elbastron
Enthusiast
Kleiner Disclaimer: Ich habe die Tastatur für den Test zur Verfügung gestellt bekommen und keinerlei Auflagen dafür erhalten, was ich sagen darf oder eben nicht. Pech gehabt! Danke in jedem Fall an Hardwareluxx und Hator für die Skyfall 80 Pro. Kritische Stimmen werden an dieser Stimme einhaken: 80 Pro? Es sollte doch ein Lesertest der 65 Pro stattfinden! Das stimmt, aber aus irgendeinem Grunde erhielt ich per Post die größere TKL Variante und habe mich dann entsprechend an dieser verdingt. Dieses Review und viele Posts der letzten Tage habe ich natürlich mit der Hator verfasst.
Die Skyfall 80 Pro Wireless ist eine schöne Tastatur. Solide Verarbeitung, gutes Tippgefühl. Die Wireless Connectivity funktioniert hervorragend. Die Beschriftung könnte etwas besser sein, das Display ist ein eher unnötiges Gimmick. Die Software ist solide, hat aber Potenzial nach oben. Der Akku beeindruckt auf dem Datenblatt, allerdings konnte ich die angegebenen Akkulaufzeiten in der Praxis nicht nachvollziehen.
Der Karton gefällt mir: keine übertriebene Aufmachung, wichtige Features übersichtlich aufgelistet, dennoch auffällig durch die gelbe Farbe. Innen drin ist alles aufgeräumt - Keyboard, Kabel, Keycaps für DE, UK und skandinavische Layouts. Das ist aus meiner Sicht wirklich ein tolles Feature und letztlich im Sinne von sowohl Kunden als auch Hersteller, die nicht mehr zig unterschiedliche Layouts separat anbieten müssen, sondern quasi eine All-in-One Lösung anbieten können. Gleichzeitig ärgern sich die Kunden nicht, dass das gewünschte Layout gerade mal wieder vergriffen ist oder müssen direkt After-Market Keycaps einplanen.
Dann gefällt mir aber nicht so gut, dass ich die Tastatur aus der Folie holen will und dabei irgendetwas quasi ungesehen auf den Boden fällt. Ich höre nur ein Geräusch, sehe aber nichts auf dem Boden. Bin ich da nur auf irgendetwas getreten, was eh schon da lag, oder ist mir tatsächlich etwas aus der Folie entgegengekommen? Ein erster Blick auf den Boden offenbart nichts, ein Blick auf die Tastatur aber schon: der Volume Knob fehlt. Der ist doch tatsächlich unter einen Schrank geflogen! Zum Glück ein kleiner Rollschrank, der schnell aus dem Weg geräumt ist. Jetzt ist die Tastatur hoffentlich wieder vollständig. Ein zweiter Blick auf den Platz des Volume Knob offenbar aber, dass sich dieser scheinbar schon etwas früher verselbstständigt hatte und etwas auf der Tastatur kratzte. In meinem Arbeitszimmer fällt das bei entsprechender Beleuchtung dann nicht mehr auf, im Dunkeln schon gar nicht, aber ungesehen machen kann ich es dennoch nicht.
Ansonsten sieht die Tastatur erstmal gut aus. Komplett in Schwarz und Weiß gekleidet macht man selten etwas falsch. Allein die Beschriftung der schwarzen Caps ist ohne Beleuchtung nicht überragend ablesbar. Der 2.4 GHz Dongle ist unterm linken Standfuß versteckt. Außerdem gibt's die verstellbaren Füße (und damit 3 mögliche Höheneinstellungen) sowie gummierte Füße und eine strukturierte Oberfläche auf der Rückseite, die an sich ganz hübsch aussieht, aber in Betrieb leider nie zu sehen sein wird.
Einstecken, Tastatur anschalten - läuft! Bevor ich hier wie ein Irrer in die Tasten haue, möchte ich mir aber die Software anschauen. Hator wirbt damit, dass es dafür eine Software und eine Web-App über hator.io gibt, letztere funktioniert bei mir aber nicht. Auch mit deaktiviertem Ad- & Cookie-Blocker und einem Blick in's Pi-Hole kann ich keinen wirklichen Grund dafür erkennen, warum die Seite bei mir weiß bleibt; es tut sich jedenfalls nichts.
Die Windows App dagegen funktioniert sofort. Die Einstellungen sind allesamt relativ übersichtlich und selbsterklärend. Relativ? Manche Optionen purzeln aus einem seltsamen Übersetzer, so ist der RGB Editor im Deutschen z.B. ein "Redakteur".
