[Sammelthread] Der Gehalts- und Arbeitsplatzthread

Was machst du denn, wenn man fragen darf? IT ist natürlich etwas schwer und dort auch massiv unterbezahlt – aber wenn man das einfach mal mit normalen, einfachen Verwaltungstätigkeiten bei Logistik Franz in Niedersachsen, Tönnies in NRW oder einer lokalen, kommerziellen Pflegefirma vergleicht, sollte man da eigentlich nicht sooo schlecht dastehen. Das Problem ist halt, dass die Aufstiegsmöglichkeiten recht stark begrenzt sind – überall anders winkt halt jemand mit der Karotte, auf dass das Hauen und Stechen (das dort schon auch seine Wege findet) losgehe.
 
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das sind auch 38-52k€. Mit Ausbildung imho jetzt auch nicht sooo schlecht. Und wenn man den erwähnten Lehrgang mit mehr als 0.1% der Beschäftigten besetzen würde, wäre das vmtl. auch sehr viable.
Kommt aber auch stark drauf an, in welchem Bereich/Amt du eingesetzt wirst und welche Ausbildung du hast... Und die 52k sind dann eben frühstens nach ca 15 Jahren erreicht. In der Praxis eher später. Und dann bleibst dort bis zur Rente. Oder machst eben einen B2. Der ist aber auch nicht so "mach ich Mal nebenbei". Und der bringt dir dann auch nur was, wenn entsprechende Stellen vorhanden sind. Ganz so rosig wie es Mal war, ist es im öD lange nicht mehr... Schon allein (wie bereits gesagt) mangelnden Aufstiegschancen. Getreu dem Motto "was, kein Studium/B2? Dann können sie die Stelle nicht bekommen". Auch wenn man in einem andern Amt selbiges seit langem macht.

Ich sag ja nicht, dass es schlecht ist (ich zB habe mit 1623 Euro brutto (!) (Vor 15 Jahren) nach der Ausbildung im öD angefangen. Da konnten andere in der Wirtschaft (zB Verkäufer) nur lachen.

@giggle Respekt. Bei uns ist es eher so, dass sich niemand mehr findet.
 
Das ist das problem, es zählt nur die Qualifikation auf dem Papier. Anstelle das jemand der das in der Praxis alles beherrscht und schon lange da ist und man weiß, woran man ist, so eine Stelle kriegt, stellt man lieber irgendeine (vielleicht) lusche ein, Weil der hat ja nen bätscheler, der muss es drauf haben.
 
die TVÖD Eingruppierung ist lächerlich, besonders im IT Bereich. Die für meinen Tätigkeitsbereich ausgeschriebenen Stellen sind meist mit E11-13 ausgeschrieben (oftmals mit Master, habe aktuell nur ein Bachelor bin im Master), mein aktueller Job in der freien Wirtschaft wird mit Vergleichbar E15Ü vergütet (Hessen).
Ich wundere mich aber immer über die IT Struktur, kenne sie nur aus Erzählungen meiner Familie (alle bei Land Hessen angestellt, Verwaltung, Polizei, Strassenbau), welche Schmalspurlösungen hier in Place sind.
 
Was machst du denn, wenn man fragen darf? IT ist natürlich etwas schwer und dort auch massiv unterbezahlt – aber wenn man das einfach mal mit normalen, einfachen Verwaltungstätigkeiten bei Logistik Franz in Niedersachsen, Tönnies in NRW oder einer lokalen, kommerziellen Pflegefirma vergleicht, sollte man da eigentlich nicht sooo schlecht dastehen. Das Problem ist halt, dass die Aufstiegsmöglichkeiten recht stark begrenzt sind – überall anders winkt halt jemand mit der Karotte, auf dass das Hauen und Stechen (das dort schon auch seine Wege findet) losgehe.

Ich bin im IT-Bereich tätig, falle also genau in die von dir genannte Problematik.
 
