@Vantim,
in Deutschland gibt es drei Ausbildungsstufen zur praktischen Nutzung des MRT:
- Stufe 1 bestanden: darf nur den MRT Raum betreten und der anderen Person nen bisschen helfen und sonst nix
- Stufe 2 bestanden: darf selbst Phantomscans machen. Phantome sind Objekte die man scannen kann (also keine Menschen). Warum die man die scant ist jetzt egal. würde hier zu weit führen
- Stufe 3: darf Menschen scannen.
Man darf aber immer nur scannen wenn mindstens eine Person mit Stufe 3 plus eine weitere mit mind. Stufe 1 vorhanden ist.
Die Leute die das bedienen müssen keine Radiologen sein, nein. Ich bin selbst Neurowissenschaftler... ich weiß viel in Richtung X, aber wenig in Richtung Y. Nen Neurologe oder Radiologe weiß viel in Richtung Y, aber wenig bis gar nix in Richtung X.
Du kannst den Scanner theoretisch alleine bedienen. Geht quasi alles vom PC aus.
Auf dem Bildschirm siehst du das Resultat z.B. für einen anatomischen Scan (also quasi ein "standbild") erst wenn die Aufnahme fertig ist. Denn erst dann wird das Bild digital erstellt. Wie das funktioniert ist viel zu lange und komplex um das hier zu erklären. Du siehst also nichts live!
Wenn du statt anatomische Bilder (MRI / MRT) Bilder der Aktivität aufnehmen willst dann scanst du wieder fMRI / fMRT. Die Art und Weise wie dann gescant wird ist anders. Dann erhälst du für jeden Voxel im Gehirn (also z.B. 300.000 Voxel) einen Datenpunkt pro Sekunde (beispielsweise). Nach einer 15 min Aufnahmezeit hättest du dann also 300.000 Zeitreihen (für alle Voxel) mit ca. 700 Datenpunkten pro Voxel.
Aber diese Daten sind nur Rohdaten. Die werden dann im Preprocessing weiter verarbeitet. D.h. über zig Methoden werden die Daten erstmal von noise gecleaned, du rechnest das Gehirn aus dem Schädel heraus (skull stripping). etc etc etc.
Und erst dann, nach tagelanger Arbeit, kannst du endlich die Daten richtig analysieren um zu sehen was wie wo passiert. Das alles ist eine Arbeit von denen Neurologen und Radiologen quasi 0 Plan haben (sofern sie nicht selbst Forschung betreiben) weil das nicht zu deren alltäglicher Arbeit gehört. Die wissen nicht wie man Daten analysiert, wie man die preprocessed, wie man die in Python etc. analyisiert. Die machen andere Dinge.