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Facebook plant eigenen Musik-Streaming-Dienst

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facebook 2015In den vergangenen Wochen dominierte vor allem der Messenger die Nachrichten rund um Facebook. Denn mit den Ende März angekündigten Neuerungen soll das plattformübergreifende Kommunikations-Tool im Konzern eine größere Rolle als bisher einnehmen. Doch die Rolle des Kundenfängers und Umsatzgenerators könnte auch ein ganz neuer Dienst einnehmen: Ein eigener Musik-Streaming-Dienst.

Nachdem es vor einigen Tagen bereits erste vorsichtige Spekulationen rund um ein derartiges Engagement gab, gibt es nun neue Quellen, die die Vermutungen laut Music Ally bestätigen. Diesen zufolge verfolgt Facebook einen zweistufigen Plan.

In der ersten Phase soll sich alles um Musik-Videos drehen. Diese werden den Angaben zufolge in Facebook selbst abgespielt, Details zu Suchmöglichkeiten fehlen. In den Verhandlungen, die sich vermutlich noch in einem frühen Stadium befinden, geht es aber auch noch um die Vergütung der Rechteinhaber. Hier soll Facebook die gleichen Sätze wie YouTube bezahlen, statt einer Pauschale würde dann pro Stream abgerechnet werden. Eine weitere Parallele zu Googles Video-Dienst: Auch Facebook wird eine Art Content ID einführen, anhand derer die Rechteinhaber Urheberrechtsverletzungen einfacher erkennen können. Ob dies zur Sperrung der betroffenen Inhalte oder zur Generierung von Einnahmen verwendet werden soll, ist offen. Der Quelle zufolge seien sich die Parteien in vielen Punkten bereits einig, so dass ein Start des Video-Dienstes in den kommenden Monaten erfolgen könne.

Einen Termin für die zweite Phase gibt es hingegen nicht. Denn in puncto Audio-Streaming sei man sich im Unternehmen derzeit nur einig, dass man einen Konkurrenten zu Spotify, Apple Music und Co. aufbauen wolle. Ob man diesen am Ende selbst aufbauen oder einen entsprechenden Anbieter übernehmen werde, ist hingegen noch nicht geklärt. Vieles dürfte dabei von der Erfahrungen mit Videos abhängen, Gerüchte bezüglich möglicher Übernahmekandidaten gibt es nicht.

Angesichts der Aufkäufer der Vergangenheit dürfte Facebook vor einem tiefen Griff in die Geldbörse aber nicht zurückschrecken, allein für WhatsApp, Instagram und Oculus VR gab man insgesamt rund 22 Milliarden US-Dollar aus. Selbst Branchenführer Spotify kommt hingegen lediglich auf einen aktuellen Marktwert von 8,4 Milliarden US-Dollar. Und selbst Pandora, mit 250 Millionen Nutzern der Marktführer im Bereich Online-Radio, erreicht lediglich einen Wert von 3,5 Milliarden US-Dollar. Zwar geht Music Ally davon aus, dass Facebook im Zweifelsfall auf einen Kauf verzichten und stattdessen auf eine Eigenentwicklung setzen werden, die zähen Verhandlungen zwischen Apple und der Musikindustrie dürften jedoch als eine Art Abschreckung dienen.

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Kommentare (6)

#1
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Registriert seit: 31.12.2008
FFM
Admiral
Beiträge: 26151
ich check nicht warum solche streaming dienste so gehyped werden. ^^
#2
Registriert seit: 05.03.2007

Kapitän zur See
Beiträge: 3621
Es nervt langsam.... .
Steam war erfolgreich->Billige kopien like Uplay und Orgin.
Spotify erfolgreich->billige Kopien like Facebook, Aple und wie sie alle heißen.
#3
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Registriert seit: 20.07.2007

Hauptgefreiter
Beiträge: 165
Nennt sich das nicht cashcow melken?
#4
Registriert seit: 09.01.2013
Oberhausen
Oberbootsmann
Beiträge: 868
Naja mehr Wettbewerber auf dem Markt sind immer gut für den Kosumenten, da gibt es eigentlich keinen Grund sich aufzuregen.
#5
Registriert seit: 07.07.2009
Leipzig
Bootsmann
Beiträge: 695
wann bringt endlich hwluxx seinen eigenen streamingdienst :D
#6
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Registriert seit: 20.07.2007

Hauptgefreiter
Beiträge: 165
Zitat Slowzx;23656903
Naja mehr Wettbewerber auf dem Markt sind immer gut für den Konsumenten, da gibt es eigentlich keinen Grund sich aufzuregen.


Das kann sich auch schnell ins Gegenteil umwandeln, gerade bei Streaming Anbietern. Ein Beispiel dafür ist VoD. Man hat quasi bei keinen Anbieter die volle Auswahl an Filmen, da diese sich mit Exklusiv Verträgen die Lizenzen sichern etc.. Deshalb fällt selber kaufen und in die eigene Bibliothek einspeisen meist ebenfalls flach.
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