[Sammelthread] Automobile

@ClisClis genau so hätte ich mir das ganze auch hergeleitet :)

Bedingt durch das Planen wird Material abgetragen, was nicht zu weniger Hubraum, aber einer höheren Verdichtung führt. Und somit zu einer früheren spontanen Selbstentzündung des Sprits führt.
 
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@ Clisclis: stimmt was du sagst.
Frühere Motoren waren für verbleites Benzin und teils auch für 92 Oktan ausgelegt. Das kann man heute gar nicht mehr kaufen. Man tankt also "zu gutes" Benzin. Deshalb ist eine höhere Kompression (= mehr Leistung) oft unproblematisch.

Hier wurde geschrieben, dass man den Block planen sollte, weil der Übergang zum Brennraum (Kopf) dann besser sei.
Bei den alten Autos ist da aber ohnehin schon eine Kante.
Ich habe am Wochenende mal wieder einen Motor auseinander gebaut.
Ich werde da den Kopf ein paar Millimeter planen lassen. Dazu Fächerkrümmer, Doppelvergaser, andere Ansaugbrücke, größere Ventile und überarbeitete (=größere) Kanäle.
Das geht mit Superbenzin. Wenns wider Erwarten klopfen sollte, gibts SuperPlus.
 
Aber versteh ich das richtig? Mit den Dingern tut man eher nur messen und gar nicht anziehen? Also braucht man das Kreuz o.ä. trotzdem?
Was'n Kack, kann man damit nicht einfach die Schrauben anziehen?

Klar kannst du die Schrauben damit anziehen. Problematisch ist nur wenn man Schrauben damit lösen will, weil man dabei das Ding bei festgegammelten oder zu fest angezogenen Schrauben soweit überlasten könnte, dass die Mechanik zum auslösen nicht mehr genau arbeitet. Beim festschrauben tritt so eine Überlastung nicht auf, da man ja beim knacken aufhört und die Schraube nicht darüber hinaus noch weiter anknallt. Vorausgesetzt, dass man verstanden hat wofür man den Drehmomentschlüssel benutzt :fresse:
 
Also du meinst wen der Vorbesitzer z.B die Schrauben mit mehr nm angezogen hat als mein Schlüssel jetzt abkann, dann könnte er beim Lösen beschädigt werden? Dann ist das nicht so tragisch denke ich
 
Naja, wenn du die Radmuttern lösen willst, sind die manchmal schon arg fest drauf. Gefühlt musst du deutlich mehr Kraft auf-
bringen als zum festschrauben. Von daher würde ich sie weiterhin mit dem Radkreuz lösen und dann mit dem Drehmoment-
willy nach dem Radwechsel wieder anziehen.
 
Man kann Schrauben auch damit lösen. Man muss nur drauf achten den Schlüssel nicht zu überlasten. Heißt du stellst das Ding aufs maximale Drehmoment und setzt dann an. Wenn sich die schraube löst ohne dass der Schlüssel auslöst ist alles in Ordnung, aber sobald der auslöst musst du aufhören und dir ein radkreuz oder was anderes besorgen, weil das Drehmoment zum lösen der Schraube außerhalb des Arbeitsbereichs deines Schlüssels liegt.
Einfacher und sicherer ist es aber zum lösen direkt mit nem radkreuz dranzugehen und den Drehmomentschlüssel wirklich nur zum anziehen zu benutzen.
 
Beim Lösen der Schrauben ist die Drehmomentfunktion ("Knack") außer Funktion. Der Drehmomentschlüssel ist mechanisch gesperrt.
 
dann wäre ja alles gut.
Weil hab halt den Schlüssel gekauft im Sinne von ich brauch kein Radkreuz weil der Schlüssel sollte ja taugen.

Oder sonst nehm ich halt ne normale Ratsche fürs erste lösen.

Hab das Teil übrigens vorhin gerade per Post erhalten.

