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Ubisoft-Manager sollen 1,2 Mio. Euro Strafe wegen Insiderhandels zahlen

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ubisoftDer französische Publisher Ubisoft („Watch Dogs 2“) macht sich bei Gamern eigentlich aktuell beliebt – etwa verteilt das Unternehmen im Dezember jeden Tag Gratis-Goodies über eine Art Adventskalender. So lässt sich beispielsweise der Titel „Assassin's Creed III“ kostenlos mitnehmen. Für weniger Begeisterung hat Ubisoft hingegen bei den französischen Wettbewerbshütern gesorgt. In Frankreich sollen fünf ranghohe Manager des Unternehmens nämlich Insiderhandel betrieben haben. Insgesamt 1,2 Mio. Euro Strafe werden daher gefordert. Ubisoft selbst wiederum bestreitet aktuell die Vorwürfe und will sich rechtlich zur Wehr setzen. In Frankreich ist für derlei Fälle die Autorité des marchés financiers (AMF) verantwortlich. Unter anderem geriet auch der CEO von Ubisoft Montreal, Yannis Mallat, ins Visier der Finanzaufsicht. Konkret geht es darum, dass Mallat und vier weitere Manager im Jahr 2013 im Oktober Ubisoft-Aktien abstießen. Pikanterweise geschah das knapp vor der offiziellen Ankündigung, dass sich die beiden Spiele „Watch Dogs“ und „The Crew“ um mehrere Monate bzw. auf 2014 verschieben würden. Ubisofts Aktienkurs fiel dadurch zeitweise um ca. 25 %.

Mallat soll nun 700.000 Euro Strafe zahlen. 200.000 fordert die AMF von Francis Baillet, dem Vizepräsident für Corporate Affairs. Auch Christine Burgess, ausführende Leiterin der Ubisoft Worldwide Studios, soll 200.000 Euro berappen. 100.000 Euro wiederum sind die Strafe für Olivier Paris, den Vizepräsident für Executive-Operations bei Ubisoft Montreal. Da kommt Damien Moret mit 15.000 Euro, verantwortlich für Marken-Entwicklung bei Ubisoft, geradezu glimpflich davon. Ubisoft selbst hat zu Protokoll gegeben, dass man gegen die Entscheidung der AMF vorgehen werde. Angeblich hätten die Manager beim Verkauf ihrer Aktien nichts von den anstehenden Verzögerungen gewusst. Die AMF habe kein Verständnis von den Zeitplänen bei der Spieleentwicklung, sodass es sich um ein erhebliches Missverständnis handele. Ob hier nun die AMF oder Ubisoft letzten Endes im Recht ist, müssen dann wohl die Gerichte klären.

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Kommentare (10)

#1
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Registriert seit: 12.02.2011
Baden Württemberg
Korvettenkapitän
Beiträge: 2410
Die Strafen werden denen dann wohl aufgebrummt. Das Verfahren wird sicherlich nicht ohne Beweislast geführt.

Außerdem ist es doch wohl extrem merkwürdig, das gleich 5 ranghohe Mitarbeiter gleichzeitig in einem Monat die Aktien verkaufen.

Klar hatten die Angst um ihr Geld, vielleicht sahen sie Ubisoft schon am absteigenden Ast.

Das hat jemand sehr gut recherchiert und angeschwärzt. :-)

Bekommen wir dann auch das Straßmaß mit, oder verläuft das alles im Sande unter Ausschluß der Öffentlichkeit? Erst einmal alles bestreiten und dann stillschweigend schlichten bzw. kommen Resultate des Verfahrens am Ende nicht ans Licht.
#2
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Registriert seit: 06.02.2014
Im sonnigen Süden
Admiral
Beiträge: 11498
Zitat
dass Mallat und vier weitere Manager im Jahr 2013 im Oktober Ubisoft-Aktien abstießen. Pikanterweise geschah das knapp vor der offiziellen Ankündigung, dass sich die beiden Spiele „Watch Dogs“ und „The Crew“ um mehrere Monate bzw. auf 2014 verschieben würden. Ubisofts Aktienkurs fiel dadurch zeitweise um ca. 25 %.

Wobei ich da aus menschlicher Sicht, den Herren ja nicht wirklich einen Vorwurf machen könnte...
Natürlich weiss ein Manager wenn es eine Verzögerung gibt und dass das Auswirkungen haben würde sobald es rauskommt (was zwingend passiert).
Verwerflich wäre es wenn man absichtlich als Manager Schaden anrichten würde um dann über Gegen-Wetten zu kassieren.
#3
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Registriert seit: 29.08.2008

Kapitänleutnant
Beiträge: 1961
Also bei mir als "Gamer" hat sich Ubisoft in den letzten Jahren eigentlich nur unbeliebt gemacht.
Ihr blöder UPlay Launcher ist so überflüssig wie ein Kropf und viele ihrer Titel in den letzten Jahren waren spielerisch und technisch sehr schwach.

Die Siedler haben sie mir mit ihrem dämlichen Onlinezwang vermiest.

Kann mich gar nicht mehr dran erinnern, wann ich das letzte Mal ein Ubisoft Spiel gekauft habe.

Nee, der Laden kann mir gestohlen bleiben.
#4
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Registriert seit: 29.08.2012

Flottillenadmiral
Beiträge: 5007
Volle Zustimmung. Nur durch kostenloses Verteilen von Spielen, die sowieso so billig zum PC portiert wurden, dass man nur nach einer Stunde bereits angenervt aufgibt, macht man sich doch nicht automatisch beliebt. Ich habe seit Jahren weder Uplay installiert, noch juckt es mich, was sie kostenlos verteilt haben - ein gebranntes Kind verbrennt sich nicht viermal und drei Chancen habe ich ihnen immerhin eingeräumt. Wenn ich von der Qualität überzeugt wäre, und es auch noch auf Linux liefe, wäre der Preis definitiv das letzte Problem, was ich mit einem Spiel hätte.

