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  1. #1
    Matrose
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    Standard Das Lesertest Experiment mit ASUS DSL-AC87VG

    Es ist soweit...

    Im Rahmen des Lesertests ASUS DSL-AC87VG habe ich nun meine Testphase beendet und stelle euch hier meine Ergebnisse bereit.

    Der Test ist recht Umfangreich geworden, was vor allem die WiFi Geschichten angeht.

    Viel Spaß beim Lesen!

    ReAcTiVe
    Geändert von ReAcTiVe (23.12.16 um 17:23 Uhr)

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  3. #2
    Matrose
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    Standard

    1. Was bisher geschah

    1.1. Das Problem

    Bisher war ich mit meinem FritzPort sehr zufrieden. Vor meinem Umzug hatte ich lediglich DSL6000 bei der Telekom mit ISDN Anschluss. Hat alles bestens funktioniert.
    Doch dann kam der Umzug, ISDN konnte aufgrund merkwürdiger Geschäftspolitik nicht mehr zur Verfügung gestellt werden. Also musste was völlig neues her. VDSL mit VoIP. Halt nur VDSL25, obwohl der Anschluss locker seine 50 Mbit/s schafft, wie ich vom Servicetechniker erfahren habe, sollte aber ausreichend sein, um was zu streamen, zu telefonieren…
    Selbstverständlich unterstützt mein FritzPort VDSL, doch leider nicht so ganz das VoIP. Nach einigen Stunden der Konfiguration, habe ich es tatsächlich zum Laufen bekommen, jedoch ist es nicht möglich, diesem alten FritzPort die eingehende Rufnummernübermittlung vernünftig beizubringen. Nur leicht störend, wenn man direkt auf Rückruf drücken will.
    Der Router war im Wohnzimmer an einer Wand aufgehängt, dort ist der DSL Anschluss. Die Telefonverkabelung ist so geschaltet, dass ich dort auch die beiden Telefonanschlusse verteilen kann.
    Es handelt sich um einen Neubau mit 3 Etagen + Keller und Fußbodenheizung auf allen Etagen und etwa 125m² Wohnfläche. Der Nachteil solcher Bauten hat sich sehr schnell in der WLAN Reichweite bemerkbar gemacht. Bereits im ersten OG war der WLAN Empfang sehr schlecht und gab es Bereiche, die gar keinen Empfang mehr ermöglichten, im 2.OG war definitiv nix mehr mit WLAN. Das viele Wasser wird auch noch seinen negativen Teil dazu beitragen.
    Ein Repeater musste also her. An der richtigen Stelle im ersten OG eingesteckt gab es jetzt auch WLAN im 2. OG, funktionierte gerade so. Gegen DLAN hatte ich mich bewusst entschieden, weil ich einfach nicht noch mehr Geräte im Wohnzimmer hängen haben wollte, die auch noch zusätzlich Strom verbrauchen. Also lieber ein Repeater als zwei oder drei DLAN Geräte.
    Das Stichwort Stromverbrauch führt zum abschließenden Grund, warum ein neuer Router her sollte.
    Dank der IP-Telefonie, muss der Router IMMER mit dem Netz verbunden sein, wenn man auch noch den Anrufbeantworter nutzen will. Ob ein neuer Router wirklich Stromsparender ist, sei jetzt mal dahingestellt.
    Nach ein wenig Marktforschung, bei der ich unter anderem auch auf das neue weiß-rote Flaggschiff gestoßen bin, entdeckte ich auch, dass es von ASUS etwas Feines gibt. Da das weiß-rote Modell offensichtlich mit Firmwareproblemen und sonstigen Fehlern zu kämpfen hat, sollte es der ASUS DSL-AC87VG sein.
    Auf der Suche nach Erfahrungsberichten, auch auf Hardwareluxx.de, habe ich diese Lesertestausschreibung entdeckt… und mitgemacht!
    An dieser Stelle bedanke ich mich nochmals bei allen Beteiligten für die Auswahl meiner Wenigkeit, um an diesem Test teilnehmen zu dürfen.
    Die Ergebnisse folgen nun…

    1.2. Die Hardware

    Nachfolgend ist aufgelistet, welche Geräte sich im Haushalt befinden.

    DSL-Router Speedport W920V, gefritzt. Im Folgenden FritzPort genannt
    Repeater ASUS RP-AC52
    PC-System ASUS ROG-G20AJ, i7-4000, 16GB RAM, 256GB SSD, 2TB HDD, 802.11ac
    Notebook Samsung Series 7 Ultra Ultrabook
    Drucker HP OfficeJet Pro 8600
    Smartphone HTC One M7, Samsung A5 (2016), Iphone 5c
    TV Samsung UE46H7090 SmartTV
    Telefonie Siemens Gigaset A300, Siemens Gigaset SL565
    IoT Raspberry Pi3 mit Raspberry Pi Display und Windows 10 IoT

    1.3. Die Software

    Folgende Software befindet sich im Einsatz oder wurde zum Test herangezogen.

    Betriebssysteme Windows 10 mit Aniversary Update, Windows 10 IoT
    Android 5.1
    Tools WiTuners WiFi Console
    Ekahau Heatmapper
    Nuts About Nets LLC, NetStress
    FileZilla von Tim Kosse
    Microsoft Message Analyzer

    2. Der Verpackungseffekt

    2.1. Die Lieferung

    Die Lieferung des ASUS AC87VG DSL-Routers wurde prompt von Hardwareluxx an ASUS direkt in Auftrag gegeben. UPS hat die Lieferung durchgeführt. Das Paket war innerhalb von 24 h nach Auftragserhalt bereits bei mir an der Tür. Unbeschädigt, aber ein ziemlich großes Paket… das ließ schon etwas Großes vermuten.

    2.2. Das Auspacken

    Wie ein kleines Kind, habe ich mich sofort über das Paket hergemacht. Voller Freude was mich denn da erwartet.
    Ein wiederum riesiges Paket, in edlem schwarz. Noch original eingeschweißt. Dimensionstechnisch doppelt so groß, wie die OVP meines alten Speedport W920V.