Das Problem ist halt, dass die Aufstiegsmöglichkeiten recht stark begrenzt sind – überall anders winkt halt jemand mit der Karotte, auf dass das Hauen und Stechen (das dort schon auch seine Wege findet) losgehe.
Aufstiegsmöglichkeiten sind nicht nur stark begrenzt sondern auch auf Dauer erstmal in weiter Ferne. Arbeite bei einer relativ kleinen Kommune, ~30k Einwohner, 110 MA in der Verwaltung. Wenn ich mich nicht wegbewerbe oder ein Kollege unerwartet stirbt, habe ich frühstens in 8 Jahren die Chance, auf eine E12 bzw. E13 zu kommen. Und dann stehen auch noch andere mit mir in den Startlöchern.
 
stellt man lieber irgendeine (vielleicht) lusche ein, Weil der hat ja nen bätscheler, der muss es drauf haben.

Einerseits kann ich den Frust verstehen, andererseits ist es das typische Angebot und Nachfrage Prinzip. Der AG nutzt die ihm möglichen Filter um die Auswahl zu vereinfachen. Entweder man spielt dieses Spiel mit, oder man macht sich selbstständig und zeigt dass es anders besser geht (nicht dass man in dieser Position auf einmal die gleichen Werkzeuge nutzt wie der verteufelte ex AG ;) ).

Also du hast kein entsprechendes Papier vorzuweisen nehme ich mal an? Was können die Leute, die man dir vorzieht, was du nicht kannst? Wenn die Antwort "nichts" lautet, muss man sich die Frage gefallen lassen, wieso man sich nicht selbst um ein entsprechendes "alles veränderndes" Papier bemüht hat.
 
Einerseits kann ich den Frust verstehen, andererseits ist es das typische Angebot und Nachfrage Prinzip. Der AG nutzt die ihm möglichen Filter um die Auswahl zu vereinfachen. Entweder man spielt dieses Spiel mit, oder man macht sich selbstständig und zeigt dass es anders besser geht (nicht dass man in dieser Position auf einmal die gleichen Werkzeuge nutzt wie der verteufelte ex AG ;) ).

Also du hast kein entsprechendes Papier vorzuweisen nehme ich mal an? Was können die Leute, die man dir vorzieht, was du nicht kannst? Wenn die Antwort "nichts" lautet, muss man sich die Frage gefallen lassen, wieso man sich nicht selbst um ein entsprechendes "alles veränderndes" Papier bemüht hat.
Weil genau dieses Papier oftmals sinnlos ist. Ich mache meinen B2 um dann aufm Papier "Wirt" zu sein, verrichte aber die Arbeit absolut genauso wie vorher. Das ist nach dem Motto "nur mit dem Papier kannst du das und weißt was du da machen musst". Klar, kann man dafür sich 3 Jahre nochmal hin setzen, aber wirklich Sinn macht es für beide Seiten nicht. Was bringt es denn jemand einzustellen der im Zweifel bei 0 anfängt, interne Prozesse 0 kennt und schlicht nicht geeignet ist? Sollte man dann nicht lieber einen Leistungsträger nehmen und sich beweisen lassen und im Zweifelsfall besser machen? Hätten dadurch nicht beide Seiten gewonnen? Aber gut, auch bei uns mehrfach erlebt. Und dann stellt man fest, dass ein Master/Bachelor zwar toll ist, aber in der Praxis wenig aussagt.
 
Sollte man dann nicht lieber einen Leistungsträger nehmen und sich beweisen lassen und im Zweifelsfall besser machen? Hätten dadurch nicht beide Seiten gewonnen? Aber gut, auch bei uns mehrfach erlebt. Und dann stellt man fest, dass ein Master/Bachelor zwar toll ist, aber in der Praxis wenig aussagt.
Da bin ich absolut bei dir. Die akademische Ausbildung ist sehr allgemein und (natürlich) nicht auf die Bedürfnisse der jeweiligen Betriebe/Tätigkeiten zugeschnitten. Das Optimum ist das absolut nicht.

