Was meinst Du mit "Belastung"?
Meinst Du das in Bezug auf Wörter wie "Anstrengung" und/oder "Kraft"?
Wenn ja: das meinte ich mit meiner Frage nach "was für ein Lappen muss man sein"?
Im ernst: wenn einem das "zu viel" ist, sollte man sich m. E. statt einer leichteren Maus besser mal einen Handkrafttrainer kaufen, und den in freien Minuten benutzen. Die Griffkraft ist ein anerkannter
Indikator für die Gesundheit und die noch verbleibenden Lebensjahre.
Es kann ja sein, dass ich inzwischen aus der Zeit gefallen bin. Meine erste Maus war eine Logimouse C7 in den 80ern, da hatte man irgendwie andere Kriterien. Auf der anderen Seite wäre ich dann mit meinen 56 Jahren besonders prädestiniert für eine leichte Maus. Aber ich kann mich immer noch an eine Stange hängen und mein Körpergewicht (80kg) problemlos mit einer Hand halten. Da jucken mich 50g mehr oder weniger bei einer Maus nicht. Im Gegenteil, ich finde es total irritierend, wenn ich gar keine Masse und keinen Widerstand spüre.
Egal: mir kommt es jedenfalls so vor, als hätte man einfach nur wieder irgendwas gesucht und gefunden, weshalb jetzt jeder eine neue Maus kaufen muss, und da sind dann vergleichbare Metriken wie das Gewicht natürlich vertrieblich nützlich. So wie die Abtastrate und die DPI. Und zusätzlich verunsichert man die Kundschaft noch mit Begriffen wie "Palm grip" oder "Claw grip". Ich bezweifele einfach den praktischen Nutzen. Für mich jedenfalls!
Das hohe Gewicht macht es natürlich nicht unmöglich, diese zu bewegen.
Es erfordert auch keinen Herkules-arm.
Was aber darunter massiv leidet, sind Agilität und Präzision, insbesondere, wenn man viel mit den Fingerspitzen und dem Handgelenk arbeitet.
Natürlich springen aktuell die Hersteller auf den Werbezug auf, da man damit den Verkauf ankurbelt und sich ggü. der Konkurrenz durchsetzen kann.
Kleine Anekdote:
Als ich damals anfing, PC Spiele abseits von Pacman zu spielen und von einer klobigen schweren Maus mit Kugel und schwergängigen Klicks auf eine etwas leichtere aber immernoch wuchtige optische Maus mit leichtgängigeren Klicks wechselte, merkte ich sofort, dass das der Weg für mich ist.
Ich kann mich an meine Werbung erinnern, die so etwas suggerierte, Internet hatte ich da selbst noch nicht und im TV hätte ich sowas nicht aufschnappen können.
Ich hatte auch ein günstiges Mauspad vom Grabbeltisch und als es etwas verschliss und die Reibung zunahm, störte mich das.
Da merkte ich, dass für mich folgende Dinge wichtig sind:
Mausgewicht so gering wie möglich, Klicks so kurz und leichtgängig wie möglich, Reibung so gering wie möglich.
Zu dem Zeitpunkt war ich ein junger Teenager, wenn überhaupt.
Keine Werbung verursachte das, sondern mein Bauchgefühl.
Bis heute habe ich diese starke Präferenz zu Leichtgängigkeit und Leichtigkeit.
Warum ist das so?
Die Bewegung ist viel einfacher zu steuern, wenn man nicht gegen eine Wand arbeiten muss.
Die Bewegung ist somit viel besser zu kontrollieren und vor allem wie präziser, insbesondere, wenn man viel mit den Fingerspitzen arbeitet und den Arm weniger bewegt.
Man ist deutlich agiler, denn das Gewicht und die Reibung stehen einem nicht mehr im Weg bei der Beurteilung der Bewegung und Position der Maus, es sind keine Störfaktoren mehr.
Selbst der Unterschied von meiner 73(?)g Maus zu meiner aktuellen Maus mit 49g war nochmal gigantisch.
Die Sensoren sind schon seit Jahren so ausgereift, dass ein Normalsterblicher von aktuellen High-end Varianten keine Vorteile hat.
Selbst die meisten FPS Pros spielen nur auf maximal 2-stelligen DPI. Viele sogar nur auf 400/800DPI.
Schon vor 15-20 Jahren waren gute Gamingmäuse in der Lage, extrem schnelle Bewegungen sauber auszuwerten ohne abzureißen.
Es geht heute also hauptsächlich um Haptik, Gewicht und Klickgefühl.
Der Rest ist hauptsächlich Werbung, das stimmt wohl.
Aufs Thema zurück:
Ob fürs Gaming oder zum Arbeiten und Zeichnen in CAD, ich würde immer eine extrem leichte Maus bevorzugen und dafür auch mehr zahlen.
Je leichter, desto besser.
Gerade, wenn man damit Stunden am Tag verbringt und somit die intensive Nutzung den Preis über Jahre relativiert.
Das wäre in etwa so, als hätte man einen maximal unbequemen Bürostuhl, auf dem man 8 oder mehr Stunden am Tag sitzt und arbeitet, oder einen viel zu hohen/tiefen Schreibtisch.