An sich lässt sich alles gut finden und einstellen ... bis auf's Mini Display. Dafür lassen sich zwar (nur per USB-Verbindung) Hintergrundbilder hochladen, aber die sonstigen Display Optionen muss man über die Tastatur selbst festlegen. Da finden sich dann Optionen wie z.B. Language, die man aber nicht einstellen kann. Macht nichts, es gibt hier eh nichts zu lesen, wichtiger wäre die CPU Auslastung; doch hier wird leider nur 00 für Last und Temperatur angezeigt und die Sensoren lassen sich nirgends konfigurieren. Am sinnigsten bleibt dann wohl die Uhrzeit mitsamt Akkuanzeige u.a. In Anbetracht dessen, wie fummelig sich hier so wenig einstellen lässt, wirkt das Display etwas nachträglich raufgeklatscht. Vor allem aber ist es so klein, dass ich mit meinem üblichen Abstand zur Tastatur ein Opernglas bräuchte, um überhaupt etwas zu lesen.
Ich hätte außerdem gerne eine Option, um das Display einfach abzuschalten, falls man z.B. die Batterie schonen will. Das geht aber scheinbar nur z.B. über die Tastenkombi Fn + Ins zusammen mit der restlichen RGB. Eine Möglichkeit, das Display separat abzuschalten, fand ich nicht.
Die Beleuchtungsoptionen ... ich bin kein großer Fan von exzessivem RGB, dies sei vorweg genommen. Mir gefällt "Schatten" am meisten, weil nur die letzten angetippten Tasten erleuchtet werden. Den Rest nehme ich eher als ablenkend wahr, aber man kann sich ja auch selbst nach eigenen Wünschen etwas konfigurieren. Jedem Tierchen sein Plaisierchen! Während ich mit den anderen Effekten spiele, kommt mir plötzlich ein "Bug" in die Quere. Auf einmal wird die Änderung des Effektes nicht mehr übernommen und ich hänge plötzlich beim letzten Effekt fest. Die Lösung war dann, einfach nochmal den Effekt zu ändern. Da hakt's wohl noch etwas in der Software. Ansonsten konnte ich im Test keine Probleme feststellen.
Was mir aber nicht so gefällt: Die Beleuchtung ist über die Keycaps nicht gleichmäßig, bei einigen Tasten leuchtet das Licht deutlich besser durch. Während die meisten Tasten beleuchtet sehr gut aussehen und im Dunkeln so einwandfrei abgelesen werden können, ist das speziell bei den allermeisten feineren Zeichen nicht so gut möglich.
Mit weißem Licht auf voller Helligkeit ist es m.E. noch in Ordnung, senkt man jedoch die Helligkeit und spielt mit den Farben, fällt es doch etwas ins Gewicht. Damit sehe ich für die schwarzen Caps leider sowohl mit als auch ohne Beleuchtung Verbesserungsbedarf.
Das Tippgefühl ist grundsätzlich ziemlich gut. Erstmal ist das Layout für TKL eher "gewöhnlich". Die Tasten Screen Lock, Pause, Home und End fehlen, ansonsten ist alles da, wo ich es bei einer Tastatur mit deutschem Layout erwarte. Für Home und End nutzt man dann gerne Fn1 + PgUp / PgDn, ich hätte mir aber trotzdem die "richtigen Tasten" gewünscht. Dafür hat man den Volumen Control Knob, mit dem man z.B. die Lautstärke oder aber das kleine Display bedienen kann. Jetzt könnte man sicherlich auch mit Fn+F11/F12 die Lautstärke verstellen, aaaaaber tatsächlich habe ich dieses kleine Rädchen direkt sehr lieb gewonnen und nutze es jetzt ANDAUERND. Die an der Vorderkante abgerundete Space Taste fand ich zuerst etwas "merkwürdig", teilweise hatte ich diese dann unabsichtlich ausgelöst. Das hat sich aber nach ein bisschen Eingewöhnung verabschiedet.
Die linearen Hator Aurum Vanilla Switches waren für mich anfangs etwas ungewohnt, da ich üblicherweise eher laut und clicky unterwegs bin. Hator schreibt im Manual sogar, dass man noch weiteres Dämmmaterial einfügen könnte, aber die Tastatur ist aus meiner Sicht bereits so leise, dass man niemanden um sich herum damit stören wird oder aber die Tastatur noch (speziell vom Gaming beschallt) großartig wahrnehmen sollte. Aber schon nach kurzer Zeit haben mir die Hator Switches sehr gefallen. Der Druckpunkt ist definiert, alle Tasten lösen gleich gut aus.
