soll 18 Std am Tag laufen:coffee:
 
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Ohne ERP kein Verkauf, kein Einkauf, keine Gehälter, keine...

Kopf hoch, es geht weiter. Gute Leute werden gesucht, also ran da.
Hab ich eh in Aussischt :)
Ironischerweise ist dieses Unternehmen in Bayern und am Arsch der Welt aber sie suchen dringenst einen Betriebsschlosser

Ich hatte am Wochenende einen Sportunfall und dachte mir das wars mit dem Job,
nein in Deutschland suchen die Unternehmen massiv nach "Fachkräften".
 
Naja er sagt es ja selbst: Neid. Das alle auf das Ziel: Unternehmenserfolg einzahlen, sollte eigentlich jedem klar sein.
Worüber man sicherlich diskutieren kann, ist die Gehaltsverteilung, wenn man sich das Verantwortungslevel anschaut. Das wird halt bei der "Instandhaltung" (was auch immer das im Detail ist) vermutlich einfach nicht so hoch sein, wie bei dem 96k Job.
 
Naja er sagt es ja selbst: Neid. Das alle auf das Ziel: Unternehmenserfolg einzahlen, sollte eigentlich jedem klar sein.
Worüber man sicherlich diskutieren kann, ist die Gehaltsverteilung, wenn man sich das Verantwortungslevel anschaut. Das wird halt bei der "Instandhaltung" (was auch immer das im Detail ist) vermutlich einfach nicht so hoch sein, wie bei dem 96k Job.
Du kannst alles mögliche Programieren keine Frage, aber ohne Wartung der Maschinen wirst am Ende halt wie ein Depp dastehen,
wenn das Unternehmen nichts mehr Produzieren kann weil sich keiner um die Maschinen kümmert wirst auch du mit 100k im Jahr igendwann auf Jobsuche sein.
 
Das stimmt alles, natürlich sind diese Jobs super wichtig. Jobs werden aber nicht nur wegen der Verantwortung gut bezahlt, sondern auch (oder gerade wegen) dem Ambiguitätslevel.

Was es bedeutet eine Maschine instandzusetzen kann ich nur mutmaßen aber ich gehe davon aus, dass das eine Arbeit ist für die man eine gewisse Erfahrung benötigt die man sich Jahrelang erarbeiten muss um dann auch die Probleme/Fehler schnell zu identifizieren. Irgendwann hat man wahrscheinlich fast jedes Problem mal gesehen und weiß wie man es am effizientesten löst. D.h. der Komplexitätslevel ist vermutlich relativ hoch, der Ambiguitätslevel aber relativ gering weil man irgendwann alle Maschinen und deren Probleme kennt, man ist also quasi ein Fachexperte aka Fachkraft.

Die Jobs die im Management / IT Bereich >100k bezahlt werden haben meistens einen hohen Komplexitäts- und Ambiguitätslevel. D.h. man muss in einem gewissen komplexen Problembereich erstmal erarbeiten was die einzlenen Problemstellungen überhaupt sind, die Problembereiche ausdefinieren, dann priorisieren, dann irgendwann eine Lösung dafür erarbeiten, dann umsetzen. Je höher man aufsteigt, desto mehr wird erwartet, dass man in einen Bereich mit hoher Ambiguität Struktur reinbringt um die Lösungsumsetzung mit den weniger erfahrenen Kollegen zu erarbeiten. Als Entwickler würden man in einem >100k Job also meistens Architektur Entscheidungen mittreffen, während ein Entwickler für 40k tendenziell eher runtergebrochene Tickets bekommt die er coden soll (jetzt nur Beispielhaft, es gibt garantiert auch Ausnahmen aber tendenziell kann man das schon so einordnen, denn ein Entwickler der nur Stumpf seinen Code schreibt wird keine 100k bekommen, das können hier vermutlich alle die in dem Feld arbeiten bestätigen).

Grundsätzlich halte überhaupt nichts davon wenn einzelnen Berufsgruppen sagen "ich bin ja so wichtig, wenn ich weg bin läuft nichts mehr", denn das trifft langfristig auf alle zu, auch wenn es sicherlich auch mal Ausnahmen gibt von Rollen die einfach keinen Sinn mehr ergeben.
 
