dann sieht man, dass diese Xeons eine ziemlich effiziente Geschichte sind.
Das liegt eben daran, dass die Kerne bei einem sehr geringen Takt und damit an einem effizienten Betriebspunkt laufen, weil es eben so viele Kerne sind. Die Effizienz kann man auch bei seiner Desktop CPU massiv verbessern, wenn man sie eben nicht auf Höchstleistung treibt, also Allcore-OC möglichst auf allen Kernen ans Limit geht, sondern eben die Power Limits entsprechend senkt.
Der 285K schafft bei 75W etwa 1900 Punkte, rund 80% der knapp 2400 Punkte auf die er bei 210W und damit fast der dreifachen Leistungsaufnahme kommt. Letztlich ist es bei allen ähnlich, die Kurven werden immer flacher, je höher man den Takt und damit die Leistungsaufnahme treibt. Die letzten Prozent an Leistung kosten eben immer am Meisten, auch bei der Leistungsaufnahme. Viele Kerne bei jeweils weniger Takt sind eben immer effizienter als weniger von den gleichen Kernen bei mehr Takt.
Bei den AMD CPUs sieht man auch gut den Effekt der recht hohen Idle Leistungsaufnahme, die dazu führt, dass sie bei 45W sogar schlechter als der 14900K mit seiner unterlegenen Intel 7 Fertigung abschneiden. Auch hier sieht man diesen Effekt am Beispiel eines 3700X:
Bei 35W hat er gerade 1,1GHz, bei nur 5W mehr kommt er schon auf 2,1GHz, bei 45W auf 2,8GHz, 1,7GHz mehr für nur 10W mehr Leistungsaufnahme, von 65W auf 75W bekommt man für die gleichen 10W mehr nur noch 200MHz mehr Takt und bei so 3,4GHz ist der Sweet Spot und wenn man sich die Taktraten der Zen2 EYPC ansieht, so liegen deren Taktraten nicht zufällig in genau diesem Bereich oder etwas darunter, aber kaum mal darüber.