Ob der topping besser klingt kann ich nicht sagen. Aber vermutlich ja. Behaupte ich mal ganz frech. Er klingt auf jeden Fall besser als mein Fostex. Und ja, man braucht noch einen DAC zum Topping. Man könnte den direkt an den PC anschließen mit einem Klinken Chinch Adapter aber ob das gut klingt weiß ich nicht.
Und ich behaupte mal ganz frech das Gegenteil. Wieso? Weil der Topping halt noch deutlich mehr kann und somit mehr „Schnickschnack“ hat, was der Käufer mit bezahlt. Bluetooth mit all den unterstützten Codecs ist alles nicht günstig. Der „normale DAC und KHV“ macht somit weniger am Gesamtprodukt aus.
Der Yulong hingegen hat wirklich nur das Wesentlichste.
Beide Hersteller sind für deren gutes Preis-/Leistungsverhältnis bekannt, somit kann man Punkte wie „Premiumherstelleraufschlag“ usw. bei keinen mir berechnen.
Weißt‘ worauf ich hinaus will?
Aber auch vermute ich, dass die Geräte klanglich sehr sehr dicht beisammen sein dürften.
(Ist natürlich etwas anderes wenn man 2 Geräte vergleicht von denen eins das Doppelte vom anderen kostet)
PS: Alles nur persönliche Spekulation.
Edit:
Noch kurz ein paar Worte bzgl. dem Yulong Daart Candary II vs Creative SBX G5 (welche heute per DHL Retoure ging) ...
Also der Yulong macht wirklich durch die Bank weg alles ein kleines Stück besser. Speziell die Auflösung und Präzision fällt hier als erstes ins Auge ... ähh ... Ohr. Das Einzige was negativ anzukreiden wäre sind die Höhen. Diese sind noch klarer und analytischer, aber gerade mit einem KH wie dem T90, der ja ohnehin schon sehr aggresiv im Hochtonbereich ist, ist das nicht ideal. Ich zähle da zum Glück zur Fraktion die kein Problem mit dem sog. Beyerpeak haben, aber der Yulong bringt das halt noch mehr zum Vorschein. Ich vermute daher auch, dass das in dieser Kombination für viele schon zu viel des Guten sein dürfte (bei mir ists schon grenzwertig, ich kenne nur keinen bezahlbaren KH der für mich persönlich perfekter wäre als der T90). Nun weiß ich nicht ob es daran liegt, dass die G5 das etwas gedämpft hat und der Yulong das sehr linear, ehrlich und neutral wiedergibt oder ob der Yulong hier bei den Frequenzen eine kleine Erhöhung im Frequenzverlauf hat. Auf der anderen Seite des Frequenzverlaufes denke ich, dass der Yulong hier aber auch den Bass des T90 minimal mehr zum Vorschein bringt (etwas mehr betont, aber auch deutlich präziser).
Interessant ist, dass die G5 immer über die Windowslautstärke lief (hier wurde mir, wenn ich am Poti gedreht habe, aufm PC-Monitor angezeigt wie die Lautstärke sich verändert). Da konnte ich, beim normalen Musikhören, eigentlich nie über Lautstärke 30 gehen. Beim Yulong kann ich das Poti bis auf 12 Uhr aufdrehen (hier gehts allerdings auch nicht über die Windowslautstärke und der Yulong hat einen Drehreglerbereich wohingegen die G5 keinerlei Begrenzung beim Poti hatte). Also gerade bzgl. Power hat mich die G5 auch positiv überrascht. Ich bin echt der Meinung, dass die kleine G5 in der Tat die Power haben sollte dicke 600 Ohmer laut genug an zutreiben (trotzdem sie kein seperates Netzteil hat und alles über das USB Kabel bezieht).
All die besagten klanglischen Unterschiede klingen natürlich viel drastischer als es ist (denn er klingt gewiss nicht doppelt so gut - denn doppelt so teuer, aber definitiv deutlich positiv spür... ääh .. hörbar).
Schlusswort: Nach wie vor bin ich aber auch der Meinung, dass die G5 schlichtweg DIE Soundkarte ist, wenn man 100 EUR als Budget hat. Das Teil macht seinen Job, für das was es ist und das was es kostet, einfach ausgesprochen gut. Gerade wenn man für den KH nicht so viel Geld ausgeben will (bis ca. 200 oder gar 300 EUR) ist die G5 definitiv eine sehr sehr gute Wahl.
Der Yulong spielt klanglich schlicht eine Liga höher, das sieht man dann auch im Preis. Aber wer einen entsprechenden Kopfhörer hat und das Quellmaterial primär in CD Qualität oder gar drüber vorliegt, wird mit dem Yulong wohl glücklicher.
Getestet wurde alles mit einem T90. Der ist natürlich kein Kh der sehr schwer anzutreiben ist und er ist auch keine Mimose bzgl. der Ausgangsimpedanz des KHV. Auch gibt es ihn neu nicht mehr zu erwerben. Aber der Kh steht bzgl. des Preises (Straßenpreis war damals glaube ich ca. 450 EUR) in guter Relation zum 200 EUR DAC/KHV.