[Sammelthread] Der Gehalts- und Arbeitsplatzthread

Ernsthaft da haben Bewerber mit FH-Abschluss als Gehaltsvorstellung aus eigenen Stücken Summen angegeben was weniger Brutto ist als ich Netto habe!! Nur ein einziger Bewerber hatte einen halbwegs realistischen Gehaltswunsch im Vergleich zu den dort schon arbeitenden Mitarbeitern gemacht. Im Nachgang an die Gespräche musste ich mir dann vom Chef anhören "da siehste für welches Geld wir neue Mitarbeiter bekommen, also brauchst das Wort Gehaltsanpassung beim kommenden Jahresgespräch garnicht erst ansprechen.". Danke ihr Deppen, dass ihr die Gehälter so nach unter zieht.

Dann nenn mal nen paar Zahlen damit sich das möglichst nicht wiederholt ;)

Wie viel Berufserfahrung hatten die Bewerber? Was für Vorstellungen haben sie genannt und was hätte man theoretisch rausholen können?
 
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Ich glaube die wenigsten gehen einfach für mehr Geld woanders hin. Du stehst wieder in der Probezeit, verlierst Kollegen und musst dich ggf komplett neu einarbeiten.
Und wenn es Probleme für die Firma gibt gilt: Wer zuletzt kommt geht idr zuerst.

Man kann nur das Geld sehen. Ist aber nicht der goldene weg.

ne sicher nicht nur des Geldes wegen, ich zum Beispiel hab gleich mehrere Faktoren die mich zum Wechseln bewegen. 42,5H Woche nervt, Gehalt nervt, die extremen auf und abs der Aufträge nervt....ich war jetzt 2 Tage im neuen Jahr auf der Arbeit und hab schon wieder Urlaub wegen zu wenig Arbeit....dann nervt mich die Einstellung des Chefs tierisch.

WIe man sieht, Geld allein ist in den seltensten Fällen der Auslöser zum Wechsel.

Mal ne frage zu Head-Huntern: Mich hat ein Rectruiter angeschrieben und der Sucht Leute für eine stelle die ich so auch direkt vom Unternehmen gefunden habe...sollte ich lieber direkt mich bei der Firma Bewerben oder über den Recruiter?
 
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Ganz einfach: Headhunter fragen, was er für dich rausholen kann, sprich warum du ihn in Anspruch nehmen solltest ;)
 
Ganz einfach: Headhunter fragen, was er für dich rausholen kann, sprich warum du ihn in Anspruch nehmen solltest ;)

das macht doch gar kein sinn, Headhunter werden doch von den unternehmen beauftragt....wieso sollten die dann das für mich beste herausholen anstatt das für deren Kunden?
 
Weil sie sonst kein Geld bekommen, wenn du ihre Dienstleistung nicht in Anspruch nimmst.
 
Es gibt auch Headhunter und Vermittlungsunternehmen die nur für die Datenbank sammeln.

Dazu gibt es viele zwielichtige Headhunter die, ähnlich Maklern früher, offene Stellen weiterleiten etc und auch bei direkter Bewerbung nachher eine Provision vom Unternehmen für Ihre Arbeit verlangen.
Muss also kein Beauftragter Headhunter sein. Dafür spricht, dass die Stelle vom Unternehmen selbst direkt ausgeschrieben wurde.
 
Es gibt auch Headhunter und Vermittlungsunternehmen die nur für die Datenbank sammeln.

Dazu gibt es viele zwielichtige Headhunter die, ähnlich Maklern früher, offene Stellen weiterleiten etc und auch bei direkter Bewerbung nachher eine Provision vom Unternehmen für Ihre Arbeit verlangen.
Muss also kein Beauftragter Headhunter sein. Dafür spricht, dass die Stelle vom Unternehmen selbst direkt ausgeschrieben wurde.

hm die haben aber eine seriöse Webpräsenz. denk mal schon das die seriös sind?
 
