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Ampere zeigt Leistung seines 128-Kerners Altra Max

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ampereMitte des vergangenen Jahres präsentierte Ampere den Altra Max, den Ausbau des in 7 nm gefertigten Altra-Prozessors, der anstatt 80 auf 128 Kerne kommt. Bei den Altra-Prozessoren handelt es sich um ein ARM-v8.2+-Design. Pro Kern können über zwei 128 Bit SIMD-Einheiten die Rechenaufgaben erledigt werden. Der Takt des Prozessors beläuft sich auf bis zu 3,3 GHz. An Caches stehen 64 KB L1 I-Cache und 64 KB L1 D-Cache sowie 1 MB L2 D-Cache zur Verfügung. Zudem besitzt der Altra 32 MB an System Level Cache (SLC).

Die 128-Kerner sollen nach einer Sample-Phase im vergangenen Quartal nun für eine breitere Kundschaft verfügbar gemacht werden. Dementsprechend präsentiert man auch einige weitere Benchmarks, die vor allem die Skalierung von 80 auf 128 Kerne unter Beweis stellen sollen.

Hier kommt unter anderem dem Octa-Channel-Speicherinterface (DDR4-3200 mit einer Gesamtkapazität von 4 TB pro Sockel) eine wichtige Rolle zu, denn bei diesem bleibt es, egal ob nun ein Altra-Prozessor mit 80 oder 128 Kernen zum Einsatz kommt. Die Gesamtspeicherbandbreite teilt sich also auf 60 % mehr Kerne auf, was je nach Anwendung zu Problemen bzw. Leistungseinbußen führen kann.

Ampere Altra Max: 80 gegen 128 Kerne

Für die Verschlüsselungsleistung sieht Ampere für AES-256-gcm und Keys mit einer Länge von 16 Bytes bis 16 KBytes eine Steigerung der Leistung um 57 % – also recht nahe der idealen Skalierung um 60 %. Beim Video-Transcoding von h.264-Inhalten kommt der Altra Max mit 128 Kernen auf 55 % mehr Leistung als der Altra mit 80 Kernen. Ein drittes Anwendungsprofil wird mittels dem NGINX-Webserver beschrieben. Hier spricht Ampere von einer um 51 % gesteigerten Leistung.

Natürlich hat sich Ampere hier Anwendungen herausgepickt, die gut mit einer Vielzahl an Kernen skalieren, aber nicht zwangsläufig vom Speicherinterface abhängig sind. Dies sollte man natürlich immer im Hinterkopf behalten. Aber auch Ampere bietet Altra-Prozessoren mit weniger Kernen an, die dann dennoch ein Octa-Channel-Speicherinterface und 128 PCI-Express-Lanes zur Verfügung stellen. Über die jeweilige Anwendung bzw. das Einsatzprofil muss entschieden werden, welcher Prozessor der richtige ist. Dies sieht bei AMD und Intel aber auch nicht anders aus, denn auch hier gibt es Modelle mit vielen Kernen, aber niedrigem Takt oder eben auf einen möglichst hohen Takt optimierte Varianten. Bei AMD kommt auch noch der L3-Cache hinzu, der bei acht Kernen bis zu 256 MB groß sein kann.

Ampere hat den Altra-Prozessor explizit auf Cloud-Anwendungen ausgelegt. 2022 soll mit Siryn das nächste Design folgen. Zu dieser nächsten Generationen gibt es aber noch keinerlei Informationen.

Morgen wird AMD seine dritte EPYC-Generation alias Milan alias 7003-Serie vorstellen. In den kommenden Wochen steht außerdem Intels Ice-Lake-SP-Generation in den Startlöchern.

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