[Guide] Mein neuer Home-Server / NAS im kleinsten Server-PC der Welt [Mini-PC mit Xeon und ECC RAM]

Wie sind die Erfahrungen mit ZFS auf der Kiste?
Ich weiß jetzt nicht, welche "Kiste" du meinst, aber ich kann allgemein sagen: Meine Erfahrungen mit ZFS sind bisher positiv (auf allen Kisten). Ich hatte noch keine Probleme mit dem Dateisystem selbst, höchstens damit, die Linux-Kernel ohne Integration mit entsprechenden Boot-Optionen auszustatten. Anzumerken ist vielleicht, dass ALLE meine Kisten, mindestens 24GB RAM haben - wobei man ZFS auch durchaus mit 8GB RAM betreiben kann.

Aktuell verwende ich ZFSBootMenu mit dem CachyOS-Kernel für Arch Linux auf meinem T480s Notebook (sehr alte Maschine, die müsste ich nach dem Preis-Disaster auch mal upgraden). Das ist sehr angenehm, weil in CachyOS ist ZFS mit drin (wie in Proxmox auch). Mit ZFSBootMenu kann ich dann jeden Snapshot im BootManager klonen und booten, wenn ich mal was verloren hab oder was kaputt geht.

Für Proxmox habe ich übrigens das Logging abgeschaltet.

Code:
systemctl disable --now pve-ha-lrm.service pve-ha-crm.service

Quelle: https://www.reddit.com/r/Proxmox/comments/12gftf7/reduce_wear_on_ssds/

Aber nen ZFS Fanboy zu fragen, wie er das findet, ist vielleicht auch icht unbedingt klug, wenn man ne objektive Meinung braucht ;)
 
Zuletzt bearbeitet:
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Joa, bei so einem Chinakracher kann das aber mangels Erfahrung im Platinendesign und der Auswahl an langlebigen Halbleiterkomponenten schon früher der Fall sein.
Das größte Risiko dürfte das Netzteil sein, und da gibt es Ersatzteile wie Sand am Meer, sogar die Option auf ein redundantes Netzteil hätte man beim TX1320 M3.
Ist das eine Meinung oder basiert das auf persönlichen Erfahrungen?

Sowohl ich als auch mehrere Bekannte haben seit mehreren Jahren China MiniPCs mit Intel n5105/Inteln100 als Proxmox Host im Einsatz, weil: passiv gekühlt = lautlos, klein, und mit um die 10 Watt im Idle stromsparend. Die laufen alle 24/7 durch, bisher keine Ausfälle, defekte oder merkwürdiges verhalten.

An Kritikpunkten würde mir nur einfallen: je nach Händler <möglicherweise> Probleme im Garantiefall und es gibt i.d.r. keine Bios Updates.

Wenn ich mir die neuen Generationen an MiniPC mit noch deutlich schnelleren CPUs ansehe, dann ist da noch sehr viel mehr möglich, und das zu Preisen wo es schwierig wird, das in der gleichen Leistungsklasse anders abzubilden.
 
Meine Erfahrungen zu ZFS sind überschaubar, aber gut: im gegensatz zu BTRFS bisher keine beschädigte Dateistruktur, als Raid-1 Mirror bootet der Server so wie er soll wenn ein Mirror ausfällt, und macht nach wiedererscheinen automatisch den rebuild.
 
