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AMD Ryzen Pro 4000G: Renoir kommt auch ins Unternehmens-Umfeld

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amd-ryzen-pro-2Neben der Ryzen-4000-G-Serie für den Endkunden im OEM-Markt stellt AMD heute auch Renoir-Prozessoren für das professionelle Umfeld vor. Sicherlich spielt auch hier die höhere Leistung der Zen-2-Kerne und der optimierten Vega-Grafikeinheit eine Rolle. Die Pro-Prozessoren zeichnen sich aber vor allem durch einige Sicherheitsfunktionen und eine gewisse Garantie in der Verfügbarkeit aus.

Mit der Ryzen-Pro-4000-Serie für Desktop-Systeme weitet AMD sein Angebot an Prozessoren im professionellen Umfeld weiter aus bzw. bringt auch hier die Renoir-Prozessoren ins Spiel. Für Notebooks gibt es die Ryzen-Pro-Mobile-4000-Serie bereits und entsprechende Notebooks sind bereits verfügbar – nun folgen die Desktop-Modelle.

Die Ryzen-Pro-4000-Serie für Desktop-Systeme besteht aus drei Modellen. AMD fährt hier in etwa die gleiche Schiene wie bei der Ryzen-4000-G-Serie, was vor allem für die Taktraten der Zen-2-Kerne gilt.

Ryzen-Pro-4000-Serie
Modell Kerne/Threads Basis/Boost L3-Cache GPU GPU-Takt TDP
Ryzen 7 Pro 4750G 8 / 16 3,6 / 4,4 GHz 8 MB Vega 8 2.100 MHz 65 W
Ryzen 5 Pro 4650G 6 / 12 3,7 / 4,2 GHz 8 MB Vega 7 1.900 MHz 65 W
Ryzen 3 Pro 4350G 4 / 8 3,8 / 4,0 GHz 4 MB Vega 6 1.700 MHz 65 W
Ryzen 7 Pro 4750GE 8 / 16 3,1 / 4,3 GHz 8 MB Vega 8 2.000 MHz 35 W
Ryzen 5 Pro 4650GE 6 / 12 3,3 / 4,2 GHz 8 MB Vega 7 1.900 MHz 35 W
Ryzen 3 Pro 4350GE 4 / 8 3,5 / 4,0 GHz 4 MB Vega 6 1.700 MHz 35 W
Athlon Gold Pro 3150G 4 / 4 3,5 / 3,9 GHz 4 MB Vega 3 1.100 MHz 65 W
Athlon Gold Pro 3150GE 4 / 4 3,3 / 3,8 GHz 4 MB Vega 3 1.100 MHz 35 W
Athlon Silver Pro 3125GE 2 / 4 3,4 / 3,4 GHz 4 MB Vega 3 1.100 MHz 35 W

Vergleicht man die technischen Daten der Ryzen-Pro-4000-Serie mit den G-Modellen ohne Pro-Funktionen, sind diese komplett identisch. Dies schließt die Anzahl der Kerne und die Taktraten mit ein. 

Hinsichtlich der Leistung gilt für die Ryzen-Pro-4000- das gleich wie bei der Ryzen-4000-G-Serie. Die bis zu acht Zen-2-Kerne bieten ein ordentliches Leistungsplus gegenüber den Vorgänger-Modellen und gerade im Multi-Threaded-Bereich lässt man seine Konkurrenz hinter sich. Die gilt auch für die integrierte Grafikeinheit, die erheblich schneller als die Gen9.5-Graphics von Intel ist.

Im Pro-Segment stellt AMD auch die Effizienz verstärkt in den Fokus. Diese ist zwar auch bei der Ryzen-4000-G-Serie ein Faktor, für die OEM-Systeme steht aber zunächst einmal rein die Leistung an erster Stelle. Dies ist für die Ryzen-Pro-4000-Serie etwas anders und natürlich verspricht AMD auch hier die Nase vor Intel zu haben.

Die Pro-Modelle verwenden den integrierten Security-Prozessor, der unter anderem eine Full System Memory Encryption, also eine vollständige Verschlüsselung des Arbeitsspeichers und des Massenspeichers, ermöglicht. AMD nennt diese Funktion Memory Guard. Darüber hinaus gibt es natürlich eine Verflechtung mit den Sicherheitsfunktionen des Betriebssystems. Dazu gehören unter anderem bestimmte Remote-Funktionen, die dann natürlich auch bestimmte Betriebssystemoptionen mit einschließen.

Die Ryzen-Pro-4000-Serie für Desktop-Systeme wird im 2. Halbjahr 2020 auf den Markt kommen. Entsprechende OEM-Systeme sind schon in Vorbereitung und werden von den Herstellern angeboten werden.

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