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long time no see, liebe Nerds. Viel Zeit ohne Gesabbel von mir, aber den Urlaub nutze ich jetzt mal, um das zu ändern. Es war schon Ende Januar, da ploppte eine Benachrichtigung von Kleinanzeigen auf meinem Telefon auf und bot ein Board feil, das schon einige Jahre auf meiner Liste steht:
SIEMENS UNITY 2 super silent keyboard
Tatsächlich ein Exemplar zu finden hatte ich nicht gewagt zu glauben. Die Fotos waren mickrig, aber wer weiß, wann sich die Gelegenheit noch einmal bietet, also per Direktkauf eingetütet.
Ein paar Tage später steht sie vor mir und ich empfinde Ekel. Das JIS-HHKB, vor ein paar Jahren aus Japan importiert, brachte schon mehr Haare mit, als mir lieb war. Aber so eine Keimzelle wie die UNITY, mit mehr Bakterien als ein durchschnittliches Fußballstadion-Klo, kam mir bisher nicht unter. Alle Kappen versifft, Kleber-Reste auf dem Gehäuse und Dreck in jeder Ritze.
Der Putzteufel darf sich richtig ausleben! 
Der Vorbesitzer sagte, er habe das Board in seinem Studio im Keller stehen gehabt. Wie es da wohl aussah, ich will es nicht wissen. Das erste Probetippen fand mit Einweghandschuhen statt. Ohne Verbindung zu einem PC, wohlgemerkt... Der Ekel verstärkt sich, weil das Tippgefühl ist ungleichmäßig zwischen matschig und viel zu schwer, bottom-out irgendwie leiser als sonst bei linearen Cherrys, aber begleitet von quietschenden und knarzenden Geräuschen. Mal nachschauen, was da drunter steckt:
Jetzt ist klar, warum es sich "super silent keyboard" schimpft. Damals wohl als Teil eines Audiometers verkauft, verstehe ich die Notwendigkeit möglichst leiser Eingaben, hätte aber MX Silent Black erwartet, anstelle dieser Plastikmatte. Während die Kappen im warmem Wasser mit Gebissreiniger-Tabs einweichen, wird das Board zerlegt und dieses Tippspaß-Verhüterli fliegt raus. Erst jetzt, wo das nackte PCB vor mir liegt, kommt ein Kabel ran und es wird getestet, ob es überhaupt lebt. Das tut es, aber der verfluchte USB-B-Stecker will einfach nicht mehr raus. Also dann, doch lieber auslöten als abreißen. Rohe Gewalt (Zange!) kommt erst danach zum Einsatz, wobei der Stecker die brutale Behandlung gut wegsteckt, aber die Buchse zerstört. Diese Rastnasen waren mir vorher nie aufgefallen.
USB-B wollte ich eh ungern weiternutzen, daher kam direkt ein USB type-C breakout-PCB dran, gesegnet sei der Heißkleber. Während der trocknete, durfte ich die Kappen mit aufgeweichtem Dreck aus dem Wasser fischen. Jede einzelne mit der Zahnbürste putzen kostet etwas Zeit, lohnt sich aber, denn zum Vorschein kommen GMK double-shots, quasi fabrikneu.
Da sollte das Gehäuse zumindest versuchen, mitzuhalten. Viele Behandlungen, angefangen bei Aufkleber-Entferner über WD40 und Waschmittel bis hin zu Isopropyl, behält es ein paar kleine Kratzer zurück, nicht aber den Schmutz.
USB-C würde auch zwei Mal in die Aussparung passen, deshalb blieb auch PS/2 drin, damit da nicht noch ein zweites Loch klafft. Fehlt noch das Gesamtergebnis von oben, ich liebe die roten front prints:
Die beiden großen knobs sind - im Gegensatz zum Gehäuse - übrigens kein Plastik, sondern aus Alu gefräst! Hatte gehofft, die nutzen zu können, sei es für Lautstärke, zum Zoomen oder als Scrollwheel. Daraus wird leider nichts, weil sie Buchstaben ausgeben, also Doppelbelegungen normaler Alpha-Tasten sind. Das gilt eigentlich für alle Spezialtasten.
