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ARM kündigt neuen Cortex-A78C für Next-Gen-Laptops an

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Mit der Entscheidung Apples künftig in seinen Mac-Modellen keine Intel-Prozessoren mehr zu verbauen und stattdessen auf die ARM-Architektur zu setzen, setzt der Konzern womöglich einen gewaltigen Umbruch im Notebook- und Desktop-Segment in den Gang. Bereits am 10. November sollen die ersten Geräte mit der neuen Technologie präsentiert werden. Dann wird sich zeigen, ob ARM-Prozessoren in Zukunft eine ernstzunehmende Konkurrenz zu Intel und AMD sein werden.
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StefanG3

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"Mit der Entscheidung Apples künftig in seinen Mac-Modellen keine Intel-Prozessoren mehr zu verbauen und stattdessen auf die ARM-Architektur zu setzen, setzt der Konzern womöglich einen gewaltigen Umbruch im Notebook- und Desktop-Segment in Gang"

Tut er nicht. Microsoft hat eine höhere Marktmacht und ist daran gescheitert. Genauso tun sich Chromebooks weltweit schwer. Die Medien haben (je nach Sensationslust) ein ziemlich schlechtes Gedächtnis richtig? Apple ist zu unbedeutend bei Notebooks, um irgendwas zu bewegen.
 

smalM

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Das Konzept kommt nicht unerwartet. Eine DSU mit 8MB L3 hatten sie schon mit dem Cortex-X1 vorgestellt, neu ist eigentlich nur die Möglichkeit acht statt vier große Cores in ein DynamIQ-Cluster zu stopfen.
Ich bin aber etwas verblüfft, daß Arm alleine den Cortex-A78 als Grundlage gewählt und nicht gleich den Cortex-X1 mit eingebunden hat.

@StefanG3
Apple Anteil am Notebook-Absatz beträgt ca. 9%.
Am Notebook-Umsatz sind es ca. 20%.
Alle Notebook-Anbieter, die am oberen Marktende mit Apple konkurrieren, werden sehr genau beachten, wie sich die Sache mit den Arm-Macs entwickelt.
 

StefanG3

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@smalM

Es geht nicht um Umsatz, sondern um Nutzerbasis. Ich bin in dem Bereich tätig.
Die OEMs machen weiter ihr klassisches Ding und bringen vielleicht ein zwei Alibiprodukte, das war's. Apple hat nicht viel zu verlieren, da ihr Marktanteil irre gering ist. Und sie haben eine Fanbase, die alles schluckt, was vorgesetzt wird. Im Commercial-Bereich ist das allerdings anders.
Ein oder zwei Jahre, dann sind die wieder bei X86. Meine Schätzung.

Edit: Oder sie geben alles in die Richtung auf und verkaufen nur noch IOS Geräte als "Convertibles" oä. Das könnte auch passieren. In deren Position können die halt alles mal ausprobieren. Was sie die letzten Jahre gemacht haben hat ja kein großes Wachstum gebracht. Und wie gesagt, ich rede von Units, nicht Umsatz.
 

Morrich

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Alle Notebook-Anbieter, die am oberen Marktende mit Apple konkurrieren, werden sehr genau beachten, wie sich die Sache mit den Arm-Macs entwickelt.

Und warum sollten sie das tun? Apple hat doch nur einen solch hohen Umsatzanteil, weil sie ihre Produkte generell zu Wucherpreisen verhökern und ihre Jünger das immer wieder mitmachen.

Nur, weil die jetzt auf ARM setzen wollen, heißt das ja nicht, dass andere Hersteller mit ARM auch direkt nen Haufen mehr Umsatz machen würden. Es wird wohl eher anfangs einige Probleme mit diverser Software geben, die auf x86 ausgelegt ist und auf ARM einfach nicht mehr funktioniert.
 

jrs77

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Man kann Windows nicht mit Apple vergleichen. Apple stellt Hard und Software im Zusammenspiel her und kann daher wesentlich besser optimieren. Vor allem muß man sämtliche Software für ARM compilieren, damit das eben ohne Emulation läuft. Apple stellt die dafür nötigen Anwendungen wie Rosetta zur Verfügung, was Microsoft dann auch erst einmal machen müßte. Zudem wird dann bei Windows wieder das Problem sein, daß man einen großen Haufen unterschiedlkicher Hardware hat, die irgednwie unterstützt werden müßte.

