MW Alpenglow hat richtig schöne Blau- und Lilatöne, was mir nicht gefällt sind die R1-Kappen, die sehen m.M.n. aus wie vergilbt. Zu den Sunshine-Fans darfst Du mich gerne dazuzählen
@Magera, rein von den Farben eines der schönsten Sets überhaupt. Leider OEM und von durchschnittlicher Qualität. An einem Cherry-Set mit ordentlicher Wandstärke in den selben Farben käme ich kaum vorbei.
Aktuelles Spielzeug bei mir ist das
Tofu65 Acrylgehäuse, das ich von
@egal0000 gekauft habe. Vergangene Nacht hat ein soldered
KBD67 Rev2 darin Platz genommen. Das wird mit VIA-Firmware geliefert, womit man schon vor dem Löten ganz einfach alles ausprobieren kann, ohne ein QMK-Layout zu bauen - benutzerfreundlicher geht es kaum. Underglow-LEDs sind ja schon längst keine Besonderheit mehr, doch wie geil das Licht durch das frosted Acryl wirkt, kann ich echt nicht mit Worten beschreiben.
Kritisieren am
PCB muss ich die Lötpads direkt neben dem USB-C-Port, also [ESC] rechts und [1] links. Der Abstand ist so klein, dass die Pads kaum eine nennenswerte Oberfläche haben, sie sehen aus wie ein millmax socket. Kontakt besteht ohne Löten aber nicht, man muss den Switchpin erwärmen und Lot "reinlaufen" lassen. Das Zinn dort bei Bedarf wieder herauszubekommen ohne die nah daneben liegenden SMD-Komponenten zu schmelzen...
Bei
Stabis und
Switches hat die Optik mitentschieden, beides sollte möglichst lichtdurchlässig sein und da scheinen mir Durock clear screw-ins v2 und der
Tecsee Ice Candy das non plus ultra zu sein. Über die habe ich teils widersprüchliche Meinungen gelesen (hängen bleiben, falls nicht mittig betätigt und solche fails) aber ich wollte mir lieber ein eigenes Urteil bilden - sie sind sehr gut, sowohl gut zu verlöten (5-Pin!) als auch sehr schön zu tippen! Laut kbdFans sind sie pre-lubed, nachgeschaut habe ich nicht, so smooth wie sie laufen ist das aber glaubhaft. Die 55 cN wirken etwas niedrig gegriffen, ich schätze die Feder schwerer ein, möglicherweise lässt der Kraftaufwand aber auch mit der Zeit nach, wie es auch beim Laseron passiert war. Die Alternative wäre der
Everglide Aqua King gewesen, sieht genau so aus und wird mit drei unterschiedlichen Federn angeboten, aber nur im Ausland. Da wollte ich mal nicht bestellen, denn alles Andere war / ist bei Keygem lieferbar.
Die Modifikationen reiße ich noch kurz an, nix besonderes eigentlich; Stabis mit 205g0 geschmiert, zwei Lagen Leukoplast drunter geklebt (das hat sich bewährt bei mir) und zwei Lagen Schaumfolie 2mm ins Gehäuse gelegt, um das flexing ein bisschen im Zaum zu halten, da das KBD67 Rev2 schon ziemlich dünn und flexibel ist. Über die stand-offs habe ich je zwei O-Ringe gelegt.
Ein paar Dinge habe ich noch vor zu erledigen:
Erstens werde ich noch den
tape-mod testen, weniger der klanglichen Auswirkungen wegen, sondern weil ich verhindern will, dass das Licht der underglow-LEDs durch die ungenutzten Stabi-Löcher scheint. Malerkrepp (Renovo) hält nicht, ich werde es mal mit schwarzem Isoband probieren.
Zweitens hoffe ich - so schön das billige DSA 9009-Set mit seinen gestochen scharfen Mini-legends auch ist - ein voll-transparentes Keycap-Set zu finden, am liebsten "pur", ganz ohne legends, so wie z.B.
QwertyKey Clear (danke
@egal0000). Leider fehlt die 1.75u R-Shift, sonst hätte ich das schon bestellt. Wenn da jemand über etwas passendes stolpert, ein Link würde mich sehr freuen.
Dritter und letzter Punkt, um eine lupenreine Lichtorgel zu erschaffen und RGB richtig posen zu lassen, wären per-key-RGB-LEDs. Die müssen mit zwei Pins auskommen und automatisch die Farben wechseln, z.B.
sparkfun (danke
@deveth0) oder
reichelt. Hier gibt es das Problem, dass die LEDs wohl unterschiedlich schnell abgestimmt sind und dann irgendwann nicht mehr synchron leuchten. Die Mindestspannung sollte auch nicht zu gering sein, Zeuge eines LED-Massensterbens muss ich nicht unbedingt sein. Das PCB liefert 4.65V direkt an den per-key-LED-Lötpads, da dürften 5V-LEDs schon länger halten als 2V-Exemplare. Auch zu dem Thema nehme ich Empfehlungen entgegen. Schönes Wochenende beisammen.