Es ist wie gesagt ein Auswahlwerkzeug. In dem Fachbereich XYZ könnte ggf. jemand ohne Schulabschluss, ohne Ausbildung, dessen Lebenslauf nichts vorzuweisen hat, besser sein als jemand der promoviert hat. Denn der Schulabbrecher könnte ggf. trotzdem ein super Ass im Programmieren sein, sich selbstständig das mathematische Handwerk beigebracht haben usw.

Die Sache ist nur, lädt ein potentieller Arbeitgeber so einen Kandidaten ein? Nicht wenn er Alternativen hat. Denn die Chance dass jemand ohne Papier zufällig besser ist als alle Bewerber mit entsprechenden Papieren, schätzt der AG als relativ gering ein.

Damit fällt er hinten runter. Nun kann man sich über diese unfaire Praxis beklagen (die dem AG allerdings im Schnitt das Leben erleichtert, sonst würde er es nicht tun), oder man beugt sich diesem System. Wenn nun die AG diese "wertlosen" Papiere honorieren, was spricht dann dagegen selbst ein solches Papier zu erwerben?
 
Da bin ich absolut bei dir. Die akademische Ausbildung ist sehr allgemein und (natürlich) nicht auf die Bedürfnisse der jeweiligen Betriebe/Tätigkeiten zugeschnitten. Das Optimum ist das absolut nicht.

Es ist wie gesagt ein Auswahlwerkzeug. In dem Fachbereich XYZ könnte ggf. jemand ohne Schulabschluss, ohne Ausbildung, dessen Lebenslauf nichts vorzuweisen hat, besser sein als jemand der promoviert hat. Denn der Schulabbrecher könnte ggf. trotzdem ein super Ass im Programmieren sein, sich selbstständig das mathematische Handwerk beigebracht haben usw.

Die Sache ist nur, lädt ein potentieller Arbeitgeber so einen Kandidaten ein? Nicht wenn er Alternativen hat. Denn die Chance dass jemand ohne Papier zufällig besser ist als alle Bewerber mit entsprechenden Papieren, schätzt der AG als relativ gering ein.

Damit fällt er hinten runter. Nun kann man sich über diese unfaire Praxis beklagen (die dem AG allerdings im Schnitt das Leben erleichtert, sonst würde er es nicht tun), oder man beugt sich diesem System. Wenn nun die AG diese "wertlosen" Papiere honorieren, was spricht dann dagegen selbst ein solches Papier zu erwerben?
Bin ich absolut bei dir. Bei Neueinstellungen! Das System wird aber eben auch bei internen benutzt. Da wird eine Stelle eben extern ausgeschrieben weil die internen Bewerber den Abschluss nicht haben. Auch wenn sie noch so gut sind. Und das ist eben für beide Seiten leicht dämlich
 
die TVÖD Eingruppierung ist lächerlich, besonders im IT Bereich. Die für meinen Tätigkeitsbereich ausgeschriebenen Stellen sind meist mit E11-13 ausgeschrieben (oftmals mit Master, habe aktuell nur ein Bachelor bin im Master), mein aktueller Job in der freien Wirtschaft wird mit Vergleichbar E15Ü vergütet (Hessen).
Ich wundere mich aber immer über die IT Struktur, kenne sie nur aus Erzählungen meiner Familie (alle bei Land Hessen angestellt, Verwaltung, Polizei, Strassenbau), welche Schmalspurlösungen hier in Place sind.

Hatte erst letztens eine Anfrage eines ehemaligen Kunden wo ich mal für ein paar Monate für meinen jetzigen AG war. Man bot mir eine Rolle als "Senior Solution Designer" an. E12 mit großzügigen Zuschuss von 160€/Monat. Das ist halt weniger wie nach dem Abschluss als Junior bei meinem aktuellen AG. Wen will man denn damit anlocken? Da ich auch "nur" einen B.Sc. habe fällt ÖD für mich definitiv flach zumindest nach TVÖD
 
Das ist generell dämlich, wenn selbst die Haushaltshilfe (Putzfrau) min. Abi haben muss, damit man die Bewerbung ansatzweise in die Auswahl nimmt.