Google wird sich sicherlich über den sprunghaften Anstieg der Suchvorgänge mit Ambiguitätslevel wundern. :d
 
Ja sorry, das Wort beschreibt es leider sehr gut und ich hab es einfach aus dem Englischen übernommen. Im Deutschen wird das wohl wirklich nicht so oft genutzt :d Aber im Prinzip beschreibt es in dem Kontext eine Mehrdeutigkeit in einem Problemfeld die man in den Griff bekommen muss.
 
Möchte noch jemand feststellen, dass die eigene Abteilung im Unternehmen die ultimativ wichtigste ist und ohne die der Laden nicht läuft? :rolleyes2:
 
Mal was ganz anderes, nachdem Corona ja das Home Office hat durch die Decke gehen lassen möchte einer unserer Vorstände das nun zurück drehen und hat *Zitat* dem HO den Kampf angesagt. Versteht keiner, aber nachdem eine meiner Mitarbeiterinnen in der letzten Zeit echt gestresst wirkte und relativ unproduktiv war hab ich heute mal mit ihr gesprochen. Dachte irgendwas privates oder so.

Na jedenfalls hat sie technische Probleme, Ihr neuer Laptop disconnected sich immer wieder vom Firmennetzwerk und sie weiß nicht woran es liegt. Hat aber Schiss ein Ticket aufzumachen, weil sie denkt dass man ihr sonst das HO wieder streicht.

Ich weiß grad nicht wer bekloppter ist, der Vorstand oder sie.
 
D.h. der Vorstand liest die Helpdesk Tickets? Der scheint ja Zeit zu haben :d
Ticket ist jetzt offen und bereits zugewiesen. Denke morgen kümmert sich jemand drum.

Manche Leute und ihre Alu Hüte...
 
Das wird halt bei der "Instandhaltung" (was auch immer das im Detail ist) vermutlich einfach nicht so hoch sein, wie bei dem 96k Job.
Mein Dad war in der Instandhaltung beim drehenden Stern unterwegs und hat dort alles andere als am Hungertuch genagt. Befindet sich seit diesem Sommer in der passiven altersteilzeit. Es ist also nicht der Fall dass man als Instandhalter nicht wertgeschaetzt wird. Vielleicht muss man umziehen und seinen Arbeitgeberradius erweitern. Ich bin sicher dass es auch andere Laeden da draussen gibt wo man als Instandhalter (keine Abwertung!!) ein gutes berufliches und finanzielles Leben bestreiten kann.
 
Lustigerweise war ich einer der Wenigen, der nicht gemault hat, dass im letzten Jahr nur die gehaltsschwachen Mitarbeiter eine Erhöhung bekamen.

Klar, jeder will mehr, aber wenn nicht genug Umsatz/Gewinn erzielt wird, ist es mir tatsächlich lieber so, als ich werde eventuell "gesund" geschrumpft
 
Mal ne kurze Frage in die Runde, wenn ich schnell die Karriereleiter und/oder Gehaltsleiter hochklettern will, gibt es da eine gewisse "Zeitspanne" wie oft ich da wechseln soll?
Ich habe jetzt was von "alle 2-3 Jahre" gelesen, aber auch von einem oder 5 Jahr.

Ein Kollege meinte letztens zu mir, wenn er weiß das einer heute anfängt und nächstes Jahr wieder aufhört. würde er ihm nicht mal helfen etwas beizubringen, weil der ja eh weg ist in einem Jahr. Sicherlich wäre es nicht klug da anzukommen und zu sagen "hey ich bin der Herr x und bin in einem Jahr wieder weg." Aber wie sieht das auf dem Lebenslauf / Sicht vom Arbeitgeber aus? Der denkt sich doch bestimmt auch das er wen nicht einstellen möchte, falls der eh alle 1-3 Jahre wechselt, oder?
 
Bist du gut, würde ich 3 bis 5 Jahre behaupten. Bist du sehr gut, 1 bis 3 Jahre

Umso besser du bist (Reputation), umso egaler ist es
 
@Thisor Ich würde sagen bis du entweder nicht mehr weiterkommst (weil es z.B. keine bessere Position im Unternehmen für dich gibt) oder du nichts mehr lernst. Das kann alles von 1-x Jahre sein. Ich bin ja jetzt im 12. Jahr im Unternehmen und habe einige Kollegen gesehen die nach 2-3 Jahren abhauen weil sie halt nicht das bekommen oder machen können was sie gerne wollen. Für mich selber hats halt irgendwie immer gepasst.
ist es mir tatsächlich lieber so, als ich werde eventuell "gesund" geschrumpft
Ist genauso bei uns passiert. Wir hatten zu viele Heads und Directors weil wir zu guten Zeiten viele Teams aufbauen wollten und dann einige Projekte bremsen musste nachdem die Lage nicht mehr ganz so blendend war.
 
