[Sammelthread] Der Gehalts- und Arbeitsplatzthread

In der Firma wo ich arbeite muss man bis April oder Mai arbeiten /bleiben damit man Anspruch auf das Weihnachtsgeld hat. Obwohl es bei uns eigentlich kein Weihnachtsgeld ist sondern ein 13. Monatsgehalt.
Viele die in Rente könnten, arbeiten halt noch bis dahin wenn es geht. Damit die es noch bekommen.

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Auch Prof kannst ehrenhalber bekommen, oder du haust n em. hinter, wobei, dann haste wahrscheinlich Geld ohne Arbeit :)
 
Ich hab mal eine Doku gesehen, in welcher der Fachkräftemangel als mangelnde Bereitschaft zur Arbeit unter Wert bezeichnet wurde :fresse:


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Ich hab mal eine Doku gesehen, in welcher der Fachkräftemangel als mangelnde Bereitschaft zur Arbeit unter Wert bezeichnet wurde :fresse:


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Genau dass ist in D eigentlich der Fall.
Wenn man sieht, was Ings bekommen sollen, für Jobs, mit extrem vielen Überstunden, ...
Sorry. Nicht wirklich. Dafür geh ich nicht mit dem Stress los.
Mein Kumpel verdient in der Schicht bei nem Automobilzulieferer ohne Verantwortung auch nicht extrem weniger..
Klar, Schichtzulagen, ...
Aber warum soll man als Ing seinen Kopf verheizen und wegen zu viel Arbeit seine Familie aufs Spiel setzen?
 
Hwk, das kann vereinzelt sein, aber selbst als PM mit 4 Jahren Erfahrung will dir teils keiner knapp über 50 zahlen :) und das ist ja nicht überzogen.
 
Also ich würde mich mit 4 Jahren Erfahrung bestimmt über 50 Riesen freuen :fresse2: bin aber auch kein studierter Ingenieur, sondern aktuell Teil eines 3-Köpfigen Administratorenteams...

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Ich detailliere das gern am PC mal, gerade vom Handy sind mir seitenlange Texte etwas zu viel.
Ich habe mittlerweile einen anderen Job, und da passt das auch alles mit Aufgaben, ...
Wobei ich da langsam (nach dann zwei Jahren und Erfahrung, ...) auf gern eine kleinere Steigung sehen wollen würde, aber das kann ich ja dann 2018 im Gespräch sicherlich mal verhandeln :)
 
Eher mangelnde Bereitschaft anzuerkennen, dass man direkt nach der Uni nicht The Brain ist auf das alle nur gewartet haben :fresse:


Genau richtig. Frisch nach dem Studium ist man zum Beispiel im Arztberuf auch völliger noob, da hat man von Praxis noch keine Ahnung. Da würde ich mir blöd vorkommen überzogene Gehälter zu fordern.
 
Genau richtig. Frisch nach dem Studium ist man zum Beispiel im Arztberuf auch völliger noob, da hat man von Praxis noch keine Ahnung. Da würde ich mir blöd vorkommen überzogene Gehälter zu fordern.

Ich denke, dass das für fast alle Berufe zutrifft.


Arzt, Informatik, Architekt, Maschinenbau, etc.. Alles Jobs wo Erfahrung mehr Wert ist, als ein ödes Theoriestudium.

Was bringt mir ein neuer Mitarbeiter der 50k möchte, gerade frisch von der Uni kommt, aber praktisch weniger kann, als ein Azubi der gerade aus gelernt hat?
 
Ein Studium ist halt sehr theorielastig, daher verstehe ich auch nicht wieso viele Firmen auf den Master bestehen, theoretisch müsste doch ein Bachelor + 2 Jahre Berufserfahrung viel mehr wert sein...

Nach meinen bisherigen Erfahrungen bin ich mir sicher, dass das was ich im Master lernen werde, mir inhaltlich zu 99% nie im späteren Berufsleben weiter helfen wird.
 
Das system läuft hier ja auch falsch.
Korrekt wäre es so, dass man den Bachelor macht, anfängt zu arbeiten und Erfahrungen sammelt. Sobald man feststellt, dass man noch mehr theoretisches wissen für ein bestimmtes Thema braucht, macht man da den Master und ich der perfekte Mitarbeiter.

Die Firmen hier haben einfach verpennt, den Bachelor entsprechend umzusetzen und direkt Master gefordert, weil es vorher nur das Diplom gab und man den Bachelor nicht anerkennen wollte.
 
Das system läuft hier ja auch falsch.
Korrekt wäre es so, dass man den Bachelor macht, anfängt zu arbeiten und Erfahrungen sammelt. Sobald man feststellt, dass man noch mehr theoretisches wissen für ein bestimmtes Thema braucht, macht man da den Master und ich der perfekte Mitarbeiter.

Aber auch das finde ich nicht wirklich sinnvoll.

Wenn man einmal Geld verdient hat, hat man aus nachvollziehbaren Gründen kein Bock mehr auf ein vollzeit Studium. Und berufsbegleitend ist so eine Sache, erstens müsste das je nach Studium enorm belastend sein und zweitens leidet immer eine der beiden Sachen, Studium oder Job.
Was hat der Arbeitgeber davon?
 
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Ich denke, dass das für fast alle Berufe zutrifft.


