1. Hardwareluxx
  2. >
  3. News
  4. >
  5. Hardware
  6. >
  7. Prozessoren
  8. >
  9. Cinebench R23 nT: Core i9-12900K fast doppelt so schnell wie sein Vorgänger (Update)

Cinebench R23 nT: Core i9-12900K fast doppelt so schnell wie sein Vorgänger (Update)

Veröffentlicht am: von

alder-lake-packageAuf Twitter (via Videocardz) wurde ein vermeintlicher Screenshot eines Benchmark-Durchlaufs des Cinebench R23 im Multi-Threaded-Test gezeigt. Da sich Ergebnisse des Cinebench bzw. die Anzeigen relativ leicht manipulieren lassen, sind solche Ergebnisse immer mit Vorsicht zu genießen.

Der Screenshot zeigt das Ergebnis eines Core i9-12900K, der in den kommenden Monaten in einer 8+8-Konfiguration (acht Performance-Kerne und acht Effizienz-Kerne) als neues Spitzenmodell der Desktop-Serie vorgestellt werden wird. Über 30.000 Punkte sollen im Multi-Threaded-Test erreicht worden sein.

Zur Einordnung haben wir das Ergebnis mit anderen Prozessoren zusammengeworfen:

Cinebench R23

Multi-Threaded

Punkte
Mehr ist besser

*die Werte für die weiteren Desktop-Modelle sind Mittelwerte aus online aufgefundenen Ergebnissen

8+8-Kerne bei Intel schlagen das aktuelle Desktop-Spitzenmodell Ryzen 9 5950X von AMD. Dies dürfte auch eine der Zielsetzungen von Intel gewesen sein. Leider haben wir noch keinen Single-Threaded-Wert – hier will Intel seine Spitzenposition weiter ausbauen und den Konkurrenten in die Schranken verweisen.

Bei der Multi-Threaded-Leistung ist zu beachten, dass zwar 16 Kerne vorhanden sind, diese aber nur 24 Threads verarbeiten können, da die Effizienz-Kerne kein Hyperthreading unterstützen.

Weiterhin veröffentlicht wurden einige CPU-Z-Screenshots. Diese zeigen den Core i9-12900K im Idle bei einer Spannung von 0,648 V. Unter Last dürfte der Wert deutlich höher liegen. Der maximale Takt wird mit 5,3 GHz ausgelesen. Die Effizienz-Kerne besitzen 48 kB L1-Data- und 32 kB L1-I-Cache (Instruction Cache), während die Performance-Kerne auf 32 kB Data- und 64 kB Instruction-Cache kommen. Der L2-Cache ist im Falle der Effizienz-Kerne 1,25 MB groß, bei den Performance-Kernen misst er 2 MB. An L3-Cache sind insgesamt 30 MB vorhanden.

Getestet wurde der Prozessor auf einem Gigabyte Z690 AORUS Ultra, welches auch PCI Express 5.0 ausweist. Zudem wurde DDR5-5200 in einer Quad-Channel-Konfiguration verwendet – jedes DDR5-Modul wird per jeweils zwei Speicherkanälen angesprochen, sodass wir bei zwei Modulen schon von einer Quad-Channel-Konfiguration sprechen. Die Timings sind allerdings auch entsprechend höher, als wir dies aktuell von DDR4 kennen.

Mit der kommenden Desktop-Generation wird Intel unter anderem umfangreiche I/O-Optionen anbieten können. Dazu gehören unter anderem PCI-Express-Lanes nach den Standards 5.0, 4.0 und 3.0. Prozessor und Chipsatz sind mittels x8 DMI 4.0 miteinander verbunden. Die Alder-Lake-Prozessoren sollen im Spätherbst vorgestellt werden. Die Intel Innovation am 27. und 28. Oktober bietet sich hier an.

Update: Single-Threaded-Ergebnisse

Nach den Ergebnissen im Multi-Threaded-Test gibt es nun auch vermeintliche Resultate für den Single-Threaded-Test (via HXL). Im Cinebench R20 soll ein Core i9-12900K 81x Punkte erreichen, um R23 205x Punkte. Beide Ergebnisse wären die höchsten für einen Desktop-Prozessor.

Cinebench R23

Single-Threaded

Punkte
Mehr ist besser

Cinebench R20

Single-Threaded

Punkte
Mehr ist besser

Die Single-Threaded-Ergebnisse liegen 22 bis 25 % über dem Vorgänger. Intel selbst sprach davon einem Durchschnitt von 19 % IPC-Plus bei einem Takt von 3,3 GHz (ISO Frequency Testing) im Vergleich zu Cypress Cove (Rocket Lake). Sollten die Cinebench-Werte stimmen, dann wären die Alder-Lake-Prozessoren vor allem im Single-Threaded-Bereich tatsächlich deutlich schneller als die Konkurrenz – auch und vor allem die aus eigenem Hause.