Natürlich sind die Spieler schuld.
Die Branche entfernt langsam die Discs, macht digitale Käufe bequemer, bindet alles an Accounts und ruft danach: Unglaublich, niemand kauft mehr Discs!
Digitale Käufe SIND bequemer. Ich hab seit über 15 Jahren keine Disc mehr gekauft. Würde ich auch nichtmehr. Wenn ich bock hab, was zu zocken, kauf ichs online, lads runter und fang sofort an zu spielen. Da muss und will ich nichts bestellen oder zum nächsten physischem Shop fahren.
Eine Disc würde mir nebenbei auch nichts bringen, weil ich habe ebenso lang schon kein entsprechendes Laufwerk mehr.
Weiterverkauft habe ich übrigens noch nie. Da war dann wenn ich denn schon eine Disc hatte mein Sammelverhalten überwiegend, neben dem "und wenn ichs doch mal weider spielen will?".
Mag sein, das die Industrie Discs zusätzlich noch unattraktiv gemacht hat. Oder diverse Anbieter eben schon länger auf Disc-Versionen (aus dem selben Grund) verzichten. Aber der Vergleich hinkt trotzdem, denn wenn dann muss man vergleichen wie oft ein und dasselbe Spiel auf Disc und Digital verkauft wird. Also nimm z.B. ein PS5 Spiel was es auf Disc und Digital gibt und guck wieviel an den Gesamtverkäufen die Discs ausmachen.
Und wenn dann nur noch 20% oer so auf Discverkäufe entfallen und dort auch die Gewinnmarge wegen Medium, Verpackung, Einzelhandel sogar noch deutlich geringer ist, lässt man das halt irgendwann bleiben.
Ich kann verstehen, das es Leute nervt die Sammeln oder Spiele weiterverkaufen wollen... aber die sind eben nur eine Minderheit und werden anscheinend auch noch immer weniger.
Also ja, die Kunden sind schon selbst die Ursache (ich nenne es bewusst mal nicht "schuld"). Nicht jeder einzelne, aber ihre Gesamtheit.
Wenn digitaler Spielekauf abgelehnt worden wäre, wären die ganzen Onlineshops wieder gestorben. Aber das Gegenteil ist eben der Fall.... die Disc-Versionen werden eben kaum noch gekauft.