Mit den kleinen Füßen auf der Unterseite sollte sich für die allermeisten Nutzer die passende Neigung und Höhe der Tastatur finden lassen. Auf meinen Oberflächen lag die Skyfall stets fest und rutschte nicht.
Weniger schön finde ich dann die Beschriftungen: die Beschriftung der LED Indikatoren ist m.E. zu klein und hebt sich zu wenig vom Hintergrund ab. Hält man die Kamera 5 cm davor, sieht es sicherlich prima aus. Aus dem üblichen Abstand im Einsatz ist aber kaum auszumachen, dass da überhaupt eine Beschriftung sein soll.
Auch die Keycaps, besonders die schwarzen, sind ohne Hintergrundbeleuchtung auch bei Tageslicht mitunter schwer abzulesen. Ich würde das als allgemeines "Problem" bei shine-through Keycaps betrachten und könnte jetzt sicherlich damit argumentieren, dass ich auch ohne hinzugucken weiß, wo die Tasten liegen. Ich finde es aber schon charmant, wenn ich es im Zweifelsfalle auch sehen kann, ohne meine Augen dafür zusammenkneifen zu müssen. Ich habe also ein paar andere Caps aus meinem Sammelsurium verbaut.
Bei mir hing die Hator Skyfall 80 Pro bisher vornehmlich im Sim Rig, wanderte aber auch zwischenzeitlich immer wieder an den Arbeitsrechner. Ich habe fast ausschließlich den Wireless Dongle oder BT verwendet. Die Verbindung war dabei allzeit stabil. Zudem lässt sich in der Software die Zeit, bis die Tastatur in den Standby schaltet, einstellen. Der Akku ist mit 8000 mAh ziemlich beeindruckend dimensioniert und hält laut Handbuch ohne Beleuchtung bis zu 533 Stunden, also über 22 Tage. Jedoch passierte es bei meinem Modell plötzlich, dass noch gut 70% Ladezustand angezeigt wurde, die Tastatur aber urplötzlich mit einem rot blinkenden Lämpchen den Dienst quittierte. Für das Laden der Tastatur am Kabel gibt es scheinbar keinen kontinuierlichen visuellen Indikator, nur im Mini Display. Schaltet man das Display samt RGB jedoch ab, hilft nur ein Blick in die Software um zu sehen, wie voll der Akku ist. Da wurde aus meiner Sicht massiv geschlafen!
Allgemein habe ich mich gefragt, ob diese rund 22 Tage auch unter der Annahme berechnet wurden, dass die Tastatur auch in diesem Zeitraum als solche genutzt wird. Ich habe die letzten Tage das Gothic 1 Remake gesuchtet, was als Familienvater mit 2 kleinen Knirpsen für mich nur zu nachtschlafenen Zeiten möglich war. Die Tastatur hatte also jede Nacht Einsätze zwischen 3 und 5 Stunden bei dezenter Beleuchtung (Schatten), und hielt so sicherlich keine Woche, ohne wieder ans Kabel zu müssen. Letzteres stört mich weniger. Aber bitte Hator, gebt mir doch frühzeitig die Meldung, dass ich wieder ans Ladekabel muss! Mitten im Spiel ohne jegliche Vorwarnung den Dienst zu quittieren, ist nicht cool. Auch da wurde wieder massiv geschlafen!
Probleme hatte ich während meines Tests ansonsten aber keine. Die Tastatur machte einfach, was man von ihr erwartete. Keine Taste löste ungewollt aus, sie wachte stets zügig aus dem Standby auf, die Settings verstellten sich nicht und die Beleuchtung lief nicht Amok.
+ dabei keineswegs schwammig oder undefiniert
+ gutes Tippgefühl
+ 80% Layout mit Volume Knob gefällt
+ gute Verarbeitung
+ gute Rutschfestigkeit
+ einwandfreie Wireless Connectivity
- Home und End wegzulassen, ist "seltsam"
- Ablesbarkeit der Tasten ist nicht optimal
- der Akku erstaunt auf dem Datenblatt, unterwältigt dann aber in der Praxis
- keine Warnung bei niedrigem Akkustand!
