[Kaufberatung] Ist das ASUS ROG Falcata das beste ergonomische Split Keyboard mit DE-Layout (ergonomische Tastatur)?

Maku

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Hallo zusammen,

erstmal kurz zum Hintergrund:

Seit Jahren war/bin ich Freund der Microsoft Natural Keyboards. Ich hatte bisher ausnahmslos jedes Modell.

Jetzt ist es allerdings so, dass Microsoft diese Serie schon lange eingestellt hat und aktuell bei meinem Natural Keyboard 4000 plötzlich eine Taste den Geist aufgegeben hat (es passiert einfach nichts mehr, wenn man die Taste drückt / auch nicht, wenn man direkt auf der Membran bzw. auf der entsprechenden Stelle auf die übereinander liegenden Folien drückt).

Aktuell nutze ich von Logitech das K860 Keyboard. Auch ganz nett, aber nicht so wirklich das Optimum.

Also hatte ich vor einiger Zeit schon mal eine umfangreiche Recherche angestellt und mich umgeschaut, welche Keyboards am ehesten den Anforderungen eines (für mich) optimalen ergonomischen Keyboards entsprechen.


Diese wären (für mich):

- gewölbt/gewellt (Tastatur quasi innen höher als außen)

- 2-Block-Teilung (quasi das umgekehrte V-Format)

- integrierte, gepolsterte Handballenauflage (vorne ggf. leicht erhöht bzw. "einstellbar")

- am liebsten mal mechanisch (da haben meine Recherchen ergeben haben, dass die braunen Schalter wohl der beste Kompromiss sind)

- gerne gebogene Tastenmatrix (quasi Curved-Layout)

> Am schönsten wäre natürlich ein echtes Split-Keyboard (also quasi zwei dedizierte Teile).


Grundsätzliche Anforderung wäre:
- mindestens 80% Office-Einsatz ("Vielschreiber")
- weniger als 20% Singleplayer-Gaming
- Kabellos wäre für mich eher negativ zu werten (da man dann im Falle von LEDs/RGB alle paar Tage/Wochen ohnehin ein Kabel anstecken muss), daher ist wired eher kein Nachteil.
- TKL also ein "fehlender" Numblock wäre jetzt auch nicht unbedingt ein Nachteil für mich (da es ja besser ist, die beiden Tastaturblöcke so aufzuteilen, dass die Arme eher gerade liegen). Ich würde dann einfach einen zusätzlichen Numblock für einen 10er kaufen und ihn ggf. mittig zwischen die beiden Tastaturblöcke legen.


>>> Was ich definitiv nicht möchte: eine DIY-Tastatur oder eine Tastatur mit "nur den notwendigsten Tasten" (die extrem von allen gängigen Standard-Layouts abweicht)!


In den letzten Jahren wurde die Situation jetzt nicht wirklich besser - allerdings bin ich jetzt auf das (noch rechte neue) ASUS ROG Falcata Keyboard aufmerksam geworden.

Bis vor ein paar Monaten hätte ich ja noch gehofft, dass das Cloud Nine ErgoTKL mal mit DE-Layout auf den Markt kommt, da mir das noch am besten gefallen hätte bzw. hätte "übergangsweise" schon fast das Perixx PERIBOARD-835BR Keyboard gekauft (was aber schon länger nicht mehr lieferbar ist).

Jetzt bin ich aber wirklich am Überlegen, ob ich mir nicht doch das ASUS ROG Falcata "vom Mund absparen" sollte... rein objektiv betrachtet kommt das meinen Kriterien ja am nächsten bzw. sehe ich aktuell leider sonst überhaupt keine Konkurrenz dazu mit DE-Layout.


Wichtig zu wissen wäre für mich zur ASUS ROG Falcata:

- Könnte man diese magnetischen Switches so einstellen, dass sie vom "Verhalten" sich so anfühlen wie die braunen Switches?

Ich habe gelesen, dass die taktilen Brown-Schalter (Tactile MX Cherry Brown-Schalter) wohl der beste Kompromiss für Vieltipper (Lautstärke/Haptik/Tippgeschwindigkeit) sind, die auch ab und an mal mit der Tastatur zocken wollen.

- Könnte es problematisch sein/werden, wenn man von einem "Vollformat-Keyboard" mit Numblock zum Format der ASUS ROG Falcata wechselt?

Diesbezüglich hatte ich in einem Test gelesen, dass man bei diesem Modell wohl auch mal schnell versehentlich die falsche Taste (auf der rechten Seite rund um die Enter-Taste) drückt. Aber immerhin kann man da wohl jede Taste belegen wie man will - das könnte man damit dann etwas relativieren?!