Muss sagen, ohne dass ich andere Schlüssel zum vergleich hätte, ne kompliziertere Anleitung ist mir noch nicht untergekommen.
Nach 2-3 mal lesen, verstehe ich immer noch nicht, wie das genau gehen soll, ich glaub ich muss da mal vor stehen und mir das in Ruhe durch den Kopf gehen lassen :fresse2:
Entsperren: Drehknopf entgegen dem Uhrzeigersinn bis zum Anschlag drehen. (Abb. 1)
Stellen Sie den gewünschten Drehmomentwert durch Drehen des Handgriffs ein. Dabei müssen die
Skalenstriche des Skalenrings mit der Skalenmittellinie von 42 Nm - 210 Nm auf dem
Drehmomentschlüssel übereinstimmen.
Der Skalenring hat eine Einteilung von 1-14 Nm (0 = 14) (Abb.2)
Die Nm - Einteilung auf dem Drehmomentschlüssel steigt ebenfalls um jeweils 14 Nm an. (Abb.3).
So kann jeder Wert exakt eingestellt werden, auf unserem Beispiel 165 Nm (Abb. 4)
Verriegeln: Drehknopf im Uhrzeigersinn bis zum Anschlag drehen (Abb.5) Werkzeug aufstecken;

Mir fällt da spontan nur "sie müssen nur den Nippel durch die Lasche zieh'n" ein :d
 
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@Timo
Das gilt aber nicht für alle Schlüssel. Man muss ja auch irgendwie (wenn auch sehr selten) Linksgewinde mit einem Drehmoment anziehen können.

@ClisClis
Anhand der Beschreibung weiß ich jedenfalls genau, wie der Schlüssel aussieht :d
Um z.B. 100Nm einzustellen drehst du den Skalenring so lange bis die 0 auf dem Ring auf der 98 auf dem Schaft steht und dann drehst du den Skalenring noch um zwei Teilstriche auf dem Skalenring weiter (98+2).
Die Schraube am Ende ist dann nur zum Arretieren, damit man beim benutzen nichts verstellt.
 
Die Arretierschraube hab ich verstanden.

Und irgend sowas hab ich mir vorgestellt :)

Aber ob das einfach addiert wird, war mir nicht ganz klar.
Nun denn :)
 
@Timo
Das gilt aber nicht für alle Schlüssel. Man muss ja auch irgendwie (wenn auch sehr selten) Linksgewinde mit einem Drehmoment anziehen können.

Das gilt dann genauso. Festziehen mit Knack, beim Lösen ist der Drehmomentschlüssel mechanisch arretiert.

Es sei denn man hat einen Drehmomentschlüssel für Links- und Rechtsgewinde.
 
@Clis
Wenn du Schiss hast den Dremo beim Lösen zu himmeln, dann gibts dafür extra sowas hier:
Breaker Bar, 1/2 Zoll Platz Drive Verbindungsstange mit 24 Zoll / 600mm Grifflssel Werkzeug, mit viel Hebelwirkung: Amazon.de: Baumarkt

Oder noch billiger:
AllRight Radmutternschlr Radmuttern 17, 19, 21 und 23 mm: Amazon.de: Auto

wtf?
ich muss also an meinem motor rum murksen um eine hoehere klopffestigkeit fahren zu koennen?

wenn ich benzin mit >100 oktan in einen motor von 1980 kipp dann was?
explodiert er? :lol:

Du kannst immer hochoktanigen Sprit reinkippen, es nützt gerade bei älteren Fahrzeugen nix. Teilweise haben die Fahrzeuge zwar eine Zündwinkelrücknahme bei schlechtem Sprit, aber keine Zündwinkelzugabe bei besonders gutem Sprit. Sprich von Super 95 auf Normal 91 gibts Zündwinkelrücknahme gegen Klopfen, aber bei S95 auf S98 oder Vpower keine Mehrleistung. Deshalb ist S98 oder Vpower tanken "um dem Motor was gutes zu tun" halt Bullshit.

Von daher hat Geforce vollkommen Recht, das du dem Motor höher verdichten müsstest um den Sprit (aus)nutzen zu können.
Das scheinst du aber nicht gerafft zu haben... Vielleicht beim nächsten mal etwas aufmerksamer lesen? ;)

Das gilt dann genauso. Festziehen mit Knack, beim Lösen ist der Drehmomentschlüssel mechanisch arretiert.

Es sei denn man hat einen Drehmomentschlüssel für Links- und Rechtsgewinde.

Genau. Oder man hat einen Schlüssel mit wechselbarem Kopf, dann geht das auch. Bei Stahlwille kann man den Ratscheneinsatz abziehen und 180° gedreht stecken. Damit geht dann auch Linksgewinde. Oder alternativ einer der vielen Ring- oder Gabelschlüsseleinsätze.
 