Was hat (auswendig) lernen damit zu tun, wie sich jemand anstellt? - Diese immer gestiegerenen Anforderungen, für die selbe Aufgabe, die jemand nach 2x erklären auch allein bewältigen kann...

Bei uns hier letztens auch, die Anforderung beißen sich dann wieder in sich. - man kann nicht erwarten, das jemand mit 25J, ohne große Gehaltsforderung 10J Erfahrung mitbringt, und nebenbei noch einen Master in XY hat. - Wenn das wenigstens ansatzweise Realistisch wäre, OK, von mir aus. - aber es macht halt null Sinn.

Und ja, nur weil jemand auf dem Papier nen FISi hat, heist es nicht, das er den alltäglichen Anforderungen in Bude X mit Aufgabe Y auch gewachsen ist...
Schlimm dann, wenn die Fachabteilung keinen Einfluss auf die Einstellung hat...
 
Sowas gibt es? Sprichst du jetzt vom öD oder von der freien Wirtschaft?
ich war damals leitung der konstruktion und vom chef kam dann nur ein "ab montag kommt ein neuer konstrukteur, kannst du ihn einarbeiten?". auswahl, bewerbungsgespräch oder ähnliches? hrhrhr....
bekamen dann einen 55jährigen in die cad konstruktion, für den der "pc ist teufelswerk" ist. er wußte wie man das teil an und ausmacht (stecker ziehen) und das wars. hat in seinen wenigen tagen die er da war gleich mal die ganze datenbank der zukaufteile (standardteile) zerschossen. keine einzige artikelnummer konnte man mehr als richtig erachten und musste deshalb alles ab dann nochmal kontrollieren. großen dank auch...

Wenn die Antwort "nichts" lautet, muss man sich die Frage gefallen lassen, wieso man sich nicht selbst um ein entsprechendes "alles veränderndes" Papier bemüht hat.

es sollte doch jeden bekannt sein, das in deutschland nur titel zählen. man stellt fürn bürojob den deppen mit dem pc anfängerkurs ein anstatt den pc freak ohne wisch... ist halt so und man kann sich darauf einstellen.

Was hat (auswendig) lernen damit zu tun, wie sich jemand anstellt? - Diese immer gestiegerenen Anforderungen, für die selbe Aufgabe, die jemand nach 2x erklären auch allein bewältigen kann...
wenn dieses auswendiglernen und co so einfach ist, wieso machst das denn nicht einfach ? die hochschulabschlüsse sind zwar auch nicht sonderlich schwer, aber einen gewissen anspruch haben sie auch heute noch.
es gibt ansonsten auch sehr viele fächer, wo man mit auswendiglernen überhaupt nichts geschissen bekommst. zb alle technischen fächer.
 
Was hat (auswendig) lernen damit zu tun, wie sich jemand anstellt? - Diese immer gestiegerenen Anforderungen, für die selbe Aufgabe, die jemand nach 2x erklären auch allein bewältigen kann...
- Wenn man einen B/M Sc. hat, weiß der AG, dass man Ehrgeizig ist
- Der AG weiß, dass man dem etwas hinlegen kann, und er das Hirn bzw. Methoden hat, sich selber einzuarbeiten und/oder zu organisieren und/oder er weiß, wie man XY Recherchiert
(- Und theoretisch kommt da noch dazu, dass man auch etwas mitnimmt, wie bspw. Personalführung usw. aus dem Studium je nach Fach, wodurch man auch tatsächlich theoretisch weiß, was zu tun ist bzw. eben Transferwissen nutzen kann)

Das wären so die gröbsten Punkte, die mir bei einem Studierten gleich einfallen. Ersteres gilt natürlich bei guten Noten - Gilt dafür aber umso mehr, wenn man das neben Beruf noch angegangen ist (Für mich zumindest wäre das ein Pluspunkt, wenn ich jemanden einstellen müsste).

