Nach rund sechs Monaten mit Simagic bin ich ehrlich gesagt etwas ernüchtert.
Ich möchte Simagic dabei ausdrücklich nicht grundsätzlich schlechtreden. Rein vom Preis-Leistungs-Verhältnis ist das System weiterhin stark. Die Hardware wirkt grundsätzlich wertig, das Ökosystem ist attraktiv und gerade die Alpha-EVO-Serie bietet auf dem Papier sehr viel Leistung fürs Geld. Genau deshalb habe ich mich damals auch für Simagic entschieden.
Nach etwa einem halben Jahr Nutzung hat sich mein Ersteindruck aber etwas relativiert. Was mich zunehmend stört, ist vor allem die Software-Seite. Der SimPro Manager entwickelt sich zwar sichtbar weiter, gleichzeitig fühlt sich die Plattform für mich aber noch nicht so stabil und ausgereift an, wie ich es in dieser Preisklasse erwarten würde. Gefühlt bringt fast jedes größere Update wieder neue Eigenheiten, Kompatibilitätsprobleme oder kleinere Bugs mit sich.
Ein Beispiel dafür sieht man hier:
An dieser Stelle möchten wir Ihnen ein Youtube-Video zeigen. Ihre Daten zu schützen, liegt uns aber am Herzen: Youtube setzt durch das Einbinden und Abspielen Cookies auf ihrem Rechner, mit welchen sie eventuell getracked werden können. Wenn Sie dies zulassen möchten, klicken Sie einfach auf den Play-Button. Das Video wird anschließend geladen und danach abgespielt.
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Natürlich ist das nicht so, dass die Base dadurch unbrauchbar wäre. Aber wenn man nach Updates wieder Profile, Filter, Telemetrie, Haptik oder einzelne Einstellungen kontrollieren beziehungsweise nachjustieren muss, nimmt einem das auf Dauer etwas die Lust. Für mich sollte eine Direct-Drive-Base in dieser Preisklasse irgendwann eher nach dem Prinzip „einmal sauber einstellen und fahren“ funktionieren.
Dazu kommt bei der Alpha EVO das akustische Verhalten. Je nach Simulation, FFB-Profil, Filtereinstellungen und Montage wirkt die Base für meinen Geschmack teilweise rau, mechanisch präsent oder schlicht lauter, als ich es erwartet hätte.
Ein Beispiel für ein ähnliches Geräuschverhalten findet man hier:
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Man kann das über Filter, Dämpfung und weitere FFB-Parameter zwar entschärfen, aber genau das ist für mich der Punkt: Ich möchte nicht regelmäßig an den Settings herumdrehen müssen, nur damit sich die Base wieder angenehm und sauber anfühlt. Mir ist klar, dass Force Feedback immer auch subjektiv ist und stark vom Rig, der Befestigung, dem Spiel, dem Fahrzeug und den verwendeten Filtern abhängt. Trotzdem bleibt bei mir der Eindruck, dass Simagic hier noch nicht ganz so „set and forget“ ist, wie ich es mir wünschen würde.
Mir ist auch bewusst, dass es sich dabei nicht um massive Probleme handelt. Viele würden vermutlich sagen, dass es eher Kleinigkeiten sind. Für mich persönlich sind es aber genau diese Kleinigkeiten, die im Alltag stören. Ich bin bei solchen Dingen ziemlich pingelig. Wenn Software, Geräuschverhalten, Update-Verhalten und regelmäßiges Nachjustieren zusammenkommen, trübt das für mich den Gesamteindruck deutlich.
Deshalb überlege ich mittlerweile, die Base eventuell zum Black Friday zu verkaufen und auf ein anderes System zu wechseln. Kandidaten wären für mich VRS, VNM oder vielleicht sogar Simucube.
VRS wäre für mich vermutlich die nüchternste-Lösung: weniger Show, weniger Ökosystem-Spielerei, dafür sehr fokussiert auf Direct-Drive-Performance. VNM finde ich technisch ebenfalls interessant. Die Marke wirkt zwar noch nicht ganz so etabliert wie Simucube, aber zumindest habe ich dort den Eindruck, dass Feedback aus der Community ernst genommen wird und die Kommunikation engagiert wirkt. Man merkt, dass dort viel Herzblut hinter dem Produkt steckt.