Nachfolgend noch meine Notizen bzw. Pros und Cons zu den recherchierten Modellen:

ASUS ROG Falcata

Positiv:
- 2 Kabellängen für das Link-Kabel beiliegend (Standard USB-C)
- komplette Tastatur/alle Tasten können per Frontend im Browser konfiguriert werden (keine Bloatware / Software vom Hersteller auf dem Rechner notwendig)
- alle Tasten (bis auf die Fn-Taste) frei belegbar/programmierbar? --> ist das wirklich so?
- hochwertige Verarbeitung / tolle Haptik
- PBT-Keycaps => angeblich unempfindlich gegenüber Fett und Glanzstellen, die bei anderen Kunststoffen schnell auftreten?!
- Tastenwiderstand genau einstellbar?!
- vielseitige Höhenverstellmöglichkeiten (man kann den Neigungswinkel vorne an der Handballenauflage hochstellen)
- angenehme/entlastende Handballenauflage
- DE-Layout erhältlich und in Deutschland aktuell lieferbar!

Negativ:
- sehr kompaktes Layout (besonders am rechten Rand) möglicherweise problematisch für Vieltipper?
--> kritisiert wird in Tests der enge Tastenabstand im rechten Bereich, was wohl häufig zu Fehleingaben/Tippfehlern führen kann
--> kann das zu unübersichtlich oder verwirrend sein, wenn man von einem "Vollformat-Keyboard" mit Numblock und klassischer Aufteilung kommt?
- Preis sehr hoch



RK ROYAL KLUDGE S70

Positiv:
- Link-Kabel = USB-C-Spiralkabel
- Preis verhältnismäßig günstig für Split-Keyboard (115€)

Negativ:
- unschönes Layout (zusätzliche Tastenspalte auf der linken Seite)
- Handballenauflage macht einen ziemlich unkomfortablen Eindruck
- optisch eher gewöhnungsbedürftig



Cloud Nine ErgoTKL

Positiv:
- gut gepolsterte Handballenauflage (als Zusatzkaufoption)
- ansprechendes Design
- RGB-Beleuchtung (nice-to-have, aber kein must-have)
- für viele ehemalige MS NEK4000-User wohl ein recht vertrautes "Nutzungserlebnis"
- Preis 220€

Negativ:
- wird nicht in Europa verkauft, daher nur US-Import
- nur mit US-Tastenlayout erhältlich
- gibt Berichte über einen nervigen Ring/Ping-Sound beim Tippen?! (die roten Switches sind wohl annähernd geräuschlos aber haben ein anderes Tastendruckgefühl?!)
- Tasten eher schwer zu wechseln/ersetzen
- proprietäres Kabel zum Verbinden der beiden Blöcke (sollte man aber, falls jemals notwendig, nachkaufen können)



KINESIS Gaming Freestyle Edge RGB

Positiv:
- renommierter Hersteller?
- RGB-Beleuchtung (nice-to-have, aber kein must-have)
- (leicht?) gepolsterte Handballenauflage
- ansprechendes Design (etwas hinter der Cloud Nine ErgoTKL zurück)

Negativ:
- Preis 290€
- nur mit US-Tastenlayout erhältlich



Keychron Q11

Positiv:
- DE-Layout
- designtechnisch hinter den "Konkurrenten" zurück
- RGB-Beleuchtung (nice-to-have, aber kein must-have)
- hochwertiges Metallgehäuse
- Tastenkappen lassen sich wohl leicht wechseln/ersetzen?!
- tolles Tasten-/Tippgefühl?

Negativ:
- "vorne" kann keine Neigung eingestellt werden?!
- keinerlei Wölbung zur Mitte hin?!
- keinerlei Handballenauflage?!
- Preis 260€



Ultimate Hacking Keyboard / UHK 60 v2

Positiv:
- macht einen recht "wertigen" Eindruck
- mit DE-Layout erhältlich
- Wölbung zu allen Seiten einstellbar

Negativ:
- anscheinend nur direkt beim Hersteller zu erwerben
- Handballenauflage nicht gepolstert?
- keine separate F-Tasten-Reihe
- sehr teuer (355€)
- proprietäres Kabel zum Verbinden der beiden Blöcke (sollte man aber, falls jemals notwendig, nachkaufen können)


Wie seht ihr das?
Konntet ihr schon Erfahrungen mit einem der genannten Modelle - insbesondere mit der ASUS ROG Falcata - sammeln?
Wie würdet ihr euch entscheiden (vorausgesetzt ihr könnt mit Split-Keyboards etwas anfangen :) )?
 
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Ich hatte die ASUS ROG Falcata mal bei Cyberport bestellt.

