[Sammelthread] Jahresenergieverbrauch

Dynamische Strompreise sind das Stichwort. An den heißen Tagen ballert doch PV Dank der Sonne die Preise mittags so in den Keller, dass man die Klima fast günstiger aus dem Netz betreiben kann. Vielleicht macht es für einige Haushalte dann auch Sinn, dynamische Preise mit einem AC-Speicher zu koppeln.
Unsere PV kostet uns am Ende auch 7-8 Cent pro kWh Gestehungskosten. Kostenlos ist die auch nicht.

Zur Fernwärme: ich finde die jedes unsagbar teuer. Wenn wir hier mit Stadtwerken Wärmenetze besprechen haben die immer Zielkosten von 12-13 cent netto beim Endkunden. Wenn ich dazu noch 50-100€ GG im Monat aufrufe denkt sich jeder mit Gasheizung: ne danke.
Bei uns wird FW aktuell projektiert. Unsere Therme ist sechs Jahre alt. Der monatliche Abschlag insgesamt entspricht der GG des örtlichen Versorgers bei den bestehenden Netzen. Ich denke, er wird hier eine ähnliche GG aufrufen.
Wenn ich dann noch die Kosten für den Verbrauch mit 13 Cent rechne sind das nochmal 120€ drauf - also bis zu 220€ pro Monat. Gegenüber jetzt 80.
 
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Dafür hat man bei Fernwärme aber weniger Wartungskosten zuhause am Anschluss. Schornsteinfeger fällt auch weg. Das muss in die Gesamtkosten Rechnung halt auch rein.
 
Die Abhängigkeit bei Fernwärme nicht vergessen. Strom-/Gas-,/Öl-Anbieter kann man wählen.
 
@Tundor Bei einer Gas Brennwert Heizung hast du doch nur ein Kunststoffrohr im Kamin, da gibt es für den Schonsteinfeger wenig zu tun.

Fern- oder Nahwärme bindet meist an ein Monopol. Selten gut für den Kunden.
 
Dein Problem ist also, das die Politik das gefördert hat, oder immernoch tut?
Hier in HH nicht mehr, wir haben 3 Ladestationen für 100 Autos
Mit einem Balkonkraftwerk kann man durchaus auch eine Klimaanlage betreiben. Nachfrage diese Jahr wieder ungebremst: https://www.giga.de/tech/midea-port...umarkt-im-angebot--01KWV86RCWF1P8REQYSEYJAME2

Die Wallbox Förderung hat halt das Henne-Ei-Problem gelöst und für viel Beschäftigung im Handwerk gesorgt. Bei wirklich vielen ist dann später auch ein E-Auto dazu gekommen.
Wäre bei mir perfekt, habe Fenster die von morgens 6 bis abends 22.30 Licht haben. Aber aussen anbringen geht nicht, ins Fenster stellen weniger effizient, etwas unpraktisch, dazu teuer.

Wäre bei mir eiejn top Lösung, die mich viel Geld sparen würde, welbst wenn ich eines der Panele jeden Tag neu umstellen müsste.

So Folien und Klebedinger gehen auch, aber hier ist schwierig.
 
Hatte jetzt ~180€ für Messung an der Gasheizung.
Das ist natürlich der Ruin im Vergleich zu doppelt+ so hohen Energiekosten pro Jahr im Vergleich Gas zu FW.
 
natürlich nicht, sind aber trotzdem Kosten die dazu kommen, genauso wie Wartung alle 2/3 Jahre, muss man halt auch berücksichtigen.
Wen die Heizung dann paar Jahre aufn buckel hat, kommen gerne noch mal paar Ersatzteile dazu, bei der Wartung.

Genauso eine Gas Umstellung von H auf L, oder anders rum, weiß es nicht mehr:d
Aber mein Kollege musste deswegen jetzt eine neue Therme einbauen.
 
Die Tage mal die Jahresabrechnungen für Strom und Gas bekommen. Doch ziemlicher unterschied zu dem was ich mir vorher ausgerechnet hatte (wohnen jetzt genau 1 Jahr im EFH).

Verbraucht haben wir 4827kWh Strom und 9345kWh Gas.