Ist das eine Meinung oder basiert das auf persönlichen Erfahrungen?
Sowohl als auch. Hab Bekannte im Managed Servicepartner Geschäftsfeld, die mit 3rd party Chinahardware bei Kunden schon mächtig auf die Schnauze gefallen sind. Das mag für den beworbenen HNSUN nicht zutreffen, vorsichtig sollte man aber trotzdem sein. Außerdem, wie du schon sagtest, keine BIOS-Updates, vermutlich wenig Hilfe bei Bugs und auch RMA dürfte eher spannend werden.
Bei Fujitsu hat man eben Enterprise-Hardware, die speziell auf Langlebigkeit gebaut wurde. Im speziellen Fall des TX1320 M3, der am 31.12.2024 EOL gegangen ist, gibt es für Kunden offiziellen Fujitsu Support bis 31.12.2029. Daher würde ich mal davon ausgehen, dass man mit gebrauchter Hardware bis dato auch nicht viel falsch machen kann, sofern man mit den Gegebenheiten (nur PCIe 3.0, nur 4 Kerne, "alte" Plattform, etc.) leben kann.
Sowohl ich als auch mehrere Bekannte haben seit mehreren Jahren China MiniPCs mit Intel n5105/Inteln100 als Proxmox Host im Einsatz, weil: passiv gekühlt = lautlos, klein, und mit um die 10 Watt im Idle stromsparend. Die laufen alle 24/7 durch, bisher keine Ausfälle, defekte oder merkwürdiges verhalten.
Wenn ich mir die neuen Generationen an MiniPC mit noch deutlich schnelleren CPUs ansehe, dann ist da noch sehr viel mehr möglich, und das zu Preisen wo es schwierig wird, das in der gleichen Leistungsklasse anders abzubilden.
Haben die alle ECC Support ? Wenn nein, nicht wirklich vergleichbar. Fraglich auch, ob man daheim immer die neuste CPU Generation im Server braucht. Bei den allermeisten Usern langweilen sich die CPUs daheim zu Tode, selbst wenn da 40 Container laufen.
 
Nachdem ich nur seltener Besucher hier bin, vieleicht nochmal ein kurzes update zu meinem setup:

Dazu kann ich eigentlich nur sagen, dass weiterhin alles 100% zuverlässig läuft. Sogar der M.2 SATA Controller, der mir ursprünglich etwas sorgen bereitet hat, ist bei voller auslastung durch HDDs völlig stabil.
Die Anzahl der Services die ich Hoste ist in der Zeit nur gestiegen und das Teil hat wirklich 24/7 zu arbeiten.
Die stärkste Belastung kommt mit Sicherheit von Jellyfin, besonders wenn transkodiert werden muss aber die iGPU (via HW passthrough) schafft problemlos mehrere hochauflösende Streams.
Einzige Änderung daran (wegen den dummen billig SSDs) ist, dass ich zusätzlich zur RAM-disk für logs und temp stuff nun auch eine zweite RAM-disk für transcoding cache bereitgestellt habe.

Weil das Thema ZFS aufgekommen ist:
Der Proxmox host läuft auf 2 consumer SSDs (völlig ungeeignet und ich warte schon seit inbetriebnahme auf einen Fail damit ich Datacenter SSDs nachrüsten kann) unter ZFS und meine TrueNAS VM nutzt ZFS (HDDs via sata controller passthrough). Ich hatte auch schon 2 Festplatten-Wechsel weil ich gebrauchte Datacenter HDDs gekauft hatte (wurden unter garantie getauscht) und was ich besonders cool fand: eine Erweiterung des bestehenden Pools um eine zusätzliche HDD - alles problemlos gelaufen. Ja, ich meine damit wirklich, dass ein bestehender Pool im laufenden betrieb einfach um eine weitere HDD für mehr Speicherplatz erweitert wurde und nicht, dass ich den bestehenden pool demontiert und neu gebaut habe!

Falls es noch Fragen gibt, werde ich die nächsten 1-2 Tage nochmal reinschauen und dann vermutlich wieder ein Jahr auf diesen Thread vergessen ^^
 
Sehr gut, danke für's Update.

Bei mir läuft das Setup mittlerweile mit 4 (!) internen SSDs (3x 4TB Lexar / WD red) und eine 2,5WD red mit 4 TB. Demnächst kommt noch ein kleines, externes Fantec USB 3.2 10 Gbit-Gehäuse mit 2x 16 GB Seagate Exynos dazu.
Bei dem Gehäuse sieht der Rechner beide Laufwerke unabhängig, d.h. man kann sie per - in meinem Fall - Open Media Vault unter BTRFS im Raid1 einbinden.