Simucube 3 Pro wäre wahrscheinlich die klare Premium-Lösung. Deutlich teurer, aber dafür mit stärkerem Fokus auf ausgereifte Software, hochwertige Hardware, Support und langfristige Plattformreife. Gerade bei Kommunikation, Support und allgemeiner Produktreife wirkt Simucube auf mich momentan einfach souveräner.
Unterm Strich ist Simagic für mich keinesfalls schlecht. Das Preis-Leistungs-Verhältnis bleibt stark und viele Nutzer werden mit der Alpha EVO sicher sehr zufrieden sein. Für mich persönlich ist die Plattform aktuell aber nicht so sorgenfrei, leise und ausgereift, wie ich es mir nach sechs Monaten Nutzung gewünscht hätte.
Wer gerne viel einstellt, testet und optimiert, wird damit wahrscheinlich gut leben können. Ich persönlich merke aber, dass mich genau diese ständigen Kleinigkeiten zunehmend nerven. Aus anfänglicher Begeisterung ist inzwischen eher ein kleiner Frustfaktor geworden.
Edit:
Ein weiterer Punkt, der für mich zusätzlich einen faden Beigeschmack hinterlässt, ist die Kommunikation rund um die neuen Zeus Wheels, das MagicDash 4 DDU und den AirLink Wireless Hotspot.
In der ursprünglichen Produktkommunikation zur Alpha EVO wurde unter anderem mit „Dash Ready“ geworben. Dazu hieß es sinngemäß beziehungsweise wörtlich: „Simply snap on and go, no extras needed.“ Genau diese Aussage vermittelt für mich klar den Eindruck, dass kompatible magnetische Dash-Displays ohne zusätzliche Hardware direkt mit der Alpha-EVO-Plattform genutzt werden können.
Nach der langen Release-Verzögerung der Zeus Wheels und des DDU kam dann aber der AirLink Wireless Hotspot als zusätzliches Zubehör ins Spiel, offenbar um eine stabile und latenzarme Verbindung sicherzustellen. Technisch kann ich nachvollziehen, dass ein DDU mit Telemetriedaten, LEDs, Eingaben und kabelloser Übertragung eine möglichst stabile Verbindung braucht. Was mich daran stört, ist nicht die technische Lösung an sich, sondern die vorherige Kommunikation.
Wenn vorher mit „no extras needed“ geworben wird und sich später herausstellt, dass für eine saubere Nutzung doch zusätzliche Hardware nötig ist, dann ist das aus Kundensicht mindestens unglücklich kommuniziert. Gerade bei einem Ökosystem, bei dem Base, Wheel, DDU, Software und Wireless-Verbindung zusammenspielen müssen, sollte so etwas von Anfang an klar und transparent benannt werden.
Besonders kritisch finde ich, dass der AirLink zunächst als separates Zubehör für rund 45 € auftauchte und die zusätzlichen Kosten damit offenbar erst einmal beim Kunden gelandet wären. Erst nach deutlicher Kritik aus der Community wurde kommuniziert, dass der AirLink bei bestimmten Zeus- beziehungsweise MagicDash-4-Konfigurationen beigelegt wird.
Ob das bewusst so geplant war oder am Ende schlicht schlecht kommuniziert wurde, kann ich natürlich nicht beurteilen. Für mich als Nutzer macht es aber keinen guten Eindruck. Erst mit „no extras needed“ zu werben und später zusätzliche Hardware ins Spiel zu bringen, schwächt einfach das Vertrauen in die Plattform.
Dazu kommt die Unsicherheit, wie lange diese Beigabe überhaupt gilt. Wenn ich mir beispielsweise erst in ein paar Jahren ein MagicDash 4 oder ein Zeus Formula mit DDU kaufen möchte, ist für mich nicht klar, ob der AirLink dann weiterhin enthalten ist oder ob ich dieses Zubehör nachträglich selbst bezahlen muss.
Nicht, weil 45 € allein entscheidend wären, sondern weil es wieder ein Beispiel dafür ist, dass man als Kunde bei Simagic sehr genau auf Zubehör, Kompatibilität, Kommunikation und mögliche Zusatzkosten achten muss. Genau solche Dinge sind es, die bei mir inzwischen den Eindruck verstärken, dass die Plattform zwar technisch stark ist, aber in der Kommunikation und Produktreife noch nicht so sauber wirkt, wie ich es mir wünschen würde.
Ich möchte Simagic dabei ausdrücklich nicht grundsätzlich schlechtreden. Rein vom Preis-Leistungs-Verhältnis ist das System weiterhin stark. Die Hardware wirkt grundsätzlich wertig, das Ökosystem ist attraktiv und gerade die Alpha-EVO-Serie bietet auf dem Papier sehr viel Leistung fürs Geld. Genau deshalb habe ich mich damals auch für Simagic entschieden.