    1.jpg
    Abbildung 1: Die Verpackung

    2.jpg
    Abbildung 2: Die innere Verpackung

    3.jpg
    Abbildung 3: Der Inhalt

    Der erste Eindruck: „man, ist das Teil riesig!“
    Und mit einem Gewicht von etwa 1 kg auch recht schwer.

    2.3. Der Lieferumfang

    Neben dem Router selbst, werden mitgeliefert:
    • 4 WLAN Antennen
    • 1 Netzteil
    • 1 TAE – DSL Kabel
    • Ein LAN Kabel, welches entweder als WAN Oder LAN Verbindungskabel genutzt werden kann
    • VIP Garantiekarte
    • Konformitätserklärung

    4.jpg
    Abbildung 4: Verpackungsinhalt

    Es ist also alles dabei, um sofort loslegen zu können.

    2.4. Der erste Eindruck

    Hält man die Verpackung samt Inhalt in der Hand, kommt einem alles irgendwie gigantisch vor. Man vermag zunächst nicht zu glauben, dass die Verpackung schon fast die Größe des Routers widerspiegelt.
    Verblüffung und Erstaunen macht sich breit, nachdem die innere Verpackung die ganze Pracht Preis gibt. Umlaufend sind es gerade einmal 2cm die von der Verpackung als Puffer vorgesehen sind.
    Die Verarbeitung des Routers macht einen sehr wertigen Eindruck. Nicht zuletzt durch die glänzende aber nicht flache Front, die eine Art Karbonoptik vermitteln soll. Ganz oben rechts prangt ganz groß verchromt und poliert das ASUS Emblem. Wer schwarze Geräte mag, dem wird dieser Router schon allein deswegen gefallen. Kein langweiliges grau-silber oder gar weiß. Nein, schwarz, glänzend und auch noch Chrom dabei… stark!
    Das Gewicht von 1 kg vermittelt einen soliden und standsicheren Eindruck, der nicht zuletzt durch den großen Standfuß auch noch verstärkt wird.
    Aber auch die mitgelieferten WiFi Antennen sind riesig, machen ebenfalls einen soliden Eindruck und sind sehr gut verarbeitet.

    5.jpg
    Abbildung 5: Größenverhältnisse

    6.jpg
    Abbildung 6: Größenverhältnisse

    7.jpg
    Abbildung 7: Vergleich ASUS DSL-AC87VG - Speedport W920V

    3. Das Installationsexperiment

    3.1. Die erste Inbetriebnahme

    An oberster Stelle stand zunächst einmal, zu checken, welche Firmware Version sich tatsächlich auf dem Gerät befindet. Laut Verpackungsangabe sollte die erste Version drauf sein.
    Also sollte das Gerät mit einer Minimalkonfiguration ans Netz gehen.
    Dazu habe ich meinem alten FritzPort die komplette Verbindungsabhandlung (DSL, WLAN, Telefonie) überlassen und den AC87VG lediglich über seinen WAN-Port mit dem mitgelieferten LAN Kabel an eine Netzwerkbuchse des FritzPort angeschlossen.
    WiFi Antennen aufschrauben und ausrichten, Netzteil anschließen und den Schalter betätigt… und siehe da, es ward Licht! Einige der vielen Kontrollleuchten erleuchteten mich in einem dezenten blau. Jetzt hieß es erst mal warten, bis das Ding gebootet hat.
    Nach etwa 1 Minute war auch schon alles vorbei.
    Über den Webbrowser „router.asus.com“ gelangt man auf die Konfigurationsseite des Routers, die sofort mit der Erstkonfiguration startet und nach einem festzulegenden Benutzernamen und Passwort fragt. Überraschend: das Design erinnert an das meines Repeaters… Perfekt. Wirklich easy.
    Im nachfolgenden Schritt, versucht das Gerät, den Verbindungstyp zu erkennen. Man glaubt es kaum, WAN-Verbindung wurde erkannt.
    Weitergehend kann das WiFi eingerichtet werden. Ich entschied mich jedoch zunächst alles auf Standard zu lassen. Primärziel ist es ja, die Firmware zu aktualisieren.
    Also Assistent beendet, die Weboberfläche startet.
    Das Design ist absolut identisch mit dem meines ASUS Repeaters… also schon ein alter Bekannter. Es werden alle nötigen Informationen angezeigt, DSL, WLAN und Co.
    Es hat nicht lange gedauert, und es fängt ein auffällig gelbes Ausrufezeichen oben rechts in der Statusleiste an zu blinken. Gelb, blinkend… oh Schreck… etwas stimmt nicht. Aber weit gefehlt. Das Gerät hat schon selbstständig nach einem Firmwareupdate gesucht, und teilt es einem auf diese Weise mit.
    Fazit: in nur wenigen Minuten kann man schon einmal mit einer simplen Minimalkonfiguration Zugriff auf das Internet herstellen und das nötigste erledigen.
    Also habe ich den Router das Firmwareupdate installieren lassen, was völlig problemlos und unspektakulär ohne Knall und Rauch erledigt wurde.
    Es war im Übrigen die auf der Verpackung angegebene Version installiert.

    3.2. Das Aufstellen

    Etwas fehlt! Eine Wandhalterung. Während mein alter FritzPort dank seiner Wandhalterung schön an der Wand hängt, alle Kabel ganz kurz und gut hinter dem Router versteckt waren, muss der ASUS AC87VG zunächst einmal Platz auf dem Boden nehmen.