1000kWh mehr beim Strom, das ist natürlich ärgerlich. Bei 90% Homeoffice und Frau in Elternzeit aber wahrscheinlich nicht anders zu erwarten.

Gas hat mich überrascht, hatte grob mit 15 000kWh gerechnet.
 
Dafür hat man bei Fernwärme aber weniger Wartungskosten zuhause am Anschluss. Schornsteinfeger fällt auch weg. Das muss in die Gesamtkosten Rechnung halt auch rein.
Das stimmt, für den Schornsteinfeger muss ja auch immer jemand daheim sein, macht die Sache doppelt blöd, wenn man nicht gerade Rentner oder Homeofficeluxxer ist.
@Tundor Bei einer Gas Brennwert Heizung hast du doch nur ein Kunststoffrohr im Kamin, da gibt es für den Schonsteinfeger wenig zu tun.
Tja, das mit dem Rohr ist gut für den Schornsteinfeger, hat er weniger Arbeit fürs gleiche Geld.
Wir haben hier Gas (noch nix Brennwert, ist aber auch egal, der Rapido aus 1994 soll laufen bis er durchgeschossen ist, was noch dauern könnte, Haus ist eh super isoliert).
Der Schornsteinfeger kommt, guckt mit seinem Spiegel rein, keine 5 Minuten später schreibt er seinen Arbeitsbericht (das ist der Hauptaufwand) und rauscht wieder ab. Ist nicht so teuer, sind unter 100€ je Besuch, allerdings 2x pro Jahr (früher 3x). Termin wird vom familieninternen Rentner wahrgenommen, wenn man sowas nicht hat, doppelt blöd (gut, ist meistens recht zeitig in der Früh, mit Gleitzeit auch okay).

Wie ist das bei der Fernwärme eigetnlich, welche Wartungsintervalle gibts hier denn, gibts hier irgendwas zu tun, Check der Übergabestation/Wärmetauscher?

Nicht falsch verstehen, ich mag nicht gegen Fernwärme schießen, Abwärmenutzung und speziell "Nahwärme" ist eine ökologisch tolle Sache.
Ich finde, dass das z.B. etwas ist, was wirklich förderungswürdig ist (so viel Steuer, wie wir bezahlen, muss sowas drin sein, speziell wäre das eben eine sinnvolle Förderung von der tatsächlich der Endverbraucher, idR. in der kleinen Wohnung, entladet wird). Da gibts sinnlosere Förderungen.
Fern- oder Nahwärme bindet meist an ein Monopol. Selten gut für den Kunden.
Das ist halt die Sache...
In meinem Kundekreis hatte ich früher viele kleine Fernwärmesysteme (meist Biomasse Nahwärme), weil das gefördert wurde. Nachdem der Staat die Förderung abgedreht hat, ist der Großteil davon verstorben. Das waren viele Systeme in ländlichen Raum (eher Einfamilienhäuser, Höfe etc. dran als Wohnhäuser, die auch, aber nicht massig).

Für die Kunden war das ohnehin eine blöde Sache, weil diese Systeme meist nur in der Heizsaison online waren und nicht das ganze Jahr durchgelaufen sind, also hat der Kunde ohnehin eine Backuplösung gebraucht.
Ohne Förderung gabs natürlich eine Preisanpassung, mit Preisanpassung hat der Kunde dann gleich die (wsl. günstigere) Backuplösung verwendet.

Dazu kommt natürlich das Problem, dass man bei Fernwärme genug Abnahmedichte benötigt, also genug kW/MW Abnahmemenge pro Kilometer Leitung.
Für Wohnblocks nach Soviet-Vorbild (welche ehrlicherweise "besser" waren als das, was heute so gebaut wird, von Raumaufteilung und speziell vom Freiflächenkonzept her, bloß Parkplätze gabs nicht so...) eine super Sache. Für Dörfer halt nicht so. Einfach zu viel Verlustleistung und Instandhaltungsaufwand pro Wärmemenge / Abnehmer.

Ist halt so ne Sache, wo "weniger Staat, mehr Privat" an seine Grenzen trifft, aber politische Themen mag ich da gar nicht gorß ausrollen (und wüsste auch nicht, wo ich Stellung beizehen würde, die Sache ist halt beidseitig schwer.



