Update: Lüfter-Shrouds – oder wie man zuverlässig im letzten Arbeitsschritt alles zerstört…
Wie mich diese Lüfter-Shrouds aktuell den letzten Nerv kosten.
Wieder ein kompletter Arbeitstag dahin – und natürlich, wie sollte es anders sein, exakt im allerletzten Arbeitsschritt vor dem Lackieren… beim Verputzen.
Diese Woche standen eigentlich die Lüfter-Shrouds auf dem Programm.
Zuerst habe ich mir relativ lange den Kopf darüber zerbrochen, wie diese überhaupt aussehen müssen, damit sie sich halbwegs „nahtlos“ ins restliche Design einfügen.
Heisst konkret:
Erneut frickelige Einlegearbeiten mit Ahorn-Streifen – diesmal sogar in deutlich längerer Ausführung.
Zusätzlich habe ich mich entschieden, wie schon bei der GPU, wieder diese Ahorn-Dreiecke einzulegen. Wenn man schon unnötig viel Aufwand betreiben kann, dann bitte konsequent.
Mein erster Ansatz war ein Shroud aus 2.5 mm Flugzeugsperrholz, furniert.
Klang in der Theorie hervorragend. In der Praxis hat sich das Ganze verzogen wie eine Banane im Backofen.
Also Plan verworfen.
Neuer Ansatz – ähnlich wie bei der Front:
3D-gedrucktes Grundgerüst, anschliessend mit Echtholz überzogen.
Gesagt, getan. Teile in Inventor gezeichnet und in den Druck geschickt.
Zumindest war das der Plan – denn natürlich gab es erstmal einen kompletten Druck-Fail.
Ich hatte zuvor die Führungen meines 3D-Druckers neu geschmiert und kam dabei wohl minimal mit Öl auf die Druckplatte. Ergebnis: Haftung quasi nicht existent. Sämtliche Drucke lösten sich an den Ecken ab.
Also erstmal Ursachenforschung und Druckplatten-Reinigungs-Marathon.
Ethanol, Spüli + Wasser, Spiritus, Verdünner – einmal das komplette Chemie-Starterset durchprobiert. Ohne nennenswerten Erfolg.
Am Ende habe ich dann einfach eine neue Druckplatte organisiert – und siehe da: plötzlich lief alles perfekt. Drucke hielten bombenfest. Manchmal ist die Lösung eben doch die teuerste und gleichzeitig simpelste.
Also weiter im Text:
Teile furniert, Öffnungen ausgeschnitten und anschliessend erneut 2–3 Stunden sämtliche Ahorn-Streifen eingeklebt.
Absolute Strafarbeit – aber das Ergebnis sah wirklich vielversprechend aus.
Seitlich habe ich zusätzlich – wie bei der GPU – noch einen Thermaltake-Schriftzug eingelegt und danach begonnen, alles sauber zu verputzen.
Und hier kam dann der Moment, an dem das Projekt beschlossen hat, mich wieder zu erden.
Das Schleifpapier blieb an einer Furnierkante hängen… und riss mir ein Stück einfach heraus.
Sauber. Präzise. Irreparabel.
In diesem Moment wurde die Werkstatt dann auch akustisch kurzzeitig neu dekoriert.
Nun gut – aktueller Stand. Ich will euch die Bilder natürlich trotzdem nicht vorenthalten, auch wenn ich jetzt nochmal bei Null anfangen darf.
Hier erstmal der Stand „ohne Shroud“:
Hier der leider defekte Shroud, noch unlackiert:
Das ist der Defekt im Detail:
Natürlich konnte ich es mir trotzdem nicht verkneifen, das Teil einmal testweise einzubauen – einfach um zu sehen, wie es „hätte sein können“ beziehungsweise später werden könnte.
Alles in allem also wieder ein voller Erfolg – zumindest, wenn man es nach Elon Musk betrachtet: Jeder Fail liefert neue Erkenntnisse und bringt einen Schritt weiter.
Aber:
Grundsätzlich gefällt mir das Design extrem gut. Und im zweiten Anlauf wird das ziemlich sicher genau so, wie ich es mir vorstelle.
Next Step:
Das Ganze noch einmal.