    8.jpg
    Abbildung 8: Installation FritzPort

    Suboptimal und unschön. Jetzt hängen die Kabel halt den halben Meter von den Dosen nach unten. Und das im Wohnzimmer.
    Hier werde ich wohl selbst etwas basteln müssen. Hätte ich doch jetzt einen 3D-Drucker…

    3.3. Die Vollkonfiguration

    Nachdem nun die aktuellste Firmware installiert wurde und das Gerät so mehr oder weniger an seinem Platz steht, habe ich einfach nochmal von vorn angefangen, die Konfiguration also komplett zurückgesetzt. Auch das geht über das Webinterface ganz einfach.
    Jetzt stand die Vollkonfiguration auf dem Programm. DSL, WLAN, IP-Telefonie.
    Nach einem Reset der Konfiguration und Neustart des Routers, stehen also wieder die WLAN Netzwerke ASUS_2G und ASUS_5G zur Verfügung, mit denen man sich ohne Kennwort verbinden kann. Klar, die Netzwerkbuchsen funktionieren ebenfalls.
    Die Vollkonfiguration habe ich über ein LAN Kabel vorgenommen, da sich während dieser die SSID ändern wird und möglicherweise Probleme verursacht.
    Es startet also wieder der Assistent, der nach einem festzulegenden Benutzernamen und Kennwort fragt. Benutzername habe ich standardmäßig belassen. Das Kennwort analysiert das Webinterface und teilt mit, ob es sich um ein schwaches oder sehr starkes Kennwort handelt. Schon einmal eine nützliche Information, falls jemand mit dem Gedanken spielt, eine Fernkonfiguration übers Web vorzunehmen.
    Der nächste Schritt startet wieder mit der DSL/WAN Erkennung. Auch diesmal erkennt der Router den vorhandenen Anschluss, in dem Fall VDSL. In einer darauffolgenden Eingabemaske, stehen verschiedene Provider zur Verfügung, darunter auch die Telekom. Nun werden ganz simpel alle Zugangsdaten eingetragen und es erfolgt ein Verbindungstest. Erfolgreich! Toll…
    Weiter geht es mit der WLAN Konfiguration. Hier werden ganz einfach die SSID, die Verschlüsselung, und die entsprechenden Keys eingetragen. Es ist möglich, für das 2,4GHz und 5GHz Band, unterschiedliche Namen oder Keys einzutragen. Die Einstellungen für das 2,4GHz Band können aber auch per Häkchen direkt für das 5GHz Band übernommen werden.
    Ich habe mich entschieden, beide Bänder identisch zu benennen und identische Keys zu verwenden. Somit kann jedes 802.11n oder ac fähige Gerät direkt auf das 5GHz Band zugreifen, ohne dass ich etwas an diesen Geräten ändern muss. Mit meinem FritzPort konnte ich nur das 2,4GHz ODER 5GHz Band nutzen. Jetzt geht beides. Damit war auch schon die WiFi Konfiguration beendet.
    Zu guter Letzt führt der Assistent zur Telefonie. Auch hier ist die Konfiguration erschreckend einfach. ISP auswählen, Telefonnummer und Zugangsdaten eintragen, das Ganze für die 2 weiteren Nummern wiederholen und fertig. Ein Test wird ebenfalls durchgeführt, alles mit Erfolg bestanden.
    Paff… war es das schon? Ist da sonst gar nichts mehr? Nein, in der Tat… FERTIG.
    Die ganze Aktion, mit Kabel anschließen und durch den Assistent navigieren, dauerte in etwa nur 10 Minuten!
    WLAN lief, Laptop, Rechner, Smartphone, TV und Drucker haben sich ohne zu murren verbunden, ich konnte direkt lossurfen und sogar telefonieren!

    4. Die Konfigurationsexpansion

    4.1. Die Erkenntnis

    Klickt man sich durch die Einstellungsmöglichkeiten, wird einem sehr schnell klar, dass man hier noch wesentlich mehr einstellen kann oder gar sich derart verrennen kann, dass am Ende gar nix mehr geht und nur noch ein Reset hilft.
    Das erste was man also vornehmen sollte, ist die jetzt gerade funktionierende Konfiguration zu sichern. Nur als Backup, falls tatsächlich etwas schief geht.
    Zu finden unter den Erweiterten Einstellungen -> Administration -> Wiederherstellung.
    Es wird dann ein File erzeugt, offensichtlich binär codiert oder sogar verschlüsselt, das man sich irgendwo gut auffindbar abspeichern sollte.

    4.2. AiCloud 2.0

    AiCloud ist ein eigener Cloudservice, der Onlinespeicher wie eine gewöhnliche Cloud (Dropbox, OneDrive) zur Verfügung stellt. Der Vorteil ist, dass dieser Onlinespeicher daheim gehostet wird, und zwar auf der eigenen Platte oder USB Stick. Das bietet natürlich ziemlich hohen Datenschutz.
    Ein Konfigurationsassistent führt einen innerhalb weniger Minuten durch alle nötigen Schritte. Am Ende installieren sich die notwendigen Bibliotheken auf dem Router, das einige Zeit in Anspruch nimmt.
    Danach kann ganz einfach mit einer kostenlosen Android oder iOS App auf diesen Cloudspeicher zugegriffen werden.

    4.3. Telefonie

    Die Telefonie ist bereits mit dem Konfigurationsassistenten konfiguriert.
    Erweiternd kann jeder Anschluss getrennt konfiguriert werden. Welche ausgehende Nummer verwendet werden soll, auf welche eingehende Telefonleitung welches Telefon reagieren soll. Ebenso können eingehende sowie ausgehende Rufnummern gesperrt werden. Bereits eingerichtet aber nicht aktiviert sind Filter für teure Hotlinevorwahlen.
    Der Asus Router führt eine ausführliche Anrufliste, aufgeschlüsselt nach eingehenden, ausgehenden Gesprächen, welcher Anschluss betroffen war, Datum, Uhrzeit und Dauer. Toll ist die Funktion, Nummern direkt aus der Anrufliste ins Telefonbuch zu übernehmen.

    9.jpg
    Abbildung 9: Anrufliste

    Ebenso einfach konfigurieren lässt sich die DECT Basisstation. Pin festlegen, ECO DECT, Reduzierung der Sendeleistung und Verschlüsselung.
    Die Anmeldung meiner beiden älteren Siemens Gigaset Telefone funktionierte auf Anhieb.
    Die Sprachqualität ist gut.

    4.4. Wireless

    Das WiFi Interface lässt sich neben den Standardparametern wie SSID, Kanal, Bandbreite und Sicherheit wie eine normale Netzwerkkarte konfigurieren. So stehen erweiterte Funktionen TurboQAM, Sendeleistung, Preambel und vieles mehr einrichten. 2,4GHz und 5GHz Adapter lassen sich getrennt bearbeiten.