Die Freude über die Tastatur war leider schnell verflogen, als ich beim Auspacken feststellen musste, dass das Original-Klebesiegel offensichtlich bereits durchtrennt worden war. Zudem wurde erkennbar ein neues Siegel über das ursprüngliche geklebt.
Meine Befürchtung bestätigte sich unmittelbar nach dem Öffnen: Die Tastatur weist deutliche Gebrauchsspuren auf und wurde ganz offensichtlich bereits verwendet.
Ein absolutes Unding, bei solch einer schweineteuren Tastatur :(

Daher habe ich sofort einige Fotos gemacht und Cyberport per Mail angeschrieben. Mal sehen, wie schnell sie reagieren und wie reibungslos das läuft...
Offensichtlich versucht man hier Versandrückläufer arglosen Kunden als Neuware anzudrehen.
 
Wie seht ihr das?
Grundsätzlich positiv, weil solch ausführliche Anfragen zu einer Kaufberatung, wie Deine es ist, recht selten anzutreffen sind und ich dementsprechend Spaß habe, sowohl beim Lesen als auch dabei, meinen Senf dazu abzugeben. 🙃

Du hast so viele Tastaturen genannt, die habe ich mal aufgelistet.

Die zitierten Passagen habe ich nach und nach ausgewählt, dabei bin ich auf und ab gesprungen, ohne Deine Reihenfolge einzuhalten. Ich hoffe, Du weißt dennoch etwas damit anzufangen.

Ich habe gelesen, dass die taktilen Brown-Schalter [...] wohl der beste Kompromiss für Vieltipper (Lautstärke/Haptik/Tippgeschwindigkeit) sind, die auch ab und an mal mit der Tastatur zocken wollen.
Dieser Satz gab vor neun Jahren auch mir eine erste Orientierung beim Einstieg in die Welt der mechanischen Tastaturen. Arbeitsgeräte müssen klicken, zum Spielen sind - jedenfalls für die Gewinner - nur die Linearen geeignet und Tactiles sind den Entscheidungsunfreudigen vorbehalten, die ihren PC für beides einsetzen. Schön verrückt wie lange und oft die Marketing-Abteilungen diesen Irrglauben gebetsmühlenartig wiederholen.

Obwohl es logisch klingen mag, entscheidet über die Frage, ob man sich den taktilen, linearen oder klickenden Schaltern hingeben soll, keineswegs der Einsatzzweck. Es hängt einzig und allein davon ab, was Dir (nicht) gefällt. Probetippen auf einzelnen Switches oder (noch besser "und") auf kompletten Tastaturen ist unumgänglich, wenn man kein Geld verschwenden will.

Wenn Du unbedingt etwas aus diesem Teil deiner Recherche mitnehmen willst, dann drehe den Spieß um und frage Dich: "Was wäre ein schlechter oder gar kein Kompromiss?" - Keinen clicky Switch zu wählen, weil man die Tastatur auf der Arbeit im Großraumbüro einsetzen will, könnte eine mögliche Antwort sein.

- DE-Layout erhältlich und in Deutschland aktuell lieferbar!
Wenn auch aus der Liste mit Pluspunkten zur ASUS entnommen, lese ich da ein modellübergreifendes Kriterium raus und bitte um Klarstellung, weil "DE-Layout" für mich lediglich bedeutet: Du möchtest Umlaute auf den Tastenkappen sehen. Die sind durchaus später noch nachrüstbar durch einen Wechsel der Keycaps.

Aber wie steht es um das physische Layout, ANSI oder ISO, hast Du da eine Präferenz?

75% units ANSI.png
75% units ISO.png

Du schreckst ja offenbar auch vor einer höherpreisigen Anschaffung nicht zurück, von daher darf die Entscheidung auch gut durchdacht sein. Denn längst nicht jedes Board ist hot-swappable, sodass in Minuten zwischen beiden Layouts gewechselt werden kann.

Was ich definitiv nicht möchte: eine DIY-Tastatur
Warum nicht? Nicht bei jedem Board ist es notwendig zu löten. Und der Zusammenbau könnte ja auch Spaß machen. Mit etwas Glück findest Du hier sicherlich Jemanden, wenn es Hilfe bedarf. Ich habe bereits für Forenmitglieder Schalter einlöten dürfen.

