[Kaufberatung] DIY Router - Welche HW-Basis ist aktuell zu empfehlen ?

CDV

Neuling
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31.05.2026
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Servus Leute,

ich plane aktuell den Aufbau eines überschaubaren Homelabs bzw. einer kleinen Serverumgebung, die
über die nächsten Monate und Jahre schrittweise wachsen soll. Da ich auf diesem Gebiet noch Neuling
bin, würde ich mich über eure Erfahrungen, Empfehlungen und auch kritische Anmerkungen sehr freuen.



Ausgangssituation​

Als Basis habe ich bereits einige Komponenten zusammengetragen:
  • HP 42U Rack (10642 Gen2) mit perforierten Türen
  • 24-Port Keystone-Patchpanel von Schrack
  • 12 Stück 10-Gbit-fähige RJ45-Keystones (Schrack HSEMRJ6GWA)
  • HP Kabelmanagement-Arm
  • Diverse Rack-Auszüge
  • Cat.7-Kabel
Das gesamte Paket habe ich kostenlos bekommen und lediglich selbst mit dem Anhänger abgeholt.

Zusätzlich konnte ich noch zwei weitere 42U-Netzwerkschränke erwerben:
  • SCHRACK DS426010-A inkl. Dachlüfter (DLT44802-A)
  • DIGITUS DN-19 42U-8/8-1 inkl. Dachlüfter
Beide Schränke waren praktisch neuwertig und haben jeweils nur 5 Euro gekostet.
Dazu gab es noch zwei 19"-Steckdosenleisten, Käfigmuttern und diverses Zubehör.
Um es kurz zu fassen - es hat sich gelohnt. Aber jetzt fängt das Brainstorming an^^.

Das HP-Rack (hinten Rechts in der Ecke) soll später in meiner Garage installiert werden. Selbst im heißesten
Hochsommer bleibt die Temperatur dort vergleichsweise niedrig, weshalb ich den Standort für geeignet halte.

3x 42U Rack's.jpeg


Sorry für die Unordnung in der Garage :rolleyes2: ... Sieht mittlerweile aber deutlich geordneter aus!
Auf dem unteren Bild sieht man nicht, wie viele Auszüge es sind. Es ist aber mehrlagig gestapelt.
Ganz unten sind es sogar jeweils vier Auszüge ... Irre, was einfach so an mich verschenkt wurde.
Es sind auch vier Paar Schwerlastträger und drei Kabelmanagement-Arme dabei. Nettes Starterpaket.

Server Rackauszüge.jpeg




Geplante Infrastruktur​

Das Projekt soll Schritt für Schritt aufgebaut werden.

Aktuell geplant sind:
  • DIY-Router / Firewall
  • (Un-?) Managed SFP+-Switch
  • Virtualisierungsserver (voraussichtlich Proxmox)
  • Storage-Server bzw. JBOD
  • USV
  • eventuell ein Gaming-PC im 19"-Gehäuse
Letzterer ist noch offen, da zwischen Garage und Zimmer eine gewisse Distanz besteht.



Langfristige Ziele​

Mittelfristig möchte ich verschiedene Dienste zentral betreiben:
  • Home Assistant (möchte möglichst vieles automatisieren bzw. fernverwalten können)
  • Nextcloud (will ich in Privat und Gruppe/Team aufteilen)
  • NAS (für den üblichen Datenmüll der anfällt)
  • Docker (müsste mich intensiv damit auseinandersetzen, um zu wissen was ich benötige)
  • Jellyfin oder Plex (schaue eig. kein TV aber falls es was hochwertiges gibt, warum nicht)
  • KI-/LLM-Anwendungen (reine Spielerei, etwas rendern und experimentieren)
  • BOINC-Projekte (bevor ich den Strom-Überschuss an den Stromanbieter verschenke nutze ich den lieber anders)
  • eventuell Kameraüberwachung mit biometrischer Objekterkennung
Dabei geht es mir vor allem darum, praktische Erfahrungen im Bereich Netzwerk, Virtualisierung, Selfhosting und Serverbetrieb zu sammeln.



Netzwerk-Konzept​

Der Router soll möglichst viele Aufgaben übernehmen, mich und andere User bestmöglich schützen und nicht nur Pakete weiterleiten.

Geplant sind unter anderem:
  • Firewall
  • VLANs
  • WireGuard-VPN
  • AdGuard Home
  • IDS/IPS (z. B. Suricata)
Innerhalb des Racks möchte ich möglichst viel über 10-Gbit-SFP+ realisieren.