Selbst mit EA habe ich deutlich bessere Erfahrungen gemacht, obwohl ich grundsätzlich auch erst mal sehr von denen abgeneigt bin, wenn das Spiel nicht wirklich verdammt gut sein soll, wie beispielsweise BF1 - Was aber in meinem Fall daran scheitert, dass ich nur noch Linuxtitel kaufe. Aber EA wird wissen, warum sie auf die kleinen Zusatzeinnahmen verzichten können...
#5
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Registriert seit: 21.01.2016
NRW
Fregattenkapitän
Beiträge: 2775
Kann mich über Ubi nicht beschweren.
Der launcher... Lol, genauso wie Steam / Origin / gog Galaxy auch. Super Kritik Punkt :fresse:

Also ich möchte mir keine patches mehr im Netz zusammen suchen.

Reicht wenn ich das mit Mods mache :)

AC Sydicate, fc3, wd1, die letzten beiden annos, haben mir gut gefallen.

Fc4 war nicht so meins, primal ein cooles Projekt aber zu wenig Fleisch.

Einzig wd2 geht mir gegen den Strich.
Zwar spielerisch wesentlich mehr Fleisch als der erste Teil, dafür die Charaktere das schlimmste was ich die letzten jahre erlebt habe :fresse: da topt jeder einzelne von der nervigkeit Preston aus Fallout 4 :fresse:

Division auch schon 300h versenkt am PC und 100 dank RL Kollegen an der XBox. Seit Patch 1.4 gut, seit Patch 1.5 so richtig gut.

Aber naja, man hört über EA aktuell wenig Gemecker, muss man halt über wen anders meckern :shot:
#6
Registriert seit: 17.10.2009

Hauptgefreiter
Beiträge: 172
Huch? Also ich finde den Uplay launcher 1000x besser als dieses Drecks Origin .... weiss net was manche hier schreiben .
Liegt wahrscheinliche am Geschmack ... aber EA sagt doch alles "early access"

Und auch das wird am Geschmack liegen, aber Bf1 gut? naja ich hab keine detail getreue Simulation erwartet. Aber dieses Spiel bzw der Inhalt ist an den Haaren herbei gezogen ... und mit Bug²³ verseucht... EA (early access) halt.

#7
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Registriert seit: 29.08.2012

Flottillenadmiral
Beiträge: 5007
Die Launcher habe ich auch nicht beurteilt. Es nervt mich nur, wenn Spiele technisch unspielbar sind (weil ich dann nichts damit anfangen kann) und meine Bugtickets einfach ohne etwas getan zu haben, geschlossen werden, oder sich die Spiele mindestens wie ein PS3- Emulator anfühlen. Denn dafür habe ich keinen PC gekauft.

EA mit Ubisoft zu vergleichen ist meiner Meinung nach irgendwie wie Pest und Cholera, Bei BF1 habe ich nur gehört, dass es gut sein soll - da ich es selbst nicht habe, kann ich es ja nicht beurteilen und wenn der Empfehlende ein Ubisoftfan war, hat er eventuell qualitativ auch völlig andere Vorstellungen. Trotzdem ist das Setting top, die Grafik scheint auch gut zu sein und es werden viele CPU- Kerne unterstützt. Das Potenzial, dass ich damit zufrieden wäre, ist also recht hoch, sodass es nur durch Bugs oder schlechte Steuerung meine Stimmung trüben könnte. Und danach bin ich vor allem gegangen. Nur bringt es halt trotzdem nichts, wenn es auf meinem Betriebssystem nicht läuft.
#8
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Registriert seit: 21.01.2016
NRW
Fregattenkapitän
Beiträge: 2775
BF1 ist Klasse ist und läuft rund.
Das letzte technische Desaster bei meinen bekannten Ubi spielen war Unity. Alles andere bisher reibungslos.

Und ja vll sollte man sich nach fast ein Jahrzehnt von einem alten BS trennen... Sowas werde ich auch in 20 Jahren nicht verstehen :fresse:

Jetzt kommt sicher wieder irgendeine rechtfertigungswelle die zu 80% aus Dingen besteht die man damals beim Wechsel auf das System auch schon gesagt hat und 20% des nicht umgewöhnen wollens. Also das übliche.

Hauptsache alles aktuelle muss und soll auf diesem uralten Software Code laufen :D

Vom Smarty gesendet. Autokorrektur Fehler werden später behoben.
#9
Registriert seit: 11.06.2013

Hauptgefreiter
Beiträge: 146
schade dass es nicht bei EA war, die hätten mal wieder frischen Wind in der Chefetage gebraucht. Ich bin EA immer noch sauer, dass sie Battleforge einfach so dicht gemacht haben anstatt den usern dedicated server vorher noch zu geben.
#10
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Registriert seit: 01.04.2002

Admiral
Beiträge: 13162
Die werden das vorher schon mit Ihren Anwälten abgeklärt haben wie hoch die Strafe sein wird und dann den Verlust gegengerechnet wenn man die Aktien nicht abgestoßen hätte.
Also lieber 1,2 Mio Strafe als 5 Mio Verlust. Wenn die Aktie im Keller ist kauf man wieder denn man weiß schon vorher welche Projekte anstehen und wann es wieder aufwärts geht.
Das sind für die da oben nur Zahlenspielereien und hat nichts mit Strafe oder Verlust zu tun sondern es geht nur darum ob man viel, sehr viel oder verdammt viel Geld kassiert. :coolblue:
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