- gewölbt/gewellt (Tastatur quasi innen höher als außen)
Ein bisschen Vokabular, das eventuell bei der Suche hilft:

tent vs. tilt - tenting vs. tilting.png


Ich würde dann einfach einen zusätzlichen Numblock für einen 10er kaufen und ihn ggf. mittig zwischen die beiden Tastaturblöcke legen.
Ein Numpad für einen Zehner kann nur ein Rubberdome-Gerät werden. Hattest Du bisher ausschließlich, so wie ich das sehe, aber aus eigener Erfahrung weiß ich, wer einmal mechanisch getippt hat, tippt nur noch widerwillig auf der Notebook-Tastatur und will am Desktop gar nicht mehr zurück. Allein aus praktischen Gründen (Stichwort "Tastenhöhe") würde eine mechanische Split-Tastastur und ein 10-Euro-Numpad schon nicht zusammenpassen.

Perixx PERIBOARD-835BR Keyboard gekauft (was aber schon länger nicht mehr lieferbar ist)
Soll in der zweiten März-Woche wieder lieferbar sein laut einiger weniger Händler auf Geizhals - siehe Wunschliste oben.

- Könnte man diese magnetischen Switches so einstellen, dass sie vom "Verhalten" sich so anfühlen wie die braunen Switches?
Bisher sind keine magnetischen Schalter bei mir im Einsatz, aber ich vermute, das geht nicht. Einstellbar ist der Auslösepunkt, also nach welchem Anteil des Hubwegs eine Eingabe registriert wird. Was es allerdings gibt, sind taktile Hall Effect-Switches zum Nachrüsten, wie z.B. den Gateron Jade Emerald.

- Könnte es problematisch sein/werden, wenn man von einem "Vollformat-Keyboard" mit Numblock zum Format der ASUS ROG Falcata wechselt?
Decke den Nummernblock für eine Woche lang ab, mit einem Handtuch oder so, dann weißt Du es.

- komplette Tastatur/alle Tasten können per Frontend im Browser konfiguriert werden (keine Bloatware / Software vom Hersteller auf dem Rechner notwendig)
Keine Installation vornehmen zu müssen ist sicherlich angenehm, bedenke aber auch folgendes: Die Software kann, ohne die Tastatur auf dem Tisch zu haben, nicht ausprobiert werden. Ob die Bedienung evtl. bescheiden ist, weißt Du erst nach dem Kauf. Die Software ist closed source, egal ob auf Deinem System oder als Web-App, Du hast keine Kontrolle, was Asus damit macht. Um mal noch ganz schwarz zu malen: Die Tastenbelegung kannst Du solange anpassen, bis Asus irgendwann den Server abschaltet.

- alle Tasten (bis auf die Fn-Taste) frei belegbar/programmierbar? --> ist das wirklich so?
Gut möglich - bei einem custom keyboard kannst Du sogar bei der Fn-Taste selbst entscheiden, wo sich die befinden soll.

- PBT-Keycaps => angeblich unempfindlich gegenüber Fett und Glanzstellen, die bei anderen Kunststoffen schnell auftreten?!
Das stimmt schon, PBT ist ziemlich robust, aber auch eher rau und kalt, während ABS sich warm anfühlt und mit der Zeit glänzend und glatt wird.

gibt Berichte über einen nervigen Ring/Ping-Sound beim Tippen?! (die roten Switches sind wohl annähernd geräuschlos aber haben ein anderes Tastendruckgefühl?!)
Ping-Geräusche entstehen meist auf plate-mounted Tastaturen. Da sind die Schalter nicht direkt aufs PCB gelötet, sondern von einer Metallplatte eingefasst. Je dicker, härter und schwerer, desto lauter. Stahlplatten / steel plates sind besonders anfällig für ping sounds. Mit den roten Switches hat das nichts zu tun. Ein anderes Tippgefühl haben die Roten tatsächlich, weil sie linear sind - im Gegensatz zu den Taktilen wie z.B. Browns fehlt der "bump", also die Schwelle, die man am Auslösepunkt überwindet.

- designtechnisch hinter den "Konkurrenten" zurück
In welcher Hinsicht?

- Tastenkappen lassen sich wohl leicht wechseln/ersetzen?!
Das gilt für alle mechanischen Tastaturen mit MX-Switches, Stichwort Kreuzaufnahme - einfach nach oben abziehen und eine neue Kappe aufstecken.

- "vorne" kann keine Neigung eingestellt werden?!
- keinerlei Wölbung zur Mitte hin?!
Weil die Keychron Q11 ein split board ist. Sie besteht aus zwei teilbaren Hälften, um einen eigenen Winkel einzustellen und das war's. tenting und tilting ist den ergonomischen Tastaturen vorbehalten. Und dann gibt es noch das Alice-Layout, mit seinen V-förmig angeordneten Tasten, erinnert mich immer an Engelsflügel. Das Gehäuse besteht aber aus einem Teil, tenting ist somit nicht möglich. tilting könntest Du aber nachrüsten, z.B. mit höheren Füßen.
 