Seriös zumindest schon.
Dieses 'Sammeln' für die Datenbank, aber solche Ausschreibungen mit "für einen bekannten Hersteller/Dienstleister suchen wir.. " kenne ich aus erster Hand sogar von einem der Marktführer
 
Seriös zumindest schon.
Dieses 'Sammeln' für die Datenbank, aber solche Ausschreibungen mit "für einen bekannten Hersteller/Dienstleister suchen wir.. " kenne ich aus erster Hand sogar von einem der Marktführer

okay...aber ne chance das herauszufinden ob die nun wirklich vor haben mich dem unternehmen vorzuschlagen werde ich nicht haben. heißt einfach dennoch eine normale Bewerbung direkt senden um auf Nummer sicher zu gehen.
 
Weil sie sonst kein Geld bekommen, wenn du ihre Dienstleistung nicht in Anspruch nimmst.

Zumindest bei uns in der Firma bekommen die Headhunter einen gewissen Teil des Jahresgehalts der Person, die sie angeworben haben. Im Idealfall korrigiert dir der Headhunter also sogar dein Gehaltswunsch nach oben. ;) Nach dem Gespräch mit dem Headhunter war dann das erste Gespräch mit dem Vorgesetzten sehr seltsam. Eigentlich ging es um Urlaub, um Berlin und um die Familie. An keiner Stelle um den Job. Nach 20 Minuten hieß es nur: Wir nehmen jeden, den der Headhunter empfiehlt, so lange das Gehalt passt. Also auch so kann es gehen.

Headhunter finde ich einfach bequemer. Sie schreiben deine Bewerbung. Spart Zeit und Nerven. Man sagt, was man kann und will, dann verpacken sie es nett mit Schleifchen und legen es dem Arbeitgeber vor.

E: Ein weiterer Vorteil: Der Headhunter kennt den Arbeitgeber. Er weiß mehr, als die Stellenausschreibung.
 
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1-4% Provision vom Jahresgehalt wurde mir gesagt. Deshalb schauen die ja auch das es nach oben geht^^
 
1-4% Provision vom Jahresgehalt wurde mir gesagt. Deshalb schauen die ja auch das es nach oben geht^^

Zumindest in meiner Branche eher mehr. Aber das kann auch dem Fachkräftemangel geschuldet sein. Mir persönlich sind Werte zwischen zwei und sechs Monatsgehältern bekannt. Die verdienen teilweise richtig, richtig viel Geld. Und dementsprechend bereiten sie dich auch vor.
 
In der Firma wo meine Freundin zuletzt war waren das bei Vermittlung im Bereich Consulting und Controlling immer 25% vom Jahresbrutto als Provision.
Die Gehaltsverhandlung hat aber der Bewerber selbst gemacht.
 
Die Gehaltsverhandlung hat aber der Bewerber selbst gemacht.

Da wurde ich missverstanden: Ja, so kenne ich das auch. Allerdings korrigiert dich der Headhunter, wenn du zu weit daneben liegst, bzw. kennt im Idealfall den Kunden und seine Schmerzgrenze auch aus Erfahrung. Der von NewUser beschriebene Fall sollte mit einem Headhunter nicht passieren.
 
Ich persönlich habe mit Headhuntern auch gute Erfahrungen gemacht, allerdings kommen die halt nur mit Jobs an, die sonst keiner machen will. Wenn die Leute bei dem Unternehmen Schlange stehen für die Stelle, wird natürlich kein Headhunter beauftragt. Dito, wenn das Unternehmen einen guten Ruf als AG hat und die Leute für egal welche Stelle finden/Schlange stehen.
 
ich habe mit headhuntern noch keine guten erfahrungen gemacht. nur belästigung auf xing

Wunschgehalt einstellen, "ich bin derzeit nicht an Angeboten interessiert" einstellen und schon sieht die Lage besser aus. Dass die dich belästigen liegt nicht nur an unseriösen den Headhuntern. Es liegt an den Standard Einstellungen von Xing, die dazu noch sehr gut versteckt sind.
 
ich wurde bei den letzten beiden Jobs von Headhuntern abgeworben, kann dazu also nur positives berichten :-)

es ist immer mal ein "komischer" dabei aber normalerweise sind die gut vorbereitet und wenn das eigene Xing/LinkedIn (sonstiges) Profil recht aktuell ist kamen bisher auch immer Jobs dabei rum, die zu 90% meinem Aufgabenspektrum entsprachen.