Apple kann daher auf ARM gut funktionieren - wir werden sehen, aber für Windows wird es das in absehbarer Zeit nichts werden.
Und wie schon vorher gesagt wurde will auch niemand die Chromebooks wirklich haben, vor allem nicht zu Preisen von über €300, wo man lieber zu einem iPad mit Tastatur greift oder sich direkt ein Notebook zulegt.
 

Shevchen

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Man kann Windows nicht mit Apple vergleichen. Apple stellt Hard und Software im Zusammenspiel her und kann daher wesentlich besser optimieren.
Das war mal so. Ich hatte selbst mal ein Macbook pro (2006) und da hätte ich diese Aussage noch unterschrieben. Mit Steves Jobs Expidition in den Himmel hat er aber auch ne Menge Qualitätsanspruch mit in die Wolken genommen. Die Dinger sind lange nicht mehr so innovativ, wie sie es vor 15 Jahren waren.
 

jrs77

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Es geht nicht um die Qualität des Gerätes, sondern um das Zusammenspiel von Hard und Software, und wieviel Leistungsvorteil man dadurch erhält. Und da hat Apple nachwievor einen Vorteil gegenüber von Windows-Geräten.
Ob sie den Vorteil auch gut nutzen steht auf einem völlig anderen Blatt.
 

Eus

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Wenn man sich zurücklehnt und seinen Blick entspannt über die bunte Techniklandschaft schweifen lässt, sieht man sehr deutlich, dass ARM Prozessoren mittlerweile enorme Bedeutung gewonnen haben und auch ein Aufwärtstrend kaum zu übersehen ist. ARM Prozessoren sind dabei, die Konkurrenz zu überflügeln. 64bit Emulation für WoA ist in den Startlöchern. NVIDIA kauft ARM. Apple steigt um auf ARM Prozessoren. Wie viele Milliarden mobiler Geräte sind mit ARM ausgestattet. Es tut sich was, es bewegt sich was. Ganz offensichtlich.

Aus meiner Sicht wird ARM der neue Standard. Dauert nur noch ein Weilchen.
 

Latiose

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Ja der Vorteil ist,selbst AMD könnte wenn sie wollten in den ARM Bereich einsteigen,ist also gar kein Problem.Und Intel will langfristig also so ein Konzept wie bei den ARM CPUS nachmachen.Immer mehr geht es ja in diese Richtung.Es gibt halt nicht mehr so viele möglichkeiten.
Und der Plan mit dem x86 rauszuwerfen und alles auf der 64 Bit drauf zu emulieren,den Plan hatte ja mal Intel ebenso gehabt.Bin gespannt wie es weiter gehen wird.
Sparsame und sehr Leistungsfähige Hardware das wird immer gut gebraucht.Hoffe das geht weiter,denn gleiche Leistung wie aktuelle Leistungsfähige CPUS bei sehr wenig Stromverbrauch ,das wollen viele haben.Der Strompreis wird ja immer Teurer.Da begrüße ich somit diese Entwicklung.Hoffe es dauert nicht mehr allzu lange.
 

Elmario

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ARM CPUs haben halt "von unten" ausgehend an Bedeutung gewonnen, weil der sparsamste Mobilbereich und embedded Geräte durch x86 offensichtlich nicht ausreichend abgedeckt war. Aber mit der Entwicklung immer stärkerer ARM-CPUs wird sich ihre Effizienz zwangsläufig an die von x86 CPUs annähern, während gleichzeitig die Entwicklung von sparsameren Low-End-x86 CPUs entgegen arbeitet. Und an einer schon absehbaren Stelle der Effizienzsskala treffen dann Beide gleichwertig aufeinander. Um weiter zu wachsen müssten ARM CPUs also weitere Vorteile bieten, als die LowEnd-Effizienz, die sie soweit gebracht hat.
Das war mal so. Ich hatte selbst mal ein Macbook pro (2006) und da hätte ich diese Aussage noch unterschrieben. Mit Steves Jobs Expidition in den Himmel hat er aber auch ne Menge Qualitätsanspruch mit in die Wolken genommen. Die Dinger sind lange nicht mehr so innovativ, wie sie es vor 15 Jahren waren.
Nur wegen des Wortes: Optimierung ist ein natürlicher Prozess, den es schon vor Existenz der Menschheit gab, also keine Innovation. :wink:
 
