1. Hardwareluxx
  2. >
  3. News
  4. >
  5. Hardware
  6. >
  7. Prozessoren
  8. >
  9. Intel FPGA Technology Day 2021: Neue Direct-RF-FPGA-Serie

Intel FPGA Technology Day 2021: Neue Direct-RF-FPGA-Serie

Veröffentlicht am: von

intel-2020In der Berichterstattung und der äußeren Wahrnehmung konzentriert sich vieles im IT-Umfeld auf Prozessoren, GPU-Beschleuniger und allenfalls noch einige Speziallösungen im AI-Bereich. Häufig sprechen wir dabei von zentralen Lösungen (nicht in Form großer Rechenzentren oder Supercomputern), in denen enorme Datenmengen verarbeitet werden. Ein anderes Feld der Anwendungen wird durch Intel in Form der FPGAs beackert. Auf dem Intel FPGA Technology Day 2021 wurden einige Ankündigungen gemacht, die wir einmal beleuchten wollen.

Doch diese hohen Datenmengen, die jeder Nutzer selbst produziert oder die durch eine Interaktion mit dem Umfeld erstellt werden, machen das Edge-Computing immer wichtiger. Die Berechnungen und damit die Filterung der Daten wird beim Edge-Computing dort vorgenommen, wo sie entstehen. Bereits heute werden so pro Jahr weltweit über 50 Zettabyte an Daten produziert. Dies entspricht einer Datenmenge, die auf fünf Milliarden HDDs mit jeweils 10 TB abgespeichert werden müsste. 2025 sollen es laut Intel 175 Zettabyte sein.

Um diese Daten nutzbar verarbeiten zu können, bedarf es spezieller Hardware. NVIDIA stellte beispielsweise den HGX-Beschleuniger vor, bei dem die A100-GPU direkt mit Mellanox ConnectX-6 Lx SmartNICs verknüpft wird. Hohe Rechenleistung gepaart mit schneller Netzwerkanbindung also. Intel bietet mit den Stratix-FPGAs ähnliche Lösungen.

Das Chiplet-Design der FPGAs von Intel kann auf die notwendigen Anforderungen angepasst werden. Ein Compute-Tile wird mit einem DDR-Speichercontroller und schnellem HBM-Speicher zusammengebracht. In R-, F-, P-, H- und E-Tiles können beispielsweise PCI-Express-Controller verschiedener Generationen oder Ausbaustufen von Ethernet-Controllern untergebracht werden. Details dazu findet man in der Ankündigung zum Stratix 10 NX FPGA. Für eben diese kündigt Intel zum FPGA Technology Day 2021 an, dass man mit der Massenproduktion begonnen hat.

Das Chiplet-Design der FPGAs bietet aber nicht nur eine Flexibilität im eigentlichen Design, sondern auch in der Fertigung. So können die einzelnen Tiles in dem Fertigungsprozess hergestellt werden, in dies gerade möglich oder wirtschaftlich sinnvoll ist. Per EMIB und Foveros werden die Chiplets dann auf einem Package untergebracht.

Die nächste FPGA-Generation wird das Chiplet-Design fortführen. Aus aktuell sechs Serien (GX, SX, TX, MX, DX und NX) wird Intel dann drei Serie machen (F-, I- und M-Series). Diese ursprünglich mal für 2019 geplanten FPGAs sollen in den kommenden Monaten verfügbar sein und verwenden eine speziell für FPGAs angepasste Fertigung in 10nm SuperFin. Die 10nm SuperFin Technologie stellt Intels Rettungsanker für die problembehaftete Fertigung in 10 nm dar und kommt unter anderem für die Tiger-Lake-Prozessoren zum Einsatz. Für die Agilex-FPGAs plant Intel mit DDR5 und PCI-Express 5.0 sowie dem CXL-Interconnect – die allesamt als Chiplet-Zusatz möglich sein werden.

Diese eher schwergewichtigen FPGAs kombiniert Intel mit den Max- und Cyclone-Serien, die kosteneffektiver sind, die aber auch noch dichter am Endpunkt der Entstehung der Daten eingesetzt werden können.

Als komplett neue Serie wird zudem der Direct RF FPGA vorgestellt. Dieser ist explizit für eine schnelle Analyse von Radio-Frequenzdaten ausgelegt und soll fünfmal schneller sein, als alles andere bisher am Markt verfügbare. 64 Gigasamples pro Sekunde soll der Chip erfassen können. Diese Leistungsdaten basieren allerdings auf Hochrechnungen seitens Intel, denn wirklich testen konnte man den Direct RF FPGA noch nicht. Eingesetzt werden soll der Direct RF FPGA im Umfeld von RF- und Wireless-Test-Equipment, aber auch dem Militär. Ab wann die neue FPGA-Serie ausgeliefert wird, gibt Intel nicht an.