Ich mach mir hier auch gerade Gedanken. Nordseitige Doppelhaushälfte, maximal untaugliches Dach für sowas (lauter kleine Vorsprünge/Überdachungen, Schornstein, Dachflächenfenster...). Wenn bräuchte ich ein System, welche jedes Panel einzeln wechselrichtet, Montageaufwand alles in allem ungünstig.
Den Gaskessel gegen ne WP tauschen ist halt nur mit PV (auch wenns nicht soo groß ist) wirklich sinnvoll, dann kann man sich das mit Akku usw. auch bissl schönreden. So ganz ohne ist halt schwer, da der Umbau ja doch ein bissl was ausmacht und ein gewisser Aufwand ist.
Nachdem Gas- und Strompreis ja doch ziemlich an einander gekoppelt sind und das (entgegen aller Träume) wohl auch noch länger sein werden, ist die Sache schwer. Blackoutfest ist beides nicht (naja, WP mit dick PV wäre das schon, so dick bekomm ichs nicht hin).

Klar, wenn man genug PV und Akku hat, könnte man das auch per Generator speisen (wie gut die Wirkungsgrade der kleineren sind, mag ich nicht wissen, ob das nun "erlaubt" ist, ist ne andere Frage).

Brunnen im Garten wäre ja auch noch so eine Sache...
 
Zuletzt bearbeitet:
Bei uns war in 5 Jahren nie jemand da und hat sich irgendwas an der Fernwärmegeschichte angeguckt.
 
Steigerung um 332kWh. Immer von 04.08.
2024/25 3940kWh
2025/26 4272kWh
Joa, Klimas liefen dieses Jahr DEUTLICH mehr und der Server hat auch mehr Videos gerendert. Hab sogar eher mit 500kWh gerechnet.

Wie wechselt man denn bei EON den Tarif?
Ich hatte jetzt 2 Jahren Tarif/Preisbindung, dass lief zum 05.08. aus, aber im Onlineportal steht immer nur, dass ich aktuell den Tarif nicht wechseln kann...
 
24/25: (BKW direkt)
970kWh Netzbezug
747kWh aus BKW, davon 137kWh eingespeist

25/26: (davon 11 Monate mit Speicher am BKW)
694kWh Netzbezug
725kWh aus BKW, davon 27kWh eingespeist
 
Mein Energieverbrauch 2025:

Gas:
Junkers 5-16 A31 Flüssiggas
255,703m³ / 240,514Nm³
Zustandszahl 0,9406 Brennwert 28,106kWh/Nm³
6.762kWh
Geheizt wird nur Kinderzimmer und Bad, Rest Holzofen.
Die Warmwassergewinnung erfolgt auch über die Therme in einen 160L Tank

Strom:
3.203kWh
Prognose für 2026 ca. 2800kWh (seit mitte des Jahres unterstützt durch ein BKW).
 
Hat hier jemand die Konstellation WP für Heizkreis + Elektroboiler für WW?

Überlege tatsächlich WW über einen kleinen Speicher mit Heizstab abzudecken - brauchen da weniger als 3 kWh pro Tag im Schnitt - und eine WP direkt nur für den Heizkreis zu nehmen.

Der Heizstab kann die meiste Zeit über die PV bedient werden. Die Einsparungen mit einer Bwwp rechnen sich nicht.
 
Ich vermute mal weil ein Heizstab um ein vielfaches günstiger ist als eine WP bzw. die dimensionierung der WP für die Heizung allein geringer ausfällt und damit günstiger?
 
Ich denke nicht, dass es um ein vielfaches günstiger ist. Es ist ja nicht mit einem Heizstab getan, du brauchst ja auch den Speicher. Und die WP braucht halt auch weniger Energie um den Speicher zu laden. Und wenn du magst, kannst du den Heizstab der WP nutzen, wenn es schnell gehen muss und du Strom zu verschenken hast.
 
Frage an die Leute mit Wärmepumpe und/oder Wallbox: Habt ihr für beides separate Stromverträge/-anbieter oder wie macht ihr das?

