Nach Nutzer-Kritik: Discord verschiebt Altersverifikation

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Discord hat seine geplante Pflicht zur globalen Altersverifizierung zunächst auf Eis gelegt. Ursprünglich sollte das System im nächsten Monat für alle 200 Millionen monatlich aktiven Nutzer ausgerollt werden. Doch die heftige Kritik aus der Community und wohl auch das vermehrte Abwandern der eigenen Nutzer zu TeamSpeak, was dort zeitweise zu massiven Kapazitätsproblemen führte, zwangen die Entwickler jetzt wohl zu einer Verschiebung und einer grundlegenden Überarbeitung der Pläne.
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Nachteil das Osprey nun öffentlich ist: Jeder kann sehen wie Discord gegen Spam etc. vorgeht und dagegen arbeiten.

Nachtrag: Ich weiß, dass Engine != Regeln sind, jedoch gibt es dennoch Einblick über die technische Arbeitsweise etc :d
 
Ich bleibe ja bei meinem Vorschlag, dass es Sinn machen würde, NGOs zu haben, die ohne Profitinteresse und Datensparsam nichts anderes machen, als in einem ähnlichen Verfahren wie OAuth zu Bescheinigen, dass jemand in bestimmtes Alter hat. Die gesamte Public Key Infrastructure funktioniert so ähnlich und das funktioniert wunderbar.

Anstatt mehr so Müll auszurollen, das über KI zu regeln, können wir das auch gerne über Wege wie PostIdent machen, dort wird das Alter über ein Identifikationsdokument geprüft und die entsprechende Klassifizierung vorgenommen (>14,>16,>18,>21 wären ja gängig). Über die Präzision kann noch diskutieren.

Wichtig wäre halt der non-profit und NGO Charakter.
 
NGOs sind near government organisationen mit Null vertrauen. Da Kinder keine Verträge abschließen können ist die Lösung viel einfacher: Alles ist ab 18 und die Eltern kümmern sich darum wie die Geräte ihrer Kinder administriert werden. DIE und nur DIE schaffen Kindern schließlich Zugang.
 
NGOs sind near government organisationen mit Null vertrauen. Da Kinder keine Verträge abschließen können ist die Lösung viel einfacher: Alles ist ab 18 und die Eltern kümmern sich darum wie die Geräte ihrer Kinder administriert werden. DIE und nur DIE schaffen Kindern schließlich Zugang.
Wunderbar. Ich arbeite als Dienstleister fürs Schulwesen und ich kann dir sagen das über 80% der Eltern nicht einmal Emails lesen können. Irgendwie eine Jugenschutz-App zu bedienen wird NIE klappen.
 
Mal schauen was dabei rumkommt.
Eventuell kann man ja auch warten bis der Account 18 Jahre alt wird und dann wird er automatisch freigeschaltet :d

Dämlicher Authentifizierungszirkus überall.
Die Eltern sind massiv in der Haftung hier, nicht alle anderen User. Aber das zu lösen wird schwer.
 
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Der Staat ist für andere Sachen zuständig.... .
Die Eltern soll schließlich nicht nur ins Bettchen hüpfen und Nachwuchs machen, sondern auch VERSORGEN.
 
Ich bleibe ja bei meinem Vorschlag, dass es Sinn machen würde, NGOs zu haben, die ohne Profitinteresse und Datensparsam nichts anderes machen, als in einem ähnlichen Verfahren wie OAuth zu Bescheinigen, dass jemand in bestimmtes Alter hat. Die gesamte Public Key Infrastructure funktioniert so ähnlich und das funktioniert wunderbar.

Anstatt mehr so Müll auszurollen, das über KI zu regeln, können wir das auch gerne über Wege wie PostIdent machen, dort wird das Alter über ein Identifikationsdokument geprüft und die entsprechende Klassifizierung vorgenommen (>14,>16,>18,>21 wären ja gängig). Über die Präzision kann noch diskutieren.

Wichtig wäre halt der non-profit und NGO Charakter.
Ich bleibe bei meinem Vorschlag, dass Eltern einfach darauf achten sollten, was ihre Kinder in der Freizeit machen. Ist ja nicht so, dass überall öffentlich Geräte rumstehen, mit denen man an discord teilnehmen könnte. In der Regel braucht man da schon ein eigenes fähiges Endgerät. Warum geben die ihren Kids nicht einfach Kindertelefone und gut ist? Oder so einen alten Nokia Schinken - am besten ohne Internet und Kamera dafür mit Snake und vielleicht Tetris?

Dann können wir Erwachsenen das Internet einfach nutzen wie gewohnt - ohne aufgezwungene Massenüberwachung.

Ich werde jedenfalls niemals bei Discord mit meinen echten Daten mein Alter verifizieren.
 
Den wahren Grund für Discords Teil-Rückzieher nennt der Artikel allerdings nicht.

