Bis zu fünf Gigawatt: Microsoft plant Rechenzentrum mit eigenem Gaskraftwerk

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Microsoft plant den Bau eines der bislang größten KI-Rechenzentren des Unternehmens in den USA. Das Projekt mit dem Namen "Project Kilby" soll in der texanischen Stadt Pecos entstehen und gemeinsam mit dem Energiekonzern Chevron umgesetzt werden. Neben dem Rechenzentrum ist auch der Bau eines eigenen Kraftwerks vorgesehen, das die Anlage direkt mit Energie versorgen soll.
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Na, Hauptsache Windows-Update bleibt "Co2-neutral"...
Als ich das das erstemal las, war ich fassungslos und dann lag ich am Boden vor Lachen.


Ps: In Schweden mußten übrigens dieser Tage 4 eigentlich stillgelegte (in Reserve gehaltene) Gasturbinenkraftwerke blitzartig in Betrieb genommen werden, um einen Blackout zu verhindern. Ursache waren zwei (in Worten zwei - mehr werden es nicht) unabhängig von einander gleichzeitig aufgetretene Störfälle mit Leitungen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ist in Texas nicht viel Sonne?

Da wäre Solarkraft doch besser, aber gut, der Großteil der Amis denken ja das die Umwelt nachwächst.
 
Ist in Texas nicht viel Sonne?

Da wäre Solarkraft doch besser, aber gut, der Großteil der Amis denken ja das die Umwelt nachwächst.
Und wo scheint die Sonne nachts?
Gaskraftwerke sind dort aktuell besonders günstig. Die Amis haben Gas ohne Ende durch Fracking mit dem sie ihr Land kaputt machen. Und aktuell wird dort das Klima komplett ignoriert und es gibt keine finanziellen Nachteile, egal wieviel CO² man in die Luft bläst, dank Trump versteht sich.
 
Und wo scheint die Sonne nachts?
Nur ein kurzer Einwurf meinerseits, Solarkraftwerk ≠ Photovoltaik. Wieso ist das relevant? Weil Solarkraftwerke auch rund um die Uhr arbeiten können, Photovoltaikanlagen nicht.

Im Süden der USA wären sowas problemlos möglich und im kleinen Rahmen lief eine ähnliche Anlage dort vor einigen Jahren, allerdings ohne die Salzsolespeicher. Mit der aktuellen Politik dort wird es aber natürlich nichts.
 
Kapiere auch nicht warum man damit nicht irgendwohin geht wo man zB. Geothermie zur Energiegewinnung nutzen könnte.
Ja kostet vielleicht in der Investition erst mal etwas mehr, läuft dann aber faktisch kostenneutral bis auf Wartung. Und die haste bei einem Gaskraftwerk genau so.
Solarenergie als zusätzliches Standbein ist sicher auch nicht verkehrt es werden großflächige Dächer entstehen die man damit eindecken kann.
Aber Moment, das ist ja alles nur Klima-Hoax und der orangesichtige Pavianar$ch fördert ja die fossilen Brennstoffe wegen der guten Luft.
 
Kapiere auch nicht warum man damit nicht irgendwohin geht wo man zB. Geothermie zur Energiegewinnung nutzen könnte.
Eher nicht, wie soll das auch gehen, wie machst aus so einem niedrigen Temperaturniveau denn elektrische Energie (in ernsthafter Menge)?
Mitm ORC (Organic Rankine Cycle)? Das ist ganz weit weg von wartungsfrei, die geeigneten Prozessmedien dafür sind auch alles andere als unbedenklich (wenns halbwegs Wirkungsgrad haben soll).
Jaja, es gibt noch andere Effekte, mit denen man aus Wärme Strom erzeugen kann, aber da ist nix dabei, was so easy wäre.

Wäre es so einfach, gäbe es das alles.
Es stimmt zwar, dass die Öl- und Kernkraft Lobby stark und böse sind, das Perpetuum Mobile halten sie aber höchstwahrscheinlich trotzdem nicht in der Schublade zurück.



Grundsätzlich die Frage - Wem zum Nutzen?
Da geht es um die "digitale Vorherrschaft", drum hat man sich auch gleich mal Anthropic geschnappt.

Die Umwelt ist da scheißegal, ebenso obs nen Nutzen hat für die normalen Menschen.
 