Arzt, Informatik, Architekt, Maschinenbau, etc.. Alles Jobs wo Erfahrung mehr Wert ist, als ein ödes Theoriestudium.

Was bringt mir ein neuer Mitarbeiter der 50k möchte, gerade frisch von der Uni kommt, aber praktisch weniger kann, als ein Azubi der gerade aus gelernt hat?
Interessant, wie aus 50k mit 4 Jahren Berufserfahrung mit Automotive-Kunden ein Uni-Abgänger ohne Branchenkenntnis wird :)
 
Aber auch das finde ich nicht wirklich sinnvoll.

Wenn man einmal Geld verdient hat, hat man aus nachvollziehbaren kein Bock mehr auf ein vollzeit Studium. Und berufsbegleitend ist so eine Sache, erstens müsste das je nach Studium enorm belastend sein und zweitens leidet immer eine der beiden Sachen, Studium oder Job.
Was hat der Arbeitgeber davon?
Der Arbeitgeber hat davon einen Spezialisten, der sich konkret in eine Thematik der Firma sehr tief praktisch und theoretisch einarbeitet.

Der Arbeitnehmer wird normalerweise auch durch eine entsprechende Vergütung gelockt, damit sich Verzicht oder Aufwand im Master lohnen.
 
Ich bezweifele dass dieses Szenario öfter gibt wo sich so etwas für den Arbeitgeber lohnen würde.

Also dass der Student in 2 Jahren Studium mehr (für die Firma relevantes!) lernt als wenn er ganz normal weiter Vollzeit in der Firma tätig ist.
 
Imho ist das ganze System mit Bachelor und Master genau aus dem Grund entstanden.

In Europa, insbesondere Deutschland, hat man es einfach miserabel adaptiert.
 
Emyr, wie ist es gelaufen?
Spät aber doch, ich arbeite mittlerweile in einer anderen Firma zu wesentlich besseren Konditionen, 34h/Woche á 6 Tage gefolgt von 4 Tagen frei, tolle Sozialleistungen und Zulagen, mir bleiben nun 400€ pro Monat mehr und ein ordentliches + an Freizeit :d
 
Bei uns hat Berufserfahrung einen großen Stellenwert. Durch meine 5 Jahre Berufserfahrung bin ich in der Vertrieb gekommen. Die Fünf Jahre sind Grundvoraussetzung. Ich habe "nur" meinen Techniker im Maschinenbau gemacht. Vom Bildungsgrad also unter dem Bachelor. Vom Gehalt her kann ich mit dem Master Maschinenbauer mithalten.
 
Mich würde mal interessieren wie so eine Techniker Schulung aufgebaut ist, ich kenne nur Ausbildung (sehr praxisorientiert) und Studium (im Prinzip Theorie only, geht in meinem Bereich auch kaum anders behaupte ich mal), Techniker müsste dann irgendwo dazwischen liegen?
 
Bei uns hat Berufserfahrung einen großen Stellenwert. Durch meine 5 Jahre Berufserfahrung bin ich in der Vertrieb gekommen. Die Fünf Jahre sind Grundvoraussetzung. Ich habe "nur" meinen Techniker im Maschinenbau gemacht. Vom Bildungsgrad also unter dem Bachelor. Vom Gehalt her kann ich mit dem Master Maschinenbauer mithalten.
Ganz ehrlich, ich hab ja ne abgeschlossene Ausbildung mit Berufserfahrung und hab grad mein Maschinenbau-Studium angefangen (und auch Kontakt zu höherem Semestern) und frag mich echt warum ich danach soviel signifikant mehr verdienen sollte aus leistungstechnischer Sicht..
Wenn du jemanden 3 Jahre jeden Tag 6-8h sowohl handwerklich als auch in der Theorie (vllt sogar auf deine Produktion und Entwicklung abgestimmt) formen kannst, dann ist das doch viel geiler als so ein Larry, der nur die Theorie lernt.. Ein "Azubi" ist (kostentechnisch) ne Nullpostennummer
 
Ich frage mich warum man mit einer rein theoretischen Ausbildung, die abseits des Nacharbeitens, gradmals 20-30h die Woche belegt, soviel mehr wert ist als eine Ausbildung, wo man einem Azubi deutlich mehr Wissen reinknüppeln könnte, wenn man will.
 
Es sind zwei unterschiedliche Anforderungsstufen und Aufgabengebiete?
Du klingst so, als würde man am ende beide das gleiche machen, nur der Ingenieur ist doof und verdient mehr.
Und nur weil man dir als Azubi hätte mehr beibringen können, heißt das nicht, dass das für alle gilt. Es gibt genug, die mit den Anforderungen für die IHK Prüfung schon im roten Bereich arbeiten.
 
Nein, das will ich eben nicht sagen.
Wieso soll der Ingenieur doof sein? Nur wäre er nicht mit direkter Berufserfahrung besser?
Natürlich kann man nicht jedem Azubi alles reinbuttern was man gerne hätte. Sonst hätte man ja nur Superhirne (wozu ich mich nicht zähle :p) auf der Welt
Man kann natürlich in der Ausbildung selektieren wen man für was als geeigneter betrachtet.
Und die größeren Ausbildungszentren in Deutschland hätten auch die Möglichkeit dazu.

edit: Ich will auch nicht den Bachelor kleinreden oder was auch immer, nur sehe ich da besseres Potenzial Leute auszubilden usw
 
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