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EPYC Turin auf Zen-5-Basis soll 600 W cTDP bekommen

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epyc-3rd-genAuch wenn zunächst einmal die Ryzen- und EPYC-Prozessoren mit 3D V-Cache anstehen, tauchten zuletzt die ersten Gerüchte zur übernächsten EPYC-Generation alias Turin auf. Das Turin-Design wird auf der Zen-5-Architektur basieren, während Genoa in 2022 die Zen-4-Architektur verwenden wird und die Plattform für Turin stellt (SP5), was den Wechsel auf DDR5 und PCI-Express 5.0 nach sich zieht.

Der für gewöhnlich gut informierte ExecutableFix hat auf Twitter verkündet, dass EPYC Turin eine maximale konfigurierbare TDP (cTDP) von 600 W aufweisen wird. Je nach Modell sieht AMD für die aktuellen EPYC-Prozessoren (Milan) eine cTDP von bis zu 280 W vor. Mit Genoa soll bereits der Sprung auf 400 W gemacht werden. 600 W für Turin sind aber noch einmal eine ganz andere Hausnummer.

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Der Sockel SP5, der ab Genoa zum Einsatz kommen soll, kann eine Peak-Power von bis zu 700 W verkraften. Dies geht aus den Leaks hervor, die aufgrund eines Randsomware-Angriffs bei Gigabyte entstanden sind. Eine kurzzeitige Peak-Power weit über der TDP ist jedoch selbst heute schon nichts ungewöhnliches. Für eine Dauerlast interessant ist weiterhin die TDP oder wie in diesem Fall cTDP, die angepasst werden kann.

Gegenüberstellung der EPYC-Generationen

Microarchitektur Kerne (maximal)cTDP
EPYC Naples Zen 1 32180 W
EPYC Rome Zen 2 64280 W
EPYC Milan Zen 3 64280 W
EPYC Genoa Zen 4 96400 W
EPYC Turin Zen 5 192 / 256600 W

Über die EPYC-Generationen hinweg steigt die TDP dramatisch an. Naples legte mit 180 W los. Für Rome und Milan galten bereits 280 W als maximales Limit. Genoa soll mit 400 W bereits einen größeren Sprung machen und bei Turin sollen nun bis zu 600 W vorgesehen sein.

Allerdings steigt auch die Anzahl der Kerne an. Genoa wird 50 % mehr Kerne im Vergleich zu den aktuellen EPYC-Prozessoren bieten können. Bei Turin wird dies offenbar noch einmal verdoppelt – zumindest laut @Greymon55.

Was die Leistungsaufnahme betrifft, wird man allerdings abwarten müssen. Eine maximale cTDP muss nicht zwangsläufig bedeuten, dass die Standard-Modelle derart viel verbrauchen werden. Für das Exascale-System Frontier kommen Custom-Versionen der Milan-Prozessoren zum Einsatz und solche Custom-Lösungen dürften sich gerne eine höhere TDP genehmigen. Entsprechend ist dies für Genoa und Turin denkbar. Hier wird man einfach abwarten müssen, bis die Prozessoren offiziell vorgestellt werden.

Am 8. November wird AMD einen "Accelerated Data Center"-Event veranstalten, auf dem es sicherlich erste offizielle Details zu Milan-X mit 3D V-Cache und den Radeon-Instinct-MI200-Beschleuniger geben wird. Dass AMD hier schon einen Ausblick auf Turin gibt, ist aber eher unwahrscheinlich.