Bist du gut, würde ich 3 bis 5 Jahre behaupten. Bist du sehr gut, 1 bis 3 Jahre

Umso besser du bist (Reputation), umso egaler ist es
Hm ich find das glaub nicht so einfach mich selbst Einzuschätzen. Und das was ich jetzt mache, muss ja nicht heißen das ich das weiter machen werde, nur besser. Ich bekomme ja hoffentlich neue Arbeitsgebiete, wenn ich mich für ein neuen Job bewerbe. Vom Verständniss her bin ich aber bei dir.

@Tundor bei mir ist die Hierachie ziemlich flach ehrlich gesagt. Angestellte > Teamleiter > Bereichsleiter > weiß nicht ob da noch was kommt außer der / die GF's.
Ich weiß was du meinst und bei mir geht es tatsächlich in eine ähnliche Richtung. Ich dachte ich bleib erstmal da und eigne mir erstmal skills an und tatsächlich mache ich mir darüber viel zu frühe Gedanken. Ich bin nur mit dem Gehalt etwas unzufrieden und die Gehaltsrunde findet immer jährlich an einem fixen Termin statt, wobei man mindestens 12 Monate gearbeitet haben muss. Ich bin zu einem Zeitpunkt eingestiegen, wo ich die erste Runde verpassen werde, da ich da noch nicht 12 Monate erfülle. Das heißt Gehaltserhöhung kommt etwas später als erhofft.
 
Dafür hast du mehr Zeit Erfolge zu erzielen und kannst höher pokern
 
Wechseln ist in vielen Bereichen trotzdem die schnellste Option. Man kann dem nächsten AG halt die Story vom Pferd erzählen wie krass man doch ist und wie toll man doch performt während der aktuelle AG will halt erstmal ein Ergebnis sehen was logischerweise länger dauert als sich irgendwo anders schnell zu verkaufen.
 
Kommt jetzt auch auf die Branche an, als Ingenieur kann man vielleicht mal von der EG 9 Bayern dann in die 10 rutschen, ansonsten diskutiert man da hauptsächlich über die Leistungszulage. Es sei denn du schaffst den Schritt zum fachlichen/Disziplinarischen Vorgesetzten.
In der operativen IT bewegt man sich oft auch noch in den 9er/10er mit ganz viel Glück 11er Eingruppierungen
Jetzt im Consulting geht es rapide hoch, jede 12 Monate operative Projekterfahrung erhöhen den eigenen Wert immens, dazu kommen dann die Zertifizierungen, die wieder den Marktwert nach oben treiben. Die Mitarbeiterfluktuation ist auch ganz normal und wird nicht groß hinterfragt.

Bezüglich Gehalt werde ich mit ganz offenen Karten spielen. Ich habe bisher nur mit den Recruitern gesprochen, das ist noch nicht mal die interne HR... Sehe das daher nicht so dramatisch. Üblicherweise hat man hier 3-4 Gesprächsrunden. ;)
Ein guter Freund hat beim TÜV NORD angefangen und im Laufe des Bewerbungsprozesses 3x nach oben korrigiert. Jetzt ein Jahr nach Einstellung ist er befördert worden und hat nochmal mehr plus Dienstwagen.
Wobei der Job als Auditor auch nicht ohne ist, da lebt man viel im Hotel.
 
Kleines Erfolgserlebnis: ich habe einen Medizinstudenten aus den USA über Monate an der Analyse eines fMRI Datensatzes begleitet und ihm die Datenanalyse beigebracht. Meinen Respekt hat er da dies neben seinem Medizinstudium durchgezogen hat. Das zu lernen braucht sehr viel Zeit, also neben dem Medizinstudium bei dem man ja auch sehr viel lesen muss...

