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Hot Chips 33: Synopsys will komplette Chipentwicklung per AI anbieten

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synopsysModerne Chipdesigns sind unglaublich komplex. Mehr als 50 Milliarden Transistoren kann ein moderner Chip umfassen. Eine Architektur und einzelne IP-Blöcke sind in der Theorie vergleichsweise schnell entwickelt, diese dann aber fertigen zu können, ist eine ganz andere Aufgabe und kann zu großen Problemen führen.

Anbieter sogenannter EDA-Werkzeuge (Electronic Design Automation) haben sich darauf spezialisiert, den Prozess eines Designs in die Fertigung zu überführen. Neben der Fertigung der Chips müssen EDA-Werkzeuge auch das Packaging umfassen und die Chiplet-Designs sorgen hier für zusätzliche Herausforderungen.

Einige wenige Unternehmen haben sich auf die Entwicklung der EDA-Werkzeuge spezialisiert. Zu diesen gehören neben Zuken, Mentor und Cadence auch Synopsys. Über Jahre hinweg wurden hier Algorithmen entwickelt, die bei der Überführung eines Chipdesigns in die Fertigung den möglichst effizientesten und sparsamsten Weg suchen und hoffentlich auch finden.

Auf diesem Weg sind automatisierte Prozesse bereits eingebunden. Synopsys zeigte auf der Hot Chips nun die zukünftigen Pläne für die AI-Unterstützung im EDA-Prozess. Die DSO.ai getaufte Software soll im Zeitaufwand deutlich effizienter sein als ein manuelles Chipdesign und findet dabei auch noch die sparsameren/besseren Lösungen. Bisher ist der Einsatz von DSO.ai auf das physikalische Layout in Form von Clustern, Macros und einzelnen Zellen beschränkt. Zukünftig soll DSO.ai auch im strukturellen Design und in der Entwicklung der Architektur unterstützend aktiv werden.

Die Einbindung von DSO.ai in weitere Schritte des EDA-Prozesses soll die Effizienz der daraus resultierenden Systeme weiter verbessern. Von bis zu 26 % spricht Synopsys.

Inwieweit ein AI-unterstützter EDA-Prozess die Entwicklung von Chips in Zukunft beeinflussen wird, lässt sich nur schwer abschätzen. Die Hersteller machen meist ein großes Geheimnis um ihre EDA-Werkzeuge und die Zusammenarbeit mit den beteiligten Unternehmen. Deren Interesse an einem schnellen und möglichst effizienten EDA-Prozess dürfte aber nicht unerheblich sein.