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Betrüger und Cheater sind in vielen Onlinespielen ein Problem. Während sich das Phänomen oft auf Shooter bezieht, ist es nicht ausschließlich auf ein Genre beschränkt. Ein aktueller Fall zeigt, dass es auch durchaus MMORPGs treffen kann. Gerade ist kein geringeres Spiel von einem Skandal betroffen als der Kult-Titel World of Warcraft.
Vor Kurzem wurde bekannt, dass ein Game Master seine Entwicklerrechte missbraucht hat, um einer befreundeten Gruppe in einem hochstufigen Mythic+-Dungeon zu helfen. Der Vorfall sorgte seither für Diskussionen innerhalb der WoW-Community. Auslöser war eine Gruppe, die einen Mythic+-Run auf Stufe 23 spielte. Gegen Ende der zeitlich limitierten Mission fiel auf, dass man am Anfang des Dungeons einen Gegner-Mob übersehen hatte. Die Zeit für eine Rückkehr war zu knapp und der Durchgang damit eigentlich gescheitert.
Statt sich geschlagen zu geben, wandte sich die Gruppe an einen Freund, der als Game Master bei Blizzard beschäftigt war. Dieser hat sich zu ihnen in den Dungeon teleportiert und den fehlenden Gegnertrupp mithilfe interner Entwicklerfähigkeiten, über die er nur als Game Master verfügt, beseitigt. Als wäre dieser Eingriff nicht gravierend genug, soll der Mitarbeiter auch beim Endboss des Dungeons etwas nachgeholfen haben.
Die Sache blieb nicht geheim und breitete sich zuerst über Reddit aus, bevor auch Blizzard darauf aufmerksam wurde und den Fall untersuchte. Diese Untersuchung ist nun abgeschlossen. Blizzard hat eine offizielle Stellungnahme veröffentlicht. Darin bestätigt das Unternehmen, dass man die Logs gesichtet hat, um den Vorfall zu rekonstruieren. Man habe dabei ein klares Fehlverhalten eines einzelnen Mitarbeiters festgestellt. Der betreffende Angestellte wurde entlassen. Es werden auch Maßnahmen gegen die Spieler ergriffen, die von der Aktion profitiert haben. Welche genau, ist noch nicht bekannt.