Geplant sind:
  • SFP+-NICs (10Gbit/s werden für mich und alle anderen User vollkommen reichen)
  • DAC-Kabel
  • Glasfaserverbindungen (LC-Duplex, aber welches exakt weiß ich noch nicht)
Auf RJ45 möchte ich innerhalb des Racks möglichst verzichten. Ein Switch mit SFP+ und wenigen RJ45-Ports wäre ein Kompromiss.
Im restlichen Haus sollen Access-Points – und falls nötig, eine minimalistische, klassische Netzwerkverkabelung – zum Einsatz kommen.



Internetanbindung​

Aktuell ist mein Internetanschluss leider eher überschaubar.
Nach Rücksprache mit mehreren Anbietern wäre vermutlich ein Upgrade auf 300–500 Mbit/s über 5G realisierbar.
Glasfaser wäre grundsätzlich verfügbar gewesen, wurde jedoch im Zuge des Ausbaus von der Nachbarschaft die Mehrheitlich aus Boomer besteht abgelehnt.
Die einmaligen Anschlusskosten von rund 300 Euro wurden von den Boomer als zu hoch angesehen.
Etwas ironisch ist dabei, dass ein 1-Gbit/s-Glasfaseranschluss ungefähr das kostet, was aktuell für einen 300–500-Mbit/s-5G-Anschluss verlangt wird.
Langfristig möchte ich einige Dienste auch extern zugänglich machen.

Geplant sind beispielsweise:
  • Datenaustausch ähnlich einer privaten Cloud
  • Versionsverwaltung und Code-Projekte
  • zentrale Datenspeicherung
  • eventuell GPU-Rendering für Freunde und Bekannte
Der Nutzerkreis wird voraussichtlich auf maximal zehn Personen beschränkt bleiben.



Hardwareüberlegungen​

Für den Router dachte ich mir: Lieber etwas Neues/Moderneres kaufen als etwas Altes, da 24/7-Einsatz.
Mit dieser Überzeugung habe ich zwei Komponenten günstig erwerben können:
  • Intel Core i3-10320 (15 Euro)
  • Pico-PSU 150-XT inkl. Leicke-Netzteil 192W (25 Euro)
Nun stellt sich die Frage, ob die LGA-1200-Plattform sinnvoll für einen Router mit zusätzlichen
Diensten geeignet ist oder ob es wirtschaftlich deutlich bessere Alternativen gibt. Hhmmm... :unsure:

Interessant wären für mich auch Systeme mit:
  • IPMI
  • ECC-Unterstützung
  • guten BIOS-/UEFI-Einstellungen
  • funktionierenden C-States
  • geringem 24/7-Stromverbrauch
Zusätzlich frage ich mich, ob der i3 eventuell für andere Aufgaben (NextCloud/NAS/Docker/Plex) besser geeignet wäre und für den Router bereits überdimensioniert ist.



Stromverbrauch & Wirtschaftlichkeit (off-topic)

Ein wichtiger Punkt ist für mich die Energieeffizienz.

Vorhanden ist bereits eine PV-Anlage mit:
  • 16 Modulen
  • Ost-/West-Ausrichtung
  • ca. 5,5 kWp Leistung
Geplant sind zusätzlich:
  • Erweiterung mit Südausrichtung (bis zu 18 Paneele á 455/470 Watt Peak)
  • Hybridwechselrichter
  • Batteriespeicher (ca. 40 kWh)
  • Inselbetriebsfunktion
Aktuell interessieren mich insbesondere Erfahrungen mit:
  • Dyness-Speichern
  • Solis-Wechselrichtern
  • Deye-Wechselrichtern
Grundsätzlich steht für mich die Wirtschaftlichkeit im Vordergrund.

Ich investiere gerne in effiziente Hardware, allerdings nur dann, wenn sich die Mehrkosten in einem sinnvollen Zeitraum amortisieren.
Besitze und fahre einen Hyundai IONIQ 5 Techniq mit 100 % „Gratis“-Strom. Wegen Haushalt und eAuto(s) auch die PV-Anlage.
Eine Luftwärmepumpe und ein zweites E-Auto werden ebenfalls noch kommen. Eine Autarkie von bis zu 99,9 % kann damit erreicht werden.