- kein Ladeindikator bei ausgeschaltetem Display!
- Display ist eine Spielerei und benötigt weitere Konfigurationsmöglichkeiten seitens Hator, um zu einem sinnvollen Feature aufzusteigen
0 Software zweckmäßig, aber ausbaufähig
TL;DR
Die Skyfall 80 Pro Wireless ist eine schöne Tastatur. Solide Verarbeitung, gutes Tippgefühl. Die Wireless Connectivity funktioniert hervorragend. Die Beschriftung könnte etwas besser sein, das Display ist ein eher unnötiges Gimmick. Die Software ist solide, hat aber Potenzial nach oben. Der Akku beeindruckt auf dem Datenblatt, allerdings konnte ich die angegebenen Akkulaufzeiten in der Praxis nicht nachvollziehen.
Auspacken
Der Karton gefällt mir: keine übertriebene Aufmachung, wichtige Features übersichtlich aufgelistet, dennoch auffällig durch die gelbe Farbe. Innen drin ist alles aufgeräumt - Keyboard, Kabel, Keycaps für DE, UK und skandinavische Layouts. Das ist aus meiner Sicht wirklich ein tolles Feature und letztlich im Sinne von sowohl Kunden als auch Hersteller, die nicht mehr zig unterschiedliche Layouts separat anbieten müssen, sondern quasi eine All-in-One Lösung anbieten können. Gleichzeitig ärgern sich die Kunden nicht, dass das gewünschte Layout gerade mal wieder vergriffen ist oder müssen direkt After-Market Keycaps einplanen.
Dann gefällt mir aber nicht so gut, dass ich die Tastatur aus der Folie holen will und dabei irgendetwas quasi ungesehen auf den Boden fällt. Ich höre nur ein Geräusch, sehe aber nichts auf dem Boden. Bin ich da nur auf irgendetwas getreten, was eh schon da lag, oder ist mir tatsächlich etwas aus der Folie entgegengekommen? Ein erster Blick auf den Boden offenbart nichts, ein Blick auf die Tastatur aber schon: der Volume Knob fehlt. Der ist doch tatsächlich unter einen Schrank geflogen! Zum Glück ein kleiner Rollschrank, der schnell aus dem Weg geräumt ist. Jetzt ist die Tastatur hoffentlich wieder vollständig. Ein zweiter Blick auf den Platz des Volume Knob offenbar aber, dass sich dieser scheinbar schon etwas früher verselbstständigt hatte und etwas auf der Tastatur kratzte. In meinem Arbeitszimmer fällt das bei entsprechender Beleuchtung dann nicht mehr auf, im Dunkeln schon gar nicht, aber ungesehen machen kann ich es dennoch nicht.
Ansonsten sieht die Tastatur erstmal gut aus. Komplett in Schwarz und Weiß gekleidet macht man selten etwas falsch. Allein die Beschriftung der schwarzen Caps ist ohne Beleuchtung nicht überragend ablesbar. Der 2.4 GHz Dongle ist unterm linken Standfuß versteckt. Außerdem gibt's die verstellbaren Füße (und damit 3 mögliche Höheneinstellungen) sowie gummierte Füße und eine strukturierte Oberfläche auf der Rückseite, die an sich ganz hübsch aussieht, aber in Betrieb leider nie zu sehen sein wird.
Inbetriebnahme
Einstecken, Tastatur anschalten - läuft! Bevor ich hier wie ein Irrer in die Tasten haue, möchte ich mir aber die Software anschauen. Hator wirbt damit, dass es dafür eine Software und eine Web-App über hator.io gibt, letztere funktioniert bei mir aber nicht. Auch mit deaktiviertem Ad- & Cookie-Blocker und einem Blick in's Pi-Hole kann ich keinen wirklichen Grund dafür erkennen, warum die Seite bei mir weiß bleibt; es tut sich jedenfalls nichts.
Die Windows App dagegen funktioniert sofort. Die Einstellungen sind allesamt relativ übersichtlich und selbsterklärend. Relativ? Manche Optionen purzeln aus einem seltsamen Übersetzer, so ist der RGB Editor im Deutschen z.B. ein "Redakteur".