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wtf?
ich muss also an meinem motor rum murksen um eine hoehere klopffestigkeit fahren zu koennen?

wenn ich benzin mit >100 oktan in einen motor von 1980 kipp dann was?
explodiert er? :lol:

Schluck mal weniger Pillen. Ein typischer Motor von 1980 kann Super Plus (98 Oktan), Shell V-Power (100 Oktan) oder Aral Ultimate (102 Oktan) nicht ausnutzen. Er läuft damit ganz genau so wie mit Normalbenzin (91 Oktan) oder Superkraftstoff. Kraftstoffe mit höherer Oktanzahl sind in der Regel dann die berühmten Perlen vor die Säue.

@ Clisclis: stimmt was du sagst.
Frühere Motoren waren für verbleites Benzin und teils auch für 92 Oktan ausgelegt. Das kann man heute gar nicht mehr kaufen. Man tankt also "zu gutes" Benzin. Deshalb ist eine höhere Kompression (= mehr Leistung) oft unproblematisch.

Hier wurde geschrieben, dass man den Block planen sollte, weil der Übergang zum Brennraum (Kopf) dann besser sei.
Bei den alten Autos ist da aber ohnehin schon eine Kante.
Ich habe am Wochenende mal wieder einen Motor auseinander gebaut.
Ich werde da den Kopf ein paar Millimeter planen lassen. Dazu Fächerkrümmer, Doppelvergaser, andere Ansaugbrücke, größere Ventile und überarbeitete (=größere) Kanäle.
Das geht mit Superbenzin. Wenns wider Erwarten klopfen sollte, gibts SuperPlus.

Ein paar Millimeter runterplanen geht nur in Ausnahmefällen. Erstens wird die Verdichtung dann zu hoch und zweitens planst du dann meist schon die Sitzringe für die Ventilteller mit. D.h. diese müssten erst tiefergesetzt werden. Es gibt natürlich Motoren bzw. Köpfe, die man um Millimeter runterplanen kann, das ist aber die Ausnahme. Der Hersteller gibt in der Regel eine maximale Grenze vor. Wenn man richtig Ahnung hat, kann man je nach Motor diese natürlich auch überschreiten, sofern es mit tricksen bzw. weiterem Aufwand noch möglich ist. Normalerweise planst du eher im Bereich unter 1mm.
Und noch eine Info: Steuergehäuse (falls der Motor eins hat) muss mit runtergeplant werden; je nachdem ob Block/Kopf geplant wird, je nach Motorkonstruktion. Manch einer vergisst das und dann ist der Motor nacher undicht bzw. man kann ihn so nicht mehr richtig abdichten, da ja unterschiedliche Höhen in den Bauteilen bestehen. Und je nach Art der Dichtung (z.B. Profildichtung?) kann das schon problematisch werden bzw. muss man da wieder rumstricksen.

PS: vielleicht noch eine zweite Info, falls es nicht ohnehin klar ist, dann sorry: größere Ventile (d.h. größerer Durchmesser des Tellers) kosten grundsätzlich Leistung, da sie ja mehr im Wege stehen. Größere Kanäle können natürlich vorteilhaft sein, wenn sie zur restlichen Konfiguration des Motors passen. Als grundsätzliche Formel gilt, dass das kleinstmögliche Ventil auf den größtmöglichen Kanal soll. Das Ventil darf natürlich nicht zu klein sein, da dann nicht mehr genügend Wärme auf den Kopf übertragen bzw. abgeleitet werden kann. Aber größere Ventile, ohne dass der Rest passt, machen keinen Sinn.
 
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Ich bin am Wochenende einen Motor gefahren, der 3 mm am Kopf geplant wurde. Die Sitzringe sind noch weiter oben. Man sollte aber den Übergang vom Sitzring nacharbeiten.
Das Steuergehäuse ist komplett am Block. Da die Nockenwelle auch im Block ist, muss man nichts weiter machen.
Die Verdichtung ist danach etwa bei 10,5:1. Das liegt daran, dass der Brennraum im Kopf nicht kreisrund wie der Block ist. Sprich wenn man den Block um 3 mm planen würde, wäre die Verdichtung viel höher.

