Chuwi CoreBook: Zen-2-CPU gibt sich als Zen-3-Modell aus

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Bereits vor einigen Wochen tauchten erste Hinweise auf, dass der chinesische Mini-PC- und Notebook-Hersteller Chuwi Systeme ausgeliefert haben könnte, bei denen der verbaute Prozessor nicht dem entspricht, was beworben wurde. Die Kollegen von Notebookcheck hatten bereits im Sommer ein Chuwi CoreBook X getestet, sind damals aber noch nicht auf die Ungereimtheiten gestoßen.
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Fälschungen aus China? Nein, wer hätte das für möglich gehalten?
 
Gibt's doch sonst nur bei Intel.
 
Wenn ich mir so das Angebot an Miki PCs ansehe, werden sehr oft, ältere AMD CPUs, wiederverwurstet...haben sich diese so schlecht verkauft?
 
China-Hardware mit geflashter Firmware ist ganz alltäglich. Deswegen sollte man sich von den verlockenden Angeboten auf AliExpress und den vermeintlichen Gaming-PCs auf Amazon nicht hinreißen lassen.

Der Topseller sind Mining-Grafikkarten wie die AMD Radeon RX 580 2048SP: Bis an die Kotzgrenze abgenutzt, schlampig instand gesetzt und mit kaschierten Grafik-und Speicherchips versehen (mit gefakter Firmware).
 
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CPU-Z 2.19 ist gestern erschienen und im Changelog steht:
Hat da am Ende jemand einfach nur den Bug ausgenutzt und die CPU als das beworben, was CPU-Z ausgegeben hat oder wie passt das hier rein? Wobei die Ryzen 5 5500U hier ja als Ryzen 5 7430U und nicht 7350U verkauft wurden und auch Windows die CPU als 7430U gemeldet haben soll. Seltsam, zeigt aber, dass man sich nie auf nur ein Tool verlassen sollte, sondern möglichst immer wichtige Angaben mit einem anderen verifizieren sollte.
 
China-Hardware mit geflashter Firmware ist ganz alltäglich. Deswegen sollte man sich von den verlockenden Angeboten auf AliExpress und den vermeintlichen Gaming-PCs auf Amazon nicht hinreißen lassen.

I. d. R. ist dort das verbaut, was angeben wird, so wie das Gro aus China stammt, siehe bspw. Foxconn. Sowie AliExpress u. Amazon nur Plattformen sind, was rein gar nichts über die Qualität der Händler aussagt. Und natürlich ist dort hin und wieder Vorsicht geboten, nur betrifft das nicht alle Händler.
 
Ich wusste gar nicht, dass ein Hersteller selbst eine CPU-Kennzeichnung einprogrammieren kann. Ich dachte, diese Information geht von der CPU selbst aus.
 
I. d. R. ist dort das verbaut, was angeben wird

Ah, also GeForce GTX 1060 steht drauf und GeForce GTX 570 steckt drin. Und das in mehr als 80% aller Fälle. Da kann ich ja beruhigt sein.
 
Hat da am Ende jemand einfach nur den Bug ausgenutzt und die CPU als das beworben, was CPU-Z ausgegeben hat oder wie passt das hier rein?
Das BIOS der erwähnten Systeme zeigt auch 7430U an, obwohl 5500U verlötet ist. Der L3 Cache wird auch korrekt (8mb beim 5500U) angezeigt. Hier hat jemand mit voller Absicht die falsche CPU verlötet und dann das BIOS so gebastelt, dass 7430U angezeigt wird. Wäre zb von einem Zulieferer der 5500U geliefert worden und Chuwi hätte “nur” die QS verkackt läge der Fall anders.

Sowas nennt sich dann nicht mehr fahrlässig sondern ist vorsätzlich und damit Betrug.
 
Wie groß ist eigentlich aktuell der Preisunterschied zwischen der tatsächlich verbauten und der vermeindlich installierten CPU?

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Ah, also GeForce GTX 1060 steht drauf und GeForce GTX 570 steckt drin. Und das in mehr als 80% aller Fälle. Da kann ich ja beruhigt sein.

Lol, was hast du denn gedacht, was du erhältst, wenn du 2025 eine GTX 1060 orderst? Du bist ja wirklich allerliebst.
 
CPU-Z 2.19 ist gestern erschienen und im Changelog steht:
Hat da am Ende jemand einfach nur den Bug ausgenutzt und die CPU als das beworben, was CPU-Z ausgegeben hat oder wie passt das hier rein? Wobei die Ryzen 5 5500U hier ja als Ryzen 5 7430U und nicht 7350U verkauft wurden und auch Windows die CPU als 7430U gemeldet haben soll. Seltsam, zeigt aber, dass man sich nie auf nur ein Tool verlassen sollte, sondern möglichst immer wichtige Angaben mit einem anderen verifizieren sollte.
Hätte mich auch gewundert wenn ein Chinahersteller es wirklich geschafft hätte das EFI so stark zu patchen das Antworten auf CPUID abgefangen und umgeschrieben werden.
 