Nach etwa einem halben Jahr Nutzung hat sich mein Ersteindruck aber etwas relativiert. Was mich zunehmend stört, ist vor allem die Software-Seite. Der SimPro Manager entwickelt sich zwar sichtbar weiter, gleichzeitig fühlt sich die Plattform für mich aber noch nicht so stabil und ausgereift an, wie ich es in dieser Preisklasse erwarten würde. Gefühlt bringt fast jedes größere Update wieder neue Eigenheiten, Kompatibilitätsprobleme oder kleinere Bugs mit sich.
Ein Beispiel dafür sieht man hier:
Datenschutzhinweis für Youtube
An dieser Stelle möchten wir Ihnen ein Youtube-Video zeigen. Ihre Daten zu schützen, liegt uns aber am Herzen: Youtube setzt durch das Einbinden und Abspielen Cookies auf ihrem Rechner, mit welchen sie eventuell getracked werden können. Wenn Sie dies zulassen möchten, klicken Sie einfach auf den Play-Button. Das Video wird anschließend geladen und danach abgespielt.
Youtube Videos ab jetzt direkt anzeigen
Natürlich ist das nicht so, dass die Base dadurch unbrauchbar wäre. Aber wenn man nach Updates wieder Profile, Filter, Telemetrie, Haptik oder einzelne Einstellungen kontrollieren beziehungsweise nachjustieren muss, nimmt einem das auf Dauer etwas die Lust. Für mich sollte eine Direct-Drive-Base in dieser Preisklasse irgendwann eher nach dem Prinzip „einmal sauber einstellen und fahren“ funktionieren.
Dazu kommt bei der Alpha EVO das akustische Verhalten. Je nach Simulation, FFB-Profil, Filtereinstellungen und Montage wirkt die Base für meinen Geschmack teilweise rau, mechanisch präsent oder schlicht lauter, als ich es erwartet hätte.
Ein Beispiel für ein ähnliches Geräuschverhalten findet man hier:
Datenschutzhinweis für Youtube
An dieser Stelle möchten wir Ihnen ein Youtube-Video zeigen. Ihre Daten zu schützen, liegt uns aber am Herzen: Youtube setzt durch das Einbinden und Abspielen Cookies auf ihrem Rechner, mit welchen sie eventuell getracked werden können. Wenn Sie dies zulassen möchten, klicken Sie einfach auf den Play-Button. Das Video wird anschließend geladen und danach abgespielt.
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Man kann das über Filter, Dämpfung und weitere FFB-Parameter zwar entschärfen, aber genau das ist für mich der Punkt: Ich möchte nicht regelmäßig an den Settings herumdrehen müssen, nur damit sich die Base wieder angenehm und sauber anfühlt. Mir ist klar, dass Force Feedback immer auch subjektiv ist und stark vom Rig, der Befestigung, dem Spiel, dem Fahrzeug und den verwendeten Filtern abhängt. Trotzdem bleibt bei mir der Eindruck, dass Simagic hier noch nicht ganz so „set and forget“ ist, wie ich es mir wünschen würde.
Mir ist auch bewusst, dass es sich dabei nicht um massive Probleme handelt. Viele würden vermutlich sagen, dass es eher Kleinigkeiten sind. Für mich persönlich sind es aber genau diese Kleinigkeiten, die im Alltag stören. Ich bin bei solchen Dingen ziemlich pingelig. Wenn Software, Geräuschverhalten, Update-Verhalten und regelmäßiges Nachjustieren zusammenkommen, trübt das für mich den Gesamteindruck deutlich.
Deshalb überlege ich mittlerweile, die Base eventuell zum Black Friday zu verkaufen und auf ein anderes System zu wechseln. Kandidaten wären für mich VRS, VNM oder vielleicht sogar Simucube.
VRS wäre für mich vermutlich die nüchternste-Lösung: weniger Show, weniger Ökosystem-Spielerei, dafür sehr fokussiert auf Direct-Drive-Performance. VNM finde ich technisch ebenfalls interessant. Die Marke wirkt zwar noch nicht ganz so etabliert wie Simucube, aber zumindest habe ich dort den Eindruck, dass Feedback aus der Community ernst genommen wird und die Kommunikation engagiert wirkt. Man merkt, dass dort viel Herzblut hinter dem Produkt steckt.