    10.jpg
    Abbildung 10: 2,4GHz Einstellungen

    11.jpg
    Abbildung 11: 5GHz Einstellungen

    Somit ist es wohl möglich, für jeden beliebigen Einsatzzweck, das Optimum rauszukitzeln.

    4.5. LAN

    Es lassen sich alle notwendigen Parameter konfigurieren.
    IP Adresse, DHCP Server, sogar Routen lassen sich einstellen. Nicht so interessant für meine Zwecke, da ich das Ethernet nicht nutzen werde.

    4.6. VPN

    Eine nützliche Funktion ist der VPN Server. Hiermit ist dann der Fernzugriff auf das lokale Netzwerk möglich.
    Auch hier wurde wohl Wert auf übersichtliche und einfache Konfiguration gelegt.
    Ein Test von meinem Arbeitsplatz PC aus hat der Asus Router bestanden. Alles was Freigegeben war, konnte ich im Netzwerk finden.
    Mit Hilfe des integrierten VPN-Clients lässt sich eine permanente „ausgehende“ VPN Verbindung herstellen, um z.B. länderspezifische Beschränkungen bei einem großen Streaming-Anbieter mit dem roten Symbol zu umgehen.

    4.7. Firewall

    Ab Werk ist die Firewall aktiviert. Optional lässt sich die DoS – Protection aktivieren. Vielleicht sehr interessant, aufgrund der letzten Attacke auf gewisse Router. Auch eine externe Pinganforderung lässt sich abwimmeln.
    Daneben können URL´s und Netzwerkdienste gefiltert werden.

    12.jpg
    Abbildung 12: Netzwerkdienstfilter

    5. Die WiFi Hypothese

    5.1. Das verspricht ASUS

    • „Unschlagbare WLAN-Signalabdeckung“
    • „Signalstabilität wird dramatisch verbessert“
    • „AiRadar-Technologie fokussiert das WLAN-Signal“

    So heißt es auf der Produktseite von ASUS.

    Klingt wie:
    • ein Waschmittel, das immer weißer wäscht
    • ein Auto, das noch mehr Leistung hat, noch weniger Sprit verbraucht und weniger Abgasemissionen hat.
    • das Smartphone, das noch besser ist als sein Vorgänger

    Nun ja, bei so manch Versprechen wurde ja schon z.B. durch die ein oder andere Manipulation etwas nachgeholfen.
    Wie auch immer, das ist einer meiner stärksten Bewertungs- und Testpunkte. Wird dieser Router es schaffen, trotz gleicher Sendeleistung wie alle anderen Geräte auch, zuverlässig bis unters Dach WLAN zu verbreiten???

    5.2. Willkommen in der Realität

    Man soll die 4 Antennen gemäß der Anleitung ausrichten. Die Beiden äußeren um jeweils 45° geknickt, die mittleren einfach nach oben.
    Repeater abgeschaltet.
    Ab ins 2. OG.
    Nix. Kein WLAN.
    Im 1.OG… kein merklicher Unterschied zu meinem FritzPort. Nahezu das gleiche Verhalten in manchen Ecken des 1. OG.
    Diese zunächst auf simplen Beobachtungen beruhende Erkenntnis, bedarf jedoch etwas genauerer Messungen.

    5.3. Das Testsetup

    Für eine grobe Übersicht der WiFi Verteilung werden sogenannte Heatmaps erstellt. Hierfür werden verschiedene Punkte abgegangen und Messwerte erfasst. Die Feldstärkeverteilung kann dann sichtbar gemacht werden.
    Es gibt hierfür unterschiedliche Softwaretools für PC als auch Smartphones. Für PC sei der Heatmapper von EKAHAU und für Smartphones WiTuners WiFi Console genannt. Beide Tools sind kostenlos. Allerdings auch mit Einschränkungen verbunden, wie z.B. die maximale Anzahl der speicherbaren Messpunkte. Dies betrifft jedoch nur das Protokoll, nicht die graphische Auswertung.
    Es sollten viele Messpunkte für den alten und neuen Router erstellt werden, also entschied ich mich für die Smartphone Variante, da ein Smartphone einfach leichter ist, als ein Laptop.

    Verwendet wurde:
    • HTC One M7
    • WiTuners WiFi Console
    • ASUS DSL-AC87VG und FritzPort, jeweils getrennt betrieben

    5.4. WiFi Verteilung des ASUS DSL-AC87VG

    Die Abbildung 13 und Abbildung 14 zeigen die Feldstärkenverteilung im Erdgeschoß. Die Position des Routers wurde von WiTuners WiFi Console nahezu korrekt erkannt. Durch die offene Bauweise des Erdgeschosses sind beide Frequenzbänder sehr gut empfangbar.

    13.jpg
    Abbildung 13: ASUS im EG, 2,4GHz

    14.jpg
    Abbildung 14: ASUS im EG, 5GHz

    Das erste Obergeschoss wird durch einen Stahlbetonboden mit integrierter Fußbodenheizung getrennt. Abbildung 15 zeigt die Feldstärkenverteilung im 2,4GHz Band. Interessant sind die Keulenverteilung auf der linken und rechten Hälfte des Hauses, sowie die merkwürdige Positionierung der erkannten Position. Womöglich hängt dies mit der Anordnung und Ausrichtung der Antennen zusammen.

    15.jpg
    Abbildung 15: ASUS im 1.OG, 2,4GHz

    Das 5GHz Band dagegen (Abbildung 16), ist im 1. OG überhaupt nicht mehr empfangbar.

    16.jpg
    Abbildung 16: ASUS im 1.OG, 5GHz

    Das 2. OG bleibt WLAN frei. Beide Frequenzbänder sind nicht vorhanden. Die angeblich erkannte Position, ist aus einer vorhergehenden Messung und hat nichts mit der Realität zu tun.

    17.jpg
    Abbildung 17: ASUS im 2.OG, 2,4GHz und 5GHz

    5.5. WiFi Verteilung des FritzPort

    Abbildung 18 zeigt die WiFi Verteilung des Fritzport im 1.OG. Hier sind jetzt deutliche Unterschiede im Vergleich zum ASUS Router erkennbar.

    18.jpg
    Abbildung 18: FritzPort im 1.OG, 2,4GHz

    Ins 2. OG schafft der FritzPort ebenfalls kein WLAN.

