40% bei auftragserteilung über eine bankbürgschaft ist üblich. hat auch immer geklappt. weitere 40% bei lieferberitschaft, wobei man hier dann ziemlich satt in vorkasse steht.hat man die maschine ausgeliefert und der kunde zahlt dann nicht, kann man schnell probleme bekommen. warum ein kunde nicht zahlt kann viele gründe haben. einige firmen handhaben es gerne so, das sie erst nach der 3mahnung zahlen, ganz ohne ersichtlichen grund. meistens haben die selber kein geld mehr. es kann aber auch sein, das sie nicht zu 100% glücklich sind mit dem, was sie bekommen haben. kleinigkeiten funktionieren noch nicht, zahlen aber gar nichts, obwohl 10-20% rest eh noch offen wäre als druckmittel. und zu guter letzt gibts da dann noch die sicherheitsfritzen, die plötzlich aberwitzige sicherheitsgeschichten eingebaut haben wollen, die vorher explizit nicht gewünscht waren und auch nicht vorgesehen und angeboten worden sind. regelmäßig kommt man hier in probleme, wenn lächerlichkeiten plötzlich für richtig viel geld abgedeckt werden soll.
beispiel? eine vollautomatische anlage ohne mitarbeiter dadrin hat eine kippstation, welche über 2 pneumatikzylinder realisiert wird. die gesamte anlage ist durch hauswände geschützt, die türen sind mit sicherheitsschaltern ausgerüstet, die bei betreten teile deaktivieren. die kippstation ist zusätzlich im raum eingezäunt und an der offenen stelle durch personensicherheitslichtschranken mit muting geschützt. läuft jemand durch, schaltet die kippstation aus. und nun gehts dann los: wenn jemand in die station läuft,während die kippstation gerade oben ist, könnte jemand unter der kippstation eingeklemmt werden. (kippstation ist nur 30cm hoch) ok kein problem, ein 5/3 wege ventil mitte geschlossen löst das problem, da die luft in beiden zylindern eingeschlossen ist. nun kommen die an, das der schlauch ja abfliegen könnte und die luft entweicht (wohlbemerkt, es geht darum, das die kippstation schlimmstenfalls jemand auf die sicherheitsschuhe rutscht!), also baut man eine spezielle gesteuerte drossel direkt am zylinder, so das ein abfliegender schlauch die luft nicht mehr entweichen lässt. nun kommen sie an, das die leitungen nicht 100% dicht wären und luft langsam über die zeit entweicht (dauert monate...) und wir zusätzlich eine klappvorrichtung haben müssen, die ein runterklappen verhindert... nachdem man auch das eingebaut hat, fällt denen plötzlich auf, das die fördereinheit auf der kippstation an einer stelle dadrunter keinen eingriffschutz hat. man könnte da reingreifen, falls sich jemand in die anlage einschließen lässt (man bedenke, das die anlage steht, wenn jemand da drin steht, da die personensicherheitslichtschranke die anlage stilllegt - außer natürlich, jemand geht rein und jemand anderes startet wieder). man kommt da ran, wenn man sich auf den boden legt (was niemals notwendig wäre) und den arm ausstreckt.
und solche aberwitzigen ausmaße nehmen immer mehr zu. wir machen teilweise schon absichtlich kleine fehler rein, damit der sicherheitsbeauftragte was zu finden hat, wo wir die lösung in der firma schon liegen haben. denn er muss ja sein geld wert sein ... das beispiel oben ist weder überspitzt noch übertrieben. in wirklichkeit war der kunde noch abgedrehter. wohlbemerkt, es geht um eine maschine, welche vollautomatisch läuft ohne mitarbeiter vor ort...