Bei alten Motoren ist das teils herrlich einfach.

Bei anderen Motoren kann die Sachlage natürlich anders sein.
 
Die Sitzringe sind noch weiter oben. Man sollte aber den Übergang vom Sitzring nacharbeiten.

Grundsätzlich kannst du auch die Ventile noch weiter abschleifen, sodass sie tiefer fallen bzw. sitzen.
Wenn du größere Ventile einbaust, dann musst du die Sitzringe aufweiten oder gar größere Sitzringe einsetzen, damit die größeren Ventile sinnvoll sind. Ansonsten werden die größeren Ventile Leistung kosten statt generieren; mehr Leistung entsteht hier durch aufgeweitete Sitzringe, neue und deutlich größere Sitzringe und/oder größere Kanäle, nicht aber durch die größeren Ventile selbst. Bezüglich der Auslassventile muss die Fläche auf der sich die Ventile und Sitzringe berühren natürlich größer sein, da hier mehr Wärme abtransportiert werden muss. Falls du es von anderen Personen – die den Motor bereits identisch umgebaut haben – nicht schon weißt, musst du natürlich unbedingt noch prüfen, ob genug Platz zwischen den Ventilen und Kolben besteht, nachdem du Kopf und/oder Block signifikant runtergeplant hast. Auch hier muss der Platz zwischen Auslassventil und Kolben natürlich größer sein als der zwischen Einlassventil und Kolben. Du solltest aufjedenfall wissen was du machst (falls es dir nicht eh schon alles klar ist), sonst hast du nacher direkt einen Motorschaden.

Bezüglich der Verdichtung kann man allgemein nicht sagen, ab wann Kraftstoff mit mehr Oktan notwendig ist; das kommt auf den Motor an. Es gibt uralte Motoren, die benötigen mit einer Verdichtung von 10,5:1 und eventuell schärferen Zündwinkeln bereits 102 Oktan Aral Ultimate; alles andere würde zum Motorschaden führen, während andere Motoren hier noch mit Super 95 auskommen würden.
 
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Bezüglich der Verdichtung kann man allgemein nicht sagen, ab wann Kraftstoff mit mehr Oktan notwendig ist; das kommt auf den Motor an. Es gibt uralte Motoren, die benötigen mit einer Verdichtung von 10,5:1 und eventuell schärferen Zündwinkeln bereits 102 Oktan Aral Ultimate; alles andere würde zum Motorschaden führen, während andere Motoren hier noch mit Super 95 auskommen würden.

Das hängt aber teilweise auch an daran, das die geometrische Verdichtung nicht die tatsächliche ist und daran, das die Brennräume zerklüftet und die Gemischbildung nicht zwingend optimal ist.
 
keine chance oder?

20190424_1528308lkzm.jpg
 
Der deutsche Autofahrer wird überall wo es nötig ist gepimpert, aber für alles weitere ist Geld übrig...
fahr mal in der schweiz 20kmh zu schnell. dann wirst du gepimpert, der autofahrer wird in deutschland ueblicherweise mit samthandschuhen angefasst.
nur wer wirklich grob fahrlaessig jemanden killt bekommt auf die finger. aller anderen duerfen sich benehmen wie die axt im walde.
 
fahr mal in der schweiz 20kmh zu schnell. dann wirst du gepimpert, der autofahrer wird in deutschland ueblicherweise mit samthandschuhen angefasst.
nur wer wirklich grob fahrlaessig jemanden killt bekommt auf die finger. aller anderen duerfen sich benehmen wie die axt im walde.
Naja, so ist es auch wieder nicht. Stichwort Wiederholungstäter. Aber klar, die kleinen Verstöße sind bezahlbar.
 
Juhu, dank des Sturmes ist meine Windschutzscheibe Schrott... schön ein Ziegel drauf. Mal gespannt was die Vertrags-Werkstatt der Versicherung sagt. Mein schöner Fastback :(

Wenn eine komplette Windschutzscheibe und vermutlich die Motorhaube getauscht, der Wagen von allen Glassplittern und co gereinigt werden muss, dürfte schon so 2 Wochen in Anspruch nehmen, oder? Jemand Erfahrungen?
 
