Gereizte KI-Blase: NVIDIA, OpenAI, Oracle und Co. zeigen sich auffällig bemüht

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06.03.2017
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In den vergangenen Tagen zeigten sich einige Zerwürfnisse oder womöglich auch nur Fehler in der Kommunikation und Informationen, die missinterpretiert wurden. Aber es wird auch einmal mehr deutlich, wie empfindlich die Märkte und beteiligten Unternehmen sind, wenn die gewaltigen und gegenseitigen Investitionen hinterfragt werden.
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"Hey ich bin dein Kunde, wie wäre es mir 100 Milliarden Dollar zu geben, damit ich noch mehr kaufen kann?"
Kein Wunder reagiert da jeder etwas gereizt als Verkäufer.
 
Die wirtschaftliche und funktionale Realität von KI lässt eben auch durch ein Schneeballsystem nicht ewig verstecken. Sobald einer der Großen zuckt implodiert der ganze überbewertete Techbereich.
 
Die wissen selber das die nur noch von Hype, dafür aber nicht von Demand leben. Ich hoffe das eine große Martkbereinigung dieses Jahr kommt.
Meine größten Bedenken sind, dass sie es vorher schaffen sich überall so tief einzugraben, dass am Ende Staaten das Kartenhaus stützen ....
 
Der Staat steckt doch heute schon bis zum Hals mit im Hype. Da geht locker über Nacht 1 Billionen den Lokus runter. Vom Energieversorger bis zu den Banken fallen dann die Dominosteine in der nächsten Finanzkrise. Die Hilfen vom Steuerzahler werden kommen.
 
Normalerweis (manchmal, eher selten) brenn ich ja durchaus mal eine Kerze an und hoffe das die Götter ein Einsehen haben und meine Wünsche etwas unterstützen. In diesem Fall müßte ich die ganze Stadt mit Kerzen überfluten damit das System endlich zusammenbricht. Ihr verliert Unsummen an Geld? Nicht genug!!!!! 👺
 
Das Schlimme an dem Thema ist nicht, das der Staat oder die Staaten da Kohle drin versenkt haben.... Das Problem sehe ich in den Banken, die einen nicht unerheblichen Teil von dem Kram finanziert haben, die tw. ihre ganzen internen Systeme schon auf KI umzusetzen.....
Das hat in der Gesamtgemengelage aktuell ein erschreckendes Potential für eine Krise, die sich gewaschen hat.... Der Papierhandel mit Edelmetallen spielt auch da gerade mit rein....

Ich bin gespannt, wann es knallt... und wer dann den Preis dafür zahlt, oder wie tief der Steuerzahler dann den ganzen Zauber dann "retten" darf... und mit was...

*Direkt mal Pocorn im Großhandel geordert*
 
Noch gibt es kein sicheres Fundament an bezahlten Services und Nutzern, welches die mehreren hundert Milliarden US-Dollar, die bereits investiert wurden und die noch investiert werden sollen, auch wieder refinanzieren kann.

Ob das jemals wieder eingespielt wird, ist fraglich. Auf der anderen Seite wird im Falle eines Scheiterns jemand dafür aufkommen müssen und sei's der herkömmliche Konsument.
 
Ich hoffe das eine große Martkbereinigung dieses Jahr kommt.

Erstmal geht's weiter bergauf...

WCCF Tech berichten mit Berufung auf einen entsprechenden Bericht aus dem chinesischsprachigem 'Board Channels' Forum über einen weiteren kommenden Preisanstieg bei AMD-Grafikkarten, welcher im Zeitrahmen Februar/März anstehen soll. Diese Preissteigerung soll von den Grafikkarten-Herstellern ausgehen, sprich läuft erst durch die Handelskette hindurch, erreicht die Einzelhandelspreise dann also mit 1-2 Monaten Verzögerung (je nach Höhe der Lagerbestände).

TrendForce erwarten im ersten Quartal ebenfalls einen weiterhin harschen Anstieg der Speicher-Kontraktpreise, in einem gegenüber dem Vorquartal sogar noch einmal deutlich höherem Tempo. DRAM-seitig kann man knapp von einer Verdopplung sprechen, bei NAND (Flashspeicher) geht es noch um mindestens die Hälfte nach oben.

Quelle: 3dcenter.org
 
Ja also innerhalb von Tagen wird das nicht einfach "Crashen", das wird Wochen dauern bis die Effekte wieder durch alles durchwandern.
 
Ja also innerhalb von Tagen wird das nicht einfach "Crashen", das wird Wochen dauern bis die Effekte wieder durch alles durchwandern.

Je mehr investiert wird, desto weniger ist man/n gewillt, davon abzulassen... Das gilt im Großen wie im Kleinen.
 
Das Schlimme an dem Thema ist nicht, das der Staat oder die Staaten da Kohle drin versenkt haben.... Das Problem sehe ich in den Banken, die einen nicht unerheblichen Teil von dem Kram finanziert haben, die tw. ihre ganzen internen Systeme schon auf KI umzusetzen.....
Das hat in der Gesamtgemengelage aktuell ein erschreckendes Potential für eine Krise, die sich gewaschen hat.... Der Papierhandel mit Edelmetallen spielt auch da gerade mit rein....