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smalM

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Aber mit der Entwicklung immer stärkerer ARM-CPUs wird sich ihre Effizienz zwangsläufig an die von x86 CPUs annähern
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Intels Willow Cove nimmt bei einem specInt2006-Lauf ca. 21 W auf. Man kann seinen Energieverbrauch mit ca. 45000 J abschätzen.
Für Zen 2 habe ich z.Z. keine Daten für einen spe2006-Lauf. 1 Core alleine kann sich zwar 17–18 W genehmigen, aber das ist der Maximalwert.

Quelle: AnandTech
 
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sch4kal

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Es geht nicht um die Qualität des Gerätes, sondern um das Zusammenspiel von Hard und Software, und wieviel Leistungsvorteil man dadurch erhält. Und da hat Apple nachwievor einen Vorteil gegenüber von Windows-Geräten.
Ob sie den Vorteil auch gut nutzen steht auf einem völlig anderen Blatt.
Ein gutes x86 Notebook mit Linux muss sich nicht mehr vor einem Macbook verstecken. Klar, so eine fancy Bar unter dem Display gibts wohl nich, aber wer nutzt das wirklich produktiv ?
 

jrs77

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Ein gutes x86 Notebook mit Linux muss sich nicht mehr vor einem Macbook verstecken. Klar, so eine fancy Bar unter dem Display gibts wohl nich, aber wer nutzt das wirklich produktiv ?

Ein gutes x86 Notebook mit Linux ist für die meisten professionellen Anwender unbrauchbar, da es die nötige Software nur für MacOS oder Windows gibt. Und daran wird sich auch nichts ändern, da es so viele verschiedene Distributionen gibt, daß ein Support unmöglich ist.
Ich rede da als Grafiker aus Erfahrung und nein, GiMP, Inkscape und Co sind kein Ersatz für die Adobe Suite, wenn man professionell damit arbeitet und auf Kompatibilität mit der Branche angewiesen ist.

Noch schlimmer ist es als Musiker, da es für Linux keine wirklich konkurrenzfähige DAW Software gibt, nicht mal im Amateur-Bereich. Bitwig, Reaper oder Ardour sind einfach nur Mist uind haben ewig viele Probleme mit Midi, Latenz und VST-PlugIns. Und die sind noch nicht mal Freeware, so wie die Grafik-Lösungen.
 
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sch4kal

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Ein gutes x86 Notebook mit Linux ist für die meisten professionellen Anwender unbrauchbar, da es die nötige Software nur für MacOS oder Windows gibt. Und daran wird sich auch nichts ändern, da es so viele verschiedene Distributionen gibt, daß ein Support unmöglich ist.
Ich rede da als Grafiker aus Erfahrung und nein, GiMP, Inkscape und Co sind kein Ersatz für die Adobe Suite, wenn man professionell damit arbeitet und auf Kompatibilität mit der Branche angewiesen ist.

Noch schlimmer ist es als Musiker, da es für Linux keine wirklich konkurrenzfähige DAW Software gibt, nicht mal im Amateur-Bereich. Bitwig, Reaper oder Ardour sind einfach nur Mist uind haben ewig viele Probleme mit Midi, Latenz und VST-PlugIns. Und die sind noch nicht mal Freeware, so wie die Grafik-Lösungen.
Ich bezog mich nur auf das Zusammenspiel von Hard- und Software. Beides ist natürlich bei Apple gegeben, Linux+normaler Laptop harmonieren aber auch ähnlich gut.