Plattformen, die ich aktuell in Betracht ziehe​

  • Intel LGA1151v2 (machen heutzutage noch ältere Plattformen 1151v1 / 1155 noch Sinn ?)
  • Intel LGA1200 (vorhandener i3-10320)
  • Intel LGA1700 (nur mit DDR4 ... DDR5 lasse ich komplett aus!)
  • AMD AM4
  • gebrauchte Xeon-Systeme
  • refurbished Enterprise-Hardware
Mein alter Office-PC ... Das MSI H61MA-E35 (B3) dürfte vermutlich keine sinnvolle Basis mehr darstellen. Aber falls er nicht für die Tonne ist, umso besser.
Falls er noch brauchbar wäre: Welche CPU wäre hier noch empfehlenswert ?

Grundsätzlich bin ich offen für:
  • Office-PCs
  • Consumer-Hardware
  • Server-Hardware
  • Enterprise-Systeme
Entscheidend sind für mich Zuverlässigkeit, Preis, Leistung, Erweiterbarkeit und Stromverbrauch.
Richtig - ich suche wie die allermeisten von uns nach der eierlegenden-Wollmilchsau :LOL:



Meine Fragen an euch:​

  1. Welche Plattform würdet ihr heute für einen „leistungsfähigen“ DIY-Router empfehlen? Ein Kompromiss aus Anschaffungskosten, Stromverbrauch und Leistung.
  2. Ich glaube, der i3 ist für einen Router bereits überdimensioniert und sollte besser anderweitig eingesetzt werden. Aber reicht der für Docker, VMs, Plex und Nextcloud ?
  3. Gibt es aktuell gebrauchte Systeme oder Plattformen, die ihr als Geheimtipp betrachten würdet ?
  4. Was würdet ihr aktuell für die anderen geplanten Server als Hardware empfehlen ?



Auf diesem Gebiet bin ich noch ein blutiger Anfänger – also seid nicht allzu hart mit eurer Kritik und meiner Unwissenheit. Jede/r fängt mal klein an.

Bin gespannt auf eure Meinungen, Erfahrungen und Expertisen und freue mich über jede konstruktive Rückmeldung sowie über Vorschläge.

Vielen Dank fürs Lesen !



Wer Rechtschreibfehler findet, darf diese behalten und als Andenken einrahmen! ;-)
 
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Welche Plattform würdet ihr heute für einen „leistungsfähigen“ DIY-Router empfehlen? Ein Kompromiss aus Anschaffungskosten, Stromverbrauch und Leistung.
Wenn du nen 10 Gigabit fähigen Router suchst wäre der Turris Omnia NG ggf. interessant.

Der wird langfristig meine Xeon D Firewall ersetzen, da fehlen mir die 2.5 GBe Ports und zieht zu viel Strom.

Dank OpenWRT Firmware bekommt man da so ziemlich alles zum laufen, meiner hat sogar nen 5G Modem drinne, NVMe kann man auch noch stecken.
 
Bei einer maximalen Internetleitung von 500 Mbit/s braucht der Router keine 10 Gbit/s – zumal ich es günstiger bauen kann.

Sondern all die anderen Verbindungen im Rack sollten 10 Gbit/s haben. Denn ob ich jetzt auf RJ45 oder LC-Duplex aufbaue – das kostet kaum mehr.

In meinem Fall bezog sich der Punkt „Stromverbrauch“ auf wirklich unnötig hohe Verbräuche durch übertrieben starke oder sehr veraltete Hardware auf das ganze Rack.

Es werden später insgesamt ca. 34 PV-Paneele auf dem Dach sein. Tagsüber absolut kein Problem, aber nachts soll das Rack nicht unnötig „viel“ aus dem Batteriespeicher ziehen.
 
Bei einer maximalen Internetleitung von 500 Mbit/s braucht der Router keine 10 Gbit/s – zumal ich es günstiger bauen kann.
Wenn du bspw. mehrere Netzsegmente (bspw. über VLANs) hast ist 10 GBit/s am Router schon vorteilhaft.

Bei Router-Hardware geht man auch weniger nach CPU etc. sondern primär nach Netzwerk-Ports und willst du bspw. Rackmount Hardware mit Front-IO Netzwerkports haben wird die Auswahl schon sehr knapp.
 
Ich hab mehrere Netzsegmente und merhere VLANs. Das routing übernimmt meine OPNsense, das switching mein L3-Switch. Also nein, brauch er aber auch nicht.
 