Er hat die Gehirnaktivität von schizophrenen vs. gesunde Menschen (beide wurden gescannt) hinsichtlich bestimmter Messungen verglichen um zu erforschen was bezüglich dieser Messungen bei Schizophrenen verändert ist. Die Studie reichen wir jetzt ein. Für mich natürlich eine Win-Win Situation da ich ebenfalls als Autor auf der Studie stehe, also +1 publication...
Er will jetzt Psychiater werden. :d

Ich musste vor ihm auch ein paar andere Leute betreuen, aber manche haben nur viel geredet und am Ende nichts wirklich durchgezogen, das war dann primär verschwendete Zeit von mir...

Darf ich fragen was du beruflich machst?
 
Darf ich fragen was du beruflich machst?
Klar. Ich habe ursprünglich mal Psychologie studiert da ich Psychotherapeut werden wollte. Ich habe dann aber immer mehr gemerkt dass mich weniger die Praxis interessiert, sondern vielmehr teils philosophische Fragen (insbesondere die Frage wie Lebewesen bzw. Nervensysteme zu bewusstem Erleben gelangen können). Daher habe ich nach dem Psychostudium umgeschwenkt und Neurowissenschaft studiert und forsche jetzt mit fMRI. Ich betreibe Grundlagenforschung... was sind notwendige Prädispositionen und hinreichendende Korrelationen neurophysiologischer Aktivität für Bewusstsein, das ist meine primäre Frage und daraus leiten sich dann spezifische Forschungsfragen ab. Wir analysieren hin und wieder auch psychiatrische Gruppen, da man insbesondere auch an psychiatrischen Erkrankungen lernen kann wie das gesunde Gehirn funktioniert (auch wenn es zuerst paradox klingen mag). Psychiatrische Erkrankungen können insofern interessant sein um besser erforschen zu können wie beispielsweise starke Bewusstseinsveränderungen (wie in der Schizophrenie) zustande kommen.

Die meiste Arbeitszeit verbringt man am Computer (coden um Daten zu analysieren). Es gibt eigentlich kaum Tools um die Daten plug and play zu analysieren. Für das Preprocessing gibt es das. Aber die eigentliche Analyse ist (fast) komplett manuell via Programmierung. Ich nutze hauptsächlich Python.
 
Tarifeinigung Hessen. Heute mittag gibts die Ergebnisse.

Das ging ja jetzt schnell... Mal sehen was da rumkommt...
 
Ohne Maschine keine Produktion :giggle:

Exarbeitgeber:
2 Menschen wurden gekündigt (ua ich) 2 Menschen noch für die Maschine , 1 Krankenstand aber die Maschine soll 18 Std am Tag laufen:coffee:
Läuft. Ich hoffe Du hast schon etwas Neues gefunden?
Beitrag automatisch zusammengeführt:

Klar. Ich habe ursprünglich mal Psychologie studiert da ich Psychotherapeut werden wollte. Ich habe dann aber immer mehr gemerkt dass mich weniger die Praxis interessiert, sondern vielmehr teils philosophische Fragen (insbesondere die Frage wie Lebewesen bzw. Nervensysteme zu bewusstem Erleben gelangen können). Daher habe ich nach dem Psychostudium umgeschwenkt und Neurowissenschaft studiert und forsche jetzt mit fMRI. Ich betreibe Grundlagenforschung... was sind notwendige Prädispositionen und hinreichendende Korrelationen neurophysiologischer Aktivität für Bewusstsein, das ist meine primäre Frage und daraus leiten sich dann spezifische Forschungsfragen ab. Wir analysieren hin und wieder auch psychiatrische Gruppen, da man insbesondere auch an psychiatrischen Erkrankungen lernen kann wie das gesunde Gehirn funktioniert (auch wenn es zuerst paradox klingen mag). Psychiatrische Erkrankungen können insofern interessant sein um besser erforschen zu können wie beispielsweise starke Bewusstseinsveränderungen (wie in der Schizophrenie) zustande kommen.

Die meiste Arbeitszeit verbringt man am Computer (coden um Daten zu analysieren). Es gibt eigentlich kaum Tools um die Daten plug and play zu analysieren. Für das Preprocessing gibt es das. Aber die eigentliche Analyse ist (fast) komplett manuell via Programmierung. Ich nutze hauptsächlich Python.
Wow interessantes Thema!

Kannst Du nicht die systemische Datenanalyse/Datenklassifizierung (KI-unterstützt udn maschinellem Lernen) für die reine Vorselektion in der Mustere/Trenderkennung nutzen, wenn Du die Algos einmal grundsätzlich festgelegt hast und regelmässig anpasst??
 
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