Intels FPGAs können über einen kohärenten Interconnect mit Xeon-Prozessoren zusammenarbeiten. Aber auch an anderer Stelle bringt Intel eigene Produkte mit den FPGAs zusammen. So ist es möglich, diese mit Optane DC Persistent Memory (anstatt DDR-Speicher) auszustatten. 

Welche ist die beste CPU?

Unsere Kaufberatung zu den aktuellen Intel- und AMD-Prozessoren hilft dabei, die Übersicht nicht zu verlieren. Dort zeigen wir, welche Prozessoren aktuell die beste Wahl darstellen - egal, ob es um die reine Leistungsfähigkeit oder das Preis-Leistungs-Verhältnis geht.


Social Links

Das könnte Sie auch interessieren:

  • Der König ist bezwungen: AMD Ryzen 9 5900X und Ryzen 5 5600X im Test

    Logo von IMAGES/STORIES/2017/AMD_RYZEN_9_5900X_5600X_REVIEW-TEASER

    Seit heute sind die ersten Ableger der neuen Ryzen-5000-Familie erhältlich. Mit ihnen will AMD die letzte Intel-Bastion zu Fall bringen und endlich auch bei der Spieleleistung wieder ganz vorne mitspielen, nachdem man dem Konkurrenten mit seinen Matisse-Ablegern in Sachen Preis und... [mehr]

  • Generations-Nachzügler: AMD Ryzen 9 5950X und Ryzen 7 5800X im Test

    Logo von IMAGES/STORIES/2017/AMD_RYZEN_9_5950X_5800X-TEASER

    Wie angekündigt hat uns AMD pünktlich zum gestrigen Marktstart der ersten vier Ryzen-5000-Modelle inzwischen auch mit den noch fehlenden zwei Modellvarianten versorgt. Wir komplettieren die Testreihen daher nun um das Topmodell mit 16 Kernen, den AMD Ryzen 9 5950X, und um den AMD Ryzen 7 5800X... [mehr]

  • Prozessor non grata: Rocket Lake-S als Core i7-11700K im Vorab-Test (Update)

    Logo von IMAGES/STORIES/2017/COREI7-11700K

    Gut einen Monat vor dem offiziell geplanten Verkaufsstart konnte jeder Nutzer bereits den Core i7-11700K erstehen. Mindfactory verkaufte den Prozessor tagelang und jeder der wollte, konnte diesen auch bestellen. Auch wir haben die Gelegenheit ergriffen und präsentieren bereits heute einen... [mehr]

  • Günstiger 10-Kern-Einstieg: Intel Core i9-10850K im Test

    Logo von IMAGES/STORIES/2017/INTEL-CML-S

    Ende Juli stellte Intel in einem kleinen, zweiten Schwung einige weitere neue Modelle an Comet-Lake-S-Prozessoren vor. Die wichtigste Neuvorstellung ist dabei sicherlich der Core i9-10850K, der sich knapp unter dem Core i9-10900K aufstellt. Zehn Kerne, etwas niedrigere Taktraten, dafür ein um... [mehr]

  • Refresh-Nachzügler: AMD Ryzen 7 3800XT und Ryzen 5 3600XT im Test

    Logo von IMAGES/STORIES/2017/AMD_MATISSE_REFRESH_TRIPLE-TEASER

    Wenige Tage nach unserem Test zum AMD Ryzen 9 3900XT versorgte uns die Chipschmiede mit den beiden kleineren Serienvertretern der Matisse-Refresh-Generation, die dank zahlreicher Verbesserungen im Fertigungsprozess und etwas höherer Taktraten die Effizienz gegenüber den bestehenden Modellen... [mehr]

  • Zen 2 optimiert: So funktioniert der ClockTuner for Ryzen (Update)

    Logo von IMAGES/STORIES/2017/CTR

    Bereits vor einigen Wochen wurde der ClockTuner for Ryzen (CTR) angekündigt. Ab heute ist er nun für Jedermann verfügbar und kann ausprobiert werden. 1usmus, der Entwickler hinter dem DRAM Calculator for Ryzen, hat auch den ClockTuner for Ryzen entwickelt. Durch einen Custom... [mehr]