An sich lässt sich alles gut finden und einstellen ... bis auf's Mini Display. Dafür lassen sich zwar (nur per USB-Verbindung) Hintergrundbilder hochladen, aber die sonstigen Display Optionen muss man über die Tastatur selbst festlegen. Da finden sich dann Optionen wie z.B. Language, die man aber nicht einstellen kann. Macht nichts, es gibt hier eh nichts zu lesen, wichtiger wäre die CPU Auslastung; doch hier wird leider nur 00 für Last und Temperatur angezeigt und die Sensoren lassen sich nirgends konfigurieren. Am sinnigsten bleibt dann wohl die Uhrzeit mitsamt Akkuanzeige u.a. In Anbetracht dessen, wie fummelig sich hier so wenig einstellen lässt, wirkt das Display etwas nachträglich raufgeklatscht. Vor allem aber ist es so klein, dass ich mit meinem üblichen Abstand zur Tastatur ein Opernglas bräuchte, um überhaupt etwas zu lesen.
Ich hätte außerdem gerne eine Option, um das Display einfach abzuschalten, falls man z.B. die Batterie schonen will. Das geht aber scheinbar nur z.B. über die Tastenkombi Fn + Ins zusammen mit der restlichen RGB. Eine Möglichkeit, das Display separat abzuschalten, fand ich nicht.
RGB
Die Beleuchtungsoptionen ... ich bin kein großer Fan von exzessivem RGB, dies sei vorweg genommen. Mir gefällt "Schatten" am meisten, weil nur die letzten angetippten Tasten erleuchtet werden. Den Rest nehme ich eher als ablenkend wahr, aber man kann sich ja auch selbst nach eigenen Wünschen etwas konfigurieren. Jedem Tierchen sein Plaisierchen! Während ich mit den anderen Effekten spiele, kommt mir plötzlich ein "Bug" in die Quere. Auf einmal wird die Änderung des Effektes nicht mehr übernommen und ich hänge plötzlich beim letzten Effekt fest. Die Lösung war dann, einfach nochmal den Effekt zu ändern. Da hakt's wohl noch etwas in der Software. Ansonsten konnte ich im Test keine Probleme feststellen.
Was mir aber nicht so gefällt: Die Beleuchtung ist über die Keycaps nicht gleichmäßig, bei einigen Tasten leuchtet das Licht deutlich besser durch. Während die meisten Tasten beleuchtet sehr gut aussehen und im Dunkeln so einwandfrei abgelesen werden können, ist das speziell bei den allermeisten feineren Zeichen nicht so gut möglich.
Mit weißem Licht auf voller Helligkeit ist es m.E. noch in Ordnung, senkt man jedoch die Helligkeit und spielt mit den Farben, fällt es doch etwas ins Gewicht. Damit sehe ich für die schwarzen Caps leider sowohl mit als auch ohne Beleuchtung Verbesserungsbedarf.
Ergonomie
Das Tippgefühl ist grundsätzlich ziemlich gut. Erstmal ist das Layout für TKL eher "gewöhnlich". Die Tasten Screen Lock, Pause, Home und End fehlen, ansonsten ist alles da, wo ich es bei einer Tastatur mit deutschem Layout erwarte. Für Home und End nutzt man dann gerne Fn1 + PgUp / PgDn, ich hätte mir aber trotzdem die "richtigen Tasten" gewünscht. Dafür hat man den Volumen Control Knob, mit dem man z.B. die Lautstärke oder aber das kleine Display bedienen kann. Jetzt könnte man sicherlich auch mit Fn+F11/F12 die Lautstärke verstellen, aaaaaber tatsächlich habe ich dieses kleine Rädchen direkt sehr lieb gewonnen und nutze es jetzt ANDAUERND. Die an der Vorderkante abgerundete Space Taste fand ich zuerst etwas "merkwürdig", teilweise hatte ich diese dann unabsichtlich ausgelöst. Das hat sich aber nach ein bisschen Eingewöhnung verabschiedet.
Die linearen Hator Aurum Vanilla Switches waren für mich anfangs etwas ungewohnt, da ich üblicherweise eher laut und clicky unterwegs bin. Hator schreibt im Manual sogar, dass man noch weiteres Dämmmaterial einfügen könnte, aber die Tastatur ist aus meiner Sicht bereits so leise, dass man niemanden um sich herum damit stören wird oder aber die Tastatur noch (speziell vom Gaming beschallt) großartig wahrnehmen sollte. Aber schon nach kurzer Zeit haben mir die Hator Switches sehr gefallen. Der Druckpunkt ist definiert, alle Tasten lösen gleich gut aus.