Naja, so ist es auch wieder nicht. Stichwort Wiederholungstäter. Aber klar, die kleinen Verstöße sind bezahlbar.
nicht nur die kleinen sind bezahlbar, auch die grossen kann man in kauf nehmen.

wenn du in der schweiz beim 'rasen' erwischt wirst (da reichen schon 140 auf der LS) gehst du ein jahr in den knast und zwei jahre zu fuss.
in deutschland kann man locker mit 200 ueber die LS ballern und zahlt dann halt 600 euro.

das sind samthandschuhe.
 
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Das stimmt schon, allerdings steht man bei mehr als 70 km/h zuviel in Deutschland auch vor dem Richter (m/w/d). Daher kann der Führerschein auch sehr lange weg sein. Eventuelle Maßnahmen zur Wiedererlangung sind dann auch nicht günstig.

Ich finde es gut, dass man in DE etwas mehr Freiraum besitzt. Da kann man auch einmal zügig überholen, ohne sich selbst oder den Gegenverkehr zu gefährden.
 
Das hängt aber teilweise auch an daran, das die geometrische Verdichtung nicht die tatsächliche ist und daran, das die Brennräume zerklüftet und die Gemischbildung nicht zwingend optimal ist.

Das weiß ich sogar ohne Studium. ;) Deshalb kann man hier unter Umständen ebenfalls noch Feintuning betreiben, indem man z.B die Ventiltaschen in den Kolben so bearbeitet, als dass möglichst keine Kanten bestehen, so wie diese bei der 08/15 Fertigung ab Werk "leider" vorhanden sind, sondern so, als dass diese abgerundet werden. Die sehen dann zwar optisch nicht mehr so schön aus, für die Klopffestigkeit ist es aber besser. Das sind dann allerdings Tuningstufen, die für einen 30.000€ M3 Motor sinnvoll sind, nicht aber für die Revision eines normalen Opel Oldtimers, der einfach nur neu sein soll und ein bisschen optimiert wird. Irgendwann stehen die Kosten und der zeitliche Aufwand natürlich in keiner Relation mehr zueinander (also zur Zielsetzung und Notwendigkeit).
 
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Die Kanten und die Kanäle bearbeite ich selber mit einem Fräser. Meine Arbeitszeit kostet mich nichts. Das ist mein Hobby.

Die Einlasskanäle von der Ansaugbrücke bis zudem Ventilen werde ich größer machen. Außerdem die Kante am Kopf. Durchs Planen ist das notwendig. Dann noch den Übergang von der Ansaugbrücke zum Kopf und den Übergang vom Kopf zum Krümmer machen.
 
nicht nur die kleinen sind bezahlbar, auch die grossen kann man in kauf nehmen.

wenn du in der schweiz beim 'rasen' erwischt wirst (da reichen schon 140 auf der LS) gehst du ein jahr in den knast und zwei jahre zu fuss.
in deutschland kann man locker mit 200 ueber die LS ballern und zahlt dann halt 600 euro.

das sind samthandschuhe.

Das stimmt ja alles.

Aber der eigentliche Witz bzw. das traurigste an der Sache ist, dass wir selber darüber abgestimmt und das gutgeheissen haben. Und wir könnten das auch einfacher als alle anderen wieder ändern.
 
Die Kanten und die Kanäle bearbeite ich selber mit einem Fräser. Meine Arbeitszeit kostet mich nichts. Das ist mein Hobby.

Die Einlasskanäle von der Ansaugbrücke bis zudem Ventilen werde ich größer machen. Außerdem die Kante am Kopf. Durchs Planen ist das notwendig. Dann noch den Übergang von der Ansaugbrücke zum Kopf und den Übergang vom Kopf zum Krümmer machen.