Aktuell haben wir noch keine separaten Stromzähler für die neue Wärmepumpe, aber der Elektriker meinte das würde irgendwann Sinn machen. Habe erst einmal einen einfachen Zwischenzähler installieren lassen. Im Moment laufen Wallbox (noch kein E-Auto vorhanden) und WP auf einem Zähler. Die Mietwohnung hat einen separaten Zähler. Wollte mich die Tage mal schlau machen, Vater sieht auch endlich ein dass die Stadtwerke dann vielleicht nicht mehr das beste Anbieter sind, sind sowieso immer am teuersten leider.
 
Das musst du dir ausrechnen. Das Problem ist halt die Grundgebühr zusätzlich. Ich würde pro KWh 3 Cent sparen bei einem WP Tarif, bei 1800 KWh im Jahr wären das 54 Eur. Aber durch die Grundgebühr von ca 8 EUR im Monat würde ich draufzahlen. Außerdem könnten die den zweiten Zähler zu bestimmten Zeiten sperren. Dann würde nix mit der WP gehen. Nee, danke.
 
Hab ich vor kurzem auch mit meinem Nachbar drüber gesprochen, er meinte auch es würde sich nicht lohnen, und sprach derzeit vom 2-3Cent Ersparnis.
Nicht nur die Grundgebühr kommt dazu, sondern auch ob novh was dafür umgebaut werden muss ect.
 
Danke für eure Erfahrungswerte/Einschätzungen. Die ganzen Umbauten sind inzwischen erledigt (primär wegen der Wärmepumpe) und waren auch teuer genug, da macht der zusätzliche Aufwand sehr wahrscheinlich null Sinn. Aber ich hole mir mal Angebote ein. Und dann lassen wir es einfach über den bisherigen Zähler laufen, fertig. Mein Vater verbraucht sonst sowieso kaum Strom, das waren bisher 30-35€ im Monat.
 
Wir zogen vor 4 Jahren ins Eigenheim mit Luft-Luft Wärmepumpe.
Die hatte von Anfang an einen eigenen Zähler - mit eigenen Tarif. Während Hausstrom je nach Anbieter/Zeit um die 30cent/kWh kreist, ist der WLP Tarif immer etwas darunter: eher 23-25cent/kWh.
Falls Verbrauch interessant: etwa 4.000 kWH / p.a. (Neubau; 196qm Wohnfläche; 3 Etagen; Fußbodenheizung; viel Badewanne)
 
Den Verbrauch kann ich aktuell leider so gar nicht einschätzen. Vater wohnt alleine auf 120 m², alle zwei Wochen ist die Freundin da. Der verstorbene Mieter oben auf ca. 80 m² war auch alleine. Ich denke wir lassen das jetzt einfach mal über den Winter laufen und gucken dann nächstes Jahr. Es wird sowieso alles billiger sein als die 3x Cent pro kWh von den Stadtwerken.
 
Ich denke nicht, dass es um ein vielfaches günstiger ist. Es ist ja nicht mit einem Heizstab getan, du brauchst ja auch den Speicher. Und die WP braucht halt auch weniger Energie um den Speicher zu laden. Und wenn du magst, kannst du den Heizstab der WP nutzen, wenn es schnell gehen muss und du Strom zu verschenken hast.
Ich kann den Umbau so staffeln. Erst WW, später die Wärmepumpe für den HK.

Die WP kann für die Heizung immer im Bereich bis 40°C laufen und muss nicht regelmäßig auf 55-60 aufheizen für WW.

Ich spare mir viel Hydraulik wenn ich beide Kreise trenne.

Die Erhitzung WW kann ich mit einem stufenlosen ohmschen Verbraucher besser an den PV-Überschuss anpassen und in den Mittag verlegen. Die WP würde in dem Zeitraum die Heizung nicht bedienen.
 
Ich finde das eine interessante Idee.
 
Und wie wird das WW bereitet, wenn du keinen PV-Überschuss hast? Auch mit dem Heizstab? Und das rechnet sich dann noch aufs Gesamtjahr verglichen damit, dass einfach über die Heizungsanlage laufen zu lassen? Meine LWWP bereitet Warmwasser stets um 13 Uhr. Ohne irgendeine PV-Steuerung, aber trifft halt meist die Zeit des größten Überschusses bei gleichzeitig geringstem Heibedarf.

Separaten Tarif für die Wärmepumpe habe ich auch keinen, grober Überschlag sagte mir, dass die Grundgebühr höher als die Ersparnis ist.
 
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