Bewerben war dadurch immer recht entspannt - Lebenslauf an den Headhunter geschickt, paar mal telefoniert, Rahmenbedingungen abgesprochen (Gehalt, Urlaub, Gleitzeit, Zeiterfassung, wöchentliche Arbeitszeit, Schulungen, sonstiges), vor Ort vorstellig gewesen -> Job bekommen

Und ja meine bekamen auch immer eine Provision, die an mein Gehalt geknüpft war, der letzte hat mich noch zu einem guten Steak eingeladen :fresse: (war wohl für beide Seiten OK :) )

Und ich weiss noch, dass ich nach der Ausbildung in meiner Lehrfirma für das erste Jahr frisch ausgelernt auch "nur" 24400€ Brutto bekommen habe (FiSi gelernt in FFM!), heute wüsste ich nicht mehr, wie ich davon leben sollte... die Ansprüche steigen dann doch ein bisschen... heute knappe 10 Jahre später kommt etwas mehr als das 3 Fache rum bei wesentlich entspannterem Arbeiten - richtig spezialisiert oder einfach Glück gehabt, mal schauen wie es in 10 Jahren aussieht.
 
Um mal die Filterblase etwas einzudellen. Es werden wohl so um die 1100 netto werden. Zuschläge für Wochenendarbeit gibt es nicht. Auch kein Weihnachtsgeld oder 13. Gehalt.
 
Mal eine Frage zur Kündigungsfrist:

In meinem Vertrag steht, dass die Kündigung innerhalb der Probezeit 4 Wochen zum 15. oder Monatsende beträgt. Nach Ablauf der Probezeit gilt die gesetzliche Kündigungsfrist.

Heißt doch im Grunde, dass die Frist sich für den Arbeitnehmer nicht ändert, da die gesetzliche auch 4 Wochen zum 15. oder Monatsende ist. Korrekt?
 
Ich meine die wird mit längerer Zugehörigkeit ebenfalls länger. Prüf das besser mal oder lass dich da von einem Fachmann beraten.


Gesendet von iPhone mit Tapatalk
 
Ist die gesetzliche nicht 2 Wochen?

Dauer des Arbeitsverhältnisses Kündigungsfrist
0 bis 6 Monate (Probezeit) 2 Wochen zu jedem beliebigen Tag
7 Monate bis 2 Jahre 4 Wochen zum 15. oder zum Ende des Kalendermonats
2 Jahre 1 Monat zum Ende des Kalendermonats
5 Jahre 2 Monate zum Ende des Kalendermonats
8 Jahre 3 Monate zum Ende des Kalendermonats
10 Jahre 4 Monate zum Ende des Kalendermonats
12 Jahre 5 Monate zum Ende des Kalendermonats
15 Jahre 6 Monate zum Ende des Kalendermonats
20 Jahre 7 Monate zum Ende des Kalendermonats

Tarifverträge ausgenommen.
 
Danke, so hatte ich es auch gefunden. Die Arbeitgeberfreundlichkeit hatte ich garnicht mehr so in Erinnerung.
 
Das sind die Fristen wenn von Arbeitgeberseite gekündigt wird. Der Arbeitnehmer hat nach Gesetz, außerhalb der Probezeit, 4 Wochen Kündigungsfrist. Außer es wurde vertraglich eine andere Regelung festgelegt.
 
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