Die Tastenbelegung kannst Du solange anpassen, bis Asus irgendwann den Server abschaltet.
Deshalb würde ich nichts mehr kaufen, dass nicht von VIA unterstützt wird. QMK ist dagegen für den Normalnutzer (der nicht programmieren kann) eher uninteressant.

Ich habe aktuell die Keychron Q10 mit Alice-Layout und finde das für die Hände angenehmer als die normalen Tasttaturen. Vielleicht ist Alice-Layout auch eine Option.
 
Erstmal vielen herzlichen Dank, dass du dir die Zeit genommen hast und so detailliert auf alle Punkte eingegangen bist - echt top! Das weiß ich sehr zu schätzen.



Wenn Du unbedingt etwas aus diesem Teil deiner Recherche mitnehmen willst, dann drehe den Spieß um und frage Dich: "Was wäre ein schlechter oder gar kein Kompromiss?" - Keinen clicky Switch zu wählen, weil man die Tastatur auf der Arbeit im Großraumbüro einsetzen will, könnte eine mögliche Antwort sein.
Lautstärke wäre für mich tatsächlich überhaupt kein Thema - habe ein separates Arbeitszimmer. Da gilt quasi: alles was mich nicht stört, würde auch niemand anderes stören :)

Wenn auch aus der Liste mit Pluspunkten zur ASUS entnommen, lese ich da ein modellübergreifendes Kriterium raus und bitte um Klarstellung, weil "DE-Layout" für mich lediglich bedeutet: Du möchtest Umlaute auf den Tastenkappen sehen. Die sind durchaus später noch nachrüstbar durch einen Wechsel der Keycaps.

Aber wie steht es um das physische Layout, ANSI oder ISO, hast Du da eine Präferenz?

Sehr richtige und wichtige Anmerkung - für mich ist ein ISO (DE) Layout ein sehr wichtiges Kriterium (sorry, mein Fehler - hab mich da nicht klar genug ausgedrückt).

Warum nicht? Nicht bei jedem Board ist es notwendig zu löten. Und der Zusammenbau könnte ja auch Spaß machen. Mit etwas Glück findest Du hier sicherlich Jemanden, wenn es Hilfe bedarf. Ich habe bereits für Forenmitglieder Schalter einlöten dürfen.

Ich hatte erst kürzlich mein "Rechnerbau-2026-Projekt" fertiggestellt und das ist leider alles etwas wofür ich aktuell eigentlich überhaupt keinen Nerv oder Zeit habe (leider). Ganz früher habe ich sowas gerne gemacht - heutzutage ist das alles eher eine Last. Ich möchte da einfach "das am besten Passendste von der Stange" kaufen und dann (als Neuware) in Betrieb nehmen, ohne mich lang damit beschäftigen zu müsse. Die Recherche vorab verschlingt schon immer Stunden, Tage, Wochen an Zeit.
Vielleicht irgendwann mal, wenn die Zeiten etwas ruhiger sind...

Ein Numpad für einen Zehner kann nur ein Rubberdome-Gerät werden. Hattest Du bisher ausschließlich, so wie ich das sehe, aber aus eigener Erfahrung weiß ich, wer einmal mechanisch getippt hat, tippt nur noch widerwillig auf der Notebook-Tastatur und will am Desktop gar nicht mehr zurück. Allein aus praktischen Gründen (Stichwort "Tastenhöhe") würde eine mechanische Split-Tastastur und ein 10-Euro-Numpad schon nicht zusammenpassen.

Absolut, hatte mich da auch nochmals näher mit befasst und kam dann zu dem Entschluss dieses Numpad (direkt beim Hersteller) zu bestellen (soll wohl die Tage geliefert werden):

EPOMAKER EK21 VIA Gasket Numpad

Bisher sind keine magnetischen Schalter bei mir im Einsatz, aber ich vermute, das geht nicht. Einstellbar ist der Auslösepunkt, also nach welchem Anteil des Hubwegs eine Eingabe registriert wird. Was es allerdings gibt, sind taktile Hall Effect-Switches zum Nachrüsten, wie z.B. den Gateron Jade Emerald.

Ah ok, gut zu wissen. Ich dachte, dass man die Intensität des Tastendrucks bei magnetischen Schaltern irgendwie regulieren kann. Die sind natürlich schon sehr leichtgängig/weich.

Keine Installation vornehmen zu müssen ist sicherlich angenehm, bedenke aber auch folgendes: Die Software kann, ohne die Tastatur auf dem Tisch zu haben, nicht ausprobiert werden. Ob die Bedienung evtl. bescheiden ist, weißt Du erst nach dem Kauf. Die Software ist closed source, egal ob auf Deinem System oder als Web-App, Du hast keine Kontrolle, was Asus damit macht. Um mal noch ganz schwarz zu malen: Die Tastenbelegung kannst Du solange anpassen, bis Asus irgendwann den Server abschaltet.