Ein Rechentzentrum mit eigenem Gaskraftwerk. Okay...
Und unsere Grünen glauben noch immer, sie könnten mit ihrer Politik im kleinen Deutschland die Welt retten.
Mit dem Argument "aber die anderen" kann man praktisch jedes Vorhaben torpedieren. Klimaschutzmaßnahmen leitet sich nicht von einzelnen Partien sondern aus der Verfassung her, siehe einschlägige ENtscheidungen des BVerfG.

Eher nicht, wie soll das auch gehen, wie machst aus so einem niedrigen Temperaturniveau denn elektrische Energie (in ernsthafter Menge)?

Der geothermaler Gradient in kontinentaler Kruste sind so um 30°C/Km, in vulkanisch überprägten Bereichen auch gerne mal deutlich mehr. Laut TAB-Sachstandsbericht von 2003 könnte Deutschland seine gesamte Grundlast alleine via Geothermie tragen. Siehe dazu auch EGS und vergleichbare Berichte beispielsweise aus den USA (welche damit ihren gesamten Energiebedarf decken könnten).

Die "ernsthaften Mengen" sind hier hauptsächlich vom politischen Willen abhängig selbige auch nutzen und ausbauen zu wollen.

Gaskraftwerke sind halt etabliert, fossile energieträger werden subventioniert und Chevron wird hier auch nicht komplett uneigennützig auf eine Zusammenarbeit hingearbeitet haben.
 
Der geothermaler Gradient in kontinentaler Kruste sind so um 30°C/Km, in vulkanisch überprägten Bereichen auch gerne mal deutlich mehr. Laut TAB-Sachstandsbericht von 2003 könnte Deutschland seine gesamte Grundlast alleine via Geothermie tragen. Siehe dazu auch EGS und vergleichbare Berichte beispielsweise aus den USA (welche damit ihren gesamten Energiebedarf decken könnten).

Naja, Gruss aud der Energiestadt 2050. Wollten die bei uns auch im grossen Stil aufziehen. War selber ganz begeistert von der Idee. Leider haben uns dann Erdbeeben einen Strich durch die Rechnung gemacht, und das ganze wurde ad Acta gelegt. Aber finde die Technologie auch spannend. Meine Eltern haben auch eine Erdsondenheizung.
 
Erdwärme scheitert an den Kosten und vor allem am Rückgang der Leistung durch Auskühlen. Der Energietransport im Gestein ist einfach zu gering. Deswegen funktioniert es nur in speziellen geologischen Strukturen. Auch dort ist der CO2 Austrag und die Ausfällung von Mineralien ein Problem. Ein tiefes Loch reicht nicht.

Gas passt schon um EE zu stabilisieren. Alternativen in der Größe existieren nicht. Vielleicht mit Natrium Akku in 10 Jahren.

Die Grünen wiederum retten nur das Steueraufkommen und die Gewinne von Milliardären. Bei einer Klimadiskussion wäre die KKW sonst nie vorzeitig abgeschaltet wurden.
 
Nur ein kurzer Einwurf meinerseits, Solarkraftwerk ≠ Photovoltaik. Wieso ist das relevant? Weil Solarkraftwerke auch rund um die Uhr arbeiten können, Photovoltaikanlagen nicht.
160 Megawatt Peakleistung bei 400 Gigawattstunden pro Jahr. Im Schnitt erreicht es also ca. 30% der Peakleistung ~45Megawatt.
Das grösere mit 580 Megawatt Peakleistung dürfte nach Dreisatz also im Schnitt auf ~175Megawatt kommen. Und kostet dabei zwei Milliarden Euros.

Ein Projekt mit ähnlicher Leistung und Photovoltaik + Akku würde in etwa folgende Zahlen liefern:
Bei einer Photovoltaikanlage in der Größe von 250 Megawatt peak müsste man mit ca. 75-150Millionen Euro rechnen. Vermutlich in Marokko wegen Lohn- und Bürokratiekosten eher weniger als hier. Pro Wattpeak bekommt man in Südmarokko ca 2000Wh pro Jahr raus. In diesem Fall also 500 Gigawattstunden pro Jahr, bzw ~1,4 Gigawattstunden pro Tag. Ein Batteriespeicher kostet ~100 Millionen Euro pro eine Gigawattstunde.