    5.6. Ergebnis

    Die Feldstärkenverteilung, vor allem im 1.OG, zeigt, dass der ASUS Router offensichtlich doch sein Versprechen einhalten kann, mehr Fläche „auszuleuchten“. Das hat der direkte Vergleich gezeigt.

    19_1.jpg19_2.jpg
    Abbildung 19: Vergleich, ASUS links, FritzPort rechts

    In Abbildung 19 sind beide Router nochmals gegenübergestellt.

    Die Heatmap des FritzPort deckt sich mit meinen bisherigen Erfahrungen und stellt demnach eine realistische Karte dar. Schlussfolgernd muss auch die Heatmap für den ASUS Router eine realistische Darstellung sein.
    Anhand der Messwerte konnte eine mittlere Dämpfung von 35dBm der Zwischenböden ermittelt werden. Gegen eine theoretische Dämpfung von mehr als 70dBm zuzüglich zur natürlichen Dämpfung (also um die 80dBm) bis ins 2.OG muss selbst der ASUS Router kapitulieren. Da nützt das „weißer waschen“ dann auch nichts mehr.

    Das ist zwar enttäuschend, sollte aber keinesfalls auf den ASUS Router selbst bezogen werden. Vermutlich gibt es einfach kein (legales) WiFi Gerät, das diese harten Bedingungen überwinden kann. Evtl. kann man noch mit anderen Antennen experimentieren, vielleicht mit einer anderen Richtcharakteristik oder sonst was... Das ist aber nicht Gegenstand des Tests. Da die Antennen extern sind, besteht da jedenfalls theoretisches Potenzial.
    Ein Vergleich mit einer aktuellen FritzBox 7580 wäre hier interessant gewesen, stand mir jedoch nicht zur Verfügung.
    Für die Zukunft wird ein Einsatz eines Repeaters weiterhin nötig sein. Für die weiteren Tests bleibt dieser jedoch abgeschaltet.
    Geändert von ReAcTiVe (23.12.16 um 17:23 Uhr)

  4. #3
    Matrose
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    6. Die WiFi Datenraten Analyse

    6.1. NetStress

    NetStress ist ein kostenloses Tool, das zum Messen des Netzwerkdatendurchsatzes verwendet wird.
    Dazu wird ein Rechner über das Netzwerkkabel (Gigabit LAN) mit dem Router verbunden, ein zweiter greift auf das WLAN zu.
    Wenn auf beiden Rechnern NetStress gestartet wurde, kann auch schon mit den Tests begonnen werden.

    6.2. Hardware

    Die WLAN Karte meines ASUS ROG-G20AJ unterstützt 802.11ac und kann sich maximal mit
    433,5 Mbit/s mit dem Router verbinden.
    Der zweite Rechner ist ein Samsung U740E Ultrabook mit Gigabit LAN Schnittstelle.
    In einem Abstand von 1m zum Router meldete der Adapter tatsächlich eine max. Datenrate von 433,5Mbit/s im 802.11ac Modus.

    20.jpg
    Abbildung 20: WiFi Status

    Warum aber nicht 1734 Mbit/s?
    Hier setzt der Marketing Trick ein. Diese hohe Übertragungsrate wäre nur dann möglich, wenn auch meine WLAN Karte im Rechner 4 Antennen (4x4 MIMO )hätte. Mit einem "Kanal" ist es einfach nicht möglich, eine solch hohe Übertragungsrate zu realisieren. Also stellt in meinem Fall 433,5 Mbit/s das Maximum dar.

    6.3. Speedtest SanDisk Extreme USB 3.0

    Als Speichermedium soll ein SanDisk Extreme USB 3.0 32GB USB Stick dienen. Dieser kann am USB3.0 Port eines Rechners mit etwa 95MB/s beschrieben und 220MB/s gelesen werden.

    21_1.jpg21_2.jpg
    Abbildung 21: Speedtest USB Stick am PC

    6.4. Gigabit Test

    Zunächst muss sichergestellt sein, dass der Datendurchsatz der Gigabit LAN Schnittstelle zwischen Router und Laptop nicht einen Flaschenhals darstellt.
    Dazu wurde einfach eine große Datei vom Sandisk Extreme USB3 Stick gelesen und geschrieben.

    22.jpg
    Abbildung 22: Lesen mit Explorer und Samba Share

    23.jpg
    Abbildung 23: Schreiben mit Explorer und Samba Share

    Bei durchschnittlichen Raten von 36MB/s beim Lesen und 28MB/s beim Schreiben, sollte also genügend Reserve vorhanden sein.
    Dennoch hätte ich an dieser Stelle mehr erwartet, da dieser USB Stick an meinem PC schon mit 95MB/s beschrieben werden kann. Selbst abzüglich des Overhead, sollten über Gigabit LAN locker um die 80 - 100 MB/s möglich sein.
    Offensichtlich ist die USB3.0 Anbindung nicht wirklich die schnellste, 1/3 vom Maximum des Sticks ist doch etwas auffällig.
    Ein Test mit FileZilla über FTP brachte annähernd die gleichen Ergebnisse.

    24.jpg
    Abbildung 24: FileZilla Download

    25.jpg
    Abbildung 25: FileZilla Upload

    6.5. Ergebnisse im 802.11ac Modus

    Der erste einfache Test war das übertragen einer großen Datei vom und zum am Router angeschlossenen USB3 Stick.

    26.jpg
    Abbildung 26: Senderichtung mit Explorer auf Samba Share

    27.jpg
    Abbildung 27: Empfangsrichtung mit Explorer und Samba Share

    16 und 12 MB/s wirken etwas wenig für 433,5 Mbit/s.

    Also musste NetStress her.

    Abbildung 28 und Abbildung 29 zeigen die Übertragungsraten der reinen Daten in Empfangsrichtung für 5 Streams mit NetStress. In der Summe sind 20MB/s möglich.

    28.jpg
    Abbildung 28: Summe 5 Streams Download

    29.jpg
    Abbildung 29: Detaildarstellung 5 Streams Download

    Die Abbildung 29 und Abbildung 30 zeigen die Datenraten für den Upload. In der Summe sind hier etwa 36MB/s möglich.