Mit den kleinen Füßen auf der Unterseite sollte sich für die allermeisten Nutzer die passende Neigung und Höhe der Tastatur finden lassen. Auf meinen Oberflächen lag die Skyfall stets fest und rutschte nicht.
Weniger schön finde ich dann die Beschriftungen: die Beschriftung der LED Indikatoren ist m.E. zu klein und hebt sich zu wenig vom Hintergrund ab. Hält man die Kamera 5 cm davor, sieht es sicherlich prima aus. Aus dem üblichen Abstand im Einsatz ist aber kaum auszumachen, dass da überhaupt eine Beschriftung sein soll.
Auch die Keycaps, besonders die schwarzen, sind ohne Hintergrundbeleuchtung auch bei Tageslicht mitunter schwer abzulesen. Ich würde das als allgemeines "Problem" bei shine-through Keycaps betrachten und könnte jetzt sicherlich damit argumentieren, dass ich auch ohne hinzugucken weiß, wo die Tasten liegen. Ich finde es aber schon charmant, wenn ich es im Zweifelsfalle auch sehen kann, ohne meine Augen dafür zusammenkneifen zu müssen. Ich habe also ein paar andere Caps aus meinem Sammelsurium verbaut.
Sonstige Alltagseindrücke
Bei mir hing die Hator Skyfall 80 Pro bisher vornehmlich im Sim Rig, wanderte aber auch zwischenzeitlich immer wieder an den Arbeitsrechner. Ich habe fast ausschließlich den Wireless Dongle oder BT verwendet. Die Verbindung war dabei allzeit stabil. Zudem lässt sich in der Software die Zeit, bis die Tastatur in den Standby schaltet, einstellen. Der Akku ist mit 8000 mAh ziemlich beeindruckend dimensioniert und hält laut Handbuch ohne Beleuchtung bis zu 533 Stunden, also über 22 Tage. Jedoch passierte es bei meinem Modell plötzlich, dass noch gut 70% Ladezustand angezeigt wurde, die Tastatur aber urplötzlich mit einem rot blinkenden Lämpchen den Dienst quittierte. Für das Laden der Tastatur am Kabel gibt es scheinbar keinen kontinuierlichen visuellen Indikator, nur im Mini Display. Schaltet man das Display samt RGB jedoch ab, hilft nur ein Blick in die Software um zu sehen, wie voll der Akku ist. Da wurde aus meiner Sicht massiv geschlafen!
Allgemein habe ich mich gefragt, ob diese rund 22 Tage auch unter der Annahme berechnet wurden, dass die Tastatur auch in diesem Zeitraum als solche genutzt wird. Ich habe die letzten Tage das Gothic 1 Remake gesuchtet, was als Familienvater mit 2 kleinen Knirpsen für mich nur zu nachtschlafenen Zeiten möglich war. Die Tastatur hatte also jede Nacht Einsätze zwischen 3 und 5 Stunden bei dezenter Beleuchtung (Schatten), und hielt so sicherlich keine Woche, ohne wieder ans Kabel zu müssen. Letzteres stört mich weniger. Aber bitte Hator, gebt mir doch frühzeitig die Meldung, dass ich wieder ans Ladekabel muss! Mitten im Spiel ohne jegliche Vorwarnung den Dienst zu quittieren, ist nicht cool. Auch da wurde wieder massiv geschlafen!
Probleme hatte ich während meines Tests ansonsten aber keine. Die Tastatur machte einfach, was man von ihr erwartete. Keine Taste löste ungewollt aus, sie wachte stets zügig aus dem Standby auf, die Settings verstellten sich nicht und die Beleuchtung lief nicht Amok.
Pro / Con
+ leiser Betrieb+ dabei keineswegs schwammig oder undefiniert
+ gutes Tippgefühl
+ 80% Layout mit Volume Knob gefällt
+ gute Verarbeitung
+ gute Rutschfestigkeit
+ einwandfreie Wireless Connectivity
- Home und End wegzulassen, ist "seltsam"
- Ablesbarkeit der Tasten ist nicht optimal
- der Akku erstaunt auf dem Datenblatt, unterwältigt dann aber in der Praxis
- keine Warnung bei niedrigem Akkustand!
- kein Ladeindikator bei ausgeschaltetem Display!
- Display ist eine Spielerei und benötigt weitere Konfigurationsmöglichkeiten seitens Hator, um zu einem sinnvollen Feature aufzusteigen
0 Software zweckmäßig, aber ausbaufähig