Für Routing ins Internet mit 500mbit reicht jedenfalls quasi die Hardware von nem Toaster… stellt sich also die Frage, was genau Du mit 10Gbit für „all die anderen Verbindungen im Rack“ meinst.

Geplant sind u.a. HomeAssistant, Nextcloud „privat/Team“, Kameras und VLANs… was durchaus grundsätzlich nach verschiedenen Netzsegmenten (z.B. IOT/DMZ/Rest) schreit und dementsprechend auch Routing zwischen denen braucht (zumindest wäre es sehr ungewöhnlich, wenn man gar nicht aus einem VLAN auf ein anderes kommen will).

Wenn Du auch nur aus einem VLAN in ein anderes mit 10Gbit Durchsatz kommen willst, muss Dein Router mindestens 10Gbit schaffen, da sämtlicher VLAN-übergreifender Traffic durch den Router muss. PRO GLEICHZEITIGER VERBINDUNG - darum hat ein 8 Port 10Gbit-Switch eine Backplane von min. 160Gbit (8x10 und das x2 für Fullduplex).

Ob bzw. wieviel Power Du nun auf Deinem Router benötigst, weiß hier kein Mensch, aber ich gehe mal davon aus, dass Du zumindest Hardware in Deinem Router haben willst, die 2x10Gbit in Fullduplex packt, also theoretisch Pakete mit 40Gbit/s schubsen kann. Willst Du das nicht, weil alles was schnell verbunden sein soll, im gleichen VLAN hängen wird (glaube ich nicht), oder weil die Verbindung z.B. zur DMZ nicht so schnell sein muss (weißt nur Du), kann halt doch - zumindest singulär unter diesem Aspekt - besagter Toaster ausreichend sein…
 
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Deshalb ja ein VLAN-aware Switch hinter dem Router, macht so vieles soviel einfacher. Oder sehe ich das hier zu einfach?
 
Ein L3 Switch bietet typischerweise nicht die gleichen Fähigkeiten, um Verbindungen zwischen Segmenten zu kontrollieren, wie eine Firewall.

L3 switche bietet typischerweise nur eine sehr begrenzte Anzahl an Regeln an. Sie verfügen auch nur über rudimentäre State Full Checks. Deep Packet inspection können sie nicht.

Einen L3 Switch verwendet man daher um Netzwerksegmente in der gleichen Security Zone zu verbinden mit maximalem L3 Durchsatz. Zwischen den Security Zonen geht der Traffic dann über eine Firewall, die deutlich mehr Optionen zur Verkehrsüberwachung und -Kontrolle bietet.

Was man nun braucht hängt von den Anforderungen ab.
 
Es geht hier ja um den Einssatz im Homelab...
 
Es geht hier ja um den Einssatz im Homelab...
Und Du schreibst, dass Du einen L3-Switch einsetzt (der zwischen mehreren Netzsegmenten arbeitet). Langsam solltest Du mich mal entscheiden.

Diese Aussage ist im Heimbereich doch völlig korrekt, sofern 10G und verschieden VLANs im Einsatz sind:
Wenn du bspw. mehrere Netzsegmente (bspw. über VLANs) hast ist 10 GBit/s am Router schon vorteilhaft.
Ich verzichte aber einfach darauf, meinen Storage zu routen und brauch daher keine 10G an der Firewall/Router. Wobei ich das Ganze trotzdem mal testen könnte, da eh nur virtualisiert und die Hardware schon vorhanden ist.
 
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Und Du schreibst, dass Du einen L3-Switch einsetzt (der zwischen mehreren Netzsegmenten arbeitet). Langsam solltest Du mich mal entscheiden.
Ja das eine widerspricht nicht dem anderen - ich kann es, aber notwenig ist doch was anderes.
Diese Aussage ist im Heimbereich doch völlig korrekt:

Ich verzichte aber einfach darauf, meinen Storage zu routen und brauch daher keine 10G an der Firewall/Router. Wobei ich das Ganze trotzdem mal testen könnte, da eh nur virtualisiert und die Hardware schon vorhanden ist.
Genau das meine ich nämlich - warum sollte ich meinen Storage mit 10Gbit/s an z.B. mein IOT-Netz (intern) oder etwas externes anbinden, wenn da wieder meine WAN-Anbindung bottleneckt?
 
