Und ich verstehe nicht, wieso der 332 und 322 nun nicht auf Wildcat-Lake basieren, obwohl sie technisch bis auf die PCIe-Lanes genau dessen Maximalausbau entsprechen.
Die Wildcat Lake bestehen ja nur aus zwei Tiles, dem einem mit CPU und GPU (Intel fertigt hier also seine Xe3 Architektur auch in 18A) und dem Plattform Controller Tile, welches hier aber nur 6 PCIe 4.0 Lanes und 2 TB4 Ports bieten. Die dürften Low-Power sein, also statt mindestens 25W eher im Bereich 10 bis 15W, wenn nicht sogar darunter angesiedelt sein. Daher werden sie am Ende auch weniger Leistung bieten, selbst wenn sie genauso viele Kerne haben.
Aus rein produktionstechnischer Sicht könnte man günstiger produzieren, wenn man weniger unterschiedliche Modelle in größerer Menge herstellte.
Nicht wirklich, es ist ja ein Baukastensystem, es gibt zwei unterschiedliche CPU Tiles, zwei unterschiedliche GPU Tiles und zwei verschiedene Plattform Controller Tile. Wie du ja selbst weißt, gibt es auch immer mal teildefekte Chips, die man so verwerten kann.
Wenn den Core Ultra 5 325 vom Ultra 7 365 nur 300MHz CPU-Takt (wahrscheinlich bei MT noch weniger) und 50MHz GPU-Takt, den Core Ultra X7 358H vom Ultra X9 388H nur 300MHZ CPU-Takt und den Core Ultra 7 356H vom Ultra 9 386H sogar nur 200MHz und 50MHZ GPU-Takt trennen, dann sind die höheren CPUs einfach maximal uninteressant.
Für dich vielleicht, aber es gibt auch Leute die die schnellsten Modelle wollen und dann ist immer auch die Frage, was die Notebookhersteller für Modelle anbieten und zu welchem Preis. Vielleicht gibt es dann nur den 386H mit der größtem mobilen GPU kombiniert und man muss dann den nehmen, wenn man die GPU will. Ansonsten freue dich doch, wenn du auch ein Notebook mit der billigeren CPU günstiger bekommst und dies sich vom teureren nur durch ein paar MHz Takt unterscheidet.
Außerdem gibt es manchmal auch Dinge die man eben auf den ersten Blick übersieht, so unterscheidet sich der
Ultra 9 275HX auf den ersten Blick auch nur durch 100MHz weniger vom
Ultra 9 285HX, aber wenn man genau hinsieht, erkennt man, dass nur der 285HX ECC RAM unterstützt. Wem dies egal ist, der kann locker zu einem Notebook mit dem 275HX greifen, wer aber Wert auf ECC RAM legt, muss eines mit dem 285HX nehmen und wird schon alleine für das dort verbaute RAM deutlich mehr bezahlen müssen.
Am Ende ist es auch die Aufgabe des Marketings die Modelle zu bestimmen, natürlich im Rahmen dessen was technisch machbar ist und die Preise dafür zu definieren, um den Gesamtgewinn zu optimieren. Die werden sich da also, auch aufgrund der Wünsche ihrer Kunden und dies sind bei den verlöteten CPUs nicht wir, sondern die Hersteller von Notebooks und Mini-PCs (NUCs) schon ihre Gedanken dazu gemacht haben. Am Ende kann es uns auch egal sein wie viele Modelle es gibt, wir müssen dann immer auf die Endprodukte schauen, was die bieten, welche CPU da verbaut ist und was sie kosten. Anders als bei den gesockelten CPUs im Desktop kann man eben nicht einfach beliebig kombinieren und deshalb sollten sie froh sein das es die gesocketen CPUs weiterhin gibt und dafür sorgen, dass dies möglichst so bleibt und das geht am Besten, indem man sie kauft. Denn solange etwas ausreichend gut nachgefragt ist, wird es nicht verschwinden.