Wenn der Wisch so unnötig ist, macht ihn doch mal einfach. Jeder hat die Möglichkeit, die wenigsten nutzen sie und heulen dann rum. Ich selber bin fast mit meinem Master im Fernstudium durch...

ich war damals leitung der konstruktion und vom chef kam dann nur ein "ab montag kommt ein neuer konstrukteur, kannst du ihn einarbeiten?". auswahl, bewerbungsgespräch oder ähnliches? hrhrhr....
bekamen dann einen 55jährigen in die cad konstruktion, für den der "pc ist teufelswerk" ist. er wußte wie man das teil an und ausmacht (stecker ziehen) und das wars. hat in seinen wenigen tagen die er da war gleich mal die ganze datenbank der zukaufteile (standardteile) zerschossen. keine einzige artikelnummer konnte man mehr als richtig erachten und musste deshalb alles ab dann nochmal kontrollieren. großen dank auch...
Da hast du ihn aber schlecht eingearbeitet ;):p
wenn dieses auswendiglernen und co so einfach ist, wieso machst das denn nicht einfach ? die hochschulabschlüsse sind zwar auch nicht sonderlich schwer, aber einen gewissen anspruch haben sie auch heute noch.
es gibt ansonsten auch sehr viele fächer, wo man mit auswendiglernen überhaupt nichts geschissen bekommst. zb alle technischen fächer.
Ja... Das fragt man sich oft bei den Leuten :d
 
ich war damals leitung der konstruktion und vom chef kam dann nur ein "ab montag kommt ein neuer konstrukteur, kannst du ihn einarbeiten?". auswahl, bewerbungsgespräch oder ähnliches? hrhrhr....
bekamen dann einen 55jährigen in die cad konstruktion, für den der "pc ist teufelswerk" ist.
Was das für ein Betrieb ist kann man sich wohl denken. Das kannst du aber nicht auf namenhafte Unternehmen übertragen.

es sollte doch jeden bekannt sein, das in deutschland nur titel zählen. man stellt fürn bürojob den deppen mit dem pc anfängerkurs ein anstatt den pc freak ohne wisch...
Weder das eine noch das andere kann meines Erachtens nach als Kriterium herangezogen werden. Wenn die Arbeit tatsächlich so leicht ist dass man keinerlei Kenntnisse/Qualifikationen dafür braucht, dann werden wohl beide gleichermaßen eine Chance bekommen.

Bei jeder Tätigkeit die etwas mehr als "atmet und kann sehen" erfordert wird jemand, der einen PC Kurs Nachweis vorlegt, vermutlich auch sonst nichts vorzuweisen haben, entsprechend wird er die Stelle nicht bekommen.
ist halt so und man kann sich darauf einstellen.
korrekt

es gibt ansonsten auch sehr viele fächer, wo man mit auswendiglernen überhaupt nichts geschissen bekommst. zb alle technischen fächer.
Auch dort gibt es beachtliche Unterschiede.
 
- Wenn man einen B/M Sc. hat, weiß der AG, dass man Ehrgeizig ist
- Der AG weiß, dass man dem etwas hinlegen kann, und er das Hirn bzw. Methoden hat, sich selber einzuarbeiten und/oder zu organisieren und/oder er weiß, wie man XY Recherchiert
(- Und theoretisch kommt da noch dazu, dass man auch etwas mitnimmt, wie bspw. Personalführung usw. aus dem Studium je nach Fach, wodurch man auch tatsächlich theoretisch weiß, was zu tun ist bzw. eben Transferwissen nutzen kann)

Punkt 1 kann man doch so generell gar nicht sagen. Es lässt es vermuten, aber eine Garantie ist es zumindest nicht.

Punkt 2 kann man auch nur vermuten. Ich habe da schon einige Studierte gesehen die mit gewissen Aufgaben heillos überfordert waren.

Punkt 3 ist so, jedoch gibt einem ein Studium die persönliche Eignung dafür nicht unbedingt.

Was ich damit sagen will ist, man kann es nicht pauschalisieren. Bewerber rein wegen dem Abschluss auszusortieren, würde mir nicht in den Sinn kommen. Da gibt es noch mehr was man berücksichtigen sollte, um eine Stelle zu besetzen.
 