Gäbe es da wirklich keine Möglichkeit, dass jemand Versiertes aus der Community ein solches Tool bastelt, falls ASUS wirklich irgendwann mal den Stecker zieht (quasi irgendeine API, die per Reengineering bedient werden könnte)?

In welcher Hinsicht?

Das ist quasi nur eine subjektive, rein optische Einschätzung meinerseits (also auf keinen Fall "allgemeingültig").

Weil die Keychron Q11 ein split board ist. Sie besteht aus zwei teilbaren Hälften, um einen eigenen Winkel einzustellen und das war's. tenting und tilting ist den ergonomischen Tastaturen vorbehalten. Und dann gibt es noch das Alice-Layout, mit seinen V-förmig angeordneten Tasten, erinnert mich immer an Engelsflügel. Das Gehäuse besteht aber aus einem Teil, tenting ist somit nicht möglich. tilting könntest Du aber nachrüsten, z.B. mit höheren Füßen.

Das verstehe ich ehrlich gesagt nicht.
Das Natual Keyboard ist doch der Klassiker schlechthin unter den "Alice-Layout-Keyboards", oder nicht?
Meines Erachtens fällt da auch mein K860 drunter.
Bei beiden habe ich ein ausreichend gutes/ergonomisches tenting und tilting...
Beitrag automatisch zusammengeführt:

Vielleicht ist Alice-Layout auch eine Option.
Nicht falsch verstehen, aber hast du meinen Startpost gelesen?
 
Sehr richtige und wichtige Anmerkung - für mich ist ein ISO (DE) Layout ein sehr wichtiges Kriterium (sorry, mein Fehler - hab mich da nicht klar genug ausgedrückt).
Fette Enter also, damit bist Du mir spontan sympathisch. :d Und musst Dich leider darauf einstellen, die Suche damit zu erschweren, weil viele ergonomic boards nutzen ein ortholineares Layout und da passt einfach keine ISO-Enter hin. Kannst Dich ja mal von r/ErgoMechKeyboards und r/Ergodox inspirieren lassen, da sind vielleicht auch Bretter dabei, die man fertig oder als Kit zum Zusammenstecken kaufen kann.

Ich hatte erst kürzlich mein "Rechnerbau-2026-Projekt" fertiggestellt und das ist leider alles etwas wofür ich aktuell eigentlich überhaupt keinen Nerv oder Zeit habe (leider). Ganz früher habe ich sowas gerne gemacht - heutzutage ist das alles eher eine Last. Ich möchte da einfach "das am besten Passendste von der Stange" kaufen und dann (als Neuware) in Betrieb nehmen, ohne mich lang damit beschäftigen zu müsse. Die Recherche vorab verschlingt schon immer Stunden, Tage, Wochen an Zeit.
Vielleicht irgendwann mal, wenn die Zeiten etwas ruhiger sind...
Es läuft immer auf's Selbe hinaus, der Tag hat zu wenige Stunden, kenne und verstehe ich. Kann ja ein Plan sein, der in der Schublade liegt und nicht wegläuft. Es kommt der Tag, da sind Spielzeit und -geld da.

Absolut, hatte mich da auch nochmals näher mit befasst und kam dann zu dem Entschluss dieses Numpad (direkt beim Hersteller) zu bestellen (soll wohl die Tage geliefert werden):

EPOMAKER EK21 VIA Gasket Numpad
Das Ende der Fahnenstange in Sachen Qualität ist das nicht, wohl aber ein guter Einstieg und mit passender Höhe, sofern es mechanisch werden sollte. Ein Board von Epomaker habe ich nicht, die Switches sind aber recht fein.

Ah ok, gut zu wissen. Ich dachte, dass man die Intensität des Tastendrucks bei magnetischen Schaltern irgendwie regulieren kann. Die sind natürlich schon sehr leichtgängig/weich.
Bitte nagele mich nicht darauf fest, es treiben sich hier Leute um, die über wesentlich mehr Erfahrung und Wissen zum Thema Hall Effect verfügen, als ich das tue. Einer von denen hat hier auch bereits mitgelesen, so sagt es mir die Glaskugel seine Reaktion auf meinen Beitrag. Ich hoffe, er meldet sich noch zu Wort. :bigok:

Gäbe es da wirklich keine Möglichkeit, dass jemand Versiertes aus der Community ein solches Tool bastelt, falls ASUS wirklich irgendwann mal den Stecker zieht (quasi irgendeine API, die per Reengineering bedient werden könnte)?
Sehr unwahrscheinlich, meiner bescheidenen Meinung nach. Hier driften Interesse und Kompetenz auseinander. Verzeihe mir das Schubladendenken, aber um es zu konkretisieren: Auf der einen Seite dürften >99% der Leute, die eine pre-built von Asus kaufen, fachlich nicht in der Lage sein, so etwas zu entwickeln. Auf der anderen Seite stehen die Leute, die es können. Die gibt es bestimmt, die müssen es aber auch wollen. Und aus dieser Gruppe dürften >99% ihr Board ihren Wünschen entsprechend selbst entwickeln und bauen. Und sich dementsprechend nicht die Bohne dafür interessieren, wenn Asus daherkommt und sagt: "So, verehrte Kundschaft, der Server für Gear Link zu betreiben wird uns zu teuer, neue Geräte nutzen eh eine andere Lösung, von daher ist die Software der Falcata ab sofort EOL."

Das ist quasi nur eine subjektive, rein optische Einschätzung meinerseits (also auf keinen Fall "allgemeingültig").
Für die Qualität von Keychron gab es in den letzten Jahren Lob wie auch Kritik. Berechtigt ist beides. Viele Boards gibt es mit massiven Alu-Gehäusen. Wenn man von einem pre-built Plastikbomber kommt, ist das eine Offenbarung, weil schwer und mit rutschfestem Stand. Wenn man schon einmal die Ehre hatte, ein custom Board für einen mittleren dreistelligen Betrag in der Hand zu haben, und dann eine Keychron kauft, weil man ein spezielles Layout will (in meinem Fall war das die Q14 mit Alice und lefty Numpad) fragt man sich, warum die Lackierung von Keychron so rau ist wie die Haut einer Orange. Ansichtssache, ob das ein Problem darstellt oder eben nicht. Aber auch nicht unlösbar, wenn man denn Zeit und Geld investieren will.

Das Natual Keyboard ist doch der Klassiker schlechthin unter den "Alice-Layout-Keyboards", oder nicht?
Gemeinsamkeiten wie das einteilige Gehäuse mag es geben, aber nein, die Natural Keyboard-Serie zählt für mich nicht zu Alice. Dafür können die Teile einfach zu viel. In der Mitte erhaben (tent) und negativer Tippwinkel (tilt) sind Eigenschaften, die ein Alice-Board nicht hat. Ein Zwitter wäre meiner Ansicht nach die Cherry G80-5000, von der ich total gern ein Exemplar mein Eigen nennen würde. Stammt aus den 90er-Jahren und wird längst nicht mehr gebaut. Das führt direkt zum Problem: Sie werden seltener gehandelt als eine Sonnenfinsternis stattfindet. Wenn doch, dann zu einem vierstelligen Preis.
 
Bisher sind keine magnetischen Schalter bei mir im Einsatz, aber ich vermute, das geht nicht. Einstellbar ist der Auslösepunkt, also nach welchem Anteil des Hubwegs eine Eingabe registriert wird. Was es allerdings gibt, sind taktile Hall Effect-Switches zum Nachrüsten, wie z.B. den Gateron Jade Emerald.
Ah ok, gut zu wissen. Ich dachte, dass man die Intensität des Tastendrucks bei magnetischen Schaltern irgendwie regulieren kann. Die sind natürlich schon sehr leichtgängig/weich.

Zu HE Switches - nein man kann die Intensität nicht einstellen. Man kann nur den Auslösepunkt und Rücksetzpunkt festlegen, dabei sehr fein mit 0.1mm Schritten. Da kann kein herkömmlicher mechanischer Switch mithalten. Ist ein nettes Feature bei Spielen wo sehr schnelle Reaktionen/Movement wichtig sind, aber beim klassischen Schreiben habe ich noch keinen HE Switch erlebt dann an gute mechanische Switches vom Tippgefühl (und auch Klang) heran kommt, auch wenn der Markt und das Sortiment an HE Switches dank viel Hype und Konkurzenprodukten ganz gut gewachsen ist.

Und zum Thema "Leichtgängigkeit" - natürlich gibt es auch HE Switches mit schweren Federn z.B. Geon Raw HE mit 60g. Die "leichten" Varianten werden ja immer suggeriert das man damit "schneller" wäre. was natürlich nur Marketing blah blah ist.
 