Simucube 3 Pro wäre wahrscheinlich die klare Premium-Lösung. Deutlich teurer, aber dafür mit stärkerem Fokus auf ausgereifte Software, hochwertige Hardware, Support und langfristige Plattformreife. Gerade bei Kommunikation, Support und allgemeiner Produktreife wirkt Simucube auf mich momentan einfach souveräner.
Unterm Strich ist Simagic für mich keinesfalls schlecht. Das Preis-Leistungs-Verhältnis bleibt stark und viele Nutzer werden mit der Alpha EVO sicher sehr zufrieden sein. Für mich persönlich ist die Plattform aktuell aber nicht so sorgenfrei, leise und ausgereift, wie ich es mir nach sechs Monaten Nutzung gewünscht hätte.
Wer gerne viel einstellt, testet und optimiert, wird damit wahrscheinlich gut leben können. Ich persönlich merke aber, dass mich genau diese ständigen Kleinigkeiten zunehmend nerven. Aus anfänglicher Begeisterung ist inzwischen eher ein kleiner Frustfaktor geworden.
Edit:
Ein weiterer Punkt, der für mich zusätzlich einen faden Beigeschmack hinterlässt, ist die Kommunikation rund um die neuen Zeus Wheels, das MagicDash 4 DDU und den AirLink Wireless Hotspot.
In der ursprünglichen Produktkommunikation zur Alpha EVO wurde unter anderem mit „Dash Ready“ geworben. Dazu hieß es sinngemäß beziehungsweise wörtlich: „Simply snap on and go, no extras needed.“ Genau diese Aussage vermittelt für mich klar den Eindruck, dass kompatible magnetische Dash-Displays ohne zusätzliche Hardware direkt mit der Alpha-EVO-Plattform genutzt werden können.
Nach der langen Release-Verzögerung der Zeus Wheels und des DDU kam dann aber der AirLink Wireless Hotspot als zusätzliches Zubehör ins Spiel, offenbar um eine stabile und latenzarme Verbindung sicherzustellen. Technisch kann ich nachvollziehen, dass ein DDU mit Telemetriedaten, LEDs, Eingaben und kabelloser Übertragung eine möglichst stabile Verbindung braucht. Was mich daran stört, ist nicht die technische Lösung an sich, sondern die vorherige Kommunikation.
Wenn vorher mit „no extras needed“ geworben wird und sich später herausstellt, dass für eine saubere Nutzung doch zusätzliche Hardware nötig ist, dann ist das aus Kundensicht mindestens unglücklich kommuniziert. Gerade bei einem Ökosystem, bei dem Base, Wheel, DDU, Software und Wireless-Verbindung zusammenspielen müssen, sollte so etwas von Anfang an klar und transparent benannt werden.
Besonders kritisch finde ich, dass der AirLink zunächst als separates Zubehör für rund 45 € auftauchte und die zusätzlichen Kosten damit offenbar erst einmal beim Kunden gelandet wären. Erst nach deutlicher Kritik aus der Community wurde kommuniziert, dass der AirLink bei bestimmten Zeus- beziehungsweise MagicDash-4-Konfigurationen beigelegt wird.
Ob das bewusst so geplant war oder am Ende schlicht schlecht kommuniziert wurde, kann ich natürlich nicht beurteilen. Für mich als Nutzer macht es aber keinen guten Eindruck. Erst mit „no extras needed“ zu werben und später zusätzliche Hardware ins Spiel zu bringen, schwächt einfach das Vertrauen in die Plattform.
Dazu kommt die Unsicherheit, wie lange diese Beigabe überhaupt gilt. Wenn ich mir beispielsweise erst in ein paar Jahren ein MagicDash 4 oder ein Zeus Formula mit DDU kaufen möchte, ist für mich nicht klar, ob der AirLink dann weiterhin enthalten ist oder ob ich dieses Zubehör nachträglich selbst bezahlen muss.
Nicht, weil 45 € allein entscheidend wären, sondern weil es wieder ein Beispiel dafür ist, dass man als Kunde bei Simagic sehr genau auf Zubehör, Kompatibilität, Kommunikation und mögliche Zusatzkosten achten muss. Genau solche Dinge sind es, die bei mir inzwischen den Eindruck verstärken, dass die Plattform zwar technisch stark ist, aber in der Kommunikation und Produktreife noch nicht so sauber wirkt, wie ich es mir wünschen würde.
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