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Nur wenige Tage nach Anthropic und Claude Opus 4.7 hat OpenAI mit GPT-5.5 sein nächstes Flaggschiff für ChatGPT und Codex vorgestellt. Damit geht das Rennen um die leistungsfähigste KI zwischen den beiden Anbietern in die nächste Runde. Der Wettbewerb bei großen KI-Modellen ist groß und wird längst nicht mehr darin entschieden, wer die besseren Textantworten liefert. Vielmehr sind längere Aufgabenketten, der Umgang mit Tools und Software sowie die Fähigkeit, Code, Dokumente und Oberflächen bearbeiten zu können, mehr in den Fokus gerückt.
OpenAI positioniert GPT-5.5 genau in diesem Bereich. Nach Unternehmensangaben legt das Modell vorwiegend beim Schreiben und Debuggen von Code, bei der Web-Recherche, Dokumentenerstellung und Tabellenarbeit zu. OpenAI spricht offen von "real work" am Computer. Der Rollout beginnt zunächst für Plus-, Pro-, Business- und Enterprise-Kunden in ChatGPT und Codex, die API soll kurz darauf folgen.
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Anthropic hatte diese Linie bereits vor einer Woche bei Claude Opus 4.7 angelegt. Opus 4.7 verbessert den Vorgänger nach Unternehmensangaben vor allem bei komplexen Software-Aufgaben, mehrstufigen Agenten-Workflows und multimodalen Einsätzen. Opus 4.7 akzeptiert nun Bilder mit bis zu 2.576 Pixeln auf einer Seite und verarbeitet damit deutlich detailreichere Screenshots und Diagramme als frühere Claude-Modelle. Gerade für Computer-Use-Agenten ist das entscheidend, weil feine UI-Elemente und dichte Darstellungen bislang oft zum Problem wurden.
Hinzu kommen Fortschritte bei Zuverlässigkeit und Langläufern. Anthropic spricht von weniger Tool-Fehlern, besserer Instruktionsbefolgung und stabilerer Leistung über längere Kontexte. Gleichzeitig bleibt das Unternehmen bei der Freigabe vorsichtig. Opus 4.7 wird klar unterhalb von Claude-Mythos-Preview positioniert, also jenem Modell, das Anthropic wegen stärkerer Cyber-Fähigkeiten nur eingeschränkt verfügbar macht.
Interessant ist dabei, dass der Druck nicht nur von den geschlossenen Modellen kommt. Auch lokal betreibbare Open-Source-, bzw. Open-Weight-Modelle holen spürbar auf. Das zeigt der heutige DeepSeek-V4-Preview-Release, den das Unternehmen als offen verfügbares Modell mit lokaler Ausführung und 1-Million-Token-Kontext positioniert. Solche Modelle reichen an GPT-5.5 oder Opus 4.7 im Gesamtpaket aus Tooling, Sicherheit und Produktintegration bisher nicht heran, können dafür aber unabhängig auf leistungsstarker Hardware wie dem NVIDIA DGX Spark laufen, ohne sich in Abhängigkeit der großen Anbieter, die derzeit Milliardensummen investieren, zu begeben.