Ja das eine widerspricht nicht dem anderen - ich kann es, aber notwenig ist doch was anderes.
Naja, indirekt schon.
Welche L3-Funktionen des L3-Switches nutzt du, wenn du einfach nur VLANs nutzt?

Du bist dir aber scheinbar nicht bewusst, was hier mit Switching und Routing gemeint ist.

Wenn du mehrere VLANs auf einen Switch hast und der Switch auch Routet, dann ist der Linkspeed am Switch in sofern nur relevant, wenn es im dem Speed im Netzsegment geht.
Die interne (L3) Durchsatz des Switches ist in der Regel wirespeed und daher für den Speed zwischen den Netzsegmenten zu vernachlässigen.

Wenn man aber das Routing auslagert (egal ob nun externer Router oder Firewall), dann verdichtet man sämtlichen Traffic auf der Leitung von/zum Router.
Und da ist es dann leider so, dass eine 1GBE Leitung ggf. nicht ausreicht, da sich dann eben alle Kommunikation zwischen den Netzsegmenten diese 1GBE Leitung teilen müssen. Es ist also sowas wie ein shared Medium.
Daher ist es hier sinnvoll, dass man dieses (potentielle) Bottleneck dadurch auflöst, indem man diese Leitung aufbohrt, eben auf besagte 10GBE.

Das macht man über einen Switch...
Also ist diese Aussage grundsätzlich falsch.
Weil ein Switch mit VLANs (also reine L2-Funktionen) nicht zwischen Netzsegmenten vermitteln kann.
Er kann nur Netzsegmente separieren, aber eben keine Kommunikation zwischen ihnen erlauben.
Das kann nur ein Router, siehe auch:
Wenn du bspw. mehrere Netzsegmente (bspw. über VLANs) hast ist 10 GBit/s am Router schon vorteilhaft.
EDIT:
Wenn du 10 Netzsegmente auf einen Switch hast, muss sämtlicher Verkehr zwischen den Netzsegmenten zwischen den Netzen durch den Router. Bedingt dadurch läuft also sämtlicher Traffic zwischen den Netzen parallel auf der Leitung zwischen Router und Switch.
Wenn du also aus dem Netzsegment "Arbeitsplatz" vom Netzsegment "Server" 1GBE ziehst, dann ist der 1GBE Link voll.
Es gehen also 1GBE von "Server" zum Router und dann wieder zurück in "Arbeitsplatz". Antworttelegramme entsprechend rückwärts, die sind ja aber minimal.
Wenn du jetzt vom Netzsegment "WLAN-Smartphones" etwas in Richtung "Internet" mit 500mbit (Internetupload z.B.) schiebst, dann haben wir plötzlich die 1GBE vom Server-Arbeitsplatz und 0,5GBE Smartphone-Internet in der Richtung Switch->Router.
Die Leitung hat aber nur 1GBE, also wird entsprechend gedrosselt, für beide Payloads.
Bei 10GBE hingegen passiert das nicht, weil eben 1,5GBE<10GBE sind.

Jetzt kann man sich drüber streiten, wie oft das passiert oder wie der Impact ist.
Oder man kann mit der LACP arbeiten oder oder oder.
Fakt ist dennoch, dass 10GBE hier von Vorteil wäre. siehe auch @spyfly
Keiner sagt, dass man das muss, es hat eben nur nen Vorteil.
 
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Und da ist es dann leider so, dass eine 1GBE Leitung ggf. nicht ausreicht, da sich dann eben alle Kommunikation zwischen den Netzsegmenten diese 1GBE Leitung teilen müssen.
Interessanter Punkt. Wobei dann die Switche auch wieder mit 10G angebunden sein müssen, was im Firmenumfeld sicher normal ist. Im Heimgebrauch aber (nur) die Switche mit 10G anzubinden, um im Routing auf der Firewall die einzelnen 1G-Ports nicht zu überlasten, dürfte dann wieder etwas out of scope sein, meine ich. Aber sicher kommt das hier vor. :)
 
Naja 10GBE (im Uplink) Switche kosten nun kein Geld und haben in der Regel sogar bis zu 4x SFP+.

Die schraubste dir alle ins Rack, verbindest die mit 10GBE von SW zu SW und am "Ende" kommen die 10GBE auf den Router.
Aus diesen Links machste dann nen all VLAN Trunk und fertig.
Was man mit (bei 48P SWs) 150 Ports will, keine Ahnung, geht aber.

Im Firmenumfeld sind wir bei 1HE Accessswitches mittlerweile bei 100GBE Uplinks, nur mal so zur Einordnung.