Dann bekommt sie eben den Titel der 75%-Tastatur, die am meisten Platz auf dem Tischeinnimmt verschwendet. Im Ernst, eine G80-3000 ist nur zwei, drei units breiter. Auch sonst gibt es da viele Gemeinsamkeiten, Viele hier kennen das Tippgefühl und den Sound eines PCB-mounts im Kunststoffgehäuse. Blind könnte ich beide kaum unterscheiden. Auf das Farbschema trifft das allerdings nicht zu, zum Schluss ein kleiner Vergleich. Die Lucent-Kappen müsste ich mal brighten...
SIEMENS UNITY 2 super silent keyboard
Tatsächlich ein Exemplar zu finden hatte ich nicht gewagt zu glauben. Die Fotos waren mickrig, aber wer weiß, wann sich die Gelegenheit noch einmal bietet, also per Direktkauf eingetütet.
Ein paar Tage später steht sie vor mir und ich empfinde Ekel. Das JIS-HHKB, vor ein paar Jahren aus Japan importiert, brachte schon mehr Haare mit, als mir lieb war. Aber so eine Keimzelle wie die UNITY, mit mehr Bakterien als ein durchschnittliches Fußballstadion-Klo, kam mir bisher nicht unter. Alle Kappen versifft, Kleber-Reste auf dem Gehäuse und Dreck in jeder Ritze.
Der Putzteufel darf sich richtig ausleben! 
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Der Vorbesitzer sagte, er habe das Board in seinem Studio im Keller stehen gehabt. Wie es da wohl aussah, ich will es nicht wissen. Das erste Probetippen fand mit Einweghandschuhen statt. Ohne Verbindung zu einem PC, wohlgemerkt... Der Ekel verstärkt sich, weil das Tippgefühl ist ungleichmäßig zwischen matschig und viel zu schwer, bottom-out irgendwie leiser als sonst bei linearen Cherrys, aber begleitet von quietschenden und knarzenden Geräuschen. Mal nachschauen, was da drunter steckt:
Jetzt ist klar, warum es sich "super silent keyboard" schimpft. Damals wohl als Teil eines Audiometers verkauft, verstehe ich die Notwendigkeit möglichst leiser Eingaben, hätte aber MX Silent Black erwartet, anstelle dieser Plastikmatte. Während die Kappen im warmem Wasser mit Gebissreiniger-Tabs einweichen, wird das Board zerlegt und dieses Tippspaß-Verhüterli fliegt raus. Erst jetzt, wo das nackte PCB vor mir liegt, kommt ein Kabel ran und es wird getestet, ob es überhaupt lebt. Das tut es, aber der verfluchte USB-B-Stecker will einfach nicht mehr raus. Also dann, doch lieber auslöten als abreißen. Rohe Gewalt (Zange!) kommt erst danach zum Einsatz, wobei der Stecker die brutale Behandlung gut wegsteckt, aber die Buchse zerstört. Diese Rastnasen waren mir vorher nie aufgefallen.
USB-B wollte ich eh ungern weiternutzen, daher kam direkt ein USB type-C breakout-PCB dran, gesegnet sei der Heißkleber. Während der trocknete, durfte ich die Kappen mit aufgeweichtem Dreck aus dem Wasser fischen. Jede einzelne mit der Zahnbürste putzen kostet etwas Zeit, lohnt sich aber, denn zum Vorschein kommen GMK double-shots, quasi fabrikneu.
Da sollte das Gehäuse zumindest versuchen, mitzuhalten. Viele Behandlungen, angefangen bei Aufkleber-Entferner über WD40 und Waschmittel bis hin zu Isopropyl, behält es ein paar kleine Kratzer zurück, nicht aber den Schmutz.USB-C würde auch zwei Mal in die Aussparung passen, deshalb blieb auch PS/2 drin, damit da nicht noch ein zweites Loch klafft. Fehlt noch das Gesamtergebnis von oben, ich liebe die roten front prints:
Die beiden großen knobs sind - im Gegensatz zum Gehäuse - übrigens kein Plastik, sondern aus Alu gefräst! Hatte gehofft, die nutzen zu können, sei es für Lautstärke, zum Zoomen oder als Scrollwheel. Daraus wird leider nichts, weil sie Buchstaben ausgeben, also Doppelbelegungen normaler Alpha-Tasten sind. Das gilt eigentlich für alle Spezialtasten.
Dann bekommt sie eben den Titel der 75%-Tastatur, die am meisten Platz auf dem Tisch
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aber ja, bringt die bitte unbedingt mal mit
aber da es ja grade super teur geworden ist...