Photovoltaik + Akku kostet ca 1/8 des "Solarkraftwerks". Ist dabei allerdings dank Akku viel flexibler als so ein Turbinenkraftwerk. Und vermutlich auch Pflegeleichter.

Ich finde solche Projekte aus technischer Sicht ja auch immer Interessant. Rein wirtschaftlich ist das aber nichts.

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MS hat bei den Rechenzentren das Problem, dass die 5 Gigawatt eben nicht zuverlässig aus einem einzelnen erneuerbaren Kranftwerk rauskommen. Egal ob Wind oder Sonne. Bei beiden gibt es lokal immer wieder "Dunkelflauten". In Europa soll das Problem ja zum großen Teil durch das Europäische Netz kompensiert werden. Viele Quellen und irgendwoher gibt es immer etwas. Der Rest muss dann aus Speicherkraftwerken / Akkus kommen.
Das kann aber nur im großen funktionieren. Im kleinen, wie hier ein einzelnes Rechenzentrum, lässt sich das kaum autark realisieren. Und das Netz in den USA ist einfach zu schlecht um mal eben ein 5 Gigawatt Rechenzentrum mit zu versorgen. Da bekommen die Probleme mit den umliegenden Städten.
 
Jane, bei einem echten Solarkraftwerk wird Salz auf ca. 400° C erhitzt. Das kann man auch in der Nacht nutzen. Da braucht es keine Akkus. Glaube das meinte @xexex . Problem ist, dass man die Reflektoren dauernd mit viel Wasser reinigen muss, was in der Wüste knapp ist.
 
Naja MS hat das garantiert durchrechnen lassen und geschaut was geht.

Muak nutzt doch auch Gas für Col. II und der hat sogar eigene Solarzellenherstellung und massig Akkuspeicher - aktuell nutz er eine Kombi aus mobilen Kgaskraftweken und Speicher aber der hat ja ein grosses Gaskraftwerk in der Mache.
 
Der geothermaler Gradient in kontinentaler Kruste sind so um 30°C/Km, in vulkanisch überprägten Bereichen auch gerne mal deutlich mehr. Laut TAB-Sachstandsbericht von 2003 könnte Deutschland seine gesamte Grundlast alleine via Geothermie tragen. Siehe dazu auch EGS und vergleichbare Berichte beispielsweise aus den USA (welche damit ihren gesamten Energiebedarf decken könnten).

Gaskraftwerke sind halt etabliert, fossile energieträger werden subventioniert und Chevron wird hier auch nicht komplett uneigennützig auf eine Zusammenarbeit hingearbeitet haben.
Der Link ist putzig, viel Blabla von irgendwelchen Schreibtischen.

Ich mein, ja schon, gibt ja auch thermoelektrische Generatoren (Peltierelement), beim PV-Panel hat man ja auch den Druchbruch zur billigen Massenproduktion und zu brauchbaren Wirkungsgraden geschafft, insofern nicht Abwegig, dort beim passenden politischen Willen hinzufinden.
Da bin ich bei dir, dass das eine ganz gute Kombination sein könnte.

Stirlingmotor evtl. auch, keine Ahnung, wie sich das in Groß verhält... nachdem die Energie aber gratis ist, müsste der Wirkungsgrad noch nicht mal besonders sein.

Für einen Dampfturbinen-Prozess brauchst schon mehr Temperatur, dass der Wirkungsgrad spannend wird, Carnot Wirkungsgrad (also das Maximum) ist 1 - Tkalt/Twarm, wenn du also bei 300K (ca. 30°C) kondensierst und 100°C wärmer rein fährst (also 130°C), bist du irgendwo bei 25% theoretisch max. Wirkungsgrad, *0,7 für die Turbine und 0,8 für den Rest bist bei 14%, davon abzüglich dann noch diveresr Pumpkram etc, landest bei +/-10%. Oka,y wenn die Energie gratis ist, why not.
Ist aber nicht so einfach, das Tiefenwasser kannst nicht so einfach verwenden, je nach dem ist das stark korrosiv und/oder Minteralstoffhaltig, den Wärmetauscher, der das durchhält, gibts dann eher in der Phantasie der Diplomarbeiten.
Dampfturbinen sind ein riesen Aufwand, der Prozess ist alles andere als geschlossen, Speisewasser, Sperrdampf, was es nicht alles gibt (drum kann man auch keine Dampfkraftwerke mit Solarkollektor in die Wüste stellen).
Geschlossene ORC Prozesse in groß kenn ich keine, die echt laufen würden.