Es gibt in China genug Leute die gut darin sind die Antwort von Hardware zu faken, wie man auch anhand der ganzen Fake USB Sticks und SSDs sehen kann, die eine viel höhere Kapazität ausgeben als wirklich vorhanden ist. Bei CPUs ist es sicher komplizierter, aber scheinbar auch nicht unmöglich, zumindest bei AMD. Bisher waren die Fälschungen von CPUs ja meist so, dass alte Modelle mit veränderten HS als neue CPUs ausgegeben und verkauft wurden, sie aber in der Plattform für die sie angeblich vorgesehen sind, nicht lauffähig waren bzw. gar nicht erst mechanisch in den Sockel gepasst haben.
 
Diese ganz plumpen Fälschungen hab ich auch schon gesehen, wo im Gehäuse einer 2.5" 2TB SATA nur das Innenleben eines 32 GB USB-Sticks war. Oder die umgelabelten CPUs die nichtmal in den vorgesehenen Sockel passen.

Aber das funktioniert nur bei Amazon Marketplace Fulfilled by Amazon.

Denn da wird nur nach EAN eingelagert und versendet, wenn da ein Kunde dann den Schrott bemerkt und reklamiert, ist es für Amazon oft schwer nachzuvollziehen welcher zuliefernde Händler de Betrüger war. Oder ob es nicht doch der Kunde war.

Aber hat man den Anspruch so zu fälschen das es funktioniert und nicht gleich auffällt, ist es schon schwieriger und die Gewinnmarge niedriger.

Das UEFI-BIOS so manimpulieren das da die Anzeige stimmt dürfte noch das Einfachste sein. Aber Tools wie CPU-Z oder Sandra Lite lassen sich damit auch nicht so einfach überlisten. Da müsste man hoffen das der Kunde niemals solche Tools nutzt.

Allerdings wäre dann die Marge ohnehin niedriger, weil man eben keinen Totalschrott verwenden kann.

Und dann stellt sich die Frage ob sich das für ein Nomame Notebook oder einen Noname Mini-PC überhaupt noch lohnt, denn Nanome müsste man über den Preis verkaufen. Und da bliebe dann wahrscheinlich garnicht mehr soviel Gewinn.
 
Das UEFI-BIOS so manimpulieren das da die Anzeige stimmt dürfte noch das Einfachste sein. Aber Tools wie CPU-Z oder Sandra Lite lassen sich damit auch nicht so einfach überlisten.
Doch, die lesen ja auch nur die Gerätekennung der CPU aus und holen dann deren Bezeichnung aus ihrer Hintergrund Datenbank. Wenn man also das UEFI entsprechend manipuliert hat, dass es die falsche Gerätekennung für die CPU ausgibt, dann zeigen die ganzen Tools auch automatisch die falsche CPU an. Intel gibt die Gerätekennungen der CPUs an, hier z.B. für den 265K:
Keine Ahnung wo man diese Kennungen für AMD CPUs findet, aber da funktioniert es auch genauso wie bei Intel, dass jedes CPU Modell eine eigene Nummer hat und der Name und die Eigenschaften der CPU welche die Tools anzeigen, dann aufgrund dieser Nummer aus einer Hintergrunddatenbank gezogen wird.

Deshalb zeigen solche Tools gerne auch Angaben die man gar nicht auslesen kann, wie z.B. welches Fertigungsprozess verwendet wird. Dies braucht Software nicht zu wissen um auf der CPU laufen zu können, anderes als die unterstützen Befehlserweiterungen. Auch andere Tools wie z.B. SSD-Z machen dies, SSD-Z zeigt z.B. bei vielen (vor allem älteren) SSDs auch den Namen des Controllers und die nm der NAND an, obwohl man diese Angaben nicht einfach so auslesen kann. Nur für bestimmte 3rd Party SSD Controller gibt es spezielle Tools die dies erlauben, aber z.B. für Samsungs SSD Controller wäre mir da keines bekannt, aber SSD-Z zeigt dies auch für Samsung SSDs an. Diese Angaben müssen also aus einer Hintergrunddatenbank stammen und sind damit nicht zuverlässiger als wenn man selbst danach googled.

Man muss also bei solchen Angaben immer aufpassen, denn sie können eben aus einer Hintergrunddatenbank kommen und damit nicht so zuverlässig sein, wie Angaben die man direkt auslesen kann. Das Problem ist natürlich, dass man nicht sehen kann, welche der Informationen aus der Hintergrunddatenbank kommen und welche direkt ausgelesen wurden.
 
