> > > > Aus Android One wird Android Go

Aus Android One wird Android Go

Veröffentlicht am: von

google io 2017

Vor allem in Schwellen- und Entwicklungsländern verspricht sich Google hohe Wachstumsraten für Android. Bisherige Versuche, dieses Potential abzuschöpfen, scheiterten aber aus den unterschiedlichsten Gründen. Nun unternimmt man mit Android Go den nächsten Anlauf, bei dem man einiges anders als in der Vergangenheit macht. Eine Erfolgsgarantie dürfte das aber nicht sein.

Wirklich detailliert ging Google am gestrigen Abend nicht auf Android Go ein. Vielleicht, da es bis zum Start noch einige Monate dauern wird und der Rahmen noch nicht vollständig abgesteckt ist. Das Ziel ist dafür eindeutig: Mit günstigen Smartphones die nächste Milliarde erreichen. Anders als mit dem 2014 vorgestellten Projekt Android One will Google den Geräteherstellern aber keine konkreten Vorgaben mehr machen, sondern sich voll und ganz auf die Software konzentrieren.

Android Go wird dabei nicht getrennt von Android entwickelt, sondern von der jeweiligen Version abgeleitet. Der erste Version wird dementsprechend auf Android O basieren. Wie groß die Unterschiede ausfallen werden, ist derzeit nur schwer einzuschätzen. Google selbst sagt, dass es sich um einen Ableger handelt, der für den Einsatz auf weniger leistungsstarken Geräten konzipiert ist und Rücksicht auf Netzbetreiber nimmt. So soll es Optimierungen hinsichtlich der Belastung der Mobilfunknetze geben, ebenso spezielle APIs für die Provider. Über diese sollen beispielsweise bereits verbrauchte Datenvolumen sehr viel genauer als bislang angezeigt werden - gerade in Hinblick auf in den Zielregionen häufig genutzten Prepaid-Tarifen nicht unwichtig.

Von den Optimierungen sollen aber nicht nur die Netze profitieren. Google verspricht sich von den Maßnahmen bessere Akkulaufzeiten sowie geringere Systemanforderungen. Entsprechend soll Android Go vor allem auf Geräten mit 512 bis 1.024 MB Arbeitsspeicher verwendet werden, andere Anforderungen sind noch nicht bekannt.

Welche Märkte Google konkret im Auge hat, zeigt ein anderer Schwerpunkt des Betriebssystems. Denn das soll von Anfang an 191 Sprachen unterstützen und dank Gboard auch phonetische Eingaben mitsamt Google-Translate-Funktion bieten. Das Nichtbeherrschen einer Sprache oder eines Dialekts soll so ein deutlich geringeres Problem sein - man schreibt, wie man spricht.

Bestandteil von Android Go sollen auch angepasste Applikationen sein. Bereits im Test befindet sich YouTube Go. In dieser Version der Video-App kann der Nutzer unter anderem vor dem Betrachten eines Clips festlegen, in welcher Qualität gestreamt werden soll. Zudem wird es eine Offline-Funktion mitsamt Übertragungsmöglichkeit auf andere Geräte geben. Letzteres soll ohne den Umweg über das Mobilfunknetz möglich sein. In Google Play sollen auf Android Go angepasste Applikationen in den Vordergrund gestellt werden, dennoch kann der Nutzer alle Android-Apps - sofern die Systemanforderungen erfüllt werden - installieren.

Erste Smartphones mit Android Go sollen im nächsten Jahr auf den Markt kommen. Zu Partnern und ersten Regionen äußerte sich Google bislang nicht.

Social Links

Ihre Bewertung

Ø Bewertungen: 0

Tags

Kommentare (0)

Um Kommentare schreiben zu können, musst Du eingeloggt sein!

Das könnte Sie auch interessieren:

  • Meltdown- und Spectre-Patches für Windows, macOS und Linux

    Logo von IMAGES/STORIES/2017/INTEL

    Nachdem wir uns die Details zu den Sicherheitslücken Spectre und Meltdown nun genauer angeschaut haben, einige Benchmarks präsentieren konnten und eine Analyse mit der Beantwortung der wichtigsten Fragen gemacht haben, stellt sich vielen sicherlich die Frage, für welche Software es denn nun... [mehr]

  • Polaris oder Schalter: Microsoft arbeitet an Nachfolger für Windows 10 S

    Logo von IMAGES/STORIES/2017/WINDOWS_10_LOGO

    Nicht einmal ein Jahr nach der Vorstellung von Windows 10 S droht das möglicherweise schnelle Aus. Denn seit einigen Tagen mehren sich die Meldungen, dass Microsoft an möglichen Alternativen arbeitet, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Die eine würde aus der eigenständigen Version... [mehr]

  • Screen Sketch: Windows 10 erhält neues Screenshot-Tool

    Logo von IMAGES/STORIES/2017/WINDOWS_10_LOGO

    Was bei Smartphones in Sekundenschnelle möglich ist, dauert mit Windows-Bordmitteln gerne etwas länger: Das Erstellen eines Screenshots sowie dessen Versand. Mit Redstone 5 könnte sich das aber ändern. Denn Microsoft hat über den Windows-10-Fast-Ring eine neue Testversion verteilt, die... [mehr]

  • Windows 10: Spring Creators Update kommt als Version 1803

    Logo von IMAGES/STORIES/2017/WINDOWS_10_LOGO

    Microsoft wird für Windows bald ein neues Update veröffentlichen. Das Update mit dem Codenamen Redstone 4 wird von Microsoft inzwischen auch als Versionsnummer 1803 geführt und soll einige Verbesserungen mitbringen. Das sogenannte Spring Creators Update soll nach derzeitigen Planungen im April... [mehr]

  • Aus S wird S-Modus: Microsoft beerdigt Windows 10 S nach einem Jahr

    Logo von IMAGES/STORIES/2017/WINDOWS_10_LOGO

    Vermutlich Anfang April wird Microsoft das nächste große Update für Windows 10 veröffentlichen, Codename Redstone 4. Welche Neuerungen enthalten sein werden, ist noch unbekannt. Eine dürfte jedoch der S-Modus sein, der Windows 10 S nach nur einem Jahr in den Ruhestand schicken soll.... [mehr]

  • Microsoft stoppt Windows 10 April 2018 Update für einige PCs mit Intel-SSD...

    Logo von IMAGES/STORIES/2017/WINDOWS_10_LOGO

    Nur Stunden nach dem Start des Rollouts des Windows 10 April Update hat Microsoft einen schwerwiegenden Fehler entdeckt. Der Kreis der Betroffenen dürfte aber klein sein. Denn nur in Verbindung mit bestimmten SSDs aus dem Hause Intel kommt es zu Problemen. Eine Lösung gibt es allerdings noch... [mehr]