Bewerber rein wegen dem Abschluss auszusortieren, würde mir nicht in den Sinn kommen. Da gibt es noch mehr was man berücksichtigen sollte, um eine Stelle zu besetzen.
Wie würdest du denn vorgehen wenn du auf eine Ausschreibung >150 Bewerbungen erhältst? Alle zum Bewerbungsgespräch einladen, deren Fahrkosten übernehmen, 2-3 Mitarbeiter zeitlich dafür einspannen, nur um zu prüfen ob es jemand auch ohne Nachweis drauf hat?

Firmen die nicht so viele Bewerber haben sind natürlich weniger auf solche Filter angewiesen. Was ich damit sagen will: jeder Firma macht es so wie es für sie am geeignetsten erscheint, wer will es ihnen verübeln?
 
- Wenn man einen B/M Sc. hat, weiß der AG, dass man Ehrgeizig ist
- Der AG weiß, dass man dem etwas hinlegen kann, und er das Hirn bzw. Methoden hat, sich selber einzuarbeiten und/oder zu organisieren und/oder er weiß, wie man XY Recherchiert
(- Und theoretisch kommt da noch dazu, dass man auch etwas mitnimmt, wie bspw. Personalführung usw. aus dem Studium je nach Fach, wodurch man auch tatsächlich theoretisch weiß, was zu tun ist bzw. eben Transferwissen nutzen kann)

Das wären so die gröbsten Punkte, die mir bei einem Studierten gleich einfallen. Ersteres gilt natürlich bei guten Noten - Gilt dafür aber umso mehr, wenn man das neben Beruf noch angegangen ist (Für mich zumindest wäre das ein Pluspunkt, wenn ich jemanden einstellen müsste).

Stimmt, in der Theorie mag das so sein. In der Praxis leider Mal absolut 0! Ich hatte genau 2 Beispiele davon im Team. Eine studierte Juristin. Gesetze lesen war top, Texte auschweifen top, aber Entscheidungen treffen und Zusammenhänge sehen die eben nicht im Wortlaut des Gesetzes stehen = 0. Ein anderer hatte einen artfremden Job, ist aber top ehrgeizig. Nachdem man ihm endlich, mit viel zureden, die Chance gegeben hat, hat man festgestellt "Mensch der ist ja echt gut".... Wohlbemerkt war dieser MA bereits auf einer anderen Stelle im unternehmen und bewiesen was er kann... Aber "nix Abschluss, um Gottes Willen".
 
Wie würdest du denn vorgehen wenn du auf eine Ausschreibung >150 Bewerbungen erhältst? Alle zum Bewerbungsgespräch einladen, deren Fahrkosten übernehmen, 2-3 Mitarbeiter zeitlich dafür einspannen, nur um zu prüfen ob es jemand auch ohne Nachweis drauf hat?

Firmen die nicht so viele Bewerber haben sind natürlich weniger auf solche Filter angewiesen. Was ich damit sagen will: jeder Firma macht es so wie es für sie am geeignetsten erscheint, wer will es ihnen verübeln?

Ich würde erst einmal vorsortieren wer aktuell schon Erfahrung für die ausgeschriebene Stelle hat. Verübeln tue ich es keinem jeder organisiert sich auf seine Weise, muss dann aber auch mit den positiven und negativen Konsequenzen leben.
 
Ich würde erst einmal vorsortieren wer aktuell schon Erfahrung für die ausgeschriebene Stelle hat. Verübeln tue ich es keinem jeder organisiert sich auf seine Weise, muss dann aber auch mit den positiven und negativen Konsequenzen leben.
dazu müßte man aber alle bewerbungen lesen. wenn man nach titel aussortiert, geht das ganz erheblich schneller.
 
Dauert aber hinten Rum länger, da man oft Pfeifen einstellt, die es theoretisch können, aber praktisch nicht. Na gut, dass ist ja oft dann das Problem von jemand anderem...

