Ich kann den Vermieter da schon verstehen. Mieter sind ja keine Dauerbewohner.
Wenn man in der Bude alle 3 Jahre nen neuen Mieter hat und jeder 2. sowas einbaut (was aktuell nicht so ist, aber in Zukunft durchaus nen Thema werden könnte), dann sieht die Bude nach 20 Jahren aus wie nen Schweizer Käse.
(Das ist bei Eigentum halt gänzlich anders gelagert.)
In deinem Fall könnte man, im Sinne der Gesamtsituation, auch sagen, dass der Gerät dann eben Teil der Wohnung wird, also dann da bleibt.
Das ist dann aber natürlich Aufwand. Entweder machts der Vermieter komplett und legt das auf die Miete um. (dass muss man aber bezahlen wollen)
Oder aber man macht das als Mieter und das Ding geht dann bei Auszug in den Besitz des Vermieters über. (Abschlag oder eben kostenfrei)
Und der vermietet es dann eben weiter.
Dann muss sich aber auch der Vermieter um die Wartung von dem Ding kümmern, also nicht nur Reinigung, sondern auch Reparatur, wie er eben auch für andere Sachen im Gebäude verantwortlich ist. (z.B. Luftabzüge, Aufzug usw.)
Problem ist, dass Deutschland allgemein ein nonKlimaanlagenland ist.
Wir sind robust gebaut, da machen 40°C im Sommer nichts aus.
Andere Länder, mit ähnlichen klimatischen Bedingungen, sind da anders drauf. Da ist ne Klimaanlage nicht ganz so nen Thema.
Das wird sich aber in den nächsten Dekaden in .de auch ändern. Wenn die Hitzewellen öfter einschlagen, wird man über die Nachteile (Energieverbauch) hinwegsehen, also grundsätzlich.
Vermieter müssen dann, mitunter, eben auf Klimaanlageneinbau setzen, zumindest da, wo es geht.
@even.de
Das ist leider nicht so einfach, wenn man plötzlich für sowas verantwortlich ist. (im geschäftlichen Kontext)
Klimaanlagen sind viel Aufwand. Die Installation ist Kindergarten.
Es geht um Reinigung. (denn keiner will angegangen werden, weil jemand womöglich chronische Atemleiden entwickelt, weil das Ding verkeimt ist)
Es geht um die Wartung als solches. Prüfen hier und da, Filter erneuern, Reparatur, Ersatzteile, Komplettaustausch, wenn kaputt und keine Reparatur mehr möglich (weil zu alt).
Und wehe, es geht um die Entsorgung von den Dingern. Da reicht nen Passierschein A38 nicht mehr aus.
Ich habe beruflich auch indirekt mit Klimaanlagen zu tun. Und da sind schon öfter mal Kopfschmerzen bei, was man da für nen Affentanz veranstaltet.
Privat ist das was anders. Da kann man, mehr oder minder, machen was man will und wo kein Kläger, da kein Richter.
10 Jahre Dauerbetrieb und die Bazillen tummeln sich? Kein Problem, solange man kein Asthma bekommt. Filter reinigen? Solange na noch kalte Luft rauskommt...
Der Betrieb einer solchen Anlage ist leider nicht billig und die Leute, die sich mit den Dingern auskommen, muss man auch mal finden.
Wenn ich nochmal jung wäre, würde ich Kälteanlagentechniker lernen. Diese ganzen Wärmepumpentechnik ist nämlich genau das.
Und wenn die den Kram jetzt mit der Gießkanne übers Land kippen, muss man sich keine Gedanken machen, ob man noch bis zur Rente Arbeit hat.
Das ist garantiert.
Aber genau diese Leute braucht man auch für die Klimaanlagen, die man als Vermieter einbaut/betreibt.
Wenn das mit den Dingern so kommt, kann man sich gleich mal nen persönlichen Kälteanlagentechniker in die Firma holen, dann muss man sich nämlich keinen besorgen. Und Mindestlohn darf der dann auch nicht bekommen.
Ergo, ist nicht so einfach mit den Klimaanlagen. Wenn aber der Bedarf/Mieternachfrage steigt, werden auch die Vermieter irgendwann damit umgehen müssen.
Ist in der "Übergangsphase" leider nicht so einfach. In 20 Jahren sieht die Welt da anders aus.
Und wenn man als Vermieter nur eine solche Anlage hat, weil der "Sonderling"
@Tundor der Meinung war, er braucht sowas, dann muss man seine Aufwände auf diese eine Anlage umlegen.
Sprich die kostet dann 100EUR extra im Monat, Minimum. Würde eher mit 200EUR rechnen. Denn als Vermieter muss ich ja gewisse Kompetenzen in der Verwaltung vorhalten und Prozesse organisieren. (es geht aber nicht um die praktische Arbeit am Gerät)
Und das will garantiert keiner bezahlen.
Das sieht freilich anders aus, wenn man als Vermieter nen Haus oder Block modernisiert und da dann Klimas einplant. Da kann man das, auch vom Gesamtkonzept, ganz anders auslegen. Und dann verteilen sich die Sockelkosten eben, im Block halt extrem und für seinen Gesamtbestand noch viel mehr.
Und da hat man dann das Problem, dass auch nen Mieter, der die Klima nicht benutzt, dennoch dafür bezahlen muss.
Ist aber bei den Mietpreisen dann auch schon fast egal, Hauptsache ne Wohnung.