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Intel stellt Workstation-Prozessoren auf Basis von Ice Lake vor

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intel-2020Nachdem Intel die dritte Xeon-Generation alias Ice Lake-SP nun am Markt hat, ist es vergleichsweise einfach die entsprechenden Workstation-Modelle einzuführen. Dies ist nun geschehen. Die W-3300-Serie umfasst die in 10 nm gefertigten Ice-Lake-Prozessoren mit einer maximalen TDP von 270 W bei bis zu 38 Kernen und einem maximalen Speicherausbau von 4 TB.

Bisher konnte Intel im Workstation-Bereich maximal 28 Kerne auf Basis der Skylake-Architektur anbieten – wenn man denn Cascade Lake als Derivat ebenfalls dieser Familie zurechnet. Mit der W-3300-Serie macht diese nun den Sprung auf die Sunny-Cove-Kerne und Fertigung in 10 nm.

Folgende Modelle stellt Intel vor:

Gegenüberstellung der Modelle

Kerne Basis-Takt1T- / nT-TurboL3-CacheTDPPreis
Xeon W-3375 38 2,5 GHz4,0 / 3,3 GHz57 MB270 W4.499 USD
Xeon W-3365 32 2,7 GHz4,0 / 3,5 GHz48 MB270 W3.499 USD
Xeon W-3345 24 3,0 GHz4,0 / 3,7 GHz36 MB250 W2.499 USD
Xeon W-3335 16 3,4 GHz4,0 / 3,7 GHz24 MB250 W1.299 USD
Xeon W-3323 12 3,5 GHz3,9 / 3,7 GHz21 MB220 W949 USD

Spitzenmodell ist der W-3375 mit 38 Kernen. Die Xeon-Modelle kommen auf maximal 40 Kerne, insofern bekommt man in der Anzahl der Kerne im Xeon-W-Bereich nicht ganz das geboten, was die Xeon-Palette erwarten lässt. Der maximale Turbo-Takt liegt nur beim Einstiegsmodell Xeon W-3323 nicht auf 4 GHz. Basis- und nT-Turbo-Takt sind wie immer in gewisser Weise von der Anzahl der Kerne und dem zur Verfügung stehenden Power-Budget abhängig. Dieses liegt bei den Modellen mit 38 und 32 Kernen bei 270 W. Der Xeon W-3345 und 3335 kommen auf 250 W und das Einstiegsmodell muss mit 220 W arbeiten.

Zum Vergleich: Ein Ryzen Threadripper 3970X mit 32 Kernen erreicht bis zu 4,5 GHz, hat jedoch auch 128 MB an L3-Cache zu bieten. Die TDP ist mit 280 W auf gleichem Niveau. An einen Ryzen Threadripper 3990X dürfte selbst mit einem Xeon W-3375 kein Herankommen sein.

Ein weiteres Merkmal der Plattformen ist das I/O-Angebot. Die W-3300-Serie bietet 64 PCI-Express-4.0-Lanes und ein 8-Kanal-Speicherinterface für DDR4-3200. Bei AMD wird dies nur bei den EPYC- und Ryzen-Threadripper-Pro-Prozessoren geboten. Dafür ist das Angebot an PCIe-4.0-Lanes teilweise noch deutlich größer.

Die Prozessoren der W-3300-Serie setzen auf den LGA4189 – genau wie die Xeon-Modelle. Auf den Mainboards kommen sie zusammen mit dem C21A-Cipsatz zum Einsatz.

Sowohl die Prozessoren, als auch die dazugehörigen Mainboards und kompletten Workstation-Systeme sollen in Kürze im Handel sein.