Die Streichung des neuen Spitzenmodells kann man nur so interpretieren, daß das Design von Arrow Lake mit dem 285er offenbar bereits ausgereizt ist.
Oder es kann eine reine Marketingentscheidung sein, den für nur 0,1 GHz mehr Boost-Takt würde eben ohnehin niemand einen Mehrpreis zahlen. Wozu also ein Modell launchen das eh niemand kauft?
Vermutlich hat Intel da aus den Erfahrungen des 285K gelernt. Der hätte ja immerhin auch vier E-Kerne aber trotzdem ist es den Mehrpreis nicht wert.
Es ist nur ein etwas niedriger getakteter 285K, ich würde mal auf knapp 400€ wenigstens am Anfang tippen.
Aber Intel hat vermutlich gelernt das die höhen Preise gegenüber dem 265K nicht durchsetzbar sind, und muss deshalb günstiger verkaufen.
Ich finde den Arrow Lake-Refresh überflüssig. Intel muss seine Brechstangen-Iterationen endlich einstellen, sich auf alte Tugenden besinnen.
Es ist zwar natürlich kein wirklich grosser Wurf und keine Innovation, aber dennoch immerhin eine kleine Innovation. Natürlich wird jetzt niemand von Arrow Lake auf Arrow Lake Refresh umsteigen, aber wer erst jetzt upgradet oder einsteigt, nimmt die kleinen Benefits in Form von vier zusätzlichen E-Kernen und dem verbesserten Speicherkontroller gerne mit.
Oder bei AMD der Ryzen 7 9850X3D gegenüber dem Ryzen 7 9800X3D ist auch kein grösserer Fortschritt.
Oder bei den Grafikkarten ganz allgemein die GeForce RTX 5000 Serie gegenüber der RTX 4000 Serie sowie die Radeon RX 9000 Serie gegenüber der RX 7000 Serie.
Intel sollte seine erheblich gesteigerte E-Core-Leistung (37% gegenüber Alder Lake und Raptor Lake: Von Skylake-Niveau gesteigert auf Comet Lake-Niveau) zunutze machen. Immerhin könnten damit die kleinen Prozessor-Binnings vollends bestückt werden und die P-Cores, deren Mehrleistung gegenüber der E-Cores in kaum mehr als in ein ganzes Drittel resultiert, den teuren Modellen vorbehalten, diese sich zumindest mittels dem Hyper-Threading absetzen können.
Denke damit würde sich Intel eher komplett ins Aus schiessen, denn für einfache Office- und Multimedia-Aufgaben benutzt kaum noch jemand einen Desktop, sondern überwiegend Notebooks oder wenn dann Mini-PCs oder All-in-One-PCs mit Notebook-Technik. Ganz ohne P-Kerne geht es auch da nicht, aber da kommt dann schon oft ein Core 5 120U mit 2P + 8E Kernen oder Core Ultra 5 134U mit 2P+ 8E + 2LPE Kernen zum Einsatz.
Argumente für einen Desktop fangen vorallem beim anspruchsvollerem Gaming, aber auch anspruchsvollerer Bild- und Videobearbeitung an, und da geht es nicht ohne mehr P-Kerne.
Oder steigen wenn der Dollar aus dem Tal der Tränen kommt, der brachte vor einem Jahr noch 0,97 Teuro, aktuell sind es nur 0,85
So niedrig ist der Dollar garnicht wenn man sich die Langfrist anschauet:
Die aktuellen 0,83€ bis 0,86€ sind garnicht sonderlich schwach sondern eher mittelmässig.
Was die nächsten Monate betrifft denke ich das es bei diesem Seitwärtstrend innerhalb des 0,83€ bis 0,86€ Korridors bleibt.
Langfristig könnte es natürlich schon sein, das der Dollar mal wieder über die 1€ Parität steigt, genausogut kann es auch sein das er noch weiter unter die 0,75€ Marke fällt. Und dan würden CPUs und natürlich auch Sprit und Heizöl noch günstiger.
Wobei uns das aber im Bezug auf PCs auch nicht viel bringen würde, denn wegen der Speicherkriese würden selbst bei einem Doller unter 0,75€ der RAM und die Grafikkarten unverschämt teuer bleiben.