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Hideo Kojima diskutiert VR und wie das Kino Gaming beeinflusst

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Der Spieleentwickler Hideo Kojima zählt wohl zu den renommiertesten Vertretern der Branche: Er ist der Schöpfer der Reihe „Metal Gear Solid“ und bekannt für seine cineastische Herangehensweise an Videospiele. Aktuell arbeitet Kojima an einem neuen Exklusivspiel für die Sony PlayStation 4: „Death Stranding“. Wie auch bei seinen anderen Spielen sollen Einflüsse aus dem Kino eine Rolle spielen. Das sieht man bereits an der Mitwirkung von Hollywood-Schauspielern wie Mads Mikkelsen („Hannibal“) und Norman Reedus („The Walking Dead“). Dabei ist Kojima bei vielen Filmregisseuren hoch angesehen. Etwa ist Guillermo del Toro ein bekennender Fan. Umgekehrt lässt sich Kojima gerne vom Kino beeinflussen. Darüber sprach der Entwickler dann auch in einer Keynote auf dem Tribeca Games Festival.

Kojimas erster Lieblingsschauspieler war laut eigenen Aussagen Robert De Niro und „Taxi Driver“ zählt zu seinen Lieblingsfilmen. Robert De Niros Charakter aus „Die durch die Hölle gehen“ wurde dann auch die Inspiration für Solid Snake aus „Metal Gear Solid“. Kojima erklärte auf dem Festival auch, warum es für ihn wichtig ist echte Schauspieler in seine Spiele einzubinden – wie eben nun Norman Reedus in „Death Stranding“. Laut Kojima bringen die Darsteller jeweils ihre eigenen Einflüsse mit und handeln manchmal spontan und unerwartet. Genau das trage dazu bei die Charaktere und damit auch das Spiel zu erweitern. Das führe zu Spielecharakteren, die natürlich handeln und auf eine Ebene gehen, die reinen CGI-Figuren verwehrt bleibe.

Kojima ergänzt, dass er auch von Virtual Reality und den Möglichkeiten aktuell fasziniert sei. So seien Fotos, Filme und auch Videospiele stets auf einen gewissen, klaren Rahmen fokussiert gewesen. Auf jenen müsse man sich beschränken. VR aber sprenge jenen Rahmen: „Man erhält etwas ganz Neues. Man kann seine Inhalte quasi auf einer ganz anderen Leinwand präsentieren. Das gilt für Spiele wie für Videos gleichermaßen. Und genau das finde ich sehr spannend“, führt Kojima aus. Für Kojima wäre die Arbeit mit Virtual Reality sicherlich naheliegend in der Zukunft. Schließlich war er auch einer der Entwickler, der Videospiele als Medium für das Erzählen von Geschichten entscheidend mitbeeinflusst hat.

Kojima erklärte auf Nachfrage zuletzt noch, dass er sich auch vorstellen könnte einmal Regisseur eines Films statt eines Spieles zu sein. Jedoch äußerte er auch, dass er an einem Film womöglich aus Perfektionismus zu lange arbeiten würde. Denn auch bei Games ist Hideo Kojima nicht unbedingt dafür bekannt seine Projekte schnell fertigzustellen, was wohl auch zu seinem Zwist mit Konami beigetragen haben dürfte. Zunächst einmal wird Kojima ohnehin weiter an „Death Stranding“ tüfteln. Ein Erscheinungsdatum für den Titel ist nämlich noch gar nicht in Sicht.