EDIT:
Ich habe nen Aruba JL685A, 48P, 4x SPF+ und passiv. (für deutlich unter 300EUR gekauft)
Andere Beispiele:
Dadurch, dass man eh MGMT braucht, landet man ja eh schon in entsprechenden Preisregionen.
Da ist dann SFP+ quasi eh schon dabei.
 
Zuletzt bearbeitet:
Einen von der Leistung her ausreichenden Mini-PC mit 4x 2,5Gbit und 2x SFP+ bekommste für um die 300€ und eignet sich gut für eine OPNsense. Oder wenn Du mehr Sachen darauf laufen lassen möchtest direkt nen Minisforum MS-01/MS-A2.
 
ausreichenden Mini-PC ... nen Minisforum MS-01/MS-A2.
Bevor man solche Faxen macht, würde ich einen SFF oder TWR Bürorechner nehmen.
Die gibt es nicht nur für wenig Geld, sind bei der Kühlung drastisch im Vorteil, kann man sich so konfigurieren, wie man will.
(Steckkarten nachrüsten)

Eine 2x1/1x2 10GBE NIC rein, darüber kann man dann die VLANs zuleiten.
Internet auf den 1GBE Links vom MB.
Wenn man will, kann man nochmal was nachlegen.
10GBE NICs findet man hier im Forum, wahlweise CU oder SFP.
Zur Not kann man noch Quad 2,5GBE NICs nachrüsten.
(in Summe 4 NICs machbar)
 
  • Danke
Reaktionen: CDV
Ist Geschmacksache. Habe davon mehrere im Einsatz und reichen völlig aus. Fressen nicht viel Strom, bleiben kühl und leise und lassen sich gut im Rack integrieren. Und 4x 2,5Gbit + 2x SFF+ sollten für nen OPNsense selbst in Zukunft dicke reichen. Und für die Größe sind die Minisforum schon echt brutal in Sachen Leistung, sind nicht umsonst sehr beliebt in Homelab-Umgebungen.
Ansonsten wenn schon Richtung Profi-Equip, würde ich auch eher nen richtigen Mini-Server nehmen, ob nun Fujitsu, Wortmann oder was auch immer. Lassen sich auch noch recht gut im Rack integrieren, oder halt direkt 19".
 
Ist Geschmacksache. Habe davon mehrere im Einsatz und reichen völlig aus. Fressen nicht viel Strom,
Habe auch ein paar von den Bürorechnern.
Für 150EUR ist das eigentlich nen nobrainer, besonders dann, wenn es nicht all zu viel sein muss.
Quad 1GBE NICs bekommt man hinterhergeworfen.
Und beim Strom bist im IDLE bei ~6W, da kommt kein Miniforum MS-01 hin, der im Vergleich ne Stromschleuder ist.

Und in 19" Racks integriere ich alles, was kleiner ist als 19".

Aber ja, muss jeder selber wissen.
Aber ich wüsste mit 500EUR Aufpreis deutlich besseres anzufangen. (z.B. 100EUR in eine NIC fürs System integrieren)

Damit wir vom Gleichen sprechen z.B.:

Und nen Entryserver ist auch nichts anderes, als so nen Officerechner. (ECC, Hotswap usw. außen vor)
Ich betreibe die Geräte 24/7, seit Jahren. Hauptvorteil ist eben der minimalste Stromverbrauch, was besonders bei 24/7 sich dann auf die Zeit gut rechnet.
Beitrag automatisch zusammengeführt:

, sind nicht umsonst sehr beliebt in Homelab-Umgebungen.
Die sind beliebt, weil sie gehypt sind, mehr ist das nicht.
Die wenigsten im Homelab haben den Bedarf an die hohe Dichte.
Da wo das nen entscheidendes Merkmal ist, durchaus sinnvoll. Das hat aber eben seinen Preis, im wahrsten Sinne des Wortes.

Ich bin immer Anti-Hype, ist ne Lebenseinstellung.

EDIT:
Achso, man kann da natürlich aus nen SAS-Controller und SAS-SSDs einbauen, so ist das nicht.
Aber fragt nicht, woher ich das weiß. :fresse:
Für nen Router natürlich nur bedingt sinnvoll und stromsparend sind EnterpriseSSDs auch nicht.
-> ist halt multifunktional so nen Gerät
 
Zuletzt bearbeitet:
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