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Millionen Menschen nutzen Discord. Zuletzt vermeldete die Plattform 656 Millionen registrierte Nutzer. In einem Blog-Beitrag kündigen die Betreiber nun umfassende Änderungen für den Jugendschutz an. Ab Anfang März werden weltweit alle neuen und bestehenden Nutzer standardmäßig als Teenager eingestuft. Diese Grundeinstellung kann geändert werden, indem man sich als Erwachsener verifiziert. Ziel der Maßnahme ist es, eine sicherere und altersgerechte Nutzung zu ermöglichen. Es wird betont, dass man die Privatsphäre der Nutzer nicht einschränken will.
Um bestimmte Einstellungen zu ändern oder sensible Inhalte freizuschalten, können Nutzer dann künftig zu einer Altersverifikation aufgefordert werden. Discord bietet dafür wahlweise eine gesichtsbasierte Altersschätzung, die lokal auf dem Gerät verarbeitet wird, oder das Hochladen eines Ausweisdokuments bei zertifizierten Partnern. Identitätsdaten werden laut Unternehmen nach der Bestätigung schnell wieder gelöscht. Zusätzlich kommt ein Age-Inference-Modell zum Einsatz, das automatisch erkennt, ob ein Account wahrscheinlich einem Erwachsenen gehört.
Nachdem der Konzern im Oktober 2025 den Verlust von 70.000 Nutzerdaten öffentlich machen musste, dürfte man dieses Mal sehr darum bemüht sein, für Sicherheit zu sorgen. Damals waren die Ausweisbilder einem Hack zum Opfer gefallen.
Die neuen Teenager-Standardeinstellungen für alle Nutzer schränken verschiedene Bereiche von Discord ein. So sensibler Inhalte unscharf gemacht und können nur von erwachsenen, verifizierten Nutzern eingesehen werden. Ein Zugriff auf bestimmte Channels, Server und App-Commands mit entsprechender Kennzeichnung ist dann nicht mehr möglich. Es gibt eine getrennte Message-Request-Inbox für Nachrichten von Fremden und Warnhinweise tauchen bei Freundschaftsanfragen unbekannter Nutzer auf.