    30.jpg
    Abbildung 30: Summe 5 Streams Upload

    31.jpg
    Abbildung 31: Detaildarstellung 5 Streams Upload

    Warum ist das jetzt so wenig?
    Theoretisch möglich wären mit dem ASUS Router im 802.11ac Modus 1734Mbit/s = 216,625MB/s. Allerdings nur, wenn auch der Client 4 Antennen (4x4 MIMO) besäße.
    Da jedoch nur eine Antenne vorhanden ist, sind nur max. 433,5 Mbit/s = 54,1875 MB/s möglich. Die Verbindung wurde eben mit dieser Übertragungsrate aufgebaut. Diese Übertragungsrate errechnet sich jedoch nicht allein aus den übertragenen Nutzdaten, sondern ist die Summe aus den Nutzdaten und einem Overhead. Der Overhead sind die zur Übermittlung benötigten Protokoll- und Vermittlungsdaten.
    Nicht selten ist der Anteil des Overhead ebenso groß, wie der Anteil der Nutzdaten. Die Bruttodatenrate ist also 433,5 Mbit/s = 54,1875 MB/s, während die Nettodatenrate im Test mit 5 Streams bis zu 288 Mbit/s = 36 MB/s ******. Der Rest ist Overhead. Der Overhead ist umso größer, je mehr Störquellen, wie andere 802.11ac – Router, in der Nähe sind, oder je schlechter das Signal ist.

    6.6. Ergebnisse im 802.11b/g/n Mode

    Im 2,4GHz Band verband sich meine WLAN Karte mit 72 Mbit/s = 9 MB/s.

    32.jpg
    Abbildung 32: 802.11b/g/n Mode

    33.jpg
    Abbildung 33: Senderichtung mit Explorer und Samba Share

    34.jpg
    Abbildung 34: Empfangsrichtung mit Explorer und Samba Share

    In beiden Übertragungsrichtungen waren 6,25MB/s = 50 Mbit/s möglich.
    Insgesamt sind zum Zeitpunkt des Tests 8 weitere AP in Reichweite gewesen, davon waren 2 weitere auf dem gleichen Kanal wie der ASUS Router. Die fehlenden 24 Mbit/s mussten also etwas mit dem Overhead zu tun haben, der mit der Anzahl der Störquellen im Netz zunimmt.
    Mit dem Tool Wi-Fi SSID Overhead Calculator von Revolution WiFi kann der Protokoll Overhead näherungsweise bestimmt werden.
    Dazu werden noch die Informationen Beacon Data Rate, Beacon Frame Size und das Beacon Interval benötigt.
    Diese Werte kann man z.B. mit dem Tool Microsoft Message Analyzer in Erfahrung bringen.

    35.jpg
    Abbildung 35: Microsoft Message Analyzer

    Die Beacon Data Rate ist die langsamste im aktuellen Modus mögliche Übertragungsrate. Für das Standardsetting des Routers hier 1Mbit/s.
    Das Beacon Interval wird hier mit 100 angegeben. Dieser Wert kann auch aus den Routereinstellungen entnommen werden. Die Einheit wird in TU (Time Units) angegeben. 100 TU sind 102,4ms.
    Die Beacon Frame Size beträgt hier 1552 bit = 194 Bytes.

    36.jpg
    Abbildung 36: Detailansicht des Beacon

    Diese Werte werden im Overhead Analyzer eingetragen.

    37.jpg
    Abbildung 37: Overhead

    Somit erhält man in dieser WLAN verseuchten Umgebung einen Overhead von mindestens 28,34%. Der Wert kann schwanken, je nachdem ob weitere Netze in der Nähe auftauchen oder verschwinden.
    Das bedeutet für die Übertragungsrate von 72 Mbit/s, dass eine Nettodatenrate von lediglich maximal 51,6 Mbit/s übrig bleibt. Im Vergleich mit den Ergebnissen wohl ein realistischer Wert. Dass die Senderichtung einen niedrigeren Wert aufweist, mag möglicherweise nicht am Router liegen. Es handelt sich hierbei um eine im PC-Gehäuse verbaute Karte, die keine Antenne nach außen geführt hat und daher evtl. etwas schwach ist.

    6.7. Zusammenfassung

    Um das Maximum aus dem Router herauszuholen, bedarf es einer 4x4 MIMO WLAN Karte mit 4 "Außenantennen".
    Für Streaming in FullHD Qualität sind die gemessenen Datenraten eher mehr als ausreichend. Bei 4k Qualität sollte, vor allem in dicht besiedelten Gegenden, in der fast jeder Haushalt mittlerweile WLAN ausstrahlt, auf entsprechende Hardware geachtet werden, dann wären sicherlich auch bei mir wesentlich höhere Datenraten möglich gewesen.
    In den gegebenen Rahmenbedingungen bringt der ASUS DSL-AC87VG Router für mich akzeptable Nettodatenraten zustande.

    7. DSL

    7.1. Verbindungsaufbau

    Der Verbindungsaufbau geht recht zügig. Im Vergleich zu meinem alten FritzPort in etwa 3mal so schnell.

    7.2. Übertragungsgeschwindigkeit

    Die Abbildung 38 spricht für sich. Während mein alter FritzPort, sowie das Testgerät des Telekomtechnikes eine maximale Rate von knapp 50Mbit/s liefert, soll die Leitungskapazität hier um die 61Mbit/s liegen. Inwiefern dieser Wert der Realität entspricht, wird sich erst testen lassen, wenn die Telekom die meinen Anschluss auf VDSL50 aufbohrt.

    38.jpg
    Abbildung 38: DSL Informationen

    7.3. Fehleranfälligkeit

    Während der gesamten Testphase, hat der Asus Router kein einziges Mal die Synchronisation verloren.
    Webzugriffe fanden immer ohne Auffälligkeiten statt. Downloads wurden nie unterbrochen.
    Der ASUS Router läuft genauso stabil wie mein alter FritzPort. Ein wichtiges Ergebnis.
    Geändert von ReAcTiVe (21.12.16 um 19:28 Uhr)

  5. #4
    Matrose
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    8. WebUi

    8.1. Bedienung

    Sehr einfache und intuitive Bedienung!
    Kein schreckliches Flash. HTML5 und jQuery heißen hier das Zauberwort. Alte Bekannte aus meiner Entwicklungsumgebung – habe ich also doch nichts falsch gemacht mich für HTML5 und jQuery zu entscheiden.