Bin weiterhin ebenfalls sehr zufrieden, aber nach Deinem Post wieder im Zweifel, ob nicht doch ZFS zumindest für die beiden HDDs sinnvoll wäre.
 
Sehr gut, danke für's Update.

Bei mir läuft das Setup mittlerweile mit 4 (!) internen SSDs (3x 4TB Lexar / WD red) und eine 2,5WD red mit 4 TB. Demnächst kommt noch ein kleines, externes Fantec USB 3.2 10 Gbit-Gehäuse mit 2x 16 GB Seagate Exynos dazu.
Bei dem Gehäuse sieht der Rechner beide Laufwerke unabhängig, d.h. man kann sie per - in meinem Fall - Open Media Vault unter BTRFS im Raid1 einbinden.

Bin weiterhin ebenfalls sehr zufrieden, aber nach Deinem Post wieder im Zweifel, ob nicht doch ZFS zumindest für die beiden HDDs sinnvoll wäre.
Haha den internen storage finde ich witzig, ich habe irgendwas um die 30-40 VMs/LXCs und gerade mal rund 250 GB direkt auf dem host verbraucht, weil alles was irgendwie viel storage benötigt TrueNAS shares via NFS eingebunden bekommt. Hoffentlich für den Host RAID/ZFS?

Open Media Vault hatte ich auch ursprünglich ausprobiert, habe dann aber zu TrueNAS scale gewechselt und bin sehr glücklich mit der Entscheidung.

Nur zur Info:
Vorab: Ich bin kein Fachmann, ich kann nur sehr gut im Internet Recherchieren! Soweit ich mich erinnern kann, hatte ich ursprünglich auch HDDs via USB ins Auge gefasst aber wenn ich mich nicht täusche, spricht sehr vieles dagegen, RAID/ZFS pools via USB zu betreiben und nachdem mir meine Daten sehr wichtig sind (Arbeit + unersetzbare Erinnerungen) habe ich mich für die aktuelle Lösung via SATA + ZFS + offsite backup (zweiter mini server mit TrueNAS an anderem Standort) entschieden. Falls du das nicht schon gemacht hast, würde ich mich dazu noch weiter informieren!
 
zweiter mini server mit TrueNAS an anderem Standort)
nein, das habe ich noch nicht gemacht. Ich sichere die wichtigen Sachen in der Cloud (pCloud und Internxt cloud, da hatte ich vor Jahren mal je 10 TB günstig auf Lebenszeit gekauft). Hab' auch noch meine alte Synology, die ich dafür hernehmen könnte...
 
Ich will ja keine Werbung für TrueNAS machen... ^^
.... aber Backup tasks einrichten ist damit so richtig easy, egal ob zwischen zwei trueNAS instanzen oder zu diversen cloud anbietern. meine ganz besonders mega wichtigen daten sichere ich darüber auch noch auf google drive. Besonders nice ist auch, dass inkrementelle backups via ZFS replication gemacht werden und somit weitaus weniger speicherplatz verbraucht wird. außerdem verwende ich das sync feature auch teilweise nur aus bequemlichkeit um einzelne files/folders synchron an verschiedenen standorten zu halten.
10 TB auf Lebenszeit ist jedenfalls mal richtig genial!
 
Ich will ja keine Werbung für TrueNAS machen... ^^
nein, keinesfalls ;-) Danke, jetzt bin ich schon wieder am Grübeln...

10 TB auf Lebenszeit ist jedenfalls mal richtig genial!
ja, und das gleich zweimal (pCloud und Internxt, jeweils verschlüsselt) und noch gekauft, bevor alles so teuer wurde... Das war mal ein guter Deal, wobei man 'auf Lebenszeit' vielleicht nicht soo wörtlich nehmen darf, die lassen sich schon was einfallen, damit man wieder zahlen muß...
 
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