Fette Enter also, damit bist Du mir spontan sympathisch. :d Und musst Dich leider darauf einstellen, die Suche damit zu erschweren, weil viele ergonomic boards nutzen ein ortholineares Layout und da passt einfach keine ISO-Enter hin. Kannst Dich ja mal von r/ErgoMechKeyboards und r/Ergodox inspirieren lassen, da sind vielleicht auch Bretter dabei, die man fertig oder als Kit zum Zusammenstecken kaufen kann.
Guter Mann :d Habe schon gemerkt, dass wir da auf einer Wellenlänge sind :)

Es läuft immer auf's Selbe hinaus, der Tag hat zu wenige Stunden, kenne und verstehe ich. Kann ja ein Plan sein, der in der Schublade liegt und nicht wegläuft. Es kommt der Tag, da sind Spielzeit und -geld da.

Absolut, sehe ich genauso :)

Gemeinsamkeiten wie das einteilige Gehäuse mag es geben, aber nein, die Natural Keyboard-Serie zählt für mich nicht zu Alice. Dafür können die Teile einfach zu viel. In der Mitte erhaben (tent) und negativer Tippwinkel (tilt) sind Eigenschaften, die ein Alice-Board nicht hat. Ein Zwitter wäre meiner Ansicht nach die Cherry G80-5000, von der ich total gern ein Exemplar mein Eigen nennen würde. Stammt aus den 90er-Jahren und wird längst nicht mehr gebaut. Das führt direkt zum Problem: Sie werden seltener gehandelt als eine Sonnenfinsternis stattfindet. Wenn doch, dann zu einem vierstelligen Preis.

Krasse Sache - das Cherry G80-5000 Keyboard kannte ich glaub noch nicht (ist aber auch schon lange her - möglicherweise habe ich es mal wo gesehen und mich damals gewundert, was das wohl sein mag :d ).
Hatte aber damals zu 2.86er-Zeiten auch 2 Cherry-Keyboards und ein "normales". Das Zeug war auch nach Jahren nicht kaputt zu bekommen.
Bei dem Cherry-Keyboard war immer der running Gag zwischen einem Freund und mir: "mit dem Ding kannste ja einen echt tot schlagen" - meine Antwort war immer: "wolln was rausfinden?" :d
Aber die waren schon echt massiv (schwer).
Die 3 Keyboards hatte ich vor ein paar Jahren für 'nen 10er verkauft.

Das erste Natural Keyboard war zwar auch ein ziemlicher Klopper - aber halt ein Plastikbomber. Das zweite Natural Keyboard war rückblickend am robustesten (das habe ich sogar noch irgendwo in einer Kiste verpackt - ich hatte jedes Natural Keyboard Modell über die Jahre, aber die alten hatte ich dann irgendwann entsorgt - bis auf das).

Die heutigen Cherry-Keyboards taugen vermutlich nicht mehr so viel. Es gibt ein "aktuelles" Modell, das dem Natural Keyboard "nachempfunden" ist, aber das scheint qualitativ auch eher unterste Schublade zu sein.
Beitrag automatisch zusammengeführt:

Zu HE Switches - nein man kann die Intensität nicht einstellen. Man kann nur den Auslösepunkt und Rücksetzpunkt festlegen, dabei sehr fein mit 0.1mm Schritten. Da kann kein herkömmlicher mechanischer Switch mithalten. Ist ein nettes Feature bei Spielen wo sehr schnelle Reaktionen/Movement wichtig sind, aber beim klassischen Schreiben habe ich noch keinen HE Switch erlebt dann an gute mechanische Switches vom Tippgefühl (und auch Klang) heran kommt, auch wenn der Markt und das Sortiment an HE Switches dank viel Hype und Konkurzenprodukten ganz gut gewachsen ist.

Und zum Thema "Leichtgängigkeit" - natürlich gibt es auch HE Switches mit schweren Federn z.B. Geon Raw HE mit 60g. Die "leichten" Varianten werden ja immer suggeriert das man damit "schneller" wäre. was natürlich nur Marketing blah blah ist.
Vielen Dank auch für deine Rückmeldung bzw. den Input :)

Das ist schon ein ganz anderes Tippgefühl - im Vergleich zu meinem NEK4000 oder dem K860 (selbst die unterscheiden sich ja ziemlich - wobei ich auf dem K860 merkbar schneller tippe wie auf dem NEK4000, hätte ich zuerst nicht erwartet). Ich denke an das ASUS Keyboard werde ich mich gewöhnen - werde es jedenfalls erstmal "behalten", da es soweit eigentlich einen echt guten und sehr hochwertigen Eindruck auf mich macht.

Hoffentlich kommt Cyberport mal in die Gänge und ersetzt das "Nicht-Neuware"-Keyboard gegen Neuware, für die ich (fürstlich) bezahlt habe. Heute ist dann der dritte Werktag rum, an dem keine Reaktion erfolgte... eigentlich eine Riesensauerei :(
 
Zuletzt bearbeitet:
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