    8.2. Stabilität

    Während des gesamten Tests, traten keine Fehler im Sinne von Abstürzen oder ähnlichem auf. Der Router antwortete immer prompt auf Benutzeranforderungen.

    8.3. Verbesserungswürdig

    Die deutsche Übersetzung allerdings, weist die ein oder andere Merkwürdigkeit auf.
    So wird Beacon Interval tatsächlich 1:1 mit Bakenintervall übersetzt. Im ersten Moment wusste ich gar nichts damit anzufangen.
    Ebenso All Disks shared und Alle Festplatten geteilt. Die deutsche Übersetzung lässt vermuten, dass alle angeschlossenen Platten in der Ordnerliste getrennt aufgelistet werden. Weit gefehlt... es handelt sich hier um sharing.
    Ein bisschen mehr Denglisch darf sein...
    Unvollständige Sätze gibt es auch.

    39.jpg
    Abbildung 39: Unvollständig

    9. DECT

    9.1. Reichweite

    Die Reichweite der DECT Basisstation übertrifft die des WLAN´s. Ein Telefonat war sogar noch im 2. OG möglich, auch wenn leichte Störungen auftraten.

    9.2. Funktionalität

    Leider ist die DECT Funktionalität auf älteren nicht CAT-iq 2.0 Geräten extremst eingeschränkt. So wird z.B. mein älteres Siemens Gigaset SL56, welches über AB, Anruflistenverwaltung, Anzeige entgangener Anrufe, usw., zu einem simplen Telefon deklassiert, mit dem man wirklich ausschließlich telefonieren kann. Es werden keine entgangenen Anrufe mehr angezeigt. Keine Mitteilung darüber, dass eine AB-Nachricht vorliegt. Es gibt kein Basistelefonbuch, auch die Uhrzeitanzeige funktioniert nicht.
    Bei moderneren Geräten mag das vielleicht anders sein, jedoch hatte ich keines zur Verfügung. Daher wird die alte Gigaset Basisstation wohl vorerst in Betrieb bleiben.
    An der Sprachqualität gibt es nichts auszusetzen.

    40.jpg
    Abbildung 40: DECT

    10. Anrufbeantworter

    10.1. Sprachqualität

    Die Sprachqualität des Anrufbeantworters ist sehr gut. Ebenfalls die hinterlegten Ansagen.
    Ebenso die weitergeleiteten Nachrichten an eine eMail.

    10.2. Funktionalität

    Es lässt sich alles nötige konfigurieren, sogar die Wartezeit lässt sich bis 60 s einstellen. Etwas für hartnäckige Anrufer!
    Er kann auf einzelne eingehende Rufnummern reagieren, auf eine bestimmte eigene Festnetznummer aktiviert werden und er ist sogar 2-Sprachig. Stellt man die WebUI Sprache auf Englisch, werden ab sofort alle Begrüßungsnachrichten auf Englisch abgespielt. Gilt natürlich nur für die routereigenen Ansagen.

    41.jpg
    Abbildung 41: Anrufbeantworter

    11. USB

    11.1. Funktionalität

    All meine USB Sticks, Festplatten und sogar die Fantec 4Bay USB3.0 wurde ohne Beanstandung erkannt.
    Allerdings meint der Router die 4 USB Bay Platten als ein Laufwerk zu erkennen. Daher wird jedes Laufwerk nicht als einzelnes Laufwerk in der Ordnerliste des Windows Explorers aufgelistet, sondern alle Ordner aller Platten wild durcheinander.
    Zudem durchsucht der Router bei aktiviertem Medianserver alle Speichermedien auf Multimediainhalte, was bei mehreren 1 TB großen Platten, auf denen nicht nur Medien, auch viele andere Files zu finden sind, sehr sehr lange dauern kann.
    Der Samsung UE46H7090 Smart TV hat sofort den Router als Medienserver erkannt. Darin werden Ordner für Bilder, Videos und Musik aufgelistet. Das Abspielen von Videos hat ohne weitere Probleme geklappt. Kein ruckeln, keine Aussetzer. Das schnelle vor- und zurücklaufen lassen funktionierte ebenfalls zuverlässig.

    42.jpg
    Abbildung 42: USB

    11.2. AiDisk

    AiDisk ist ein Tool zur Freigabe von Dateien und Ordnern über das Internet. Nach erfolgter Konfiguration sind alle Laufwerke und Dateien über die angegebene DDNS Adresse abrufbar. Es können mehrere Benutzerkonten eingerichtet werden. Jedem Benutzer können bestimmte Zugriffsberechtigungen erteilt werden.

    11.3. AiCloud 2.0

    AiCloud 2.0 ist eine Anwendung die auf dem Router installiert werden kann, um mit der AiCloud App auf Android oder iOS Geräten auf die USB Daten zugreifen zu können.
    Im Test mit meinem HTC One hat das System einwandfrei funktioniert. Dateien können wie bei jedem anderen Cloudservice verwaltet werden.

    11.4. Samba Share

    Samba Share sollte jedem bekannt sein. Stellt einfach eine Möglichkeit der Dateifreigabe dar.
    Es ist möglich mehrere Benutzer anzulegen und diesen entsprechende Zugriffsberechtigungen zu erteilen.
    Hat man z.B. einen Rechner, dessen Benutzer kennwortgeschützt ist, ist es sinnvoll, diesen Benutzer mit dem gleichen Kennwort auf dem Router einzurichten. Die entsprechende Freigabe natürlich nicht zu vergessen.
    Somit ist es dem Benutzer möglich, nach erfolgter Windowsanmeldung, direkt im Explorer auf die Freigabe zuzugreifen, ohne weitere Logininformationen zu benötigen.
    Im Test konnten so Dateien auf die entsprechenden Freigaben hin und her kopiert werden.

