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Erste Beta verfügbar: Google verrät kaum Neues zu Android O

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google io 2017

Vor allem zu Android O wurden im Vorfeld der Eröffnungs-Keynote der Google I/O 2017 verschiedene Ankündigungen erwartet. Wirklich neu war am Ende kaum etwas von dem, was Google dann vortrug. Das überrascht, zumal eine erste Entwicklerversion schon seit zwei Monaten verteilt wird und eine Betaversion für Interessierte ebenfalls seit vergangener Nacht bereitsteht.

Dafür erklärte man nochmals in aller Breite, welche Vorteile Vitals bietet. Unter diesem Begriff versammelt Google eine ganze Fülle von Funktionen, die Android-Smartphones und -Tablets genügsamer, schneller und sicherer machen sollen. Für letzteres wird unter anderem Google Play Protect zuständig sein. Dabei handelt es sich um die Überprüfung von Applikationen durch Google unmittelbar vor der Installation auf dem Gerät. Das geschieht zwar auch heute schon im Zusammenspiel mit älteren Android-Versionen, nun wird es dem Nutzer aber deutlich angezeigt. Vom stetigen Lernprozess der Überprüfungsroutinen soll ebenfalls nicht nur Android O profitieren.

Google Play Protect ist nur ein Bestandteil von Android O, der für mehr Sicherheit sorgen soll

Die Punkte schneller und genügsamer gehen fast Hand in Hand. Background Execution Limits und Background Location Limits sorgen dafür, dass im Hintergrund laufende Anwendungen das System weniger belasten - das Ergebnis sollen längere Laufzeiten und weniger Performance-Verlust durch solche Bremsen sein. Hinzu kommen diverse Optimierungen, die unter anderem zu kürzeren Boot- und Ladezeiten führen sollen. Für letzteres müssen Entwickler ihre Programme laut Google nicht einmal anpassen.

Schon bekannt war, dass Google den Picture-in-Picture-Modus verstärkt einsetzen und damit die Multi-Window-Nutzung ein ganzes Stück weit ersetzen will. Anwender sollen Position und Größe der Einblendungen weitestgehend frei wählen können, die Vorteile demonstrierte Google am Beispiel Video-Telefonie. In der gezeigten Form sind die Notification Dots. Google hatte schon im März angekündigt, das Benachrichtigungssystem umbauen zu wollen, um mehr Übersicht zu schaffen. Nun werden Benachrichtigungen nicht nur übersichtlicher, sondern auch direkt am Icon der dazugehörigen Applikation angezeigt. Ein kleiner farbiger Punkt soll symbolisieren, dass es etwas neues gibt, der längere Druck auf das Icon öffnet ein Kontextmenü mit weiteren Informationen.

Picture-in-Picture (links) und Notification Dots (rechts) sollen die Bedienung einfacher machen

Zu guter letzt waren auch die Ausführungen zu Autofill sowie Copy & Paste mitsamt Smart Text nur Wiederholungen. Autofill soll nun wie schon in Chrome für den PC bestimmte Formularfelder wie Login-Name und -Passwort auch auf dem Smartphone und Tablet automatisch ausfüllen und somit vor allem bei der erstmaligen Einrichtung eines Geräts Zeit sparen. Das überarbeitete Copy & Paste erkennt laut Google zusammenhängende Begriffe wie Namen und markiert entsprechend automatisch alle dazugehörigen Wörter. Außerdem soll das System kontextbasierte Vorschläge für die Verwendung der markierten Zeichen machen. Wird eine Telefonnummer markiert, wird ein Anruf vorgeschlagen, bei einer Adresse hingegen Google Maps.

Nur am Rande wurde Android TV erwähnt. Auch hier wird Google den Wechsel auf Android O als Grundlage vollziehen, gezeigt wurden allerdings lediglich zwei Änderungen. So wird der Google Assistant integriert, zudem wird der neue Homescreen über ein Vorschlagssystem für Apps und Inhalte verfügen.

Die freigegebene erste Beta-Version von Android O steht für Nutzer eines Pixel, Pixel XL, Nexus 6P, Nexus 5X, Pixel C und Nexus Player zur Verfügung.

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