Gasturbine ist billig und einfach, recht gut regelbar und kaltstartfähig und ziemlich low-tech im Vergleich.
Die "ernsthaften Mengen" sind hier hauptsächlich vom politischen Willen abhängig selbige auch nutzen und ausbauen zu wollen.
Da bin ich trotzdem bei dir.


Aber:
Die beste Energie ist die, die man nicht braucht.
 
Und unsere Grünen glauben noch immer, sie könnten mit ihrer Politik im kleinen Deutschland die Welt retten.
Ja, aber nicht nur die, sondern fast alle Parteien und die Chinesen lachen den ganzen Tag darüber, wenn sie ihre ganzen Kohlekraftwerke bauen, um genug Solarzellen und eAutos für uns herstellen zu können. Leider ist die einzige Alternative in alle anderen politischen Themen eben keine Alternative, sondern eine Horrorvision für die Zukunft.
Da wäre Solarkraft doch besser
Nein, sonst hätte man dies doch gemacht, denn die Gasturbinen haben auch lange Lieferzeiten, weil alle diese nun für ihre KI Rechenzentren haben wollen und die Fertigungskapazitäten dafür auch begrenzt sind und nicht mal eben schnell ausgebaut werden können.
Dafür gibt es so eine Komische Erfindung, nennt sich Stromspeicher
Klar, aber die kosten auch richtig Geld.
Du hast NULL Ahnung, was das an Kosten verursacht, wieviel Platz das benötigt und was dafür an Ressourcen draufgeht.
Eben, laut Googles KI braucht man für 24 GWh pro Tag, also eine 1GW Dauerleistung, fast 9000ha alleine an die Solarpanels mit die 8,76GW Spitzenleistung und 90ha alleine um die nötigen Speicher mit 16GWh Kapazität. Diese Speicher kommen meist in 20-Fuß-Containerm, die rund 5 MWh Kapazität pro Container bieten, man muss dann also rund 3.200 Containern aufstellen und wegen der Brandgefahr mit genug Abstand, keine Ahnung ob Googles KI diese und die Abstände der Reihen der Solarpanels berücksichtigt hat, es könnte also noch mehr sein.

Und dies ist nur für 1GW Dauerleistung und was ist, wenn es ein Unwetter gibt? Also den ganzen Tag dunkle Wolken oder gar Schnee? Das ist in Texas zwar selten, aber die letzten drei Schneestürme waren 2011, 2021 und im Januar diesen Jahres, es ist also nicht unmöglich und alleine massive Wolken eines Unwetters könnten die ganze Rechnung über den Haufen werfen.
Weil Solarkraftwerke auch rund um die Uhr arbeiten können, Photovoltaikanlagen nicht.
Die haben sich aber aus guten Gründen nicht durchgesetzt und das die reihenweise Vögel grillen, ist nur einer davon.
Im Süden der USA wären sowas problemlos möglich
Wenn es das wäre, hätte ein Unternehmen welches bis 2030 einen negativen CO₂-Fußabdruck erreichen möchte, dies sicher gemacht.

Aber ich würde erstmal abwarten, denn angekündigt wurden schon viele KI Rechenzentren im GW Bereich, aber wie viele sind wirklich im Bau oder gar schon in Betrieb?
 

Es wird offensichtlich im großen Stil betrieben, von dem her sollte ein funktionierendes Modell für andere Standorte ebenso erstellbar sein.
Und der Wirkungsgrad, sollte er wirklich nur um die 10% liegen was ich mir nicht vorstellen kann, ist bei Solar oder Geothermie erst mal zweitrangig denn sowohl die Sonne als auch die Temperatur des Erdkerns wird sich wegen dieser Entnahme zur menschlichen Nutzung wohl kaum in den nächsten paar Jahren signifikant verändern.
Mit dem heißen Wasser könnte man womöglich nach der Stromgewinnung auch noch Heizen oder andere Blödsinne anstellen.
 
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