    43.jpg
    Abbildung 43: Samba Share

    11.5. FTP Server

    Die Konfiguration des FTP Servers ist genauso einfach, wie die des Samba Shares. Lediglich zeigt die Konfigurationsübersicht am Ende die falsche DDNS Adresse an, admin.asuscomm.com anstelle der festlegten DDNS.
    Auch hier sind mehrere Benutzer mit unterschiedlichen Freigaben möglich. Im Gegensatz zum Samba Share werden Laufwerke mit dem Laufwerksnamen gelabelt und sind als Ordner im Rootverzeichnis sichtbar.
    Der FTP Server ist auch Netzintern über router.asus.com erreichbar.

    44.jpg
    Abbildung 44: FTP Server

    11.6. Übertragungsgeschwindigkeiten

    Wie bereits im Kapitel 6.4 getestet, sind durchschnittliche Raten von 36MB/s beim Lesen und 28MB/s beim Schreiben für eine USB 3.0 Schnittstelle zu langsam. Sofern per Software nachgebessert werden kann, sollte dies von ASUS in Angriff genommen werden.

    45.jpg
    Abbildung 45: Lesen mit Explorer und Samba Share

    46.jpg
    Abbildung 46: Schreiben mit Explorer und Samba Share

    12. Stromverbrauch

    12.1. Leerlauf

    Im Leerlauf, mit aktiviertem WiFi, Online Verbindung und aktivierter IP-Telefonie ohne Traffic oder angemeldeter Clients beträgt die Leistungsaufnahme des DSL-AC87VG Routers etwa 17,5W.
    Mein alter FritzPort dagegen bei gleicher Konfiguration begnügt sich mit etwa 16,5W Leistungsaufnahme.

    12.2. Last

    Unter Last, also ganz normaler Alltag, aktiver Download am PC, Streaming am TV, und 2 angemeldete Smartphones brachten eine Leistungsaufnahme von 21W.
    Mit 18,4W war mein alter FritzPort bei gleichen Lastverhältnissen etwas Stromsparender.
    Man sollte sich vielleicht vor Augen halten, dass es sich beim ASUS um ein Dualcore System handelt. Wer Leistung haben will, muss damit rechnen, dass auch der Stromverbrauch höher ist.

    12.3. Temperaturen

    Die Betriebstemperatur bleibt sowohl im Leerlauf als auch unter Last auf normalem Niveau. Ich hatte keine wesentlichen Temperaturunterschiede festgestellt. Generell bleibt das Gerät im Vergleich zum FritzPort vergleichsweise kühl.

    13. Zusammenfassung

    13.1. Pros

    • sehr einfache Konfiguration
    • günstiger Preis von 199,- €
    • einfach verständliches und intuitives WebUI
    • hoch stabile Internetverbindung
    • viele Funktionen wie FTP, VPN, Cloud Service, DECT, AB, Medienserver…
    • sehr viele tiefgreifende Einstellungen für IPv6, WLAN, Routen...
    • akzeptable WLAN Abdeckung in meinem Testfeld
    • gute Nettodatenraten, trotz WLAN Verseuchung
    • interessantes Design

    13.2. Contra

    • WebUI mit kleinen Übersetzungsproblemen
    • betreffend WLAN Reichweite verspricht Produktpromotion zu viel
    • kein ISDN für diejenigen, die es brauchen
    • monströses Gehäuse
    • DECT für alte Geräte sehr eingeschränkt
    • DSL Informationen zu spartanisch
    • Keine Wandhalterung

    13.3. Rundum

    Der ASUS DSL-AC87VG Router ist im Prinzip ein tolles Gerät. Er sieht wertig aus, obwohl das für manchen eher an ganz letzter Stelle stehen wird. Wen interessiert schon ein edles Gerät, wenn es irgendwo unsichtbar im Keller versteckt ist.
    Alle Datendienste funktionieren einwandfrei, sei es Amazon Instant Video, AiCloud, FTP, http und was sonst noch zum modernen Alltag gehört.
    Während meiner Testphase sind mir keine Betriebssystemfehler, Synchronisationsfehler, Datenübertragungsfehler oder irgendwelche Inkompatibilitäten untergekommen. Das muss ich dem Gerät hoch anrechnen.
    Auch arbeitet das System dank des Dualcores im Falle des nicht-vorhandenseins einer DSL Verbindung wesentlich flüssiger, als es mein FritzPort tat.
    Interessant für Entwickler ist wohl die Tatsache, dass das Betriebssystem, also AsusWRT, auf OpenWRT basiert, beziehungsweise AsusWRT einfach gerätespezifische Erweiterungen von OpenWRT enthält. Für den Erfolg dieses Gerätes könnte eine Öffnung der Asusquellen im Zusammenspiel mit OpenWRT eine große Entwicklercommunity beitragen. Nichts würde mir mehr Spaß machen, selbst daran zu programmieren und neue Funktionen zu entwickeln oder gar Fehler zu finden.
    Viele Ideen schießen einem da in den Kopf, wie Erweiterung der DECT Funktionalität, oder gar der DSL Informationen, wie Spektrumanalyse, die ja schon bei den Fritzboxen zum Standard gehört.
    Bezüglich der WiFi Reichweite wird meiner Meinung nach kein Gerät in der Lage sein, bei mir das 2. OG mit WLAN komplett auszuleuchten. Ich fürchte das ist physikalisch und technisch nicht einfach so möglich, es sei denn man erhöht die Sendeleistung. Etwa 80dBm Dämpfung sprechen einfach Bände. Eine abschließende konkrete Bewertung lässt nur ein Vergleich mit einer anderen gleichwertigen FritzBox zu.
    In meinem Fall kann ich nur sagen, die WLAN-Ausleuchtung ist besser als die meines alten Routers.

    Hätte ich mir dieses Gerät gekauft, hätte ich es nicht bereut!

  6. #5
    Matrose
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    Standard ASUS DSL-AC87VG Nachtrag

    Mit der neuen Firmware (v1.00.12 build496 vom 27.12.2016) ist es nun möglich, das DSL-Spektrum darzustellen:

    2016-12-29.png

    Hat hier Asus mitgelesen? Super Leistung! Danke!

    Des weiteren gibt es noch viele weitere Patches...

  7. #6
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  8. #7
    Matrose
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