@FM4E
So hätte ich es mir auch erwartet, und so soll es auch sein.
Als ich die Wi-Fi-7-Produkte gekauft habe, habe ich die Konfiguration zunächst im Standard belassen. Danach ging das Gefrickel los: PC um 18 Uhr angeschaltet, und die WLAN-Leistung war super. Um 21 Uhr startete ich einen Download und lag nur noch bei 15 MB/s. In der Zwischenzeit hatte die FritzBox den 6-GHz-Kanal gewechselt und der Qualcomm-FastConnect-Client hatte sich verbuggt und lief nur noch mit 2,4 GHz 1×1. Also habe ich erstmal alle Kanäle statisch eingerichtet.
Das war aber nicht alles. Der Client war per MLO verbunden: 6 GHz mit ca. 2,5 Gbit/s und 5 GHz mit ca. 1,5 Gbit/s. Ich startete einen Kopiervorgang auf die NAS und sah in der FritzBox, dass exklusiv immer nur 5 GHz verwendet wurde. Direkt nach dem Boot nutzte der PC manchmal das 6-GHz-Netz, aber spätestens nach einer halben Stunde war es immer nur noch 5 GHz - ohne Ausnahme, trotz aktivem MLO, bestätigt sowohl in Windows als auch direkt auf der FritzBox.
Natürlich kann ich im Treiber unter Windows „Prefer 6 GHz" hinterlegen, und natürlich kann ich auch eine eigene 6-GHz-SSID vergeben. Aber warum muss ich mich mit solchem Nonsense herumärgern, obwohl ich die neueste und beste Hardware einsetze, gepaart mit neuestem OS, neuester Firmware und neuesten Treibern?
Für die vielen Stunden, die ich investiert habe, hätte ich mir auch einfach ein LAN-Kabel legen können. Und das habe ich dann auch gemacht. Early Adopter bei WLAN zu sein, hat was von "Jugend forscht". Man muss frickeln, basteln, troubleshooten, monitoren. Nein, danke.
Ähnliche Erfahrungen hatte ich schon 2013 bei Wi-Fi 5 als Early Adopter gemacht: Die ersten Geräte (Client und Router) hatten damals keinen DFS-Support. Die erste Revision der Asus-PCE-AC68-Netzwerkkarte konnte sich später nicht mehr mit der FB 7590 5Ghz verbinden, weil Letztere DFS und Autokanal nutzte. Nur der Wi-Fi-6-Release, bei dem ich mit einem Telekom Smart 4 Router und einem Intel-AX200-Client ebenfalls Early Adopter war, verlief reibungslos.