Fernab vom Kreativsektor gibt es nur wenig Gründe für Apple. Otto normal User reicht Linux allemal, es gibt aber auch mittlerweile einige Branchen, die auf Linux Only arbeiten. Allerspätestens, wenn auch noch die letzte Applikation in die Cloud gewandert ist, gibt es eigentlich nur noch sehr wenige Gründe für einen Mac.
 

pillenkoenig

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die meisten professionellen Anwender unbrauchbar, da [...] GiMP, Inkscape und Co sind kein Ersatz für die Adobe Suite, wenn man professionell damit arbeitet und auf Kompatibilität mit der Branche angewiesen ist.
Die 'meisten' professionellen Anwender sind also Grafiker. Aus der Sicht eines Grafikers vielleicht.

Genau so sind Webdesigner die Krönung der Informatik. In ihren Augen.

Abgesehen davon hat dieses Argument *überhaupt nichts* mit dem (deinem) Beitrag zu tun, auf den er geantwortet hat. Ist dir das nicht aufgefallen?

@Topic: der Grund warum Windows am Desktop nimmer noch dominiert ist der gleiche aus welchem sich ARM dort nicht durchsetzen wird.
 

KurzGedacht

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Ein gutes x86 Notebook mit Linux muss sich nicht mehr vor einem Macbook verstecken. Klar, so eine fancy Bar unter dem Display gibts wohl nich, aber wer nutzt das wirklich produktiv ?

Ein gutes x86 Notebook mit Linux ist für die meisten professionellen Anwender unbrauchbar, da es die nötige Software nur für MacOS oder Windows gibt. Und daran wird sich auch nichts ändern, da es so viele verschiedene Distributionen gibt, daß ein Support unmöglich ist.

Naja Grafiker sind ja nun mal auch nur ein Bereich und es gibt etliche professionelle Bereiche, in denen Linux weit vor jedem anderen System liegt.
Auf einem Mac entwickeln, wenn die Software auf den Servern nachher sowieso unter Linux läuft, schafft einfach nur potentielle Probleme und so verrückt auf Windows zu entwickeln sind sowieso nur Entwickler von Windows Apps.

Wir haben nur Linux und MacOS bei uns im Team und es fällt schon oft auf wie dreckig bei Apple etliche Dinge unter der Haube gelöst sind. Die Apple Maschinen haben das doppelte gekostet und trotzdem kommen die Entwickler damit regelmäßig zu den Linux Nutzern und fragen, ob sie mal eben das neue Docker image fürs release bauen können, weil es bei ihnen auf der Maschine einfach eeeewig dauert.
Docker Performance auf MacOS ist einfach grauenvoll.
Naja inzwischen lagern die das dann auf Linux VMs bei AWS aus, aber das kostet halt einfach bloß nochmal extra Geld, nur weil MacOS die theoretische Performance da nicht auf die Straße bringen kann.

Gibt viele andere Themen bei denen das ähnlich ist und bei jedem großen MacOS Update fallen die Entwickler quasi ein paar Tage aus, weil die vorher hingefrickelten Lösungen von Apple mal wieder zerschossen wurden.
 

jrs77

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Wenn Euch die Grafiker als professionelle Berufsgruppe so stören, dann nehmt eben die Ingenieure, für die es auch nur Software unter MacOS oder Windows gibt. AutoCad, Solidworks, etc, etc

Und selbst im Office-Bereich sehe ich noch nicht, daß LibreOffice oder dergleichen professionell eingesetzt werden. Da herrscht nachwievor MS Office und das ist auch nicht für Linux verfügbar.

Die einizgen Bereiche wo Linux brauchbar ist sind Programmierung und mittlerweile durch DaVinci der Videoschnitt. Und da sich hier im Forum jede Menge Programmierer tummeln herrscht hier ein extrem verzerrtes Bild über die professionelle Nutzung von Linux. Group bias und so...
 

pillenkoenig

Semiprofi
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Es geht nicht um die Qualität des Gerätes, sondern um das Zusammenspiel von Hard und Software, und wieviel Leistungsvorteil man dadurch erhält. Und da hat Apple nachwievor einen Vorteil gegenüber von Windows-Geräten.
urspruenglich ging es darum.
und hierauf bezogen muss sich linux nicht vor macos verstecken. dass windows wie ein sack nuesse laeuft ist jetzt wohl kein grosses geheimnis.
 

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