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Facebook startet den Snapchat-Konkurrenten Slingshot

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facebookFacebook hat in der vergangenen Nacht sein Angebot an Instant Messengern weiter ausgebaut. Neben dem Facebook Messenger und WhatsApp gehört nun auch Slingshot zum Portfolio des weltgrößten sozialen Netzwerks, einen Kannibalisierungseffekt dürfte man jedoch nicht erwarten.

Denn der neue Dienst ähnelt weniger den bisherigen Angeboten, sondern eher Snapchat. Wie dort werden per Slingshot versendete Nachrichten und Bilder entweder nach dem Betrachten oder - wenn sie nicht angeschaut wurden - nach 30 Tagen automatisch gelöscht. Aber es gibt auch einen weiteren Unterschied: Denn der Empfänger kann übertragene Bilder und Videos erst dann betrachten, wenn dieser dem Absender ebenfalls Fotos oder anderes übermittelt. Andernfalls steht lediglich eine stark verpixelte Vorschau zur Verfügung; optional kann der Absender auf diese Funktion jedoch verzichten.

slingshot

Darüber hinaus verfügt das Programm über rudimentäre Bearbeitungsfunktionen, Bilder können beispielsweise mit einfachen Skizzen, Symbolen und Text versehen werden. Das über allem stehende Motto: Jeder soll etwas erschaffen und nicht nur Zuschauer sein.

Ob Slingshot jedoch von den Nutzern angenommen wird, erscheint aktuell eher unwahrscheinlich - am Ende dürfte der praktische Nutzen von WhatsApp und des Messengers größer sein. Darüber hinaus schränkt Facebook die Verbreitung künstlich ein. Denn Zugriff auf die Applikation haben bislang Android- und iOS-Nutzer in den USA, als Mindestvoraussetzung - neben einem entsprechendem App-Store-Account - sind Android 4.3 und neuer sowie iOS 7.

Entwickelt wurde Slingshot innerhalb der Facebook Creative Labs, die auch schon Paper entwickelt haben. Eine Parallele zwischen beiden Diensten: Auch Paper überschneidet sich in puncto Funktionsumfang mit anderen Facebook-Lösungen und ist lediglich in den USA erhältlich. Als Grund für die Entwicklung von Slingshot gilt die nicht zustande gekommene Übernahme von Snapshot. Im November wurde bekannt, dass Facebook 3 Milliarden US-Dollar geboten haben soll, die Gründer lehnten das Angebot aber ab - ebenso einen Kauf durch Google.

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