Wo zaubert AMD eigentlich noch den ganzen alten Mist her? Zen3(+) ist Pinkompatibel und im gleichen N7/N6 Prozess hergestellt.
 
Was heißt Mist, schließlich ist das durchaus noch verwendbar, wünscht doch nicht jeder Unsummen für die Hardware zu berappen.
 
Was für Unsummen? Zen3(+) ist doch in der Herstellung nicht viel teurer als Zen2. Für die 207 vs 156mm² gibt es dann wenigstens eine "aktuelle" iGPU. Das Zeug ist einfach urrrrralt für "neue" Produkte. Die Lebenszyklen sind inzwischen absurd hoch. Da bekommst du als Kunde mal eben eine 3 Generationen alte Maschine aus dem letzten Jahrzehnt mit Phantasiepreisen für RAM/SSD.
 
Unsummen im Sinne von aktueller Hardware, während bspw. ein betagter 3600er neu mit 50 Tacken zu Buche schlug. Oder hast du dem etwas Aktuelles entgegenzusetzen? Zumal sich mir nicht erschließt, warum sich darüber zu echauffieren, schließlich wird niemand zum Kauf gezwungen. Abseits dem sind so viele Produkte überflüssig.... Zudem sollte doch einleuchten, dass kein vernünftig denkender Mensch Restbestände einfach so der Tonne anvertraut, ausgenommen Produkte, um das Preisgefüge hoch zu halten.
 
Wo zaubert AMD eigentlich noch den ganzen alten Mist her?
Mist? Das Zeug war/ist doch gut.

Hab erst kürzlich für die Freundin eines Kollegen ein günstiges HP Notebook mit Ryzen 2500U besogt. Noch ne 512GB SSD reingeflanscht und sie ist total happy mit dem Teil.
Es braucht eben nicht jeder den neuesten Shit.

Dieser Kommentar wurde auf einem Lenovo Thinkpad mit Ryzen 5650U geschrieben.
 
Viel Erfolg bei den rechtlichen Schritten, aber ich wäre da nicht zu optimistisch. Sie sollten sich lieber anschauen wie das technisch gemacht wurde um zu versuchen dem Vorgehen künftig technisch einen Riegel vorzuschrieben.
 
Mist? Das Zeug war/ist doch gut.
War... und ich hab selber ein Gerät mit 2500U. Treiber für Vega sind inzwischen ewig EOL. Es ist einfach eine veraltete Architektur die zu gleichen Kosten auf dem exakt gleichen Prozess pinkompatibel lange ersetzt wurde. Aus dem Grund auch der Fake um die Kundschaft zu verarschen. Das AMD nicht den Holzhammer auspackt lässt tief blicken.
 
Klingt für mich nicht gerade so, als wäre AMD total empört.

Davon abgesehen vermute ich, dass Chuwi selbst nicht der Täter ist, sondern irgendwelche Machenschaften in der Fabrik vorsich gehen.
 
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Viel Erfolg bei den rechtlichen Schritten, aber ich wäre da nicht zu optimistisch. Sie sollten sich lieber anschauen wie das technisch gemacht wurde um zu versuchen dem Vorgehen künftig technisch einen Riegel vorzuschrieben.

Das Statement dürfte eher symbolischen Charakter haben..

War... und ich hab selber ein Gerät mit 2500U. Treiber für Vega sind inzwischen ewig EOL. Es ist einfach eine veraltete Architektur...

Ja und? Als wenn Hardware zwingend neu sein müsste. Verfasst von einem Notebook, welches einen Ryzen 5 3500U beherbergt, der Office & Co nach wie vor bewältigt. Für die 300 Tacken gibt's da rein gar nüscht auszusetzen, zumal das Gerät schon ein paar Jahre auf dem Buckel hat und nach wie vor problemlos funktioniert. Und ob nun EOL oder nicht, interessiert mich nicht die Bohne. Demzufolge dürften wir auch kein AM4 mehr verwenden.
 
Davon abgesehen vermute ich, dass Chuwi selbst nicht der Täter ist, sondern irgendwelche Machenschaften in der Fabrik vorsich gehen.
Das könnte sein, die Platine scheint ja von einem Zulieferer bezogen zu werden, aber die Qualitätskontrolle sollte so etwas feststellen, aber da sparen die Billiganbieter ja immer. Die Frage wäre dann auch, wie Chuwi mit Reklamationen angeht, wenn sie problemlos betroffene Geräte tauschen, könnten es durchaus sein, das sie selbst nicht der Täter waren, stellen sie sich dann aber an, würde ich dies eher nicht vermuten.
 
So ein Zen2 ist 10 -15% langsamer als ein Zen3; mehr isses nich.....
 
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