Ich bin gespannt, wann es knallt... und wer dann den Preis dafür zahlt, oder wie tief der Steuerzahler dann den ganzen Zauber dann "retten" darf... und mit was...

*Direkt mal Pocorn im Großhandel geordert*
Wäre schön, wenn die Länder von Island etwas gelernt hätten, aber dem wird wohl nicht so sein.

Einlagen der Bürger bis zu einer gewissen Decksumme stützen - gerne!
Banken retten? Nein ....

Wie es kommen wird, ist mir natürlich bewusst. Gewinne privatisieren, Verluste ....
 
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Joa, is halt wie mit Spielsucht, wenn man jetzt schon 10k in den Automaten geschoben hat kann mann nimmer aufhören, weil die Chance jetzt zu gewinnen und diesen Verlust zu kopensieren bzw. in die Gewinnzone zu kommen steigt ja vermeintlich mit der Anzahl der Versuche.

Gut, ist bissl anders, weil man in der realen Wirtschaft den "Automaten" auch noch bestechen, bedrohen oder austricksen kann... aber... so im Großen und Ganzen...
 
Kann man analog des Amerikanischen Immobilienmarktes den KI Markt shorten? Das wäre doch sicherlich eine spannende Wette.
 
Natürlich kanns du die beteiligten Unternehmen shorten. Die Quizfrage ist wann es implodiert.


Das wird nicht binnen Tagen crashen sondern maximal in Stunden. Dotcom hatte wenigstens einige profitable Unternehmen hervor gebracht. Keine der AI Buden ist auch nur im Ansatz ohne dauerhaften Kapitalzufluss überlebensfähig. Die Hardwarehersteller hängen wiederum an den Kettenverträgen, im Zentrum NV, MS, Oracle und AMD.
 
Zuletzt bearbeitet:
Während Firmen wie Microsoft, Google und Meta ein sehr gesundes Kerngeschäft und ausgezeichnete Cashreserven haben, fehlt bei OpenAI ein erfolgreiches Geschäftsmodel. Die Hyperscaler können die Investitionen weiterhin bezahlen, auch dicke Verluste mit AI aussitzen. Die Blase betrifft konkret OpenAI und alle, die davon abhängig sind. Keine Substanz, kein Geschäftsmodell, aber hunderte Milliarden an jährlichen Verpflichtungen.
  • Wie soll OpenAI die Oracle AI Rechenzentren bezahlen?
  • Wie soll OpenAI Nvidia bezahlen?
  • Wie soll OpenAI 40% des weltweiten DRAM Speichers bezahlen?
Sobald die Investoren bei OpenAI vorsichtig werden, geht das Geld aus und dann ist Feierabend mit OpenAI. Nvidia ist Smart, hier sehr vorsichtig zu "investieren" und gerade so viel reinzustecken, damit die Blase nicht direkt platzt.
 
fehlt bei OpenAI ein erfolgreiches Geschäftsmodel.
Fake it till you make it.
Hat bei Tesla auch geklappt.

Solang deine Kumpels bei der FED und deren Zweigstellen den Hahn offen halten, alles gut.
  • Wie soll OpenAI die Oracle AI Rechenzentren bezahlen?
  • Wie soll OpenAI Nvidia bezahlen?
  • Wie soll OpenAI 40% des weltweiten DRAM Speichers bezahlen?
Mit Luft und Liebe Dollar. Wie US-Konzerne seit 50 Jahren alles finanziert haben. Phantasiegeld gegen reale Wertschöpfung, super, oder? Wenn du das Phantasiegeld nicht willst, besucht dich die USS Gerald R. Ford und überzeugt dich.

So lange, bis die Konkurrenz tot ist.
Dann kann man am Preis drehen, wie man lustig ist.
 
Erstmal geht's weiter bergauf...

Quelle: 3dcenter.org
Das wird die erste Stufe bevor das KI-Kartenhaus selbst zusammenbricht: durch den Preisanstieg bei RAM werden viele Firmen (überall steckt RAM drinnen) ihre Produkte teurer machen müssen, dadurch weniger verkaufen, schlechteres Ergebnis haben -> fallende Akttienkurse -> Anleger werden nervös
 
Man hat hier zu hoch gepokert mit Funktionalität die es einfach nicht gibt. Es sind sich ja so ziemlich alle einig, dass der crash kommen wird. Ich stecke nicht tief genug drin um zu beurteilen, ob das unabwendbar ist oder ob man mit vernünftigen Maßnahmen zu einer weniger dramatischen Transformation kommt.