Viel Spaß, Saugertuning ist schon cool. Bezüglich der Übergänge wird ab Werk bei manch Motor wirklich ordentlich Potential verschenkt, das würde ich auch immer machen. Ich würde aber immer nur tunen, was auch sinnvoll bezüglich der Zielsetzung ist. Man poliert ja auch nicht jeden Block von innen, entgratet ihn komplett, bohrt Fenster zwischen die Zylinder und setzt eine Versteifungsplatte zwischen Block und Ölwanne ein usw. – Weil es eben je nach Motor und Zielsetzung keine Mehrleistung bringt, sowie auch an der Haltbarkeit nichts verändert. Zum Angeben im Forum ist das natürlich immer toll, wenn man lauter solcher Sachen vorweisen kann. :d Ich kann einen alten Sauger z.B. auf viel Leistung bei hoher Drehzahl tunen, um dann mit mehr PS prahlen zu können; oder ich optimiere den Motor lieber auf mehr Drehmoment bei mittlerer Drehzahl und habe dann hier mehr Leistung, wodurch er sich auf der Straße in aller Regel auch geiler fahren lässt, während ich so aber eine geringere Maximalleistung erhalte und dann wiederum weniger angeben kann. ;) Ich denke hier beispielsweise daran, wie man sich manch guten Straßenmotor mit einem schlecht gemachten Umbau auf eine Einzeldrossel versauen kann; das Geld kann man sich manchmal sparen und im Serientrimm "geht" das Teil dann sogar "besser".
 
Die Einlasskanäle von der Ansaugbrücke bis zudem Ventilen werde ich größer machen. Außerdem die Kante am Kopf. Durchs Planen ist das notwendig. Dann noch den Übergang von der Ansaugbrücke zum Kopf und den Übergang vom Kopf zum Krümmer machen.

Denk dran das große Kanäle nicht immer besser sind, weil die Strömungsgeschwindigkeit bei großen Querschnitten sinkt. Das kann sich negativ auf den unteren Drehzahlbereich und Teillast auswirken. Außerdem reicht ordentliches (feines) schleifen, Kanäle polieren bringt dank Haftbedingung quasi nix. Ich erachte die Geometrie vom Ventilsitz und den Ventilsitzwinkeln als deutlich wichtiger, da hier meist ordentlich Potential schlummert.

Kanten entfernen hast du ja schon genannt... Ansonsten: Nicht alles was schön aussieht strömt auch gut. Und andersrum: Nicht alles was gut strömt sicht auch gut aus ;)

Ich denke hier beispielsweise daran, wie man sich manch guten Straßenmotor mit einem schlecht gemachten Umbau auf eine Einzeldrossel versauen kann; das Geld kann man sich manchmal sparen und im Serientrimm "geht" das Teil dann sogar "besser".

+1. Ich denke da spontan grade an wenig optimierte 1.6L Motoren auf die eine 48mm Einzeldrosselanlage gebaut wird. Danach ist meist der Teillastbereich vermurkst und die Mühle kennt nur noch Digitalgas. Da wäre vermutlich ne 40mm Anlage sinnvoller gewesen :d
 
Zuletzt bearbeitet:
Denk dran das große Kanäle nicht immer besser sind, weil die Strömungsgeschwindigkeit bei großen Querschnitten sinkt. Das kann sich negativ auf den unteren Drehzahlbereich und Teillast auswirken. Außerdem reicht ordentliches (feines) schleifen, Kanäle polieren bringt dank Haftbedingung quasi nix. Ich erachte die Geometrie vom Ventilsitz und den Ventilsitzwinkeln als deutlich wichtiger, da hier meist ordentlich Potential schlummert.

Kanten entfernen hast du ja schon genannt... Ansonsten: Nicht alles was schön aussieht strömt auch gut. Und andersrum: Nicht alles was gut strömt sicht auch gut aus ;)

+1. Ich denke da spontan grade an wenig optimierte 1.6L Motoren auf die eine 48mm Einzeldrosselanlage gebaut wird. Danach ist meist der Teillastbereich vermurkst und die Mühle kennt nur noch Digitalgas. Da wäre vermutlich ne 40mm Anlage sinnvoller gewesen :d

Und natürlich noch die Ventilführungen auf den Kanal anpassen bzw. kürzen.

Nach Möglichkeit würde ich immer schauen, dass ich mehr Hubraum erhalte und erst danach die ganzen "kleineren" Aspekte in Angriff nehmen. Das bringt dann erst einmal deutlich mehr Leistung (vor allem auch bei niedrigen und mittleren Drehzahlen) und erfordert später nicht einen viel höheren Verschleiß wie endlos hohe Drehzahlen. Ich weiß ja nicht, wie das bei alten VWs so möglich ist, aber bei alten BMWs kannst du z.B. teilweise die Kurbelwelle von Dieselmotoren in die Benziner zur Hubraumerhöhung einbauen und solche Späße. Praktisch "originales OEM" Tuning. :d
 
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