Dafür hat man bei Fernwärme aber weniger Wartungskosten zuhause am Anschluss. Schornsteinfeger fällt auch weg. Das muss in die Gesamtkosten Rechnung halt auch rein.
Das stimmt, für den Schornsteinfeger muss ja auch immer jemand daheim sein, macht die Sache doppelt blöd, wenn man nicht gerade Rentner oder Homeofficeluxxer ist.
@Tundor Bei einer Gas Brennwert Heizung hast du doch nur ein Kunststoffrohr im Kamin, da gibt es für den Schonsteinfeger wenig zu tun.
Tja, das mit dem Rohr ist gut für den Schornsteinfeger, hat er weniger Arbeit fürs gleiche Geld.
Wir haben hier Gas (noch nix Brennwert, ist aber auch egal, der Rapido aus 1994 soll laufen bis er durchgeschossen ist, was noch dauern könnte, Haus ist eh super isoliert).
Der Schornsteinfeger kommt, guckt mit seinem Spiegel rein, keine 5 Minuten später schreibt er seinen Arbeitsbericht (das ist der Hauptaufwand) und rauscht wieder ab. Ist nicht so teuer, sind unter 100€ je Besuch, allerdings 2x pro Jahr (früher 3x). Termin wird vom familieninternen Rentner wahrgenommen, wenn man sowas nicht hat, doppelt blöd (gut, ist meistens recht zeitig in der Früh, mit Gleitzeit auch okay).
Wie ist das bei der Fernwärme eigetnlich, welche Wartungsintervalle gibts hier denn, gibts hier irgendwas zu tun, Check der Übergabestation/Wärmetauscher?
Nicht falsch verstehen, ich mag nicht gegen Fernwärme schießen, Abwärmenutzung und speziell "Nahwärme" ist eine ökologisch tolle Sache.
Ich finde, dass das z.B. etwas ist, was wirklich förderungswürdig ist (so viel Steuer, wie wir bezahlen, muss sowas drin sein, speziell wäre das eben eine sinnvolle Förderung von der tatsächlich der Endverbraucher, idR. in der kleinen Wohnung, entladet wird). Da gibts sinnlosere Förderungen.
Fern- oder Nahwärme bindet meist an ein Monopol. Selten gut für den Kunden.
Das ist halt die Sache...
In meinem Kundekreis hatte ich früher viele kleine Fernwärmesysteme (meist Biomasse Nahwärme), weil das gefördert wurde. Nachdem der Staat die Förderung abgedreht hat, ist der Großteil davon verstorben. Das waren viele Systeme in ländlichen Raum (eher Einfamilienhäuser, Höfe etc. dran als Wohnhäuser, die auch, aber nicht massig).
Für die Kunden war das ohnehin eine blöde Sache, weil diese Systeme meist nur in der Heizsaison online waren und nicht das ganze Jahr durchgelaufen sind, also hat der Kunde ohnehin eine Backuplösung gebraucht.
Ohne Förderung gabs natürlich eine Preisanpassung, mit Preisanpassung hat der Kunde dann gleich die (wsl. günstigere) Backuplösung verwendet.
Dazu kommt natürlich das Problem, dass man bei Fernwärme genug Abnahmedichte benötigt, also genug kW/MW Abnahmemenge pro Kilometer Leitung.
Für Wohnblocks nach Soviet-Vorbild (welche ehrlicherweise "besser" waren als das, was heute so gebaut wird, von Raumaufteilung und speziell vom Freiflächenkonzept her, bloß Parkplätze gabs nicht so...) eine super Sache. Für Dörfer halt nicht so. Einfach zu viel Verlustleistung und Instandhaltungsaufwand pro Wärmemenge / Abnehmer.
Ist halt so ne Sache, wo "weniger Staat, mehr Privat" an seine Grenzen trifft, aber politische Themen mag ich da gar nicht gorß ausrollen (und wüsste auch nicht, wo ich Stellung beizehen würde, die Sache ist halt beidseitig schwer.
Ich mach mir hier auch gerade Gedanken. Nordseitige Doppelhaushälfte, maximal untaugliches Dach für sowas (lauter kleine Vorsprünge/Überdachungen, Schornstein, Dachflächenfenster...). Wenn bräuchte ich ein System, welche jedes Panel einzeln wechselrichtet, Montageaufwand alles in allem ungünstig.
Den Gaskessel gegen ne WP tauschen ist halt nur mit PV (auch wenns nicht soo groß ist) wirklich sinnvoll, dann kann man sich das mit Akku usw. auch bissl schönreden. So ganz ohne ist halt schwer, da der Umbau ja doch ein bissl was ausmacht und ein gewisser Aufwand ist.
Nachdem Gas- und Strompreis ja doch ziemlich an einander gekoppelt sind und das (entgegen aller Träume) wohl auch noch länger sein werden, ist die Sache schwer. Blackoutfest ist beides nicht (naja, WP mit dick PV wäre das schon, so dick bekomm ichs nicht hin).
Klar, wenn man genug PV und Akku hat, könnte man das auch per Generator speisen (wie gut die Wirkungsgrade der kleineren sind, mag ich nicht wissen, ob das nun "erlaubt" ist, ist ne andere Frage).
Brunnen im Garten wäre ja auch noch so eine Sache...