Du glaubst nicht was wir für Bewerbungen bekommen. Netzwerker die nicht selten 100.000€ im Jahr sehen wollen, Admins die keinen Kundenkontakt haben wollen aber jenseits von E9 bezahlt werden wollen usw... Die Leute die es auf dem Papier können aber in der Praxis nicht haben wir "leider" auch, was aber auch Ok ist weil die Leute dann meist für andere Sachen perfekt sind.
 
Wohlbemerkt war dieser MA bereits auf einer anderen Stelle im unternehmen und bewiesen was er kann... Aber "nix Abschluss, um Gottes Willen".
Deutschland ist halt ein Zettelland.
 
Korrekterweise sollte es heißen "Mangel an Fachkräfte, welche unter dem branchenüblichen Gehalt arbeiten wollen".
ja oder mangel an fachkräften die sofort it sicherheitsexperte sein sollen. aber wo sollen die leute her kommen, wenn die großen firmen nur solche leute suchen und nicht ausbilden
 
Korrekterweise sollte es heißen "Mangel an Fachkräfte, welche unter dem branchenüblichen Gehalt arbeiten wollen".
Wenn man sich mal von der falschen Annahme löst, dass "Fachkraft" nicht gleich Akademiker mit 70k+ im Jahr heißt, passt es wieder.
Auch der Gerüstbauer, der Malergeselle, der Pfleger im Altersheim, der Fachverkäufer... Alles Fachkräfte von denen wir zu wenig haben. Gerade in den Jobs die 'nur' eine Berufsausbildung verlangen. Die Hürden für Hochschulreife sind so niedrig, dass jeder an sie Uni rennt.
 
- Wenn man einen B/M Sc. hat, weiß der AG, dass man Ehrgeizig ist
- Der AG weiß, dass man dem etwas hinlegen kann, und er das Hirn bzw. Methoden hat, sich selber einzuarbeiten und/oder zu organisieren und/oder er weiß, wie man XY Recherchiert
(- Und theoretisch kommt da noch dazu, dass man auch etwas mitnimmt, wie bspw. Personalführung usw. aus dem Studium je nach Fach, wodurch man auch tatsächlich theoretisch weiß, was zu tun ist bzw. eben Transferwissen nutzen kann)

Das wären so die gröbsten Punkte, die mir bei einem Studierten gleich einfallen. Ersteres gilt natürlich bei guten Noten - Gilt dafür aber umso mehr, wenn man das neben Beruf noch angegangen ist (Für mich zumindest wäre das ein Pluspunkt, wenn ich jemanden einstellen müsste).

Wenn der Wisch so unnötig ist, macht ihn doch mal einfach. Jeder hat die Möglichkeit, die wenigsten nutzen sie und heulen dann rum. Ich selber bin fast mit meinem Master im Fernstudium durch...

Faktoren die im Mittel (d.h. gemittelt über viele Menschen hinweg) ausreichend signifikant mit beruflichem Erfolg positiv korrelieren sind z.B. Intelligenz, spezifische Persönlichkeitseigenschaften und -ausprägungen, Motivation, Expertise/Expertenwissen, sozioökonimische Herkunft (in den USA deutlich mehr als in Deutschland) etc. Es bestehen zwar Tendenzen, die man aber natürlich nicht auf jeden Einzellfall (d.h. für jede Person) verallgemeinern kann.

Wie gut Schul- und Studiennoten den beruflichen Erfolg vorhersagen ist schwer abschätzbar, da die Studienergebnisse hier große Bandbreiten der Korrelation aufzeigen.

Ich würde versuchen es pragmatisch zu bewerten, denn "fair" wird es sowieso niemals werden. Wenn das Studium X im Bereich Y notwendig ist um vorwärts zu kommen so würde ich es nach Möglichkeit angehen. Daher sehe ich es ähnlich wie du. Das ganze System kann man als Individuum nicht ändern, also hilft platt formuliert nur meckern, einstecken und ruhig sein, oder eben selbst studieren, sofern letzteres denn möglich ist, und schauen ob man dann wirklich bessere Chancen hat.
 
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