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Ubuntu 26.04 LTS

Mehr RAM, GNOME 50 und Linux 7.0

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Mehr RAM, GNOME 50 und Linux 7.0
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Mit Ubuntu 26.04 LTS hat Canonical vor wenigen Minuten nicht nur die nächste Ubuntu-Version mit Langzeit-Support veröffentlicht, sondern auch die empfohlene RAM-Anforderung für den Desktop auf 6 GB angehoben. Damit liegt die Linux-Distribution sogar über Windows 11, für das Microsoft offiziell weiter 4 GB angibt. Das ist ein klares Signal dafür, wie Canonical diese LTS-Version positioniert: weniger als besonders schlanken Linux-Desktop, sondern als moderneren, breiter aufgestellten Unterbau für aktuelle Hardware.

Ganz so hart ist diese Schwelle in der Praxis allerdings nicht. So ließ sich die Beta auch auf einem System mit 4 bis 6 GB RAM installieren. Canonical selbst empfiehlt für knappere Ressourcen jedoch leichtere Ableger wie Xubuntu oder Lubuntu. Dazu passt der Sprung auf GNOME 50. Canonical nennt Verbesserungen bei Variable Refresh Rate, Fractional Scaling, HDR, Remote-Desktop-Beschleunigung und einen sichtbar runderen Betrieb mit NVIDIA-Treibern. Die Desktop-Sitzung setzt zudem nur noch auf Wayland, während X.org-Anwendungen über XWayland weiterlaufen. 

An anderer Stelle wird der Hardwarebezug ebenfalls greifbarer. Die neue Resources-App ersetzt den bisherigen Systemmonitor und zeigt künftig nicht nur CPU-, Speicher- und Netzlast, sondern auch GPU- und NPU-Nutzung samt Taktinformationen an. Beim Kernel wird dieser Kurs noch deutlicher. Ubuntu 26.04 LTS setzt auf Linux 7.0. Canonical verweist dabei auf besseren Support für Intels Core-Ultra-Series-3-Plattform, einschließlich Optimierungen für Xe3-iGPUs und die integrierte NPU. Parallel wird der Ausbau bei Intel Arc genannt. Battlemage und Celestial werden ebenso adressiert wie neue Medien-, Vulkan- und Compute-Funktionen. Für AMD- und Intel-Systeme ist zudem VA-API-Hardwarebeschleunigung für Video-Encoding und -Decoding standardmäßig aktiv. Auf NVIDIA-Seite nennt Canonical Dynamic Boost bei geeigneten Notebooks und behobene Resume-Probleme unter Wayland.

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Dass Ubuntu 26.04 LTS nicht nur klassische x86-Desktops im Blick hat, zeigt der Ausbau bei ARM und Raspberry Pi. Für ARM64 gibt es nun ein offizielles generisches Desktop-ISO für virtuelle Maschinen, ACPI-/EFI-Systeme und Snapdragon-basierte Windows-on-ARM-Geräte. Beim Raspberry Pi führt Canonical ein neues Boot-Layout ein, das neue Boot-Assets zunächst testet, bevor sie übernommen werden. Das soll die Zuverlässigkeit des Startvorgangs erhöhen, setzt bei mehreren Pi-Generationen aber aktuelle Boot-Firmware voraus. 

Parallel greift Canonical tief in die Systembasis ein. APT 3 führt eine Historienverwaltung ein und setzt für TLS-Verbindungen sowie Hashing künftig auf OpenSSL. Upgrades auf 26.04 LTS sind direkt nur von Ubuntu 24.04 LTS oder 25.10 vorgesehen. In den Release-Notes werden offene Baustellen bei OEM-Installationen, VirtualBox- und VMware-Darstellung, einzelnen TPM/FDE-Szenarien und einigen Raspberry-Pi-Konfigurationen genannt. 

Der Download ist ab sofort über diesen Link verfügbar.

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