Der Dienst arbeitete mit dem Identifikationsystem von Peter Thiels (Paypal) "Persona". Und das wurde Anfang des Jahres "gehackt", wobei hoch interessante Informationen herauskamen. Wobei "gehackt" übertrieben ist, die "Hacker" konnten wohl recht leicht in das System eindringen. Und heraus kam, daß keine autonome KI das hochgeladene Foto "analysierte", und auf Plausibilität bezüglich des Alters abklopfte, sondern daß so ein Bild an bis zu 269 "Stationen" gesendet wird, und dabei unter anderem mit Terrorlisten, Fahndungsfotos, Kryptokonten, Listen "politisch auffälliger Personen" etc. pp abgeglichen wurde.


Dabei dürften auch etliche Kopien an Behörden und Geheimdienste gegangen und dort archiviert worden sein. Denn "Peter Thiel" ist eben auch "Palantir".
...und CIA, denn das Gründungskapital dazu kam von In-Q-Tel, einem dafür gegründeten "Non Profit"-Unternehmen das voll von der CIA finanziert wird.




Und tatsächlich wurden viele der Daten von Discord/Persona auch auf US-Regierungsservern gefunden.
Mal Hand hoch: Wer ist jetzt noch für Altersverifikation für den Zugang zu Internetangeboten?
 
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Ich bleibe bei meinem Vorschlag, dass Eltern einfach darauf achten sollten, was ihre Kinder in der Freizeit machen. Ist ja nicht so, dass überall öffentlich Geräte rumstehen, mit denen man an discord teilnehmen könnte. In der Regel braucht man da schon ein eigenes fähiges Endgerät. Warum geben die ihren Kids nicht einfach Kindertelefone und gut ist? Oder so einen alten Nokia Schinken - am besten ohne Internet und Kamera dafür mit Snake und vielleicht Tetris?
Ich glaube, du überschätzt Eltern und unterschätzt den sozialen Druck. In Zeiten, in denen Kinder schon das Smartphone zur Beschäftigung bekommen, wo sie noch nicht mal richtig sprechen können, erwarte ich von Eltern nicht, dass sie vor ihren Kindern durchgesetzt bekommen, dass es das eigene Smartphone nur in der Kindervariante gibt. Das kostet wahrscheinlich noch mal einen ordentlichen Aufpreis und kann dann trotzdem nicht das, was Kinder heutzutage eben damit machen. Man kann ja durchaus sein altes Vertragshandy weiter geben anstatt eigens ein teures Gerät für Kinder anzuschaffen.

Genauso wie beim Alkohol- und Zigarettenkauf wirst du wohl nicht drumherum kommen, irgendwie das Alter zu verifizieren. Das hindert Kinder nicht sicherlich nicht daran, die Geldkarte oder den Personalausweis der Eltern zu leihen, aber es ist eine Hürde. Ein physikalisches Objekt, auf das die Eltern eben aufpassen müssen. Und dagegen steht der Komfort.
Discord hat ja ein wenig zurückgerudert und würde versuchen das Alter aus bestehenden Daten zu erkennen (Gott bewahre...). Aber im Prinzip gibt es ja schon Indikatoren. Wird ein Abo via Kreditkarte oder Lastschrift bezahlt? Das schaltet leider so Dinge wie Google Pay wieder aus, wo Guthaben und Abbuchung nicht transparent werden.

Die persönlichen Daten bekommen sie beim Payment sowieso, außer es ist Prepaid oder ein Geschenk oder so. Es sind Möglichkeiten.

Die Frage ist: Was ist der Default? 18+ oder Minderjährig?
Bei 18+ verlagerst du alles an die Eltern, da irgendwelche Sondermaßnahmen zu treffen (falls sie interessiert sind).
Bei Minderjährig nervt die Verifikation wir bekommen ergänzend zum Cookiebanner die 18+ Verifikation. Das wäre die Hölle und wir hätten das Datenschutzproblem.

Was ist dir lieber? Wieso lehnst du die von mir beschriebene Lösung mit zentralen Verifikationsprovidern ab?
 
Es gibt eine zentrale Verifikation.
Hast du Einwahldaten, bist du an einem Anschluss eines Volljährigen.

Wer seine Kinder unbeaufsichtigt ins Internet lässt und kein Interesse daran hat, wird seinen Kindern auch weiterhin alles erlauben, während 99% aller anderen User in DE nun sich digital zertifizieren und ausweisen sollen?
Da mache ich nicht mit.
 
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Alkohol und Zigaretten sind etwas völlig anderes. Beides kann man anonym mit Bargeld kaufen. Meinetwegen machen wir den Zutritt zu MediaMarkt, Saturn etc ab 18 Jahren und schließen Internetverträge oder sogar den Zugang für Minderjährige gesetzlich aus.
 
Man könnte ja auch per eAusweis ausschließlich das alter verifizieren, ohne Name etc. Sollte theoretisch reichen - dazu benötigt man ja auch die pin. Die sollten die Kinder wohl nicht kennen, wenn sie Muttis ausweis ausleihen.

Aber gut, cooler ist natürlich, wenn man komplette Datensätze an die Datenkraken verfüttert.
 
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