Mein Eindruck ist: Man findet den Weg zum Boden der Tatsachen nicht. Das ist wie mit unserer Regierung: man kennt die Probleme, aber maßgeblich etwas zu bewegen hieße sich selber ehrlich zu machen und den Ast auf dem man sitzt VIELLEICHT abzusägen.
Ich persönlich hoffe, dass man die ganze KI Blase konsolidiert und sich im nächsten Anlauf ehrlich an Meilensteinen orientiert, die auch wertschöpfend eingesetzt werden können. Was das angeht sind die Chinesen viel pragmatischer und damit eher so, wie wir Europäer. Wenn man einer solchen potenziellen, wirtschaftlichen Katastrophe doch etwas "positives" abgewinnen will: klar die fallenden Consumer Preise aber auch etwas Zeit, damit die behäbigen Europäer auch endlich die Zeichen erkennen und ihre Ki-Bemühungen etwas beschleunigen. Die Hoffnung stirbt zuletzt ;)

Dennoch: wer heute noch auf dem Dampfer "KI muss weg" schippert - der sollte besser nicht schlafen und stattdessen immer schön den Horizont nach Eisbergen absuchen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Genau, deswegen alle schön brav in Palantir investieren und hoffen dass wir alle bald mit nem Apple Analplug Tag rumlaufen (müssen).
Ja gut, wenn dieses Verlangen deine Träume dominiert, beglückwünsche ich Dich dazu.
Du wirst mir nachsehen, wenn ich es nicht teile - unabhängig davon wie zynisch oder deplaziert ;)
 
Kann man analog des Amerikanischen Immobilienmarktes den KI Markt shorten? Das wäre doch sicherlich eine spannende Wette.
Klar, nur muss man eben eie beim immobilienmarkt eben die einzelnen unternehmen shorten. Das problem mit dem shorting ist aber, den zeitpunkt des einbruchs zu bestimmen. Da steht und fällz sas ganze ja letztendlich.
 
Ja also innerhalb von Tagen wird das nicht einfach "Crashen", das wird Wochen dauern bis die Effekte wieder durch alles durchwandern.
Ja und meist beginnt so ein Ende der Blase damit, dass die erste Euphorie verblasst und die Leute anfangen genauer hinzusehen und zu schauen, wie das Geschäftsmodell aussieht und ob es je genug Geld verdienen kann, um die ganzen Investitionen zu rechtfertigen.

Keine der AI Buden ist auch nur im Ansatz ohne dauerhaften Kapitalzufluss überlebensfähig.
So ist es, zumal sie nicht den normalen Skaleneffekt der Internetunternehmen haben, bei denen die Investitionen anfangs zwar hoch sind, aber die Kosten pro Kunden fallen, je mehr Kunden sie gewinnen können. Bei KI funktioniert dies aber nicht, weil die Kosten pro Abfrage so hoch sind, dass sie bisher selbst bei den Bezahlmodellen pro Abfrage Verlust machen, weshalb auch die Suche nach effizienteren Chips für die Inference so massiv in Gang ist.

Die Hardwarehersteller hängen wiederum an den Kettenverträgen, im Zentrum NV, MS, Oracle und AMD.
Die sind teils so tief drin, dass sogar ihr Überleben in Gefahr geraten kann, sollte die Blase platzen. Auch wenn dann die Nachfrage eben massiv einbrechen wird und die Preise in den Keller fallen dürften.

Die Blase betrifft konkret OpenAI und alle, die davon abhängig sind. Keine Substanz, kein Geschäftsmodell, aber hunderte Milliarden an jährlichen Verpflichtungen.
Das könnte durchaus sein, wobei es aber auch XAI ist, die Elon ja nun gerade mit SpaceX fusioniert hat und wohl bald an die Börse bringen dürfte. Das Problem ist nur, dass auch SpaceX ohne massive Kohle vom Staat nicht überlebensfähig ist und die Meilensteine seiner Verträge nicht einhalten kann. Aber Elon hat so viele Fanboys, die werden ihm die Aktien auch zu total übertriebenen Bewertungen aus den Händen reißen und glauben fest an jedes seiner Versprechen.

Sobald die Investoren bei OpenAI vorsichtig werden, geht das Geld aus und dann ist Feierabend mit OpenAI. Nvidia ist Smart, hier sehr vorsichtig zu "investieren" und gerade so viel reinzustecken, damit die Blase nicht direkt platzt.
So scheint es, nur vergrößern sie damit ihre eigene Abhängigkeit, sofern sie es nicht schaffen, mit weniger Investment auszukommen als sie dadurch zusätzlich an Gewinn machen. Dazu muss dann aber genug Geld von anderen Investoren kommen, damit dies gelingt. Da bleibt dann die Frage vom Anfang, ob diese Investoren nur die Hype sehen, oder anfangen zu rechnen und zu schauen, wie realistisch das Geschäftsmodell ist.

Laut Googles KI hat OpenAI sich zu 1,4 Billionen USD für Infrastrukturinvestitionen verpflichtet und müsste nach einem Report von Bain & Company 2030 einen Umsatz von 2 Billionen erreichen, wobei es aber Zweifel gibt, dass selbst dies dann kostendeckend wäre. Das wären immerhin 6,5% des aktuellen BIP der USA. Zum Vergleich: Walmart ist derzeit die US Firma mit dem größten Umsatz von knapp 700 Milliarden USD, also nur etwa einem Drittel dessen, was OpenAI erreichen müsste. Die Ambitioniert zu nennen, ist da noch eine Untertreibung.
 
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